4K und 8K: Zuschauer sehen laut Studie meistens keinerlei Unterschied

8K ist ein Thema, dass TV-Hersteller aggressiv vorantreiben. Derzeit kosten entsprechende TVs allerdings noch Unsummen. Das eröffnet die Frage: Bieten 8K-Fernseher denn greifbare Mehrwerte für den Zuschauer? Dieser Frage wollte das Studio Warner Bros. auf den Grund gehen und leierte deswegen eine recht aufwändige Double-Blind-Studie an.

Was meint Double-Blind? Das ist für wissenschaftliche Studien ein Faktor, der verhindern kann, dass konfudierende Variablen die Ergebnisse beeinträchtigen. Double-Blind meint, dass weder die Probanden der Studie noch die Durchführenden genau wissen, worum es in der Studie geht. Dadurch wird verhindert, dass die die Ergebnisse möglicherweise bewusst oder unbewusst beeinflussen. Kooperiert hat Warner Bros. für die Untersuchung mit Amazon Prime Video, Pixar, LG und der American Society of Cinematographers (ASC), die ich selbst auch in Hollywood besucht habe.

Man zeigte den Teilnehmern im Rahmen der Studie an einem LG 88Z9, einem High-End-OLED-TV mit 8K-Auflösung, sieben unterschiedliche Videoclips in mehreren Abfolgen. Alle sieben Videos, etwa auch neu gerenderte Ausschnitte aus den Pixar-Filmen „Merida“ und „Das große Krabbeln“ sowie natives 8K-Material aus „Dunkirk“ und „The Tick“, wurde einmal als 4K- und einmal als native 8K-Version gezeigt. Damit der TV an sich nicht durch Upscaling eingreifen konnte und es auch zu keinen HDMI-Problemen kam, skalierte man das 8K-Material im Vorfeld für die 4K-Versionen der Clips herunter und legte es in einem 8K-Container ab. So wurde das 4K-Signal nicht durch die Upscaling-Features des TVs beeinflusst.

Um auszuschließen, dass Kompression eine Rolle spielt, lieferte man die 8K-Videos mit einer Bitrate von 3 GByte pro Sekunde über ein extrem leistungsfähiges PC-System aus. Sowohl die 4K- als auch die 8K-Clips waren auch mit HDR10 codiert. Man untersuchte sogar vor dem Test die Sehkraft der Probanden, um auch hier Störfaktoren auszuschließen. Zudem arbeitete man auch noch mit verschiedenen Sitzabständen. 139 Personen nahmen an dem Test teil. Am Ende wurden sie gebeten das gesichtete Material zu vergleichen und den Versionen des jeweiligen, 10-sekündigen Ausschnitts eine Bewertung zukommen zu lassen. So sollten sie angeben, ob sie jeweils Version A bzw. B als „gleichwertig“, „etwas besser“, „besser“ oder sogar „viel besser“ wahrgenommen hätten.

Die Clips wurden dabei mehrmals in unterschiedlichen Reihenfolgen gezeigt. Am Ende ließ man zudem auch nur den jeweiligen 4K-Clip mehrfach laufen, um eine Kontrolle zu haben. Die Ergebnisse fielen für TV-Hersteller allerdings eher ernüchternd aus. So wurden die meisten 8K-Clips entweder als gleichwertig oder nur leicht verbessert beurteilt. Zumindest konnte herausgefunden werden, dass die gezeigten Inhalte eine enorme Rolle spielen. Denn die Ausschnitte aus einer Naturdokumentation stachen gegenüber den anderen Videos sehr heraus. Hier fiel auf, dass es deutlich öfter bei der Beurteilung vorkam, dass die 8K-Version bevorzugt wurde. Das dürfte daran liegen, dass derartige Aufnahmen oft eine sehr langsame Kameraführung einsetzen und viele, kleine Details in Makroaufnahmen zeigen.

