YouTube vor Einführung von Bezahl-Kanälen

6. Mai 2013 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: caschy

Die amerikanische Financial Times will erfahren haben, dass YouTube vor dem Einführen von Bezahl-Kanälen steht. Hiermit will man sich und seinen Partnern eine weitere Einnahmequelle sichern. Hierbei soll es erst einmal um einen relativ kleinen Piloten gehen, bei dem circa 50 Kanäle die Chance bekommen, ihre Videos zu Geld zu machen. Ab 1,99 Dollar soll man einen Kanal abonnieren können. Laut Financial Times könnte der Start schon in der nächsten Woche erfolgen, wäre damit also pünktlich zu Googles Entwicklerkonferenz I/O, die am 15. Mai startet. Die Pläne sind nicht neu, schon im Januar wurden diesbezüglich Informationen veröffentlicht.

YouTube

Hier könnten nicht nur kleine Kanalbetreiber einsteigen, sondern auch Mini-Sender, die YouTube statt dem Kabelnetz als eigenständigen Distributionskanal nutzen. Mal schauen, vielleicht kaufen irgendwelche Menschen ja mal die Bundesliga-Rechte im Jahr 2020 und strahlen die Spiele via YouTube aus. Ist ja denkbar und im Jahr 2020 wird jedes Endgerät ohne Probleme Zugang zu YouTube haben.

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Über den Autor: caschy

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Carsten hat bereits 16527 Artikel geschrieben.


17 Kommentare

Fabian 6. Mai 2013 um 08:49 Uhr

Die Abozahlen werden doch extrem stark zurück gehen wenn den Leuten doch selbst die 99ct WhatsApp Abogebühr zu viel ist…

Willy Nachtigall 6. Mai 2013 um 08:50 Uhr

… und das mit der 75GB Drosselung der Telekom :-)

Christoph B. 6. Mai 2013 um 08:54 Uhr

Find ich gut.

@Fabian – nicht zu hoch, man bekam nur nichts dafür, außer einen Messenger (von vielen) mit Sicherheitslücken und keiner Möglichkeit am PC zu schreiben.
Oder kaufst du dir die Bild nur weil viele Menschen in Deutschland die kaufen? Kost ja nur paar Cent ;)

Je nachdem wen man abbonniert, bekommt man ja auch was geliefert, und wenn ich dann seitens YouTube noch Speed garantiert bekomme – steht mir nur noch Drosselkom im Weg.

Hape 6. Mai 2013 um 09:08 Uhr

@Willy: Ja das steht dem im Wege, das stimmt. Aber die Drosselkom wäre nicht Drosselkom, wenn sie nicht für Youtube ein “Spezialtarif” hätte, damit auch Youtube von der Drosselung ausgenommen ist …

Grundsätzlich finde ich das so gar nicht schlecht? Warum nicht “rüber” auf Youtube? Gute Idee – gerade für kleine Anbieter …

elknipso 6. Mai 2013 um 09:10 Uhr

Wenn die Inhalte attraktiv sind werden sicher auch viele dafür zahlen.

KcnpXcp 6. Mai 2013 um 09:18 Uhr

Ich wäre gern bereit zu zahlen. Das TV-Programm der Großen hat mir noch nie gepasst. Ich schaue sehr viel auf Youtube an, wenn man nicht alle paar Tage alles löschen würde. Wir werden noch erleben wie Kabelfernsehen ausstirbt. Auch wenn die großen Sender das abstreiten. Aber da muss sich bald mal was tun m.M.n. Denn die Attraktivität sinkt mit dem Aufkommen neuer Angebote immer mehr.

chrzfl 6. Mai 2013 um 09:23 Uhr

@Hape: Wo ist das Problem eine Firma an den Kosten zu beteiligen. Eine Firma, die das Internet als Vertriebsweg nutzt sollte sich auch den Kosten der Infrastruktur beteiligen. Nennen wir das Kind halt einfach mal Maut ^^

Jeder verlangt hier Netzausbau zum Spottpreis.Das ist halt nicht machbar! Denkt mal drüber nach das bei einigen das SKY-Abo mehr kostet als der Internet-Anschluss. Und wenn ich das immer lese mit Dropbox-Backup etc. Das macht halt nicht die breite Masse und klar, dass die Heavy-User dann mehr bezahlen müssen als die Standard-Anwender. Das finde ich nur fair.

