Zurker: Entsteht hier das bessere und sozialere Facebook?

1. Juli 2012 Kategorie: Social Network, geschrieben von: Casi

Aufgepasst, Facebook und aufgepasst, Google+! Da ist ein neuer Cowboy in der Stadt, der es mit euch aufnehmen will. Zurker (mein Profil) heißt das Social Network, welches ganz bescheiden verkündet, dass man nicht Facebook-Konkurrent, sondern die Facebook-Ablösung sein möchte. Ohne großartig Werbung zu machen, hat man es auch immerhin schon weltweit auf über 200.000 Mitglieder gebracht.

Dabei bedient man sich eines Systems, welches ja auch schon woanders gut funktioniert hat: Man macht sich rar, indem man nur nach Einladung neue Mitglieder aufnimmt – diese künstliche Verknappung hat ja auch bei Google+ gezogen 😉

Was macht man nun aber anders oder besser als Facebook? Grundsätzlich erst mal nichts – auch hier sollt ihr euch natürlich mit euren Freunden verbinden, könnt Fotos hochladen, habt eine Rubrik um Fundstücke zu posten und verfasst die üblichen Status-Updates. Logischerweise könnt ihr hier auch bestimmen, ob euer Content jeweils global einzusehen ist, nur bei Zurker oder nur für Zurker-Freunde.

Aber was lässt jetzt die Zurker-Macher glauben, dass sie eine ernsthafte Gefahr für den blauen Riesen werden könnten? Sie packen Facebook an einem empfindlichen Punkt – den Daten. Zurker stößt sich daran, dass diese Daten von 900 Millionen Mitgliedern Facebook gehören, und nicht den Nutzern des Netzwerks.

Zurker will das anders machen und lässt uns Mitbesitzer des Netzwerks werden. Wie? Ihr könnt Anteile erwerben, die sogenannten vShares. Das wird dann nach Ländern aufgebröselt und ergibt dann den Wert, wie viel von dem Kuchen mir als Mitglied gehört. Da Zurker kein an irgendeiner Börse notiertes Unternehmen ist, bringt euch das grundsätzlich erst einmal gar nichts. Dennoch soll es später dann spannend werden, wenn Zurker Werbeeinnahmen generiert oder gar irgendwann verkauft werden soll. Übrigens: diese vShares könnt ihr nicht nur zu einem Preis von einem Dollar erwerben, sondern auch Anteile sammeln, in dem ihr weitere Menschen in das Netzwerk einladet. Wenn ich das richtig verstehe, besteht diese Möglichkeit aber nur, solange sich das Netzwerk in der geschlossenen Beta-Phase befindet – könnte mit ein Grund sein, wieso die Mitglieder-Zahlen da so flott anziehen.

Wie viel Spaß Zurker machen kann, kann ich natürlich erst abschätzen, wenn ich eine vernünftige Zahl an Freunden dort habe und wirklich vergleichen kann, ob es technisch oder in irgendeiner anderen Art und Weise Facebook oder Google+ toppen kann. Bislang ist dort logischerweise noch nicht viel los und auch vom Design haut mich das alles erst mal nicht aus den Socken.

Wenn ihr euch eine eigene Meinung bilden wollt, könnt ihr hier über meinen Invite-Link euer Profil registrieren und selbst mal schauen, was Zurker so auf der Pfanne hat.  Würde mich jedenfalls freuen, den ein oder anderen von euch dort als Freund begrüßen zu können, damit wir das Netzwerk mal gemeinsam auf Herz und Nieren testen – und mein Profil nicht so armselig leer aussieht wie aktuell noch 😉

Quelle: ZDF und SMO-Handbuch

 



Über den Autor: Casi

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52 Kommentare

Tobbi 1. Juli 2012 um 18:09 Uhr

Zwar ein netter Ansatz, denke aber nicht, dass die Plattform großartig etwas gegen FB und G+ ausrichten wird…

Addliss 1. Juli 2012 um 18:16 Uhr

Irgendwie macht mir das Angst, denn der Name ist sehr nah an „Lurker“, was sehr suspekte Personen sein können. Und irgendwie finde ich das seltsam, warum man sich solch einen Namen aussucht!

http://www.urbandictionary.com.....erm=lurker

Es mag komisch klingen und ich mache meine Mitgliedschaft nicht allein am Namen des Netzwerks fest, doch irgendwie braucht man nicht noch unbedingt ein neues Netzwerk, oder? Ich bin schon bei Diaspora*, was ziemlich cool ist. Und das neben FB, G+ und Twitter…irgendwann wird’s zu viel!

