512624: Warum ich diese Telefonnummer nie vergessen habe

amplogoEs gibt Telefonnummern, die vergisst du dein ganzes Leben nicht. Die Nummern von Menschen, die dir etwas bedeuten. Die Nummer, die du als Kind auswendig lerntest, weil du wusstest – du kannst immer anrufen. Zwei Telefonnummern weiss ich bis heute auswendig. 833967 und 512624. Es waren die Nummern von Menschen, die immer für mich da waren, die mir etwas bedeuteten. Die 833967 rief ich zuletzt 1997 an. Das Jahr, in der meine Oma starb. Die Rufnummer, die Wohnung in der ich groß wurde, den Geruch des Kellers, jedes einzelne Detail hat sich bis heute in meinem Kopf gehalten. Wie die Nummer 512624, ebenfalls eine Nummer, die mir als Kind geholfen hat.

Aufgrund meiner Familiensituation hatte ich eigentlich drei Omas, keine war „klassisch“ die echte Oma. Da war einmal die Uroma, die Mutter mütterlicherseits, die ich ganz häufig besuchte (starb 1990), dann die Mutter des ersten Mannes meiner Mutter, bei der ich aufwuchs und dann die Mutter des zweiten Mannes meiner Mutter. Ich war nicht der richtige Enkel und wurde von beiden Frauen trotzdem wie der eigene Enkel behandelt – bis zum Schluss, obwohl ich weder mit meiner Mutter Kontakt hatte, noch diese mit ihren ehemaligen Männern, geschweige denn ihren ehemaligen Schwiegermüttern.

Die Mutter des zweiten Mannes meiner Mutter hieß Dana. Dana wurde in Litauen geboren, kam früh nach Deutschland und heiratete meinen „Onkel“ Dieter. Es war kurios, ich sagte als kleiner Junge Oma Dana, nannte ihren Mann aber einfach Onkel. Es war egal, es passte. Ich liebte die beiden. Sie waren immer für mich da, unterstützen mich und meine Mutter auch nach der Trennung von ihrem zweiten Mann. Unzählige Male übernachtete ich in dieser dreieinhab Zimmer großen Wohnung im Körner Grund 4 in Dortmund. Oma Dana war zuhause, Onkel Dieter arbeitete zu der Zeit noch. Die Wohnung war voll mit Firlefanz, womit ich die Antiquitäten bezeichne, die dort lagerten.

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Oma Dana handelte mit diesen. Unter anderem auch Schmuck aus Bernstein, den sie aus Litauen importierte. Natürlich in solchen Mengen, dass sie mal vom Zoll hops genommen wurde und  ordentlich versteuern musste. Witzig eigentlich, grundehrliche Leute, die nicht einmal Alkohol tranken – aber sich dann so ein Ding erlauben 🙂 Es war eine schöne Zeit. Onkel Dieter brachte mir viel über Borussia Dortmund und den Fußball generell bei. Die beiden waren immer für mich da. Wir fuhren – es muss 1983 oder so gewesen sein – mit dem Auto nach Italien. Pietra Ligure, Hotel Miriam. Ich weiss es noch wie heute – 33 Jahre später.

Das Hotel sieht auf der Webseite noch so aus wie früher, ich kann mich an so viel erinnern – wie wir dort saßen, wie ich als kleiner Junge die Echsen bestaunte – und letzten Endes lernte ich – wenn auch recht spät – in diesem Pool richtiges Schwimmen und Tauchen. Es war eine schöne Zeit, ich genoß es dort zu sein. Es war halt so ein typisches Enkel-Ding – und wenn ich heute auf alles zurückblicke, dann frage ich mich wirklich nach dem „Warum“. Warum haben diese Menschen das alles für mich getan, obwohl sie nach der Trennung meiner Mutter mit ihrem Sohn eigentlich gar nichts mehr mit mir zu tun hatten?

Ich habe schon oft darüber nachgedacht und die tiefe Dankbarkeit hat mich nie losgelassen, auch wenn ich sie nie ausgesprochen habe. Vielleicht lag es daran, dass Oma Dana einen ihrer Söhne an Drogen und Kriminalität verlor, sie nichts dagegen machen konnte, dass er sein Leben verwirkte, trotz großer Hilfe. Ich lernte ihn kennen als ich klein war. Die Drogen haben ihn kaputt gemacht, er starb auch sehr früh. Vielleicht war dies der Grund für die Liebe der beiden, die mit dazu beitrug, dass ich heute der bin, der ich bin. 1990 zogen wir in den Norden Deutschlands.

