Abschaffung von Roaming-Gebühren schon 2014?

Roaming-Gebühren innerhalb der Eu könnten bereits 2014 der Vergangenheit angehören. Bereits jetzt ist es ja so, dass die Gebühren einen bestimmten Betrag nicht überschreiten dürfen. Im Zuge der Wahrung der Netzneutralität schlägt Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes eine europaweite Vereinheitlichung vor.

kroes
Der Vorschlag wird in allen Details heute dem Europäischen Parlament vorgetragen. Um eine schnelle Einigung zu erzielen, wird der Vorschlag eine sensible Balance für alle Seiten beinhalten. Jedem das zu geben, was er sich erträumt, wird nicht möglich sein, sagt Kroes. Die Niederlande, Kroes Heimatland, war das erste europäische Land, das Gesetze zur Netzneutralität verabschiedete.

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Kroes hat bereits die Unterstützung von mehreren europäischen Regierungen und auch von höchsten Einrichtungen. Die digitale Wirtschaft wird durch so etwas gefördert, was auch zu einem politischen Zusammenrücken einhergehen kann. Für den Kunden wird es mit einem solchen Gesetz wohl keine Nachteile geben, zumindest wird sich kein Reisender beschweren, wenn er plötzlich keine Roaming-Gebühren mehr bezahlen muss.

Ob so ein Gesetz tatsächlich verabschiedet wird? Wir werden sehen. Würdet Ihr es Euch denn wünschen?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

24 Kommentare

  1. Dieses Bild – diese Frau – gleich kommt mein Frühstück wieder hoch.. 😀

    Ansonsten, wenn es so sein wird, das 2014 keine Roaming Gebühren für die EU-Länder mehr vorhanden sind, dann finde ich das gut. 😉

  2. Wäre ein Segen….

  3. Dann müsste nur noch die Schweiz in die EU eintreten, dann wäre es perfekt für mich 🙂

  4. Das wird niemals passieren. Da haben die Telekommunikationsanbieter was gegen.

  5. Naja, wenn die EU-Länder als eine Art eigenes Land gesehen werden und die Netzbetreiber so die Freimengen zur Verrechnung heranziehen, dann wäre das fein. Vermutlich werden die Netzbetreiber aber die Kosten für außerhalb der Freimengen zur Verrechnung bringen. Dann wird vermutlich nicht viel ändern.

  6. Das wäre ein Traum 🙂 nur kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich da sämtliche Netzbetreiber mitsamt der mächtigen Lobby da dagegen stellen und versuchen, das auszutricksen

  7. Kann ich mir dann einen der wahnsinnig billigen Verträge aus Austria zulegen und den dann hier ohne Nachteile nutzen??

  8. Petra Bauer says:

    Das ist die beste Idee die ich seit langer Zeit gehört habe !!!!!

  9. Und wie soll das Geld verteilt werden?
    Kriegt der Tarifprovider dann gar nix und alles geht an den Roamingprovider, oder alles an den Tarifprovider und der Roamingprovider schaut in die Röhre? Bei Minuten abrechnung mag das ja noch halbwegs klappen, aber bei Flatrates wird das ja mehr als schwierig.

  10. Solange ein Gespräch von Thailand nach Deutschland 16 cent kostet, ist die gesamte EU Gebührenstruktur ein Witz.
    Früher wurden die Gebühren einfach berechnet: Lokale Gebühr + 25% Roaming + 1% Inkasso … Selbst damit wäre das Gespräch aus TH noch billiger als das EU Roaming.
    Mit einer deutschen Karte kostet die Minute übrigens EUR 4,99 … Da vergeht einem das Lachen.

  11. Die Frage ist doch viel mehr, warum dies in einem Europa des freien Personen- und Warenverkehrs überhaupt noch debattiert werden muss und nicht längst so ist. Die Frage ist nicht, ob dies jemand begrüßt, sondern, warum der derzeitige Sonderstatus der Telekommunikationsbranche überhaupt geduldet wird.

  12. Einfach zu sipgate wechseln!
    Dort gibt es bereits jetzt SIM-Karten europaweit ohne Roaming-Gebühren.

  13. Mich wundert momentan folgendes: Die derzeitigen extremen Datengebühren im Ausland müssen doch wirtschaftlich gesehen vollkommen unsinnig sein. Denn deshalb nutzt niemand Internet außerhalb seines eigenen Landes. Von der gelegentlichen Abzocke eines Unbedarften abgesehen klann da also kaum Geld fließen.

  14. @clenze

    Vielleicht wollen die Betreiber ja gar nicht das man Datentransfer im Ausland nutzt. Aber verbieten ist halt immer blöd, also schraubt man einfach die Preise hoch und unterbindet es so. Der Roaming anbieter muss das Verbrauchte Datenvolumen an den Provider senden, der muss es kontrollieren, dann in rechnung stellen, und dem Roaming anbieter sicherlich auch etwas bezahlen…. hört sich nach nem recht hohen aufwand.

    Und was wohl wieder vergessen wurde, es gibt ja schon Tarife die ganz Europa abdecken. Die kosten nur etwas mehr als 10€

  15. Dass darüber noch so lange diskutiert wird ist eigentlich schon ein Armutszeugnis.
    Selbstverständlich wäre ein solcher Schritt zu begrüßen, und ist längst überfällig.

