YouTube bestätigt werbefreies Bezahlmodell

9. April 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: caschy

youtubelogo

Viele Menschen, die einen eigenen YouTube Partner-Account ihr Eigen nennen, haben gestern E-Mail bekommen. In dieser E-Mail bestätigt das zu Google gehörende Videoportal noch einmal die Pläne für ein werbefreies Bezahlmodell, welches auch die YouTube-Partner betrifft. Wie der Service heißt, wann er startet und vor allem was er kostet, ist bislang nicht klar. Die E-Mail teilt wie folgt mit:

Nun möchten wir auf dieser positiven Resonanz aufbauen und einen weiteren großen Schritt in Richtung mehr Auswahl unternehmen: Wir möchten unseren Fans gegen eine monatliche Gebühr eine anzeigenfreie YouTube-Version anbieten. Durch die Einführung eines neuen Abo-Dienstes werden wir eine neue Umsatzquelle schaffen, die deine zunehmenden Werbeeinnahmen ergänzen wird.“

Damit YouTube diesen Schritt vollziehen kann, müssen die Partner die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Diese treten laut Dashboard am 15.06.2015 in Kraft. YouTube zahlt Partnern 55 Prozent der Nettoeinnahmen, die YouTube aus Abonnements erhält, die sich aus den monatlichen Abrufen oder der Wiedergabezeit des Inhalts als Prozentsatz der monatlichen Abrufe oder Wiedergabezeit aller Inhalte oder des Anteils der im relevanten Abonnementangebot enthaltenen Inhalte. 55 Prozent, das ist auch der Satz, der bislang bei YouTube durch Werbeeinnahmen im klassischen Sinne an Partner ausgezahlt wurde.

Ob Werbung gegen Geld abschaltbar gemacht wird, oder ob YouTube noch ein paar exklusive Titel im Ärmel hat – auch dies ist nicht bekannt. Mal schauen, was da noch so passiert.



Über den Autor: caschy

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17 Kommentare

Jochen 9. April 2015 um 07:56 Uhr

Wird aber auch mal Zeit. Die Werbung nervt.

jmk 9. April 2015 um 08:02 Uhr

Yeah. Unge und Dagi bee endlich werbefrei.

Link 9. April 2015 um 08:34 Uhr

Wenn sie ohne Werbung vielleicht auch eine GEMA-Einigung erzielen könnten, wäre das auch was wert.

Peter 9. April 2015 um 09:00 Uhr

Huch, schon 4 Kommentare und keiner, der meckert, dass man ja auch einfach Adblock installieren könne? Ich bin enttäuscht /Ironie off

t-berium 9. April 2015 um 09:01 Uhr

Passt gut zu ihrem Livestreaming-Vorhaben. Auf Twitch und Co. kann man Channels gegen Bares abonnieren und dafür u.a. auswählen, in welcher Qualität man den Stream sehen will.

Tube 9. April 2015 um 09:09 Uhr

Welche Werbung?
@Peter: Nur für dich! :*

dennis 9. April 2015 um 09:38 Uhr

Ob dann auch die Schleichwerbung in den Videos aufhört? Fragen über Fragen…

Tim 9. April 2015 um 09:57 Uhr

Werbung habe ich nur hier.

Gouryella 9. April 2015 um 10:03 Uhr

Ich glaube nicht, dass Sponsoring und Product Placement verschwinden werden, alleine weil das Werbeformen sind, die die Netzwerke bzw. Managements der YouTuber noch selber beeinflussen können. Spannender wird sein, welche Auswirkungen das auf andere Verdienstmethoden haben wird. Die YouTuber müssen (!) ja das neue Abomodell mitmachen, betreiben zu großen Teilen aber auch zum Beispiel Spendenbuttons via Patreon, Subbable oder Flattr, sie nutzen Reflinks etc., die sind im Vergleich zu Merchandise und Einnahmen auf anderen Plattformen, die mit YouTube nix zu tun haben, eher problematisch, wenn man eh ein Abo abschließen wird. Dazu kommt noch immer das Thema der Exklusivverträge, wie es seit Vimeo und Vessel bei YouTubern auch ein Thema ist. Angenommen, YouTube schließt einen solchen Vertrag über das Netzwerk (darüber läuft auch in Deutschland in der Regel alles): Darf dann der Gamer noch auf Twitch oder Hitbox streamen oder MUSS er YouTube live nutzen, sobald die Plattform gelauncht ist? Das sind alles so Fragen, die in YouTube Deutschland mal wieder ein ziemliches Erdbeben auslösen werden.

