YouTube möchte Filme und Serien für YouTube Red lizenzieren

3. Dezember 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_youtubeSeit noch gar nicht so langer Zeit bietet Google mit YouTube Red eine werbefreies Abo-Modell, das auch Vorzüge wie Hintergrundwiedergabe oder das Abspeichern von Inhalten mit sich bringt. Ob diese Vorzüge ausreichen, damit die Nutzer 10 Dollar pro Monat zahlen? Da ist sich wohl nicht einmal Google sicher und möchte für mehr Attraktivität des eigenen Angebots sorgen. Und zwar mit Filmen und Serien. Das Wall Street Journal berichtet, dass Vertreter von YouTube mit Hollywood Studios und anderen Produktionsfirmen in Gesprächen sei, es aber nicht bekannt ist, in welchem Umfang YouTube Inhalte lizenzieren möchte.

Überraschend ist dieser Schritt eigentlich nicht, immerhin möchte YouTube – bisher größtes Videonetzwerk – auch weiterhin Nutzer anziehen, diese nicht an Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon abtreten. Diese bieten zum gleichen Preis von YouTube Red immerhin ein „richtiges“ Angebot, keinen von Nutzern erstellten Content. Die beiden setzen zwar auch auf Eigenproduktionen, lizenzieren aber natürlich auch jede Menge Inhalte, die sie dem Kunden dann zum Pauschalpreis anbieten.

youtube red

Die Gespräche zwischen YouTube und den Produzenten sollen sich noch in einer sehr frühen Phase befinden. YouTube soll zudem nur an neuen Inhalten interessiert sein, die dann exklusiv bei YouTube Red oder auch gleichzeitig auf traditionellem Weg (lineares TV, DVDs, Kino) vertrieben werden können. Mehr Konkurrenz bei den Lizenzen könnte allerdings auch dafür sorgen, dass die Preise steigen. Hier hat YouTube mit Google / Alphabet im Rücken wenig zu befürchten, interessant wird dies aber für die Konkurrenz, die nur die zahlende Kundschaft, nicht aber die Werbeeinnahmen hat (wie sie zum Beispiel bei YouTube generiert werden).

Interessant wird auch sein, wie sich YouTube insgesamt verhält, wenn Inhalte lizenziert werden. Netflix hat beispielsweise zum Ziel, in so vielen Ländern wie nur möglich vertreten zu sein, von YouTube kennt man ja, dass Neuerungen immer erst einmal in den USA ausprobiert werden, bevor sie eventuell einmal über die Landesgrenzen hinaus angeboten werden. Hier könnte noch eine große Chance für die Konkurrenz stecken.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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