Der Kontakt riss nicht ab, wurde aber sehr viel seltener. Es war einfach so. Niemand hatte Schuld daran. Wenn ich heute Menschen höre, die nicht verstehen können, dass man jahrelang keinen Kontakt hat….dann schüttle ich den Kopf. Natürlich kann das passieren, auch wenn es dies im besten Falle nicht sollte. Ich sah die beiden sehr wenig, wir telefonierten aber ab und an und Onkel Dieter schenkte mir über die Jahre viel alten Krempel von Borussia Dortmund. Heute trauere ich der Zeit hinterher, die man vielleicht nicht genutzt hat, sich zu sehen, miteinander zu sprechen. Ich hätte so viel erzählen und zuhören können, meine Dankbarkeit und meine Liebe zeigen.

2002 traf ich die beiden noch einmal in Dortmund auf dem Weihnachtsmarkt. Meine damalige Freundin ist heute meine Frau. Wir redeten viel über das Jetzt und die Vergangenheit. Ich weiss gar nicht mehr, ob wir danach oft sprachen. Ich hatte meine Freundin, meinen Beruf und mein Leben. Durchgängigen Kontakt hatte und habe ich nur mit meiner Patentante und ihrem Mann. Wir fingen erst vor 15 Jahren oder so an, wieder häufig Kontakt zu haben. Meine Patentante Lilli ist die Tochter meiner Oma, bei der ich groß wurde. Sie wohnte um die Ecke – und irgendwie gab es viele Gemeinsamkeiten.

Ich wurde bei meiner Oma groß und Lilli zog ihren Enkel groß, Marcel, meinen „Cousin“. Beide sind heute über 80 und wir telefonieren ab und an. Oder ich schicke Fotos von Max via WhatsApp. Die beiden haben ihn ins Herz geschlossen, denn irgendwie sind wir halt ein wichtiger Teil der Familie.

Doch zurück zu meiner Oma Dana und meinen Onkel Dieter. Auch wenn man sich jahrelang nicht meldet – man vergisst Menschen niemals, die einem wichtig sind. Ich weiss nicht warum ich mich nie meldete. Zu viel um die Ohren? Wäre eine billige Ausrede. Ich verschluderte es.

Aus Tagen wurden Wochen. Aus Wochen wurden Monate. Aus Monate wurden Jahre.

In der ganzen Zeit hatte ich diesen Schleier auf meiner Seele. Da sind Menschen, die dir wichtig sind, die viel für dich getan haben. Denen du das einfach mal sagen musst. Ich meine – hey? 2002 zuletzt gesehen? 512624. 512624. Diese Nummer schob sich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder in meinen Kopf. In den ruhigen Stunden, in denen ich in mich gekehrt bin. Stunden, in denen immer und immer wieder die gleichen Filme ablaufen. Fragmente aus dem Leben, aus der Kindheit. Erinnerungen. Erinnerungen an Menschen, die dir die Tränen in die Augen schießen lassen.

Gestern traute ich mich irgendwie nicht, die mir seit Kindesbeinen bekannte Nummer anzurufen. Stattdessen rief ich bei meiner Patentante an. Ließ von mir hören, erzählte von meinem Tag und erkundigte mich nach dem Zustand der beiden. Nicht aus Pflicht, sondern weil ich es von beiden hören wollte, weil sie Teil von mir sind. Heute ließ es mich dann zum Telefonhörer greifen. Ich wählte die 512624. „Diese Rufnummer ist nicht vergeben“. Ich stutzte und rief noch mal an – obwohl ich im Display sehen konnte, dass ich diese Nummer definitiv wählte. Auch beim zweiten Mal das gleiche Ergebnis.

Diese Ansage lässt dir die Beine wegknicken, du weißt, was dies bedeuten kann. Was mache ich nun? Die beiden müssten mittlerweile auch locker die 80 überschritten haben, wenn gar nicht schon die 85. Soziale Netzwerke wie Facebook? Keine Chance – nicht jeder ist ein rüstiger Rentner und nutzt das Internet. Für uns normal, für eine andere Generation halt nicht. Ich schmiss Google an und fand nichts. Ich suchte den Namen und fand nur die mir bekannte Nummer. Nichts anderes. Kein Hinweis. Eine dieser Telefonsuchmaschinen zeigte dann tatsächlich mehr an – keine neue Nummer, wohl aber Nummern von Menschen, die im selben Haus wohnen. Kurios, wusste auch nicht, dass es so etwas gibt.

