Xiaomi soll viel weniger verdient haben als angenommen

15. Dezember 2014 Kategorie: Android, Mobile, geschrieben von:

Xiaomi gilt als der neue große Stern am Smartphone-Himmel, das Apple des Android-Universums. Günstige Geräte, die sich optisch und qualitativ nicht hinter den Geräten der typischen Smartphone-Hersteller verstecken brauchen. Im Gegenteil, auch hierzulande würden viele gerne die Geräte von Xiaomi kaufen, leider ist dies ohne Umwege bisher aber nicht möglich. Die rosigen Zukunftsaussichten des chinesischen Herstellers stützen sich vor allem auf einen Bericht des Wall Street Journals bezüglich des Gewinns des Unternehmens.

Xiaomi

Doch dieser scheint gar nicht so hoch wie vermutet. Während das Wall Street Journal von einem Gewinn von 566 Millionen Dollar ausging, scheint es sich tatsächlich nur um einen Gewinn von rund 56 Millionen Dollar zu handeln. Am Marktanteil ändert dies natürlich nichts, es wirft aber die Frage auf, wie sich das Unternehmen auf Dauer finanzieren will. Die Gewinnspanne ist sehr niedrig, vielen Herstellern gelingt es nicht einmal, keinen Verlust einzufahren. Da kam Xiaomi mit einem enormen Gewinn, den es ja so leider gar nicht gibt, sehr gelegen.

Auf jeden Fall sollten sich die großen Hersteller, allen voran Apple, in China nicht allzu große Sorgen machen. Die Gewinne landen nicht wie angenommen zu großen Teilen bei Xiaomi. In der Tat sieht es so aus, dass Apple 150 mal mehr Gewinn in China erwirtschaftet als Xiaomi. Dennoch sollte man diese aufstrebenden Firmen nicht unterschätzen. Denn auch wenn die Gewinnspannen niedrig sind, kann dies ausreichen, um die großen Firmen mehr als nur ein bisschen zu ärgern. Der Xiaomi Marktanteil gibt dem Unternehmen recht, vielleicht kommen auch irgendwann die fetten Gewinne.

(Quelle: Apple Insider)


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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