Zahlreiche Android-Apps senden unnötig Daten

23. November 2015 Kategorie: Android, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_androidEs ist nicht unbekannt, dass Apps – völlig egal auf welcher Plattform – oftmals mehr Daten senden als sie eigentlich senden sollen. Denn nicht immer sind diese Daten für das Funktionieren einer App nötig, auch wenn einen das die Entwickler gerne glauben machen wollen. Das Massachusetts Institute for Technology (MIT) hat nun die 500 beliebtesten kostenlosen Android-Apps etwas genauer untersucht und dabei etwas überraschendes festgestellt. So werden zwar ungefähr 50 Prozent der übertragenen Daten tatsächlich dafür genutzt, die App besser zu gestalten (Analytics, etc.) oder sie überhaupt funktionieren zu lassen. Die andere Hälfte der Daten ergibt aber nicht immer Sinn, häufig funktionieren die Apps auch dann noch wie vorgesehen, wenn man diese Verbindungen kappt.

Ein anschauliches Beispiel für ein solches Datensendeverhalten haben die Forscher in der Wal-Mart-App entdeckt. Mit der App lassen sich Barcodes im Laden scannen, sodass sich der kunde einfach den Preis anzeigen lassen kann. Erstaunlicherweise werden bei diesem Vorgang aber auch Daten an einen Server gesendet, der mit eBay in Verbindung gebracht wird. Kappt man diesen Datenstrom, passiert nichts, die App funktioniert weiter und liefert auch die passenden Ergebnisse,

Das Senden von Daten ist immer ärgerlich, vor allem, wenn es dem Nutzer gar nichts bringt. Mobile Datentarife gehören nicht gerade zu den günstigsten Angelegenheiten, umso schlimmer, wenn man dann durch Apps quasi noch Kosten verursacht bekommt. Das ist für Werbenetzwerke und Analytics schon grenzwertig, wenn die Datenübertragung dann aber nicht einmal dafür genommen wird, sondern vermeintlich unsinnige Daten verschickt, ist dies noch einmal ein ganzes Stück ärgerlicher.

Es gibt aber auch positive Beispiele, die die Forscher entdeckt haben. Candy Crush Saga ist eines davon. Vor Jahren noch für das Sammeln privater Daten gerügt, ist es nun eine App, die praktisch mit gutem Beispiel vorangeht und keine Daten verdeckt übermittelt. So kann sich ein Blatt wenden.

(Quelle: MIT, via Engadget)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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