Ich rief drei Nummern an, drei waren nicht vergeben. Bei Nummer 4 klappte es dann und ich hatte eine verdutzte Dame am Telefon. Ich stellte mich vor und fragte, ob sie denn da und da wohne. Mein Gott, was muss sie bloß gedacht haben? Ich fragte nach, ob die von mir gesuchten Personen noch in diesem Haus wohnen. Sie taten es nicht. Aber ich erfuhr mehr. Ein Mehr, dass mich schmerzt, mich traurig und wütend zugleich macht. Onkel Dieter ist schon seit mehreren Jahren tot. Meine Oma Dana sei verzogen. Die Dame wusste den Stadtteil allerdings.

Meine Nachforschungen im Netz haben nichts ergeben, ich muss schauen, dass ich da irgendwie anders fündig werde. Muss ich mal sherlocken. Ich hatte nie richtig die Chance meinem Onkel Dieter zu sagen, dass ich ihm unfassbar dankbar bin. Dass er immer für mich da war, mir so viele tolle Dinge gezeigt hat, die mir als kleinem Jungen so viel gegeben und bedeutet haben. Jetzt sitze ich hier und frage mich, warum ich dies alles aufschreibe, so aus mir gehe. Dann fallen mir alle meine persönlichen Artikel ein, die ich in den vielen Jahren hier geschrieben habe. Die vielleicht den Menschen hinter der Fassade des Blogs zeigen.

Texte, die man nicht einmal im Monat auf der Pfanne hat. Geschichten, die zu offen sind. Die angreifbar machen. Mir aber dennoch helfen, mit einigen Sachen klarzukommen. Pädagogisches Schreiben im Selbstversuch. Eine Art Statement? Eine Plot Twist, der die völlige Überraschung in dieser Story ist, die so wenig in dieses Blog zu passen scheint? Leider nein. Sie zeigt mir vielmehr, wie dankbar ich heute über die „neuen“ Kommunikationsmittel bin.

Das Telefon ist eine aktive Sache, doch in den sozialen Netzwerken bekommt man auch viel von Menschen mit, die einem ans Herz gewachsen sind. Das ersetzt natürlich nie den persönlichen Kontakt – und so bin ich dankbar, wenn ich mit den Menschen schreiben kann, die Teil meines Lebens sind. Auch wenn es oft anscheinend oberflächliches Gequatsche ist, so ist man sich nah. Ich rede wenig, schreibe auch wenig – doch wenn ich frage „Wie geht es dir?“, dann ist mir dies wichtig, auf keinen Fall eine Floskel, die ich aus Höflichkeit rausschiebe.

Gerade in scheinbar schwierigen Zeiten, in denen man der Meinung ist, nur Hass und Feindseligkeit mitzubekommen, ist es vielleicht einmal wichtig Danke zu sagen. Danke an die Menschen, die für einen da sind, so selbstverständlich, dass es schon überraschend scheint.

Und wenn man keinen hat, dem man danken kann, dann ist es vielleicht selber Zeit ein Mensch zu werden, dem man danken kann. Ob am Telefon, via Messenger oder in sozialen Netzwerken.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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77 Kommentare

  1. Alter, geh in den Wald und menstruiere dich ordentlich aus, bevor du hier so einen esoterischen geistigen Schmodder verzapfst.

  2. Probiers bei der friedhofsverwaltung und das Grab von Dieter an die Kontaktdaten von Dana zu kommen oder hinterlassen eine Nachricht am Grab. Die versäumten Gelegenheiten kenne ich auch… und die Telefonnummer meiner Oma habe ich auch im Kopf und denke immer wieder gern an sie zurück.

  3. @Gabi du bist doch echt Panne

  4. Versuch es doch mal bei den Einwohnermeldeämtern. Aber nicht nur schreiben oder Mailen. Sondern anrufen und Dein Anliegen persönlich erklären. So hab ich damals Jahre später meinen Vater nach seiner Scheidung mit meiner Mutter gefunden und herausgefunden, wo er hingezogen ist.

  5. Ismail G. says:

    Schließe mich Gabi an. Bereits beim Lesen läuft mir schon die Perioden-Pastete aus dem Unterleib. Sind wir hier beim Homo-Club „Anyway“? Himmel, Arsch und Zwirn, wer tot ist, ist halt tot, heul doch, du Lappen.

  6. @Cody: vorsicht, Trolle nicht füttern. Die neigen zur Vermehrung. So wie die Gremlinge. Oder habe ich den Film jetzt verkehrt im Kopf? 😉

  7. #Erstklassig!

  8. Ich bin noch nicht ganz sicher, worauf Du mit dem Beitrag hinaus willst, oder ob Du überhaupt auf etwas hinaus willst.
    Aber Deine Beschreibung der Emotionen hat mich an vieles aus meiner Kindheit erinnert.
    Gerüche im Haus der Oma. Das Gefühl, wenn man hinten im Nachkriegs-Nutzgarten war und sich fragte, warum Oma mitten in der Stadt ihr eigenes Gemüse zieht.
    Die Currywurstbude gegenüber.
    Und der Anruf bei Oma, jeden Sonntag um 9 Uhr, wenn alle am Frühstückstisch saßen.