Lustigerweise kam es aber auch oft vor, dass die 4K-Versionen als besser empfunden wurden. Die Verantwortlichen erklären das damit, dass in solchen Fällen wohl kein Unterschied durch die Studienteilnehmer erkannt wurde und sie ins Raten verfielen. Auch konnte man erkennen, dass Menschen mit Sehkraft über dem Durchschnitt, die besonders nah an dem 88-Zoll-OLED von LG gesessen haben, zu besseren Bewertungen tendierten. Offen bleiben muss da übrigens die Frage, ob die Ergebnisse eventuell anders ausgefallen wären, hätte man einen LCD verwendet.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die meisten Zuschauer, zumindest in dieser Studie, haben den Sprung von 4K zu 8K entweder nicht bemerkt oder als gering wahrgenommen. Bei den üblichen Sitzabständen in deutschen Wohnzimmern dürften die Mehrwerte von 8K also eher verpuffen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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53 Kommentare

  1. Gibt es sowas auch für FullHD und 4k?

  2. Macht im Heimkino Bereich dann wohl tatsächlich keinen Sinn, im Kino sieht das aber anders aus, dort gibt es ja riesige Leinwände die definitiv von mehr Auflösung profitieren würden.

    Ich selber werde dieses Jahr auf 4K mit einem OLED umsteigen und dann ggf. in 5 Jahren wieder auf einen 4K, aber eben mit neuster Technik an Board.
    Und wenn es dann in 10 Jahren nur noch 8K zu kaufen gibt, dann eben 8K.

    Wenn ich nicht vorher an der Grippe ähh Corona krepiere 🙂

  3. Da hat sich full HD TV nich nicht durchgesetzt da treibt die Industrie nach 4k schon 8k durchs Dorf.

    Ich habe einen 5 Jahre alten LCD Fernseher Full HD. Zu Weihnachten habe ich mir ein Probe Monat zattoo TV geholt.
    voller Erwartung habe ich die privaten in full HD sehen wollen. Das Ergebnis war eher ernüchternd. Bei vielen Sendungen konnte ich das mehr am Auflösung nicht erkennen.
    das einzige was zuverlässig funktionierte war die Werbung.
    Aber wer zahlt freiwillig für bessere Bild Qualität bei Werbung?
    Mein nächster TV wird bestimmt ein 4k werden. Bis der dann auch 4k TV Inhalte anzeigen wird, hängt bei dem Tempo wohl schon der 8k TV an der Wand.

    • Full HD hat sich noch nicht durchgesetzt? Ich gucke schon seit Jahren Netflix und Amazon Prime in 4K. Ja klar, wenn man auf die TV Sender wartet, hast du natürlich Recht.

    • Also bei mir hat sich HD seit Jahren durchgesetzt, ich nutze nur noch Video on Demand. Die hochgerechneten, angeblich repräsentativen Umfragen zur weiterhin hohen Nutzung des Rundfunks halte ich für nicht repräsentativ. Außer mein persönliches Umfeld ist der große Ausreißer. HD/4K ist für Streaming sehr relevant. Dank moderner Codecs reicht bereits ein kleiner VDSL 25 Anschluss um 4K zu streamen.

      Dass 8K bei den heimischel üblichen und möglichen Bildschirmgrößen keinen Unterschied mehr macht ist indes schon rechnerisch klar. Da kommt das Auflösungsvermögen unserer Augen an seine Grenzen und da gibt’s auch keine gefühlte oder unterbewusste Wahrnehmung, über die dann Enthusiasten voller Überzeugung diskutieren. Was das Auge nicht auflösen kann, das kann es nicht auflösen.
      Bei halbwegs komfortablen Sitzabständen ist bei 4K Schluss.
      Es gibt noch genug bei Kontrast, Helligkeit, Farbwiedergabe oder Energieeffizienz zu optimieren. Das war in den letzten Jahren immer eher nachrangig.

    • FullHD ist längst Standard, 4K Inhalte werden zudem bei den Streaming Anbietern immer mehr.

      Die Schnarchkappen mit ihrem linearen Fernsehen darfst Du da nicht als Referenz nehmen, zumal das Format bis auf wenige Spezialfälle (Live Übertragungen im Sport zum Beispiel) eh absehbar mittelfristig tot sein wird.