    Wenn man bedenkt, dass die Mobilfunknetze schon längst IP-basiert arbeiten macht es auch technisch keinen nennenswerten Unterschied mehr von wo innerhalb Europas nun ein Mobilfunkgespräch geführt wird.
    Es versteht sich ja auch schon lange von selbst, dass ich für den Abruf von Daten eines Servers der irgendwo in einem anderen Land steht keine „Roaminggebühren“ zahlen muss. technisch gesehen sind die beiden Szenarien sehr vergleichbar.

  16. @elknipso

    Ok, dann müssten wir noch mal den begriff Roaming klären. Roaming bedeutet doch das ich mich in einem fremden Netz aufhalte und dort meine Daten erhalte.

    Derzeit kann ich mich aber auch nicht bei der Telekom mit meinem Kabeldeutschland Daten einloggen und im Netz surfen.

    Die Frage wäre halt wie das ablaufen soll. Ich bezahle meine Rechnung immer schön an KPN in den Niederlande, weil da die Vetragskonditionen günstiger sind. Nutze aber ausschliesslich das Handy in Deutschland im Vodafonenetz. Wer kriegt jetzt die Einnahmen bzw wie werden sie geteilt.

    • @FlyingT

      Wenn sich das das Roaming auf echt „fremde“ Netze erstreckt, dann wäre es ja akzeptabel – aber das ist ja nicht der Fall – Du zahlst auch Roaminggebühren, wenn Du Dich im Netz DEINES Anbieters im Ausland befindest. Klar sind das alles „nationale“ Tochtergesellschaften – aber wenn es ums Steuernzahlen geht, sind sie plötzlich gar nicht mehr so national.

      Dazu kommt dann noch, dass manche es im Ausland sogar nur gestatten über ihr eigenes Netz zu telefonieren, aber dann trotzdem noch Roaminggebühren nehmen. Da ist dann auch noch der letzte Vorteil den man im Ausland hat – nämlich immer das beste Netz – auch noch dahin.

    • @FlyingT
      Schon heute rechnen die Provider (im Internet) Traffic entsprechend ab welcher über die Backbones läuft. Ein ähnliches System wäre auch für Mobilfunkanbieter denkbar.

      Der Punkt ist aber ein Roaming Anruf aus dem Mobilfunknetz z.B. in den Niederlanden nach Deutschland belastet das Mobilfunknetz dort genau so wie ein nationales Gespräch eines normalen Nutzers. Wieso sollte man nun also das zig-fache dessen bezahlen, was der Provider von seinem nationalen Kunden erhält?

  17. @elknipso
    Wie sehen den die Modelle die Internetprovider haben aus? Alle reden immer davon aber keiner kann zahlen nennen. Wie setzen sich die Kosten zusammen, wie ist die Verteilung, wie wird die Verteilung ermittelt?

    Richtig ein Mobilfunk anruf aus den Niederlanden belastet das Netz genauso, aber inländischen Telefonaten würde das auch klappen. Bei einem Anruf von NL nach DE werden aber beide Netze belastet. Zudem sind 2 Firmen beteiligt die beide etwas verdienen wollen. Hinzu kommt das es ein Sonderfall ist und nicht die Regel, somit erhöht sich der Aufwand noch einmal.

    Hinzu kommt das wenn beide Anbieter die Kosten gegenrechnen, ein Ungleichgewicht entstehen wird. Es machen einfach mehr Deutsche in Spanien Urlaub als Spanier in Deutschland. Somit würde z.b. Spanien schlechter da stehen wenn man niemand an jemanden bezahlt, da sie mehr kosten haben durch deutsche Urlauber als die Deutschen Provider durch Spanier. Dadurch würden die deutschen Anbieter einen Aufpreiszahlen, dieser müsste auf alle Umgelegt werden.

    Ich brauche im Urlaub aber kein Datentransfer und die kosten für „bin gut angekommen bis in 2 Wochen“ halten sich stark in grenzen, ich müsste also Mehrkosten zahlen damit andere statt ihren Urlaub zu geniessen im Netz surfen.

    Telefonate und Datentransfer im Ausland ist eine Nische, und Nischen kostet immer mehr Geld. Es ist ja nicht so das es sowas nicht schon gab und immer noch gibt, Maxroam bietet z.b. Sprach und Datenpaketen für ganz Europa an. Aber es geht ja gar nicht darum das es geht, es geht darum das man, wie immer hier, alles umsonst haben will. Das klappt nur leider nicht immer.

  18. des wär echt schön,.Damit wäre es halt extrem leichter im Ausland im Internet mal etwas nachzuschaun.
    Und außerhalb der EU befindene ich persönlich mich in den nächsten Jahren eh nicht so oft (von der Scheiz mal abgesehen)

  19. Hoffentlich wird das durchgesetzt, grade erst für 5 Tage in Holland 20€ mehr zahlen müssen.

  20. in meinem Tarif von o2 ist es schon jetzt so, dass ich keine Gebühren für ankommende Anrufe zahlen muss und Internet ist auch kostenlos… solange ich in der EU oder in Ländern des Schenker abkommens bin.

    Also ich würde es toll finden wenn ich jetzt auch noch kostenlos selber anrufen könnte.