    Lass Dich kirre machen.
    Ich danke Dir für den Anlaß, alte Erinnerungen herauszukramen!

  9. Da fehlt ein „nicht“… Hoffe, ist trotzdem klar 😉

  10. Schöner Blogeintrag, danke! Musste allerdings auch über die Trolle lachen.

  11. Du bist schwer in Ordnung, caschy!

  12. Ich weiß nicht, wie ich’s sagen soll, weil Dir die Sache offensichtlich nahegeht – aber manchmal kann ich mich über das Verhalten von „Netzbewohnern“ nur wundern. Für den einen oder anderen, der sich über die „Internetausdrucker“ erhaben fühlt, scheint all das, was nicht online verfügbar ist, einfach nicht zu existieren.

    „Meine Oma Dana sei verzogen. […] Meine Nachforschungen im Netz haben nichts ergeben, ich muss schauen, dass ich da irgendwie anders fündig werde. Muss ich mal sherlocken.“

    Die naheliegendste Möglichkeit, die neue Anschrift von jemandem zu erfahren, der verzogen ist, ist das Melderegister. Sherlock Holmes muss man dafür nicht sein; eine einfache Registerauskunft genügt, und dafür muss man nicht einmal einen Grund haben oder angeben. Kostet ein paar Euro, das wird das Problem aber hier wohl nicht sein.

    Manche Städte sind modern und bieten Auskünfte auch bereits online an. Dortmund gehört nur teilweise dazu – der Dienst bedarf zuvor einer persönlichen Anmeldung. Es ist aber – nach der Webseite der Stadtverwaltung – auch eine Anfrage per Post, Fax oder sogar Mail möglich, die dann schriftlich per Post beantwortet wird. Kostet 7,- € und erfordert die möglichst genaue Angabe der Personalien; in der Regel reichen Name, Vorname und alte Anschrift, optimal ist das Geburtsdatum. Und funktioniert freilich nur, wenn die Gesuchte sich auch umgemeldet hat; aber das ist nicht nur vorgeschrieben, sondern funktioniert normalerweise auch, jedenfalls bei den Internetausdruckern und der älteren Generation.

    Viel Glück!

  13. *Suche den „Melden“ Button …
    ____________________

    Caschy, danke für diesen schönen Blog-Eintrag. =)

  14. Schön geschrieben.
    Hatte eine ähnliche Kindheit und habe heute starke Probleme weil ich vielen Menschen die mir was bedeutet haben das nicht mehr sagen konnte.
    Also bleib dran!

  15. Komische Kommentare hier… Hätte nicht gedacht das es tatsächlich negative Kommentare zu so einem Text geben kann.

    Der wichtigste Satz (für die Leser) in deinem Text ist allerdings der vorletzte:

    Und wenn man keinen hat, dem man danken kann, dann ist es vielleicht selber Zeit ein Mensch zu werden, dem man danken kann.

  16. 415391 Mama in Hörde….ich wünschte sie könnte noch abheben……

  17. Depressive Phase, das kenn ich.
    Ich hoffe es geht vorbei …..

  18. Interessante Geschichte – nur hier sind sehr viele mit IQ 90+/- da müsstest Du Familiendiagramme zeichnen, damit das verstanden wird.

    Mich würde mal interessieren – da Du Knobloch getauft bist – bist Du mit Charlotte Knobloch, der ex Präsidentin des Zentralrats der Juden/des Jüdisschen Weltkongresses verwandt?

    Ich meine. ggf. kommst Du aus einer reichen jüdischen Familie, wurdest aber nie anerkannt.

    Ich würde auch, solltest Du so einen Aufruf starten nicht unter Caschy dazu aufrufen nur mal so am Rande, das kommt so rpber, als wenn Du Geld bräuchtest.

  19. Schließe mich der Mehrheit an, schon traurig was manche für einen Mist kommentieren.
    Ich drück Dir die Daumen, daß Du den Kontakt wiederfindest. Gib nicht auf.
    Und die Trolle? Die sind nur ein Beleg dafür wie Ich bezogen die Gesellschaft geworden ist.
    Naja, wenn sie sich nicht ändern, dann wünsche ich den beiden Gaby (vermutlich ein Mann, eine Frau würde eher seltener rummenstruieren schreiben) werden sie halt alleine später im Altersheim sein. Das passiert wenn man kein Sozialverhalten hat.
    Wenn Du Hilfe brauchst Caschy, meld Dich. Ich wohne Nähe Düsseldorf, wenn Du hier in der Gegend Hilfe bei der Suche brauchst….
    Ach, und nur um G. zu widerlegen, ich bin heterobund ein Mann und hab dennoch eine emphatische Seite fur den Fall daß die beiden Gs die Bedeutung des Begriffs ohne Nachschlagen verstehen sollten.