  4. Unser TV ist noch FullHD und ich hab bis heute noch keinen Grudn gefunden, einen neuen zu kaufen. Ergo wird die Kiste solange laufen bis die kaputt von der Wand fällt.
    Der ganze 4k Hype geht sowas an mir vorbei.

    • Florian P. says:

      Geht ja bei den neuen TVs nicht nur um die Auflösung, sondern auch um die höheren Kontrastumfänge. Ich bin Anfang des Jahres von einem Full HD LCD-TV auf einen 4k OLED umsteigen und das Bild begeistert mich jeden Tag wieder (vor allem in HDR und Dolby Vision)..

  5. deoroller says:

    Was soll man da groß diskutieren. 8K eignet sich als Statussymbol. Da wird dann auch kein „Unterschichtenfernsehen“ laufen.
    Die öffentlich-rechtlichen sollten sich da auch lieber weiterhin zurückhalten und die Gelder, die als Art Steuer von allen getragen werden auch in Dinge zu investieren, die alle nutzen können.

    • Ich denke mal die Nutzer die Fernseher als Statussymbol begreifen haben wenig Angst vor Kontakt mit UnterschichtsTV. …mal so ins Blaue gesprochen. 😀

  6. „ Bei den üblichen Sitzabständen in deutschen Wohnzimmern dürften die Mehrwerte von 8K also eher verpuffen.“

    Wie schon bei 4K.

  7. WHAT? wenn ihr von fullhd auf 4k keinen unterschied seht, habt ihr entweder total 1) schlechtes vergleichsmaterial, 2) super material und vergesst, dass es upscaling gibt, oder 3) ihr solltet zum augenarzt gehen.
    macht doch mal den gegentest: SD bei ca 60 Zoll. das ist so deutlich wie VHS vs DVD.

    • Ich drehe es um: wer zwischen FHD und 4k einen so gravierenden Unterschied zu sehen glaubt, ist auf das Marketinggedöns der Unterhaltungsindustrie hereingefallen 😉

      Mal ernsthaft: soll jeder für sich selbst entscheiden. Nüchtern betrachtet ist der Unterschied aber nur selten einen großen Aufpreis wert und erst massentauglich seit es diesen Aufpreis kaum noch gibt. So wird es auch bei 8k sein…

    • Auf meinem 49″ TV sehe ich bei 3,5 m Sitzabstand den Unterschied zwischen SD und Full HD sowohl mi tals auch ohne Brille. Den Unterschied zwischen Full HD und 4k Würde ich da sicher nicht mehr sehen…

  8. Es ist eine Doppelblindstudie. Double-blind ist kein Eigenname, sondern ein Prinzip.

    • „Prinzip“, lol.

      Das deutsche Wort ist in diesem Zusammenhang. übrigens Verfahrensweise. Sich über Englisch beschweren aber das principium eingedeutscht wie ein Bauer. 😉

  9. Naja, sollen die öffi Sender erst mal ein natives 4K TV liefern… das ist derzeit im Kabel nicht der Fall und wird wohl auch in 10 Jahren nicht sein. Deutsche Anstalten sun sowas von träge. Die privaten sind zu gierig und liefern HD (kein echtes Full HD) auch nur gegen Aufpreis was unverständlich ist ist und wohl in den meisten Haushalten auch aufgrund der Werbeflut erst gar nicht eingestellt ist. Amazon Prime 4K Inhalte sind auch noch extrem gering im Angebot daher ist so eine Diskussion aktuell eher uninteressant und erst bei TV Wänden in ca. 20-30 Jahren interessant sofern das Technik träge Europa insbesonders Deutschland überhaupt noch Kunden dafür hat. Die für den Durchschnittsbürger verfügbare Geldmenge wird massiv sinken für Hoppykram wie TV

    • Da muss ich dich enttäuschen, das ZDF wird bis ca. 2022 auf UHD umstellen. Geplant ist als Startpunkt die nächste Fußball Weltmeisterschaft.

