Xiaomi stellt Mi TV 3 und Ninebot mini vor

19. Oktober 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

artikel_mitv3Xiaomi ist vor allem durch günstige Smartphones bekannt, bei denen allerdings nicht an der Qualität gespart wird. Der chinesische Hersteller zeigt aber auch mit anderen Produkten, wie günstig man eigentlich verkaufen kann. Klar, man arbeitet mit niedrigen Gewinnspannen, aber so etwas kann mit einem gewissen Verkaufsvolumen durchaus kompensiert werden. Das Mi Band für 15 Euro werden einige von Euch haben, warum mehr für einen Fitnesstracker bezahlen, wenn die teure Konkurrenz nicht viel mehr kann? Nun hat Xiaomi zwei neue Produkte vorgestellt, die ebenfalls durch Preis und Qualität überzeugen sollen. Einen 60 Zoll 4K TV und den Ninebot mini, ein einem Segway sehr ähnliches Fortbewegungsmittel.

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War der Mi TV 2S letztes Jahr mit seinen 48 Zoll vergleichsweise klein, kommt der Mi TV 3 mit einer Bildschirmdiagonalen von 60 Zoll. Das Display stammt von LG und liefert 4K-Auflösung. Interessant ist der Ansatz, den Xiaomi beim Verbauen der Technik wählt. Das TV-Gerät selbst ist super flach, beinhaltet allerdings auch nicht allzu viel Technik. Die wahre Power kommt nämlich erst mit Mi TV Mainboard, diese beinhaltet nicht nur ein Soundsystem, sondern eben auch sämtliche Smart TV-Komponenten. Neben der flachen Bauweise ist so auch ein Upgrade möglich.

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Xiaomi gibt an, dass man das Display 10 Jahre nutzen könne, um aber keinen veralteten Fernseher zu haben, kann man das Mi TV Mainboard, das aussieht wie eine typische Soundbar für TV-Geräte, einfach austauschen. Man kann sich das wie die Evolution Kits von Samsung vorstellen. Statt eines neuen Gerätes, werden einfach die wichtigsten Komponenten getauscht, das Hauptgerät samt Display wird weiter genutzt. Interessant ist das vor allem preislich, das Display ist immerhin die teuerste Komponente eines TVs.

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Der 60 Zoll Mi TV 3 kostet rund 700 Euro, das Mi TV Mainboard rund 140 Euro. Allerdings wohl eher nur theoretisch, denn ein Import dürfte sich schwierig gestalten und auch dürfte die Nutzung in Deutschland etwas kompliziert sein, die Geräte sind nun einmal für den chinesischen Markt konzipiert.

Ein weiteres neues Gerät, das durchaus auch für Importeure interessant sein könnte, ist der Ninebot mini. Es handelt sich dabei um ein elektronisch betriebenes Fortbewegungsmittel, ähnlich einem Segway. Das Gerät besitzt eine Trittfläche und zwei Räder, balanciert sich selbst aus und reagiert auf Verlagerung des Gewichts. Es ist dabei aber sehr kompakt – und natürlich ebenfalls sehr günstig.

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Das Gerät fährt 16 km/h schnell und packt auch Steigungen bis 15°. Mit einer Akkuladung soll man 22 Kilometer weit kommen. Das Gefährt ist eine ganze Ecke kleiner und leichter als ein Segway, kann leicht in einem Kofferraum verstaut werden und ist mit 12,8 kg Gewicht auch nicht sonderlich schwer. Klein ist nicht nur das Gadget, auch der Preis kann sich sehen lassen. Umgerechnet rund 280 Euro werden dafür fällig. Ob hier ein Import möglich ist, wird sich erst noch zeigen, sollte dies der Fall sein, erhält man trotz anfallender Einfuhrgebühren immer noch ein sehr günstiges Fortbewegungsmittel der Moderne.

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Xiaomi hat zudem noch einen Subwoofer und eine Fernbedienung zum Mi TV 3 gezeigt, Details dazu und auch zum Mi TV 3 und Ninebot mini findet Ihr in diesem Forumseintrag. Die Geräte gibt es quasi „für’n Appel und ’n Ei“. Schade ist halt, dass wir von den Geräten wenig haben werden. Xiaomi könnte ruhig langsam einmal solche Highlights auch bei uns anbieten. Selbst wenn sie nicht mehr so günstig sind wie im Heimatland, sind da ja immer wieder spannende Geräte dabei, die man auch um einiges teurer noch als günstig empfinden würde.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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