  20. Thomas Müller says:

    Ich mag Deine Art wie Du schreibst, egal ob im Technik Blog oder privat. Du bist ein rundum guter Mensch.

  21. Schöner Blogbeitrag, alle Dauerleser werden es und auch Dich verstehen. Auch das gehört zum Leben.

  22. @Martin Fehring: Jau, ist mein Plan, am Samstag Abend aber eher schlecht 😉

    @Thilo Niewöhner: Nicht alles muss zwangsläufig auf den ersten Blick Sinn ergeben. Danke fürs Lesen!

    @efendi: Danke, schwer im doppelten Sinne 😀

    @DaGörd: Tue ich!

    @Lars Albrecht: Genau so sollte es auch gemeint sein

    @Michael: Ne, nichts damit zu tun. Alter Dortmunder Landadel, wie man so schön sagt. Ganz normale Family aus dem Pott. Kein verlorener Sohn 😉 Und nein, ich brauche keine Aufrufe starten, dafür arbeite ich ja täglich 🙂

    @Fraggle: Danke, ich werde mal über die Ämter gehen.

    @Thomas Müller: Ich geb mir Mühe, klappt aber auch nicht immer 😉

    @Thomas G: Für die ist es auch primär. Danke fürs Dabei sein in der ganzen Zeit!

  23. >Und wenn man keinen hat, dem man danken kann, dann ist es vielleicht selber Zeit ein Mensch zu werden, dem man danken kann.

    Welch ein schöner Satz!

  24. Wie „-thh“ schon richtig schrieb kann man ganz einfach die Familie suchen.
    Das machen Tausende Familienforscher in Deutschland täglich.
    Das Einwohnermeldeamt/Meldebehörde der Stadt der Gemeinde hilft dabei.
    Nicht jedem ist seine Familie oder Herkunft und eigene Geschichte egal.
    Das Internet mit seinen sozialen Netzwerken haben in diesem Fall mal soziale Vorteile und Möglichkeiten.
    Wenn Verwandte dann leider schon verstorben sind, dann hilft in besonderen Einzelfällen ggf. auch das zuletzt zuständige örtliche Standesamt /Kirche dabei über den Verbleib der Familienangehörigen nachzuforschen. (Berechtigtes Interesse voraus gesetzt).
    Seit dem 1. November 2015 gilt bundesweit ein neues Meldegesetz.
    https://netzpolitik.org/2015/neues-meldegesetz-schiebt-adresshandel-einen-riegel-vor/
    Man kann diese Melderegister-Nachfragen nur durch expliziter Sperre selbst unterbinden.

  25. Auch wegen solcher Beiträge komme ich täglich vorbei und höre den Podcast. Danke dafür.

  26. Bei manchen Kommentaren hier (ich meine die negativen) wird mir schlecht!
    Wie unsensibel kann man sein, wenn man so etwas schreibt.
    Solche Leute nehmen sich online die größten Unverschämtheiten raus, haben selbst häufig aber ein ganz dünnes Fell. Richtig traurig.

  27. @iFuchs: Wer sowas postet, wie die, hat selbst noch nicht ähnliches gefühlt. (von intellektuellen Engpässen mal ganz zu schweigen)

  28. Wunderschön geschrieben!Danke dafür!

  29. Ein klasse Beitrag.
    Leider erkennt man in der Jungend oft nicht was wichtig ist und wie wichtig solche familiären Kontakte sind. Das kenne ich auch.

    Es macht dich nur noch menschlicher und zeigt, dass hinter den klasse Beitragen jemand sitzt, der nicht nur die Technik kennt, sondern auch das reale Leben.

    Danke für diesen, wie ich finde, sehr personliche Einblick in deine Vergangenheit und deine Werte die dir wichtig sind.

    Normann

  30. dominikde says:

    Ich finde den Beitrag cool und gehört auch zum Leben dazu! Ich würde auch übers Einwohnermeldeamt mal nachforschen lassen. Viele Grüße, Dominik.

  31. Ein super Beitrag. Habe auch solche Nummern im Kopf. Aber die sind noch vergeben und zu den Leuten habe ich auch immer noch Kontakt (auch wenn er sehr wenig ist).