      Tatsächlich sind dauerhafte UHD Fernsehsender selten (und zwar weltweit), da einfach die komplette Technik angepasst werden muss. Fängt halt bei den Kameras an, und wo es bei einem Streaming Dienst auf den Server geht und dann zum Kunden, kommen beim Fernsehen bei Live-Produktionen beispielsweise noch zig Zwischenschritte dazu, die das alles verarbeiten können müssen. Geht dann weiter über den Kabelanbieter oder den Satelliten und dann zum Kunden. Also sowohl der Ü-Wagen, als das Regiezimmer und sämtliche Kabel und Anschlüsse müssen das verarbeiten können, das gibts erst seit kurzem und wird erst langsam Massentauglich. Dazu hat man gerade erst auf Full HD umgestellt, kurz danach auf UHD umzustellen wäre unwirtschaftlich. Darum dauert das jetzt halt 10 Jahre.

      Ein weiterer Faktor sind die zugelieferten Filme. Auch die Produktionsfirmen der Formate müssen umstellen und die Studios, es bringt ja nix wenn die Nachrichten in UHD geliefert werden können, der ganze Rest oder die Hälfte des Programms in FHD. Da fallen dann Qualitätsunterschiede auf und das will man ja nicht. Da kann ein finanzstarkes ZDF zwar früh umstellen, die ganzen kleineren Produktionsfirmen allerdings nicht. Da hängen halt tausende einzelner Upgrades dran und hunderte an Zulieferern der Filme, Serien und Dokus.

      (Sky hat UHD, allerdings auch nur einen Sender (da Satelliten nicht so viel können und kabelanbieter sowieso nicht), man bietet quasi Sport von nur wenigen Zulieferern an Und da viele Sender das Signal übertragen lohnt sich auch die Produktion von Liga, CL und Olympia in UHD. Die Kameras reisen zudem und sind nicht im Studio verankert).

      • Sorry. Typisch deutsche Antwort. Es geht alles nicht oder viel zu teuer…
        Genau wegen solch einer Denkweise sind wir mittlerweile gegenüber dem Ausland um Jahre zurückgefallen in manchen Bereichen.

        • Hallo Auge , was heisst zurückgefallen ? Nur weil etwas neu und technisch machbar ist, muß es nicht auch sinnvoll sein. Wir hatten in deutschland auch noch lange Schwarz/Weiß-Fernsehen da hatten die Amis und andere länder schon ihr Farbfernsehen . Hier kam es erst ende der 60er – dafür mit einem besseren technischem Standard (PAL) als das nTSC (never the same colour smile) der Amis . Zweiter oder Dritter zu sein ist nicht immer ein Zeichen von Schwäche sondern vielleicht auch von ausgereifteren Lösungen – sowohl technnisch wie auch wirtschaftlich. Und zu wirtschaftlich . solange dem Publikum Full-HD reicht ist es doch
          OK.

  10. „4K und 8K: Zuschauer sehen laut Studie meistens keinerlei Unterschied“
    Wie sie sehen, sehen sie nix… 😉
    Mein sie sehen es, begreifen es nur nicht.
    Außerdem sitzen fast alle im falschen Abstand, je mehr Pixel auf gleicher Fläche desto näher kann man herangehen… natürlich bei ensptechendem Bildmaterial in Nativer Auflösung (das Wort verstehen auch wieder die Meisten nicht und was es auf sich hat…)

    • Näher herangehen macht aber keinen Sinn wenn ich einem Film folgen will – dann sieht man irgendwann nur noch Ausschnitte und wird zum „Wendehals“. Für Unterhaltung spielen m. E. solche Superlösungen keine rolle mehr , es geht ja nur um entertainment. Wichtig sind Techniken wie höchstauflösend und niedrige Latenzen da wo das Gucken für produktion, Steuerung oder z. B. Telemedizin wichtig ist . Ein Endoskop muß hoch auflösen , das Roboterauge , dessen Bild jemand zur maschinenüberwachtung odr Fernsteuerung von aktoren sieht muß schnell und farbecht und hochauflösend sein . für ein bisschen Hollywood braucht es das wirklich nicht . Stellt sich ja auch kein gesunder ein pflegebett ins Schlafzimmer smile