Ircci 6. Mai 2013 um 09:34 Uhr

Und bei der Drosselkom ab Minute 35 nur noch Diaschau. ” Ihr Downloadvolumen ist erschöpft”.
Abgesehen davon, dass YouTube eh schon gedrosselt wird.

Benjamin Wagener 6. Mai 2013 um 09:49 Uhr

@chrzfl:
1. Google entlastet mit seinen Ressourcen das Internet schon ungemein. Das wissen bloß viele nicht. Die betreiben massig DNS-Server usw. welche da zu einem flüssigeren Miteinander im Netz beitragen.
2. Wir Kunden bezahlen doch schon für die Übertragung. Wieso soll dann der Dienst von dem wir die Daten beziehen noch einmal bezahlen? Das ist doch totaler Irrsinn. Das wäre so als wenn die Post sowohl Porto vom Absender als auch vom Empfänger verlangen würde!
3. Die Telekom nutzt immer noch absolut überwiegend das Netz der Deutschen Post. Ein Netz das von der Allgemeinheit finanziert wurde. Es ist einfach nur unredlich daraus jetzt dermaßen Profit zu schlagen.
4. Keiner verlangt Netzausbau zum Spottpreis. Die Telekom verdient mehr als genug, wenn du dir mal deren Gewinnzahlen anschaust. Die hauen das Geld bloß lieber in unsinniges Marketing, Managergehälter, Dividenden und haste nicht gesehen, als in das was, was ihr eigentlicher Auftrag wäre.

Erst informieren und dann urteilen!

chrzfl 6. Mai 2013 um 11:07 Uhr

@Benjamin Wagener:

1. zu den DNS-Servern von Google gibt es unzählige Alternative siehe OpenDNS.
2.Googles Geschäftsmodell ist Werbung – Die Nutzer werden durch Content auf YT&Co gelockt. Content , der riesigen Traffic verursacht und sicherlich mehr die Netze verstopft als alles andere , da helfen auch nicht die großzügig angeboten DNS-Server von Google.

3.Die Telekom ist das Ergebnis der Privatisierung der Post und muss am Markt agieren.D ist 2.größter Anteilseigner und erhält Jahr für Jahr Geld von der Telekom (Dividende). Man kann doch nicht die nächsten 100 Jahre der Telekom die Schuld für die politischen Entscheidungen Anfang der 90er geben. Die Telekom ist rechtmäßiger Besitzer der Leitungen und muss diese anderen Providern zur Verfügung stellen. Ich finde freien Wettbewerb auch gut, aber warum werden andere Provider nicht auch verpflichtet Ihre Netze allen anderen zur Verfügung zu stellen. Einige Provider bauen gar nicht aus und wettern immer nur gegen die Telekom. Wenn es nach mir geht könnte man ja allgemein verbindlich festlegen, dass Unternehmen einen gewissen Prozentsatz im Jahr in den Netzausbau stecken müssen oder sonst halt mehr für die Anmietung von Fremdleitungen bezahlen müssen.
4. Fakt ist das Geschäftsbericht fast alle Umsatzzahlen und Kennziffern nach unten gegangen sind.Zeig mir eine andere vergleichbare Firma aus dem TK-Sektor , wo nicht auch ähnlich hohe Gehälter auf Management-Ebene bezahlt werden.
Produkte werden heute nicht nur durch gute Qualität verkauft sondern gerade durch gutes Marketing. Die Telekom ist als AG halt auch Ihren Aktionären verpflichtet und schüttet dadurch seit Jahren Dividenden aus um Kaufanreize zu setzen.

