YouTube Connect: Google soll Livestreaming-App für Android und iOS in petto haben

24. März 2016 Kategorie: Android, Google, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_youtubeDenkt man an Internetvideos, fällt einem in der Regel als erstes YouTube ein. Das Videonetzwerk ist die größte Anlaufstelle für von Nutzern generierten Videocontent. Allerdings hat Google mit YouTube einen wichtigen Trend schlichtweg verschlafen: Livestreaming. Nicht das Streaming an sich, auch YouTube bietet Livestreams, es fehlt aber ein Weg, solche Videos viel einfacher zu veröffentlichen, quasi so wie Meerkat, Periscope und Facebook Live es machen. Besser spät als nie denkt sich wohl YouTube, denn mit YouTube Connect soll es genau ein solches Angebot geben. Simples Streaming per App, egal wo man gerade ist, egal was man gerade macht.

yt_live

Die App soll so funktionieren wie andere Angebote dieser Art auch. Man loggt sich mit seinem Google-Account ein und streamt los. Streams können sowohl in der App als auch bei YouTube selbst betrachtet werden. Außerdem soll es die Möglichkeit geben, Streams zum späteren Anschauen verfügbar zu machen. Schnellerer Live-Content, dabei die Nutzer nicht auf Periscope oder Facebook ausweichen lassen, das ist das ziel von YouTube Connect.

Während bekannt sein soll, dass die App für Android und iOS erscheinen wird, ist es noch unklar, wann dies der Fall sein wird. Venture Beat ist der Meinung, dass die Google I/O ein passender Zeitpunkt wäre. Sind nur noch knapp zwei Monate hin, unrealistisch wäre dies also gar nicht. Die Frage ist, wie der Nutzer reagiert. Ist er bereits in den Fängen von Facebook Live oder Periscope und für ihn ist das okay, wird es keinen großen Grund zum Wechsel geben, wenn es nicht mehr Anreize als den reinen Livestream gibt.

Wir werden sehen, ob und wann Google YouTube Connect veröffentlicht. Sicher ist, dass sich Videoinhalte wandeln und „Echtzeit“ ein immer wichtigerer Faktor in der medialen Welt spielt.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 7025 Artikel geschrieben.