
Wir berichteten in diesem Beitrag, dass Huawei als Netzausrüster in Sachen 5G in Deutschland neu bewertet werden könnte. An diesem Donnerstag lädt das Auswärtige Amt die Beamten zu einer internen Diskussionsveranstaltung ein, bei der der Titel lautet: „Wer hat Angst vor Huawei?“. Demnach soll wohl die Frage geklärt werden, wie die deutsche Bundesregierung mit der derzeitigen Dominanz von Huawei bei den Anfängen des Ausbaus von 5G in Deutschland umgehen soll – dem Unternehmen wird Nähe zur chinesischen Regierung nachgesagt, es steht die Angst vor Spionage im Raum, obwohl für diese nie Beweise gefunden wurden und Huawei immer wieder beteuert, dass man nicht regelwidrig agiert. Wir haben Huawei um ein Statement gegeben, da es immer schön ist, auch die andere Seite zu hören. Dieses Statement gebe ich einmal 1:1 durch:
Huawei begrüßt grundsätzlich alle Initiativen, künftige 5G-Netze so sicher wie möglich zu bauen und zu betreiben. In diesem Zusammenhang hat Huawei als Unternehmen in den vergangenen Jahren erhebliche Beiträge in den globalen 5G-Standardisierungsgremien geleistet. Jeglicher Fortschritt setzt unseres Erachtens einen faktenbasierten Dialog voraus. Durch im globalen Standard festgelegte umfassende Verschlüsselungsmaßnahmen werden Daten in 5G-Netzen beispielsweise im Vergleich zu den derzeit vorhandenen 4G-Netze mit einem großen Zugewinn an Sicherheit übertragen werden können.
Wir begrüßen auch den von der Bundesregierung öffentlich kommunizierten Ansatz der Verifizierung und Standardisierung von technologischen Lösungen, den wir durch unser in Bonn letztes Jahr eröffnetes Sicherheitslabor aktiv unterstützen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir alle technologischen Sicherheitsanforderungen bei 5G-Netzen vollumfänglich erfüllen können und verweisen auf unsere sehr gute Sicherheitsbilanz als ein global führender Lieferant von 4G-Netzen. Vor diesem Hintergrund sehen wir keinen rational nachvollziehbaren Grund, Huawei vom Aufbau der 5G-Infrastruktur in irgendeinem Land der Welt auszuschließen. Jeglicher Ausschluss eines Anbieters in einem Markt mit wenig Lieferanten führt in der Regel zu schlechterer Qualität bei höheren Preisen.