Felix 1. Juli 2012 um 18:17 Uhr

Wie immer bei sozialen Netzwerken: Kritische Masse. Und die hat Facebook einfach mit eisernem Griff in der Hand.

Trotzdem natürlich: Viel Glück Zurker! 🙂

Bernd 1. Juli 2012 um 18:17 Uhr

…lern die Bilder richtig einzubinden.

Ansonsten: das wird nichts.

eistmxcxc 1. Juli 2012 um 18:21 Uhr

Ui, wie viele Anteile du dann wohl haben wirst, wenn hier alle deinen Ivite-Link drücken… 🙂

Nachtlagerist 1. Juli 2012 um 18:48 Uhr

Vom Design bekommt man Augenkrebs und der Name geht ja mal gar nicht. Facebook ist und bleibt die Macht, das hat ja auch Google lernen müssen.

flo 1. Juli 2012 um 18:53 Uhr

das design hahahahaha.

sind wir wieder in den 90ern? 🙂

KlonAmy 1. Juli 2012 um 19:17 Uhr

Interessantes Konzept. Ist vielleicht nicht so intuitiv wie FB, kann aber noch werden.

Für seine Daten kriegt man also „virutelle Aktien“ und es wird anteilig ausgeschüttet.

Kein Impressum?…

Alex 1. Juli 2012 um 19:28 Uhr

Das Design ist leider schrecklich und von der Usability möchte ich gar nicht erst sprechen. Nette Idee aber mehr nicht.

chris 1. Juli 2012 um 19:34 Uhr

Oh, ein neues, weiteres soziales Netzwerk. Schnell alle anmelden und Daten verteilen!!

Steffi 1. Juli 2012 um 19:40 Uhr

Puh… Also dafür, dass sie so große Töne spucken, ist es etwas unschön. Vor allem geht irgendwie das Design und die Usability gar nicht. Ein 90er-Jahre-Wiki ist nichts dagegen. Konkurrenz zu FB und auch G+ wird das SO sicher nicht…

FlyingT 1. Juli 2012 um 20:06 Uhr

Das man sich über die vShares nur über den google cache schlau machen kann macht die sache nicht gerade gut.

Im Prinzip handelt es sich ja dabei um eine art crowdinvest, die wollen 1mio shares an den mann bringen und dann die seite in eine AG wandeln 1vshare=1Aktie… So ganz verstehe ich aber noch nicht wie der Gründer Geld machen will. So wie sich das liesst gehen alle Aktien auf Vshares und der Gewinn wird an die vShares ausgeschüttet…

Crowdinvest find ich klasse und finde es schade das das Angebot da sehr klein ist. Ebenso verwunderlich warum es sowenige Pennystocks gibt die sich in dem Bereich bewegen. Meist läuft es ja doch eher auf crowdfunding hinauf, wo ich statt nem Stück vom Kuchen nen olles T-Shirt bekomme.

Ny Alesund 1. Juli 2012 um 20:10 Uhr

ist noch schonmal letztens son dienst angetreten um facebook abzulösen? die haben sich darauf berufen auch die daten zu schützen. diaspora hies der shiat glaube ich. nie wieder was davon gehört. aber fb beibt dennoch seisse. 🙂

Ny Alesund 1. Juli 2012 um 20:13 Uhr

das design finde ich sau gut. old skool!

Peter 1. Juli 2012 um 20:21 Uhr

ganz ehrlich, die Grafik sieht wie indische Webseitenaus, die mit 7 Jahre alten Programmen geflickschustert wurde – oder wie virale Pornpopups

Jens 1. Juli 2012 um 20:42 Uhr

Was ein Schwachsinn. Das xte soziale Netzwerk, das behauptet, mit den Daten vorsichtiger umzugehen, ist deswegen sicher keine Facebookkonkurrenz. Zumal der Hinweis auf die fehlenden Bekannten entlarvend ist. Sorry, bringt solche Beiträge besser erst, wenn sich Erfolg abzeichnet und nicht, wenn ein paar Jungs aus ihrer Studentenbude eine euphorische Pressemitteillung per Email verteilen. Die sind alle immer von sich überzeugt, obwohl sie Jahre zu spät sind.

Marko 1. Juli 2012 um 20:52 Uhr

Kein Impressum, kein Hinweis von wem das Netzwerk eigentlich betrieben wird! So schafft man kein Vertrauen!

