Wolkenschieberei: Nextcloud 9 veröffentlicht

15. Juni 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: Oliver Pifferi

nextcloud-logo-white-squareVor kurzem berichteten wir nach der Querelen bei ownCloud über Nextcloud – das abgespaltene Projekt eben der Entwickler, die ownCloud verlassen hatten. Wollte man ursprünglich das Ganze erst in ein paar Wochen veröffentlichen, sind nun in der Tat erst zehn Tage vergangen und man darf verkünden: Nextcloud ist da und wie die verstossene Mutter trägt auch der Ableger die Versionsnummer 9. Faktisch liegt das Projekt  damit einen knappen Monat vor dem avisierten Zeitplan und man darf hoffen, dass darunter nicht die Qualität leidet, denn schließlich möchte man ja die Gründe, wegen denen sich die Wege der beiden Cloud-Lösungen letztendlich trennen, nicht direkt ins neue Projekt holen. 

Die Messlatte, die man sich selbst auferlegt hat, liegt also entsprechend hoch. Diese zu reissen, möchte man unter anderem dadurch vermeiden, zu wirklich 100% Open Source-Software und dabei auch alle bekannten Enterprise-Features liefern zu können.

An letzterem Feature arbeitet das Team übrigens eigenen Angaben zufolge noch und befüllt aktuell GitHub mit den notwendigen Inhalten. Auch die Enterprise-Funktionalitäten sollen zu 100% Open Source sein und dazu führen, dass die Qualität der Applikationen entsprechend ist und auch die Release-Zyklen kurz gehalten werden. Da man nun ja nicht mehr auf zwei Hochzeiten tanzen und die Enterprise-Features vom Community-Projekt trennen möchte, verspricht man sich gerade mit diesem Weg einiges für Nextcloud.

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Natürlich kann Support auch nach wie vor eingekauft werden, Geld muss ja dann am Ende doch irgendwie in die Kassen kommen – hier möchte man das „Red Hat“ Business-Modell verfolgen und wird zeitnah weitere Informationen dazu veröffentlichen. Interessierte User dürfen bereits hier Kontakt aufnehmen. Wer übrigens die Möglichkeit der „Upload only“-Freigaben oder ein ausführlicheres Log benötigt, darf sich freuen: Diese Funktionen sind bereits direkt mit an Bord.

Wer den Sprung nun wagen möchte, findet auf der Webseite des Projektes die Download-Pakete und auch die Möglichkeit, von ownCloud direkt auf Nextcloud zu aktualisieren. Ab ownCloud 8.2.x soll das direkt funktionieren, davor gilt es, eine händische Upgrade-Anleitung zu befolgen. Aktuell gibt es die Nextcloud-App übrigens nur für Android-Geräte, aber auch die bekannten Android- und iOS-Apps von ownCloud sollen – ebenso wie jeder WebDAV-Client – funktionieren. Daran arbeite man aber und werde zeitnah auch die iOS-App nachreichen, so die Entwickler.

Nextcloud
Wolkenschieberei: Nextcloud 9 veröffentlicht
Entwickler: Nextcloud
Preis: Kostenlos
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Über den Autor: Oliver Pifferi

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und XING. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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