    Lese deinen Block schon seit Jahren und genau solche Beiträge machen dich finde ich zu einem echt duften und authentischen Typen und deinen Block für mich so klasse. Und natürlich die super Technik Berichte ohne Click Bait auch 😉

    Weiter so!

  32. @Lars Albrecht Genau mein Gedanke
    @Caschy Sehr schön geschrieben, danke für den Einblick in einen Teil deines Lebens.

    Ich kenne das selbst auch, man arbeitet und erledigt tagtäglich unendlich viele Sachen und die Uhr scheint immer schneller zu ticken und man hat selbst immer weniger Zeit und ehe man sich versieht, gibt es die Menschen, die einem immer so wichtig waren, nicht mehr. Das ging so schnell, denkt man und doch sind zwischenzeitlich Jahre vergangen. Man MUSS sich etwas Zeit nehmen, auch wenn es nicht immer einfach scheint, aber wenn das Zwischenmenschliche bei der ganzen Arbeit und Hektik auf der Strecke bleibt, ist es das alles einfach nicht wert. Ich nehme mir mittlerweile diese Zeit ganz einfach und es klappt auch nicht immer, aber doch wesentlich öfter als bisher. Alles Gute für dich und deine Familie.

  33. @caschy: Lässt du diese Kommentare jetzt extra stehen, damit wir sehen, was es für widerliche Menschen gibt?

  34. Alter, den ersten beiden Kommentatoren würde ich kostenlos einen heftigen Box erteilen. Was los mit euch Assis?

  35. @Markus: Finde ich okay von Caschy, zeigt es doch wie Gesellschaft heute funktioniert.

    @Caschy: Finde auch deine privaten Posts immer sehr inspirierend, mitunter Philosophisch angehaucht. Die Photos haben mir einen Overkill gegeben, habe erst kürzlich meine privaten Fotos sortiert und auch vieles weggeworfen…. Kann das ganze nachvollziehen, bleibe stark! Lass dich, und da bin ich mir sicher dieses muss man dir nicht zweimal sagen, nicht von idioten angehen nur weil du einen teil öffentlich machst. wurde in frühreren posts ja schonmal aufgegriffen.

    Wie wird sich die Gesellschaft ändern, da mittlerweile das ganze Leben online stattfindet?? Was werden die Kinder und Enkel in 20-30 Jahren mal sagen?

  36. Alle Achtung!
    Du machst nicht nur ‚in Technik‘ gut…
    Danke für die Anstöße!

  37. 465418 – Oma in Wellinghofen, zuletzt angerufen Anfang Oktober 2000, danach starb sie im Josephs Hospital, die Nummer habe ich immer noch im Kopf.

  38. Hallo Caschy, Dein Problem behandelt ein schönes altes Lied, „Cats In The Cradle“, das deutlich macht, wie sehr wir diese soziale Prokrastination von einer Generation an die nächste weitergeben: https://www.youtube.com/watch?v=7OqwKfgLaeA

    Wenn Du also das nächste Mal in der Situation bist, Dich zwischen Pflicht zur Arbeit und Spiel mit Deinem Nachwuchs entscheiden zu müssen … gib dem Zwerg / den Zwergen den Vorzug. 😉 🙂

  39. @Thorky: der bekommt immer Vorzug 🙂

  40. Danke, ein super Beitrag, fern ab von der Technik, aber voll von Herz.

  41. Toller Beitrag

  42. Danke für diesen bewegenden Beitrag.

  43. Ich, Autodidakt, verfolge das Gebilde von Carsten wohl schon von Anfang an.
    Kann sich noch jemand an die Forensoftware erinnern, die Carsten mal im Einsatz hatte … ?
    Dort habe ich meinen ersten transportablen Mail-Client, den Thunderbird entdeckt …
    „Stadt-Bremerhaven.de“ – … der „Typ“ scheint wohl bei der Stadtverwaltung zu arbeiten habe ich damals gedacht.
    Dieser herzbetonte Beitrag von ihm erinnert mich an die vergangenen Jahre, auch meine Jahre, an die Entwicklung seines Kleides (Blog), das mir persönlich etwas zu cool geworden ist … (hängt wohl auch mit meinem fortgeschrittenen Alter zusammen …)
    Schönen Dank auf jeden Fall für diese Reminiszenz !

  44. Bekomme ich Gänsehaut schon nach den ersten Absätzen.

  45. danke für die schönen Zeilen Caschy man denkt sofort an seine Kindheitstage & ich bin ebenfalls dankbar für den Anstoß

    toll geschrieben

  46. Happyspaten says:

    Guter Beitrag und Punkt!

  47. Danke für die Zeilen.

    Und die Hasser und Schlechtmenchen, die sich leider auch hier umtreiben, sind eh die totalen Loser. An sie wird in der Zukunft kein Arsch erinnern.