Davon abgesehen frage ich mich momentan, für wen sich ein solches Abo lohnen würde (außer den fanatischen Fans wie denen von Bibi und Co., die den Kids Kuhfladen als Trend anpreisen würden und die würden sofort zum nächsten Bauernhof rennen). Es gibt ohne Frage auch bei mir einzelne Channels, die es verdient hätten, dass ich bezahle. Auf der anderen Seite: Musik ist von Deutschland aus kaum zugänglich und das Abo gilt für die gesamte Plattform, dafür wären mir die genannten 10 Dollar zu viel (was bei uns wohl 10 € werden dann…). Insofern… keine Ahnung, sag ich ganz ehrlich. Da käme es dann auch auf die Extras an, die YouTube böte, warum ich mich dann für YouTube entscheiden sollte und nicht zum Beispiel für Netflix oder Amazon. Dafür fehlen mir momentan einfach die Argumente, und wenn ich dann noch die ganzen Bugs und die instabilen Server bedenke, dann würde ich für YouTube kein Geld ausgeben. Das wird noch ne schwere Frage.

Capri 9. April 2015 um 11:09 Uhr

Entlich! Ich finde die Werbung auf YouTube sehr störend und bin ein großer Fan von der Idee, sie abzuschalten und trotzdem die Videomacher zu unterstützen.

Dominik 9. April 2015 um 12:25 Uhr

Kommt auf den Preis drauf an. So langsam wirds ein bisschen viel Abo-Kram: PS Plus, xbox gold, Spotify, Netflix, Amazon Prime …

Sumsen 9. April 2015 um 16:22 Uhr

Da fehlen noch ein paar Infos.
Mit dem neuen system haben die Kanalbetreiber auch die Möglichkeit, den Kanal / oder einzelnen Videos, hinter die Paywall zu setzen. Nur wer dann solche ein „Abo“ von YT hat, der kann das Video sehen.

Zusätzlich wird es mehrere Tarife geben, die u.a. auch Musivideos etc beinhalten. Der User hat auch die Möglichkeit die Videos runterzuladen. Für Kanalbetreiber (auch in Deutschland) wird es dann die Zusatzoption der „Donation“ geben. Die ist in einigen Ländern schon verfügbar.

Der Zuschauer kann dann einzelne Beträge zwischen 1-500 USD (wird dann wohl auch in EUR so sein) zu donaten. YT will, in Zukunft ach die Streamer an Land ziehen, ala Twitch.TV. Nur gibt es damit rechtliche Probleme. Mit Twitch geht das nur, weil Twitch nicht in Deutschland vertreten ist und die sich nicht die Bohne um deutsche Gesetze kümmern müssen.

Sumsen 9. April 2015 um 16:24 Uhr

@t-berium Das ist „fast“ richtig. Die Möglichkeit die Qualität einzustellen weist Twitch schon länger automatisch zu, aber einer Viewerzahl. Da muss man nicht mal Partner sein. Aber, der Partner kann das unterbinden und so einstellen, dass dies nur die Subscriber machen können.

Nur, Kanalbetreiber, die das auf Twitch machen, die schaue ich mir genau 1 x an. Wer meint, ohne zu zahlen soll ich nur in 360/480 die Streams sehen, der kann mich mal sonst wo. Und ich habe bei einigen Kanälen ein Subs.

vimeo 9. April 2015 um 20:35 Uhr

Was, auf yt gibts Werbung? Noch nie gesehen … 😉


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