  11. Full HD, 4K oder 8K – was ist das?
    https://youtu.be/8-psNSvKrjw?t=1890

    • Hallo Bazi , dank für diesen Link! habe fast geweint smile bin ein Jahrgang der diese zeit noch miterlebt hat und kenne z. B. die UHF-Konverter auch noch , der erste Fernseher bei uns im haus war auch ein gebrauchter der von Hause aus nur das erste West und Ost konnte auf VHF. Aber Dank Empfangskonverter konnten wir auch zweites und drittes Programm gucken. … später bekam unser Haus ne große Gemeinschaftsantennenanlage , und da waren dann schon Empfangskonverter für die einzelnen programme als Module drin , ostzone auf kanal 5, Westfernsehen 1 auf Kanal 7, beides original, ZDF wurde auf kanal 9 VHF umgesetzt und drittes auf Kanal 11 smile . Den alten s/w-Fernseher haben wir genutzt bis er kaputt war glaub ich über 7 oder 8 Jahre . Mal ne röhre gewechselt dann ging er wieder smile . toll sowas mal wieder in Erinnerung gerufen zu bekommen: übrigens ein Tip: wer von Euch noch ne VHF-Band-Antenne auf dem Dach hat – das ist der Bereich in dem heute DAB+ läuft – schließt mal nen DAB+-Radio an die Hochantenne und freut euch über viel Radio , terrestrisch und ohne Abo !

  12. Richard Rosner says:

    8k ist halt nur noch für die filmproduzierenden Branche hilfreich, dann kann man solche Sachen machen wie im Nachhinein weiter rein zoomen ohne die Qualität zu verschlechtern. Und sicher sieht Bildmaterial oft besser aus wenn es von einer höheren Auflösung sinnvoll herunterskaliert wird als native Inhalte.
    Für den Konsum selbst muss man schon Sonderfälle suchen, wo ein Unterschied zwischen 4k und 8k erkennbar wird

    • Wird in Hollywood nicht noch vornehmlich in 2k bearbeitet?

      • Richard Rosner says:

        Zumindest war das so, inzwischen sollte man auf 4k umgestiegen sein. Es geht aber eben auch nicht darum alles in 8k zu machen, aber es sollte durchaus möglich sein, dass man 8k Material importiert und zurechtschneidet. Dann kann man es für die Weiterverarbeitung ja immer noch runterrechnen

  13. „6 Megapixel sind genug.“

    Eine Erkenntnis aus dem Bereich der Fotografie. Was gleichermaßen für Darstellungen von Fotos auf Bildschirmen und Plakaten gilt, gilt natürlich auch für bewegte Bilder auf Fernsehern, im Kino etc.

    Relevant ist schließlich nicht die absolute Auflösung, sondern die wahrnehmbare Winkelauflösung des Auges, etwa 1-2 Winkelminuten.

  14. Ich sehe es entspannt, wie aktuell bei den Games, wichtig sind die Inhalte nicht die Grafik…
    Gestern nochmal Hangar 18 geschaut, in VHS-Qualität, das hat gar nicht gestört, der Film ist Klasse!
    Davon abgesehen, FHD genügt mir, meine Technik ist auch darauf abgestimmt und in der Richtung strebe ich keine potenzielle Verbesserung an.

  15. Jeder Test, der nur die Pixelanzahl nennt, nicht aber die Bildschirmgröße und den Betrachtungsabstand, ist wertloser Schrott.

    Weil das hier bestritten wurde habe ich bei meinem letzten MediaMarkt-Besuch extra nochmal nachgeguckt: Ja, nach wie vor steht da eine zweistellige Anzahl von Geräte, die noch *HDReady* sind. Ich selber habe sowas, und bei hinreichend kleiner Diagonale und hinreichend großem Abstand ist der Unterschied nicht vorhanden, keiner in der Familie will dieses TV ersetzt haben.