  48. El_Dorado says:

    Schön geschrieben, klasse!

    @Gabi u. Ismail G.: Verdammte Arschlöcher!

  49. Danke Caschy. Mal wieder schön geschrieben, wie es wohl vielen Menschen ab und an so geht. Durch solche „privaten“ Artikel denkt man dann auch öfer mal „an sich“.

  50. Danke! …und Nein, sowas gehören nicht in ein Techblog, aber genau solche „Ausrutscher“ heben diesen Blog hervor! Danke nochmal…

  51. Hallo Caschy,

    eigentlich schreibe ich selten oder fast nie Kommentare auf Blogs, die ich lese. Doch dieser Artikel hat mir zweifach Pippi in die Augen getrieben. Einmal, die Art wie Du hier Deine innersten Gedanken und Erinnerungen Preis gegeben hast. Erinnerungen die schön und wertvoll sind, von Menschen, die eben nicht wie diejenigen sind (ja, ich weiss Don’t feed the Trolls!), die sich teilweise hier so unschön ausgemistet haben.
    Solche Menschen haben eben nicht das erfahren, was Du erleben konntest und sind in gewisser Weise emotional verkümmert.
    Als unregelmässiger Leser Deines Blogs, wollte ich Dir nur sagen: Mach so weiter. Auch die emotionalen Momente gehören in unserer vielleicht manchmal zu technisierte Zeit, sie helfen den eigenen Kompass wieder einzustellen.

    Danke!

  52. Katja Winkler says:

    Schön geschrieben.

    Die Einwohnermeldeämter geben telefonisch keine Auskunft, dass wird wohl nur per Mail oder Brief gehen und dann wird es auch eine Auskunftsgebühr kosten.

  53. Was heißt hier verkümmert? Ich zumindest bin nur nicht so weinerlich in der Schreiphase hängen geblieben.. Ich bin sehr zufrieden mit meinem sozialen Umfeld.

  54. Echt jetzt. Caschy! Italien. Pietra Ligure. Hotel Miriam? Junge, da waren meine Lebensgefährtin und ich Anfang der 90er sicher 4-5x im Urlaub. Tolle Erinnerung!

  55. Caschy du bistn super Typ.. Solche Einträge machen dich und das Blog hier noch sympathischer. Stehst auf meiner Liste mit wem ich gern mal ein Bier trinken würde ziemlich weit oben. Weiter so bitte und: Don’t feed the trolls!

  56. @Caschy
    Wir alle haben „Geister“ die uns umschwirren, manchmal mehr, manchmal weniger.

    Mein bester Rat: Suche aktiv sofort diese Frau. Nichts kann deiner Seele mehr Frieden geben, wenn du sie noch lebend findest, sie geistig fit und dir wohlgesonnen ist, sowie ihr Beide euren „roten“ Faden findet.

    Eier nicht lange rum und mache Nägel mit Köpfen. Rufe Montag das Einwohnermeldeamt an bzw. fahre persönlich vorbei. Das kostet dich einen Tag deines Lebens. Investiere die Zeit und das Geld. Die Auskünfte kosten fast nichts (bis 10 Euro).

    Ich wünsche dir alles Gute und das du sie findest.

  57. Jou, Sonntag Morgen und den Tag mit Pipi in den Augen starten… Grandios!
    Schöner Artikel und drücke dir die Daumen, dass du die Adresse von Oma Dana schnellstmöglich bekommst!
    Caschy ick liebe dir, auch oder gerade wegen solchen Artikeln!

  58. Echt schöner Beitrag!!!!!!! Unglaublich, dass es da auch negative Kommentare gibt! 🙁

  59. Schöner und nachdenklicher Artikel. Danke. 🙂

  60. Kleines Update zum Beitrag. Habe auf diversen Wegen viel Zuspruch und so erhalten. Danke! With a little help from my friends habe ich nun auch eine Adresse bekommen. Eine öffentlich erreichbare Rufnummer gibt es nicht – aber die Adresse wird erst einmal ausreichen. Vielleicht lass ich euch später mal wissen, wie es weiter geht.

  61. Schön geschrieben. Hab es ähnlich erlebt.
    Danke für den Beitrag.

  62. Caschy>Blog>Tech>Life>

    …to be continued

  63. Schön zu lesen, dass die Suche mittlerweile kleinere Erfolge gezeigt hat. Die ersten Kommentare sind für mich unverständlich, aber ich meine mich erinnern zu können, dass diese Leutchen schon länger hier kommentieren und immer wieder mal aufgefallen sind.
    Da ist wohl eine große Portion Neid dabei.
    – Ich hatte erst vor ein paar Tagen noch mal die Radiosendung von Radio Bremen gehört zu denen Caschy eingeladen wurde. Da ging es ja auch um persönliches im Internet und den Umgang damit.

