Wuala: Cloudspeicher stellt Betrieb ein

17. August 2015 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Es war quasi ein Ende mit Ansage. Nachdem sich Wuala, seinerzeit in der Schweiz gegründet und mittlerweile zu LaCie & Seagate gehörend, mit nicht gerade kundenfreundlichen Aktionen seiner Nutzer des kostenlosen Angebotes bereits entledigt hatte, folgt nun der Rest. Gemeint sind damit die Kunden, die dem Dienst mit barer Münze dennoch die Stange gehalten haben. Caschy prophezeite damals eine Schließung 2016, knapp daneben, es wird nämlich noch 2015 passieren.

Wuala Logo

Ab sofort kann man bei Wuala keinen Speicherplatz mehr erwerben und auch Vertragsverlängerungen für Bestandskunden sind mit dem heutigen Tag nicht mehr möglich. Das vermeldet Wuala in diesem Artikel. Ab dem 30. September folgt dann der nächste Schritt und bestehende Nutzer können keine Dateien mehr hochladen, Wuala wird in den „nur lesen“-Modus versetzt. Dateien können so noch abgerufen werden, es können aber keine weiteren hinzugefügt werden.

Aus die Maus heißt es dann am 15. November 2015. Zu diesem Datum existiert der Dienst nicht mehr und alle gespeicherten Daten werden gelöscht. Der Zugriff auf die gespeicherten Dateien ist dann nicht mehr möglich. Wuala empfiehlt die Dateien vorher zu sichern oder bei zu einem anderen Cloudspeicher-Anbieter umzuziehen. Wuala selbst empfiehlt hier Tresorit, einen Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Interessante Information für Kunden, die in Vorkasse ein Jahres-Abo bezogen haben:

Kunden, die ein aktives Prepaid-Jahresabonnement haben, erhalten eine Rückerstattung der nicht genutzten Abonnementsgebühr. Ihre Rückerstattung wird zu einem Kündigungsdatum mit Wirkung vom heutigen Tage berechnet, auch wenn der volle Service noch bis 30. September 2015 weiterläuft und Ihre Daten noch bis 15. November 2015 verfügbar sind. Rückerstattungen werden automatisch verarbeitet und berechtigten Kunden in den nächsten Wochen ausgezahlt.

Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich hier um ein Ende, das man erwarten konnte. Wuala glänzte nicht gerade mit Transparenz und machte auch sonst nicht viel, um für den Kunden der breiten Masse attraktiv zu sein. Nach der Aktion 2014 dann, war es nur eine Frage der Zeit. Die ist nun gekommen und es gibt einen Cloudspeicher-Anbieter weniger auf den Markt. Es sollte geneigten Nutzern dennoch nicht schwer fallen, einen passenden Ersatz zu finden, auch wenn Wuala mit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schon punkten konnte. (Danke Joseph!)



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 7751 Artikel geschrieben.