World Backup Day 2017: Und wie sicherst du? (plus Umfrage!)

31. März 2017 Kategorie: Backup & Security, geschrieben von: caschy

Da schaut man auf den Kalender und bemerkt: es ist ja schon Ende März, morgen kommen die ganzen semi- und professionellen Spaßvögel aus ihren Löchern gekrochen. Vorab ist erst einmal der seit ein paar Jahren existente „World Backup Day“ angebrochen. Gibt ja für alles Tage. Für Bier, Kaffee, die für viele Blogger obligatorische Jogginghose (für mich nicht mehr!) und noch etliche andere. Sind mir eigentlich immer egal diese Dinger.

Auch der World Backup Day ist so ein Ding. Da muss ich immer an einen Tag denken, der von der Software ausgeschlachtet wird, wie Muttertag von Fleurop und Co. Feststeht: Wenn man nur einmal jährlich an das Backup denkt, dann läuft wahrscheinlich etwas falsch.

Schiefgehen kann ja eigentlich immer was. Man wünscht es ja keinem. Das Smartphone wird geklaut, im Desktop-PC oder dem Notebook raucht die Platte ab. Oder eine Festplatte raucht bei Strategen ab, die der Meinung sind, ihr 2bay-NAS im Stripe-Modus betreiben zu müssen. Wobei eine solche Lösung auch die erste Stufe zu einem Backup sein könnte, wenn man denn die Daten noch an einem anderen Ort vorliegen hat.

In den ganzen Jahren, die ich irgendwie in der IT zu tun habe, hat sich meine Denke und mein Szenario privat geändert, früher sicherte immer das komplette Windows-System regelmäßig, heute geht es mir nur um reine Daten – und im Falle von OS X und Time Machine ist das eh eine andere Nummer.

Auf dem Rechner selber habe ich kaum Daten, die sonst nicht irgendwo auch lagern. Für Windows halte ich mir immer Kopien meiner virtuellen Maschinen auf einem Rechner und meinem NAS (Synology DS 713+ & DX213, zwei Volumes mit je zwei Platten im Mirror) vor. Musik liegt auf dem Desktop und dem NAS vor, der komplette iMac wird per Time Machine auf meinem NAS gesichert. Hierfür synchronisiere ich via der Synology-Apps die gewünschten Ordner.

Filme und Serien habe ich auch, diese liegen derzeit ausschließlich auf dem NAS vor, da ich diese Medien für Dinge halte, die ich nicht an zwei Orten sichern muss. Wird sich aber vielleicht irgendwann ändern, da man mittlerweile vieles automatisiert in die Cloud sichern kann – auch verschlüsselt und recht preisgünstig.

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So halte ich es auch mit meinen Fotos und Dokumenten. Die sind nicht nur auf dem Rechner zu finden, sondern auf dem NAS – und von dort wandern sie in die Cloud, allerdings verschlüsselt. Alternativen „für den kleinen Mann“ gibt es in der Cloud genug, herunterskaliert gibt es nicht nur bei Google Fotos unendlich Speicher, sondern auch bei Apples iCloud – das Stichwort sind hier geteilte Foto-Streams mit einer Kapazität von jeweils 5.000 Mediendateien. Außerdem kann man, allerdings unverschlüsselt, Fotos als Prime-Kunde bei Amazon kostenlos sichern.

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E-Mails lagere ich in der Cloud, bei Gmail. Doch auch hier sichere ich in losen Abständen mal, hierzu nutze ich persönlich Google Takeout, Windows-Nutzern kann ich auf jeden Fall MailStore Home empfehlen, das für den Privatgebrauch kostenlose Tool sichert Mails aller Anbieter und bietet eine tolle Archiv-Funktion. Bei E-Mails kann man ansonsten jedes Programm, zum Beispiel Portable Thunderbird, nehmen. Mac-Nutzer können ja ebenfalls Mailboxen exportieren und irgendwie sichern.

Die Möglichkeiten für die Datensicherung sind mannigfaltig, schier unbegrenzt. Wer sich auf eine Festplatte in seinem Rechner verlässt, der macht vielleicht, nein – wahrscheinlich – einen Fehler. Dann wenigstens eine zweite Festplatte, auf die gesichert wird, das kann die erste Stufe sein.

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Empfehlungen? Schwer, es gibt so viele Lösungen, teils mächtig und für Profis, teils überschaubar und passend für jeden Anwender. In Sachen Windows-Software kann man viel empfehlen, mittlerweile recht beliebt dürfte das kostenlose Veeam Endpoint Backup sein.

Ob man ein NAS braucht, kann ich euch nicht beantworten. Ich habe seit Jahren welche im Einsatz und habe da immer zu Synology gegriffen. Hatte zwischenzeitlich auch mal günstigere Anbieter getestet, aber in Sachen Software war das totaler Mumpitz. Alternativ kann man sich vielleicht auch Bewertungen zu QNAP durchlesen, das wäre vielleicht eine Alternative. Und wem die Software auf NAS-Seiten egal ist, der hat eh große Auswahl.

Also Freunde – Backup machen. Sollte eigentlich nach der Ersteinrichtung kein großer Akt sein – vieles kann ja automatisiert werden. Dennoch ist das alles kein einfaches Thema. Denn mit Backup machen alleine ist es ja nicht getan. Ich schmeiße zu bedenkende Stolpersteine in den Raum: Das Backup kann durch einen Schädling infiziert werden.

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Eine Festplatte oder ein NAS kann abbrennen oder gestohlen werden. Außerdem sollte man ein Backup regelmäßig validieren, den Notfall also testen. Bei Einzeldaten: Ist noch alles da? Bei Archiven: Kann ich Dateien aus dem Backup zerren?

Wer noch unschlüssig ist: einfach mal hier im Blog nach Backup suchen, ich habe im Laufe der Jahre unzählige System-Backup-Tools und Synchronisations-Programme vorgestellt, da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Und wenn einmal etwas verloren gegangen ist – das ultimative Tool zum Wiederherstellen verloren gegangener Daten ist meiner Meinung nach Testdisk / Photorec.

Ich habe hier einmal ein paar Beiträge zusammengefasst, wie man diverse Szenarien bei einem Synology NAS durchspielen kann. Falls ihr da interessiert seid, lest euch durch. Wobei da bei mir auch nichts für die Ewigkeit ist, einiges kann sich immer wieder mal ändern. So hab ich mir neulich günstig ARQ Backup geschossen, mal sehen, was ich mir da basteln kann…

Lasst gerne hören, wie ihr das macht, freue mich da auf eure Lösungen. Und nehmt gerne an unserer Umfrage teil 🙂

Hast du mal Daten verloren?

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