Fake: Abmahnung wegen Debian-Download

Oh man – was mag in manchen Köpfen vorgehen? Da wird tatsächlich eine Person von einer Augsburger Anwaltskanzlei abgemahnt, weil sie Debian (jaja, Linux!) als ISO per BitTorrent gezerrt haben soll. Kostennote 700 Euro. Zitat: „Gegenstand unserer Beauftragung ist die im Rahmen des Netzwerkes BitTorrent, über Ihren Anschluss begangene Verletzung an der Software Debian 5″. (via ccb)

Das Ganze scheint sich als großer Bluff zu outen. Zitat gulli.com: Der beauftragte Rechtsanwalt hat sich mit der Augsburger Kanzlei in Verbindung gesetzt. Diese gaben zur Antwort, die Abmahnung stamme nicht von ihnen. Die im Schreiben angegebene Bankverbindung stimmt zudem nicht mit der der Kanzlei überein. Frau D. hat bei der zuständigen Polizeidienststelle Anzeige gegen Unbekannt gestellt, damit nicht noch mehr Personen Opfer eines Betruges werden können.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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53 Kommentare

  1. Och mann, ich könnt‘ heulen… warum krieg‘ ich nie so lustige Post? Alleine die Aufwandsentschädigung wäre mir das Telefonat mit der Rechtsschutz wert =)

  2. @Patrick

    Das Telefonat wird sich schnell als umsonst (und kostenlos, falls Flatrate vorhanden) herausstellen. Die Rechtsschutzversicherungen schließen Verfahren wegen Urheberrechtsverletzungen und darum handelt es sich hier, grundsätzlich aus.

  3. Na Super! Was geht nur in manchen Köpfen vor?

  4. Ich schätze mal „einfaches Geld“?
    Einige lassen sich damit sicher unter Druck setzen, einige wissen, dass bei solchen Vorwürfen (auch bei begründeten) oft eine schriftliche Unterlasserklärung ausreicht um vor weiterem Schaden zu entkommen (Laienwissen aus c’t) und lassen es damit auf sich beruhen und nur die wenigsten werden wirklich den Weg vor Gericht anstreben.

    –> Gute Gewinnmöglichkeiten, wenig ernsthaftes Risiko

    @Viele Poster hier
    Ich finde es interessant wie unreflektiert hier tlw. verdammt wird.

    Thalon

  5. Kann mich meinem Vorredner nur anschließen:

    Nachdem der Trick mit Abo-Rechnungen etc. wohl nicht mehr zieht, geht man nun in die „reale“ Welt zurück:

    Arbeitsaufwand: dank Serienbrief etc. gering
    Kosten für einen Brief: 55 ct.
    Gewinn wenn jemand überweist: 700 €

    –> selbst wenn nur 1 Promille (1 von 1000) überweist mache ich immer noch guten Gewinn!

  6. Haha,

    da hat sich jemand schön in die Nesseln gesetzt…
    war wohl nen Bekannter der sich gerächt hat mit einer Fake-Abmahnung…

  7. Das ging dann wohl richtig nach hinten los.
    Mit was er wohl alles zu rechnen hat?

  8. Oh man,

    ich würde mir das nicht gefallen lassen und sofort Anzeige erstatten wegen Betrug. Es dürfte nur schwierig werden heraus zu finden wer dahinter steckt, wenn es die Anwaltskanzlei nicht war. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass es auch Kanzleien gibt die auf ähnliche Weise vorgehen. Falls man ihn kriegen sollte wirds bitter für ihn!

  9. Also ein Fake scheint das wohl eher nicht zu sein!

    „Diese Praxis kann aber in Deutschland als einzigem Land von Dritten trotzdem abgemahnt werden. Hintergrund ist hier, dass ein Upload von Binärpaketen ohne den Sourcecode von der GPL2-Lizenz, unter der Debian größtenteils steht, untersagt ist.“

    Quelle: http://www.crn.de/service/recht/artikel-90124.html?cid=CRNnewsletter-pm-html

  10. Hat sich inzwischen rausgestellt, dass sich wohl ein Bekannter der angeschriebenen für besonders witzig gehalten hat.
    Also entweder stimmt das und dann möchte ich nicht in dessen Haut stecken oder die Angeschriebene hat sich selbst für besonders witzig gehalten, als sie den Thread lostrat.
    Dann möchte ich nicht in ihrer Haut stecken.

    Auf jeden Fall wars n Fake

  11. @Christoph

    „Auf jeden Fall wars n Fake“

    Beleg? Link?

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