Wirtschaftsministerin Zypries kündigt Prüfung von Telekom-Flatrate StreamOn an

19. April 2017 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: caschy

Seit heute gibt es bei der Deutschen Telekom die Option StreamOn. Das ist für die Nutzer erst einmal klasse, gibt es doch einige Dienste, die man ohne Anrechnung auf das im Mobilfunkvertrag enthaltene Volumen nutzen kann. So kann man quasi schier endlos YouTube-Videos schauen, ohne dass das eigene Volumen angegriffen wird. Was gut klingt, ist vielen ein Dorn im Auge, Stichwort: Netzneutralität.

Wer sich für Stream On freischalten lässt, streamt bei den bei der Telekom hinterlegten Diensten künftig unbegrenzt – dies ruft nun die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries auf den Plan. Sie kündigte bereits an, dass man das Angebot unter die Lupe nehmen werde. „Wir müssen uns das angucken, das wird die Bundesnetzagentur tun.“.

Telekom FAQ

Übrigens: Wie damals bei Spotify gehört das Abrufen von Covern nicht in das StreamOn-Angebot. Das sagt die Telekom: Nicht zum Audio- und Videostreaming gehören z. B. das Laden von Covern, Werbung, Spiele, Software, Texte, persönliche Kommunikationsdienste (wie Sprach- und Videoanrufe, Chats und Messaging) und sonstige Inhalte, selbst wenn die Inhalte mit Audio-/Videoelementen kombiniert sind und/oder Audio-/Videoelemente enthalten.

Ebenfalls gilt StreamOn nur im Inland. Im Roamingfall wird das bei teilnehmenden Partnern verbrauchte Datenvolumen entsprechend des zugrundeliegenden Tarifs berechnet.

Als Beispiel nennt man hier Spotify, welches nicht im Telekom-Paket ist, wohl aber Apple Music. Hält sich die Telekom an das Gebot der Netzneutralität, wenn sie Ed Sheerans „Shape of you“ bei Apple Music unbegrenzt transportiert, bei Spotify aber das Datenvolumen des Kunden reduziert? Zero Rating-Tarife widersprechen eigentlich europäischen Vorgaben zur Netzneutralität, wie einige Experten meinen.

Die Deutsche Telekom selber sagt natürlich, dass man die EU-Regeln einhält. So könnten sich ja auch andere Anbieter entscheiden, Telekom-Partner zu werden, hierbei würde keine Gebühr fällig. Des Weiteren würden die inkludierten Dienste auch gedrosselt, wenn der Kunde sein Datenvolumen verbraucht hat.

Die Partner der Telekom – darunter das ZDF – teilen die Ansicht des Telekommunikationsunternehmens. „Stream On ermöglicht sämtlichen Anbietern audiovisueller Angebote kostenfreie Berücksichtigung. Daher erkennen wir keine Diskriminierung“, twitterte die ZDF-Pressestelle.


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Über den Autor: caschy

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