    • Stimmt zwar, aber wer will schon die Auflösung über einen kleinen TV und eine ferne Sitzposition optimieren? Mein Nachbar mit nem Röhren-TV und VHS-Rekorder hat von mir aus gesehen ein Bild ohne erkennbare Pixel. Die Fußball-WM schaue ich dich lieber auf meinem OLED.

      • > Stimmt zwar, aber wer will schon die Auflösung über einen kleinen TV und eine ferne Sitzposition optimieren?

        Öhm… jeder? Wenn Du 2 Leute am Mittagstisch sitzen hast, kaufst Du Essen für 2 Leute — oder möglichst viel?

        Man kauft das Gerät, das man braucht. Und da dürfte schon 4K in der Regel völlig overdone sein.

        • Beim letzten Satz gebe ich dir Recht, beim vorletzten würde ich widersprechen. So gut wie niemand wird knallhart seinen Ansprüchen gerecht TVs kaufen. Um in deinem Beispiel zu bleiben: nur Kartoffeln + Milchpulver sehe ich beim Einkauf bei keinem im Korb.

          • Bevor wir uns in Allegorien verlieren, nach denen geklaute Kartoffeln am Lagerfeuer das leckerste ist wo gibt 🙂 , was ich sagen will:

            Denken wir uns ein Szenario mit zwei zwei identischen TV-Geräten — Gerät A kostet 300 Euro und ist HDReady. Gerät B kostet 800 Euro und zeigt 8K.

            Ich stelle beide Geräte in mein Wohnzimmer, setze mich auf mein Sofa, setze meine Brille auf, und auf beiden Geräte sieht der Film identisch aus. Dann gebe ich keine 800 Euro aus, sondern 300.

            Natürlich ist das praxisfremd. Vermutlich sieht das bessere Gerät evtl. ein _bisschen_ besser aus. Viellicht kostet es nicht 800, sondern 400, und ich plane den potentiellen Umbau des Wohnzimmers ein, dass ich doch mal näher dran sitze. Vermutlich hat das Gerät B, weil es neuer ist, auch noch andere Features, die man will. Es mag aber auch genau umgekehrt sein: Ich hätte z.B. zum ARBEITEN lieber ein 4:3-Gerät als 16:irgendwas, und ich möchte viel lieber meinen Raspi und meinen Chromecast an ein Dumb-TV hängen als an eine „smarte“ Samsung-Werbeschleuder mit YouTube-App.

            Das muss jeder für sich entscheiden. Was ich ursprünglich ansprach, war die harte Physik: Auflösung beinhaltet Größe und Betrachtungsabstand, also das Bild, das an der Netzhaut ANKOMMT, nicht das, was ein Kasten ZEIGT.

  16. Vielleicht sollten die Kontent-Anbieter auch mal die Qualität anbieten, die auch möglich ist. Momentan habe ich etwas Bammel, das genau das Medium verschwinden soll, dass die momentan beste Qualität liefern kann, die UHD.

    Bei vielen UHDs wird auf eine deutsche 3D-Audio-Spur verzichtet. Da stimmt dann zwar das Bild, aber der Ton ist Mist. Es gab aber schon Zeiten wo beides stimmte. … Ich habe das Gefühl, dass die Film-Studios einen zu den Streaminganbietern drängen wollen. ABER bei den Streaming-Anbietern stimmt beides nicht. Das Bild ist in den meisten Full-HD-Varianten so stark komprimiert, dass man Komprimierungsartefakte sieht und der Ton ist alles andere als toll. Da wird man mit einer DD-5.1-Spur abgespeist und das obwohl es DTS-HD-Spuren für den Film gibt, die man wunderbar für die Auromatic nutzen könnte. Im Moment wird so richtig versucht zu melken. Auf der einen Seite werden einem 8k-Wiedergabegeräte aufs Auge gedrückt und auf der anderen Seite, versucht man die Leute in ein Abo zu drücken und bietet nur ein Minimum an Qualität an. Genau so viel Qualität, dass es einen Otto-Normal-Zuschauer kaum stört.