Zen 1. Juli 2012 um 21:01 Uhr

Nix für ungut Caschy, aber das DIng geht gar nicht. Nick Oba ist auch nicht wirklich unbekannt für seine „tollen Ideen“ … bitte googlen: Zurker, Nick Oba, Scam
Wir hatten bei Friendica dazu ein paar sehr lustige Diskussionen und Manu Revah hat anschließend einen schönen Blogpost geschrieben:
http://manurevah.com/blah/en/b.....ppear-Flat

Viel Spaß bei Zurker 🙂

noSanity 1. Juli 2012 um 21:04 Uhr

Ich glaub kaum das sich Zurker durchsetzen kann. Design total veraltet, der Code ist auch wie aus den 90ern (Alles mit Tabellen oO), Unübersichtlich. Ja sogar noch weit aus unübersichtlicher wie die facebook-timeline(wenn man nicht dran gewöhnt ist). Und das wohl wichtigste: keine Datenschutzerklärung, keine AGB, kein Impressum und auch sonst nichts was auf die Entwickler schließen lässt. Auch eine whois-Abfrage gibt nur die Meldung „NOT DISCLOSED“ (nicht veröffentlicht). Deshalb finde ich die Seite absolut unseriös und würde jeden dazu raten sich dort nicht anzumelden. Frag mich gerade warum hier darüber geblogt wird :/

metai 1. Juli 2012 um 21:53 Uhr

Was die Netzwelt braucht, ist ganz sicher nicht eine neue/bessere/schickere/datensparsamere Alternative zu Facebook, die am Ende doch wieder zentral und unter der Fuchtel eines privaten Anbieters steht. Der Grund, warum alle bei Facebook sind, ist nicht, dass Facebook so klasse ist, sondern dass Facebook die kritische Menge an Benutzern im Bekannten- und Freundeskreis hat. Jeder neue Konkurrent kann nur hoffen, von dieser „sozialwilligen Masse“ einen Teil abzunehmen. Wie man am perfekten Beispiel „Google+“ sieht, klappt das nicht wirklich – nur ein kleiner Teil wechselt um des Wechselns willen.

Der nächste Schritt wäre ein dezentrales soziales Netzwerk, bei dem man jederzeit Kontrolle über seine Daten hat und die Wahl hat, entweder einen eigenen Server zu betreiben (evtl. sogar auf dem eigenen Webserver unterzubringen) oder sich einen Anbieter dafür auszusuchen. Leider sind die Bemühungen dahingehend bisher eher schleppend und noch wenig überzeugend.

Kritiker 1. Juli 2012 um 22:37 Uhr

Casi, der Redakteur der dubiosen Sozialen Netzwerke. Erst kürzlich hat von Badoo berichtet. Einem eher dubiosen SN und jetzt von Zurker. Nicht minder dubios.

Was wird das Casi? Sollen hier systematisch über einen bisher vertrauensvollen Blog Leute zu dubiosen Netzwerken gezogen werden?

Ich hoffe, Caschy bemerkt das noch, bevor der Ruf von diesem Blog gänzlich ruiniert ist.

Langsam wird es Zeit, sich nach einer Alternative zu Caschys Blog zu suchen, bevor hier gänzlich dubiose Angebote einziehen und man sich drei Mal Überlegen muss, wenn man etwas klickt, ob man nicht ein Abo abgeschlossen hat.

DAUMEN RUNTER!!!
-1

Tim 1. Juli 2012 um 23:04 Uhr

@metal:
dieses Netzwerk existiert schon. http://diasporaproject.org/

Diesen Blogpost zu dem Thema warum Diaspora nicht wirklich zündet finde ich sehr gut und einleuchtend:
http://www.leitmedium.de/2012/.....fur-jeden/

Trudi 2. Juli 2012 um 00:37 Uhr

Anteile für 1 Dollar erwerben? Das ist ja Zucker!
Und wenn die Pleite gehen, ist mein Geld futsch? Oder was.
Ich glaub, ich hab was Grünes im Auge.

wyrias 2. Juli 2012 um 01:09 Uhr

Interessanter Ansatz sieht anders aus, oder? Die Daten sind trotz allem auf den Servern der Betreiberinnen mit dem Unterschied zu Facebook, dass es dieses Mal aber Anteile für die Menschen gibt, die sich anmelden und nicht an der Börse spekulieren. Keine Weltverbesserung in Sicht, dann lieber mehr Posts und Überlegungen zu diaspora* – sehr interessantes Konzept, scheint nur die Bloggerwelt nicht vom Hocker zu reißen. Vielleicht zu „alternativ“?

Coca 2. Juli 2012 um 07:44 Uhr

@ Kritiker: Hast Du Dir den Schwachsinn, den Du da fabriziert hast, eigentlich mal durchgelesen?

richard 2. Juli 2012 um 09:02 Uhr

Genial – Noch ein Social Network ! Hmm macht den Anschein das man da ein Pyramidenspiel machen will um einfach schnell User generieren zu können und das ganze dann verkauft, solange man Zahlen vorweist . Lang kann sich das mit der Aufmachung nicht halten

Gutti 2. Juli 2012 um 09:59 Uhr

Dieser Beitrag grenzt schon an Eigennutz Werbung, zumal das Design und die Dubiosität Fakten sprechen.