  64. El_Dorado says:

    „Gabi“ u. „Ismail G.“ sind vermutlich dieselbe Person. Ein kleiner erbärmlicher Internettroll.

  65. Harald Nitsche says:

    Schön!

  66. Danke Caschy! Ich lese täglich mehrmals deinen Blog und das seit Jahren. Und das liegt daran dass man den Spaß den du an deiner Arbeit hast merkt. Man merkt dass es für dich mehr als ein Beruf ist. Dass deine Meinungen ehrlich sind.
    Lass dich nicht beirren! Für mich machen genau solche Artikel deinen Blog oder viel mehr dich selbst aus.
    Und viel Glück beim finden deiner Oma! Halte uns auf dem Laufenden

  67. Ich versteh Dich Caschy, und wers nicht tut hat zu viel Hornhaut auf der Seele oder ist ein Arschloch..

  68. clarkkent says:

    sehr schöner beitrag…. gerade heute morgen habe ich meine geliebte mutter weinen gesehen, als sie sich alte bilder aus ihrer kindheit angeschaut hat…. :(…

    @Gabi u. Ismail G.:
    wahrscheinlich seit ihr das produkt von 4 generationen inzest!…..

  69. Dieser Beitrag hat mich berührt. Als meine Omma 2006 gestorben ist, haben wir in ihrer Wählliste immer wieder eine dreistellige Nummer gefunden, die wir uns nicht erklären konnten. Sie litt zuletzt unter starker Demenz. Nach einigen Nachforschungen fanden wir heraus, dass es die Nummer des Geschäfts ihres Vaters war.

    Auch ich habe zwei oder drei Nummern, die ich nie vergessen werde.

    Schön finde ich die Erkenntnis der Furcht vor dem Vergessen. So wie Deine Leute eine tiefe Spur in Deinem Gedächtnis hinterlassen haben, suchst Du mehr. Du bist ob Deines Jobs eine öffentliche Person, es sagt viel über Dich, wie Du Dich hier darstellst.

    Mach weiter so, niemand ist perfekt. Drücke die Daumen, dass Deine Nachforschungen belohnt werden.

  70. Sehr emotional geschrieben! Kann das gut nachempfinden. Danke dafür und das bisschen Pipi in den Augen.

  71. Ich sage DANKE für diesen Beitrag!

  72. Last Zolex says:

    Gut geschrieben, sehr mitreissend, denn viele von uns hatten das Glück so einen speziellen Menschen gehabt zu haben, der einem in der Kindheit oder in welcher Lebenphase auch immer zur Seite gestanden hat. Manche hatten das nicht… das ist traurig.

    Man hat diese Menschen nie vergessen, obwohl es so scheinen könnte, aber diese Liebe und Hilfsbereitschaft steckt in uns.
    Ich selber habe das Glück gehabt solche Menschen gehabt zu haben, und ich hoffe, dass ich ein solcher Mensch für andere mir wichtige Personen bin.

    Der größte Dank und Respekt, den Du diesen Menschen erweisen kannst, ist selber da zu sein, wenn Dich jemand braucht. Man muss es nicht immer explizit den lieben Menschen selber sagen, deren Hilfe man annehmen durfte…

    Das Weitergeben des guten Gefühls ist viel mehr Dank, als Du jemals mit Worten ausdrücken könntest. Und ich vermute mal, so wie man Dich durch Deinen Blog kennenlernen darf, bist Du auf dem richtigen Weg und gibst das Erfahrene weiter.

    Nicht aufhören 🙂

    LZ

  73. Klasse geschrieben – tolle Wortwahl. Konnte ich sehr gut nachempfinden. Vergessen darf man nicht – es ist ein Blog. Und grad das persönlich hier macht das zu etwas besonderem und kein 0815 Magazin.
    Ich würde auch den Weg über die Melderegisterauskunft gehen. In Berlin kostet sie 5 Euro. Braucht man nicht zum Amt rennen und sich vielleicht noch Erklären.

  74. Ruediger S. says:

    Gabi und Ismail G. kommen sich „cool“ vor, in Wirklichkeit sind sie nur „kalt“. Kalt im Herzen, man mag mit keinem von den beiden etwas zu tun haben. Sie scheinen auch – vorsichtig ausgedrückt – nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte zu sein. Abe das passt ja ganz gut zusammen. Caschy. machen Sie sich nichts daraus, fast alle Leser rührt Ihre Geschichte an.

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