    • Hab noch nie so wenig für content bezahlt wie jetzt mit den Streamingdiensten. Halte die Angst daher für unbegründet. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Wird wahrscheinlich nicht so viele Anspruchsvolle wie dich geben, die bei den Preisen regelmäßig den Einzelkauf vorziehen.

    • Ich habe seit Jahren die Fire TV Box, erst 1 dann 2 und nie Artefakte oder so bemerkt. Es kann sicherlich im Browser oder per ruckeliger smart TV App zu sowas kommen. Das sind aber Fehler des Endgerätes. Bei einem halbwegs guten Internetzugang und optimierter Decoderhardware an deinem Ende darf sowas eigentlich nicht passieren.
      Die Bitraten sind ein anderes Thema. Netflix HD sieht aber mitunter besser aus als der selbe Film von BluRay. Deren Optimierungsmöglichkeiten per Algorithmus sind m. E. die besten der Industrie, noch besser als die der Studios, die schließlich auch nur digitale Daten ausliefern.

  17. Warte lieber auf 16K. 😮

  18. Mit 8k wird auch der Ton viel toller…

    Einen Unterschied zwixchen 4k und HDTV1080 gibt es nur, wenn das Matetial auch 4k ist.

    Filme in 1080p sind schon beeidruckend genug, sieht man sich zum Beispiel das Bild von allen Transformers Teilen an. Das Material ist entscheidend. Denn mit der Größe des Bildschirmes wird 4k Material interessanter.

    Eine gut gemasterte DVD macht schließlich auch keinen visuellen Unterschied zu hochgerechnetem Material.

    Und wenn der Film schlecht ist, bringt alles nichts.

  19. Robert Raab says:

    Kaum zu glauben, dass der Unterschied zwischen 4k und 8k nicht ins Auge fallen soll.
    Und wenn man den Artikel genau liest müsste die Schlussfolgerung auch andersherum sein:

    „Denn die Ausschnitte aus einer Naturdokumentation stachen gegenüber den anderen Videos sehr heraus. Hier fiel auf, dass es deutlich öfter bei der Beurteilung vorkam, dass die 8K-Version bevorzugt wurde. Das dürfte daran liegen, dass derartige Aufnahmen oft eine sehr langsame Kameraführung einsetzen und viele, kleine Details in Makroaufnahmen zeigen.“

    Ist doch klar, dass Der Unterschied nur bei geeignetem Material zum Tragen kommt.

    Dann der Hinweis zum „üblichen Sitzabstand“. Klar, wenn ein Sitzabstand der noch an geringen Auflösungen ausgerichtet ist vorrausgesetzt wird, dann reicht auch eine VGA-Auflösung.

    Warum die Einschränkung des Tests auf Bewegtbilder? Moderne TVs eignen sich für weit mehr! Ich nutze meine 4k 55″ auch zum Lesen von EBooks und hin und wieder als Monitor am PC. Da würde ich mir immer wieder etwas mehr Auflösung wünschen.

    Zu den öffentlich Rechtlichen. Die bieten einige Inhalte, die mich interessieren würden, wenn da nicht die liederliche Bildqualität wäre! Hoffentlich bieten die bald 8k an (bringt auch am 4k-Gerät endlich akzeptable Bilder), dass ich von den Gebühren, die ich dann gerne bezahle, etwas habe.

    • André Westphal says:

      Es ging ja gerade um realistische Bedingungen, nicht darum, ob allgemein ein Unterschied zwischen 4K und 8K vorhanden ist – dass es den gibt, bestreitet keiner, schon gar nicht Industrievertreter, die das ja an sich pushen möchten.

      Und Standbilder zu betrachten, ist nunmal nicht das gewesen, was man untersuchen wollte, sondern die Filmwiedergabe. Die meisten Anwender holen sich einen neuen TV halt nicht, um daran regelmäßig Fotos anzuschauen, das ist eher ein Rand-Szenario.

      Ich finde den Test da erfrischend realitätsnah und auch gut, dass da nicht schöngefärbt wurde.

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