Benjamin Wagener 6. Mai 2013 um 11:54 Uhr

@chrzfl:
1. Die DNS-Server waren nur ein Beispiel. Guck doch mal über den Tellerrand. Da sind auch noch NTP-Server usw.. Die Server die Google kostenlos für Mail, Code und kleine Webservices zur Verfügung stellt. Hinzu kommen zahlreiche Beiträge wie Entwicklungen im Bereich Übertragung (SPDY), bessere Nutzung des Web über stärkere Background-Technologie (der Hype um Node.js wäre ohne die V8-Engine wahrscheinlich kaum aufgekommen) und, und, und. Google investiert also eine ganze Menge Geld in die Fortentwicklung des Netz und allem drum herum.
2. Und die Telekom verdient Geld an der Unterhaltung von Netzübertragung. Wenn Google und Co. nicht entsprechende Dienste anbieten würden, welche das Netz so attraktiv machen, würde die Telekom nicht so viele Verträge verkaufen können und hätte auch keine Nachfrage nach mehr Bandbreite. Die Telekom profitiert also von den Diensten von Google und Co..
3. Stimmt, man kann der Telekom diese Schuld nicht ewig nachhalten, aber zumindest so lange bis sie diese mal endlich beglichen hat. Das hat sie einfach nicht. Die Telekom hat den Netzausbau sträflichst vernachlässigt und ruht sich verdammt bequem auf den alten Leitungen aus. Ich sag nur Vectoring, wo sie bewusst ihre Monopolstellung ausnutzen wollen. Und da wo Netzausbau erfolgt, erfolgt dieser dann meist auch wieder mit massiver öffentlicher Förderung und nur anteilig aus den Gewinnen der Telekom heraus. Vodafone, ehemals Arcor, ist übrigens meines Wissens nach auch gezwungen sein Netz zu teilen, weil es das ehemalige Bahn-Netz ist.
4. Die sind aber nicht nach unten gegangen, weil die Telekom so ganz mies benachteiligt wird, sondern weil die Telekom eben ein mieses Geschäftmodell gefahren ist, welches sich stumpf auf dem ausgeruht hat was die Post mal geschaffen hat. Weißt du wie viel Geld die Telekom verprasst hat indem sie “alte” Postler mit Ruhegehalt einfach nach Hause geschickt hat, anstatt sie im Weiterausbau oder Service zu verwenden oder umzuschulen und für neue Dienste einzusetzen? Dazu hat sie keiner gezwungen, das war ihre eigene Schuld! Die Telekom wird jetzt erst so langsam wach und hat gemerkt, dass sie so einiges verpennt hat und versucht über ihre Marktbeherrschende Stellung alle möglichen Leute über den Tisch zu ziehen bzw. Entwicklungen künstlich auszubremsen um wieder aufholen zu können. Das ist einfach nur unredlich. Was deine ewigen Verweise auf andere Firmen soll kann ich beim besten nicht nachvollziehen. Habe ich irgendwelche anderen ISPs als besser dargestellt oder so? Nein! Die Telekom hat aber nun einmal die größte Verantwortung in Deutschland. Eigentum verpflichtet. Ist halt so. Wenn sie nicht damit klar kommt, dann soll sie halt das Netz wieder zurück in öffentliche Hand geben. Es kann jedenfalls nicht sein, dass sie ihr schlechtes Geschäftsmodell derartig der Allgemeinheit zur Belastung machen will.

Rainer 6. Mai 2013 um 12:55 Uhr

@caschy:
Kann es sein, dass der Link zur Financial Times hinter einer Bezahlschranke steckt? Ich hätte mir gerne mehr Informationen geholt, was denn mit “Ab 1,99 Dollar” gemeint ist. Einmalig? Jährlich? Monatlich? Immerhin soll es ja ein Abo sein.

caschy 6. Mai 2013 um 13:01 Uhr

@Rainer: Ih, Paywall. Hatte ich jetzt auch, vorher nicht. Doof :(

Freddy 6. Mai 2013 um 13:09 Uhr

Ich weiß ja nicht so recht, ob das eine Zukunft haben wird.. Wenn der Content entsprechend “einmalig” ist und die Qualität stimmt, dann vielleicht. Könnte es mir bei Youtube-Kanälen von bspw. Zeitungen, also Abo-Modellen aus dem Off-Life, oder dergleichen vorstellen, aber selbst da nur unter Vorbehalt. Die ganzen Top10 Channel finanzieren sich ja eher über externe Mittel, wie Merchandise etc. und die würden auch sicher den Großteil der Kunden mit so etwas vergraulen – hier vermute ich aber auch, dass die gar nicht das Ziel eines solchen Bezahl-Modells sind.

Auch interessant wäre sicher die Möglichkeit die $1,99 (im Monat) nicht zahlen zu müssen, man dafür aber auf mehr Werbung stoßen würde (so lange es nicht Ausmaße des Free-TV annimmt^^).

flo 6. Mai 2013 um 14:09 Uhr

“im Jahr 2020 wird jedes Endgerät ohne Probleme Zugang zu YouTube haben”
Jaaa, schoon aaber nur wenn bis dahin YouTube auch bei der Telekom mit Highspeed läuft (ganz von zu schweigen von dem Drosselthema) 😐

Dennis 12. Mai 2013 um 19:39 Uhr

Die finale Staffel von Breaking Bad für 2,- im Monat auf YT? Von mir aus gern. Aber sonst?


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9. Mai 2013
YouTube startet Bezahl-Kanäle

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