Es reicht doch schon zu sehen, dass es nirgends ein Link zum Impressum gibt. Das ist das erste was man sich bei sowas angucken sollte.

Ist nur eine gute Empfehlung, aber bitte caschy, lösche diesen Beitrag.

Philipp 2. Juli 2012 um 10:00 Uhr

Na ob Zurker wirklich eine Ablösung von Facebook und Google+ schafft.. ich weiß ja nicht. Aber 200.000 Mitglieder ohne großartige Werbung (und ich hab wirklich noch nichts mitbekommen von Zurker) ist wirklich nicht schlecht.

Tom 2. Juli 2012 um 10:55 Uhr

schon wieder so ein Blogeintrag von Casi.

Muss sich ja wirklich lohnen den Blog für sowas abzuwerten.

Zum Glück sind hier die meisten User nicht so blauäugig(siehe Mehrheit der Kommentare).

masi 2. Juli 2012 um 10:56 Uhr

hmm, noch ein soziales netzwerk? ich komme garnicht mehr zum arbeiten weil ich den ganzen tag damit beschäftigt bin 20.000 seiten abzugrasen.
blogger müsste man sein…

zum thema: nette idee. aber 95% der user ist das schlicht und einfach völlig egal wer, wo, was mit ihren daten macht und wie sie das ganze selbst beeinflussen / mitgestalten können.

Melebert 2. Juli 2012 um 10:59 Uhr

Der Ansatz ist also: Nicht nur der Betreiber verdient an der Preisgabe von persönlichen Daten sondern auch derjenige, der die Daten Preis gibt. Was für ein Fortschritt!

Stephan 2. Juli 2012 um 11:26 Uhr

Schon mal die Whois-Daten der Domains recherchiert? Geschaut, auf welchen Servern das Ding gehostet wird? Oder selber Kontakt mit den Entwicklern/Pressestelle von diesem Dienst gehabt?
Man muss nicht jeden Scheiss mitmachen. Mehr als dubios das Ding.

Vinothek Bauer 2. Juli 2012 um 11:43 Uhr

Und wieder ist die Arena geöffnet und es bleibt ab zu warten, ob Facebook zu knacken ist. Ich persönlich glaube es nicht aber vielleicht sollte man das im Auge behalten.

Levino 2. Juli 2012 um 12:25 Uhr

Ponzi Scheme.

David 2. Juli 2012 um 16:30 Uhr

Ich denke ich bleibe da eher bei Diaspora…

Matthias 2. Juli 2012 um 16:44 Uhr

Ich gebe den kritischen Kommentaren hier meine volle Zustimmung.
Das klingt danach, als ob Casi halt irgendwie kostenlos zu seinen Anteilen kommen möchte, und daher dieses edle Blog mißbraucht.
Wie gesagt, es klingt danach, ich hoffe mal, es war nicht seine Absicht.

ben_ 3. Juli 2012 um 08:23 Uhr

„Du liegst davor. Du schmeckst es nicht. Du leckst es nur. Denn schließlich ist es Zucker.“

Die Sterne

Alex Kahl 3. Juli 2012 um 19:01 Uhr

Heisst der Gründer zufällig Zurkerberg?

Ach egal, ich mach doch jeden spass mit 🙂

Rolf 6. Juli 2012 um 12:24 Uhr

Warum nicht? Social Media ist die Zukunft, sollte aber möglichst so gestaltet werden das auch möglichst viele daran teilnehmen können. Also keinen allzu komplizierter Aufbau.

Lelala 13. August 2012 um 10:59 Uhr

Hatte mich zwar auch für die Beta angemeldet, aber irgendwie keine Mail erhalten? 🙁
In der Spamprotection hing auch nichts… Muss jetzt wohl warten, bis zur nächsten Runde?

bhavana 27. März 2014 um 17:28 Uhr

Nun ist Zurker down. Die US-Börsenaufsicht hat’s vom Netz genommen.

Ich behaupte mal ganz dreist:

wer mit einem demokratischen Konzept, inzwischen knapp ’ner halben Millionen Mitgliedern und einem Alexa-Ranking in den Top Zehntausend die Privatsphare der Nutzer schützt und keine Daten rausgibt, der macht sich Feinde…

Was meint ihr zu dem, was da abgeht?

https://www.zurker.com/




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