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Yomo: App-Konto mehrerer Sparkassen soll im Herbst starten

2. Mai 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_iphone_frauYomo – Kurzform für „Your Money“ – so soll die Antwort auf Number26 von mehreren Großsparkassen heißen. Traditionelle Banken haben ein Problem, jüngere Nutzer, die mit dem Konzept Bank nichts mehr anfangen können. Sie wollen schnelle Lösungen, sie benötigen keine Bankfiliale, das Konto ist das Smartphone. Wie gefragt modernes Banking ist, zeigt Number26, die quasi von 0 auf 100 gingen und zumindest nach außen keine Probleme haben, neue Kunden zu generieren. Das merken auch die klassischen Sparkassen, die eher auf regionale Stärken setzen statt den Kunden global zu erfassen. Was auch für Streit innerhalb der Sparkassen sorgen soll.

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Denn bisher war es so, dass Sparkassen ihre Gebiete hatten, die sie zur Kundengewinnung nutzten, das Yomo-Angebot soll aber überregional erhältlich sein. Da es aber nur von wenigen Großsparkassen gestartet wird, fühlen sich bereits jetzt die nicht-teilnehmenden Sparkassen benachteiligt, eine Solidarität würde praktisch aufgekündigt. Dennoch ist es natürlich logisch, dass die großen Banken nicht einfach zusehen, wie FinTech-Start-Ups ihnen die Kunden wegnehmen. Ein Lizenzverfahren soll es richten, sodass auch andere Sparkassen Yomo anbieten können.

Yomo peilt eine Zielgruppe von 18 bis 35 Jahren an, das Angebot soll aus Karte und App bestehen. Die Entwicklung übernimmt Starfinanz, die schon die Banking-Apps der Sparkassen hervorgebracht haben. Yomo soll außerdem als eigenständiges Produkt platziert werden, unabhängig von den Sparkassen auftreten. Wann? Geplant ist im Herbst, allerdings könnte es auch früher schon so weit sein, denn technisch soll das Projekt bereits sehr weit sein.

Fragen gibt es allerdings noch zur Finanzierung. Unklar ist, ob Yomo – wie Number26 – kostenlos angeboten wird oder ob die Zeit des kostenlosen Girokontos tatsächlich vorbei ist. Laut eines Insiders ist dies jedoch nicht der einzige Punkt, der noch für Streit sorgen wird. Spannend auch, dass man mit 35+ anscheinend nicht mehr zur Zielgruppe der App-Konto-Nutzer zählt. Gerade die sind es doch eigentlich, die ersten viel Geld haben und dieses zweitens auch so komfortabel wie möglich verwalten möchten – im Zweifelsfall auch gerne ohne den Sparkassen-Onkel in der Filiale.

Auch wenn nicht alle Details zu Yomo bekannt sind, ich habe meine Zweifel, dass die Sparkassen damit tatsächlich den gewünschten Erfolg erzielen. Auch wenn Yomo von den Sparkassen getrennt aufgestellt wird und aus einem Zusammenschluss mehrerer Großbanken entstand, hört sich das Ganze wieder eher nach einer nicht zu Ende gedachten Lösung an, die vor allem kleineren Banken schaden könnte anstatt gegen die FinTech-Start-Ups wie Number26 zu agieren.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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