
„First, all conversations are encrypted „on the wire,“ which means that nobody on the internet can read them as you send your message. They are read by Google’s servers, but Kay assures me that the data is stored „transiently,“ which is to say that Google doesn’t keep your chat logs around to be subpoenaed“ so hieß es noch im Mai dieses Jahres bei TheVerge.
Man müsse sich also keine Sorgen machen, dass Daten der Chats dauerhaft gespeichert würden, denn diese seien nur transient (also vorübergehend) auf den Servern gelagert und würden dann gelöscht. Das ist nun anders. Wer nicht auf den Inkognito-Modus setzt und stattdessen einfach drauflos chattet, der riskiert, dass seine Chats in purer Form (wenn angeblich auch verschlüsselt) auf Googles Servern dauerhaft gesichert werden. Jeder Nutzer könne diese jedoch einfach über die App löschen.
Der Grund für diese einschneidende Veränderung liege darin begründet, dass man beim Testen mit dem implementierten Assistenten festgestellt hat, dass es vorrangig Fehler gab, wenn Chatverläufe nicht gesichert waren. Der Assistent setzt auf geführte Konversationen auf und bietet kontextbasierte Antworten, etc. Und da man ja dem breiten Publikum einen voll funktionstüchtigen Assistenten präsentieren wollte, habe man sich dazu entschieden, alte Pläne fallen zu lassen und Nicht-Inkognito-Chats doch auf Servern zu lagern, damit der Bot darauf zugreifen und reagieren kann.
Letzten Endes ist auch Allo so abgesichert, wie andere Inhalte von Google, wie Hangouts, Drive und Mail. Damit sind gespeicherte Chats aber auch unter Umständen Inhalte, die von Regierungen angefragt werden könnten – wie bei jedem Unternehmen.
Wer privat chatten will, nutzt eben den privaten Modus.
Das Gerede rund um die App wird spannend zu beobachten sein, denn bereits jetzt schießen natürlich Behauptungen und Vermutungen aus dem Boden – und selbst Edward Snowden bringt sich ein. Er hält Allo für keine gute Lösung in Sachen Datenschutz, empfiehlt Signal und meint, dass im Standardmodus Telegram unsicherer sei als WhatsApp – was es gefährlich für normale Nutzer mache.
Doch wer Facebook nutzt, der werfe nicht den ersten Stein 😉