Windows: Vollbackup mit Redo Backup erstellen

9. August 2012 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von: caschy

Windows 8 steht vor der Tür und viele wollen den Spaß vielleicht auf ihrem Rechner ausprobieren. Sicherlich werden viele bis alle vorher ein Backup ihrer Daten, ja vielleicht sogar ihres gesamten Systems machen wollen. Ich selber sichere meine Daten in regelmäßigen Intervallen als lose Datensammlung, ab und an sichere ich aber auch das komplette Betriebssystem – falls mal eine Platte die Grätsche macht.

Unter Windows 8 gibt es verschiedene Bordmöglichkeiten, ein Backup zu erstellen, die gar nicht sooooo schwierig sind, sich für Einsteiger nicht unbedingt anbieten. Denen kann man noch immer Acronis und Co auf die Platte werfen und einmal einrichten. Ich selber nutze mittlerweile für mein Backup das auf Ubuntu* basierende Redo Backup, welches super einfach zu bedienen ist. (*CD basiert auf Ubuntu, der Rest ist eine GUI für partclone).

Es lässt sich von einer Boot CD starten, allerdings ist auch das Einrichten eines USB-Sticks mittels unetbootin möglich. Nach dem Boot findet man nicht nur die Möglichkeit vor, Partitionen oder die komplette Platte auf ein anderes Medium zu sichern (andere Festplatte oder Netzwerk), es gibt auch einen Browser, Dateibetrachter, sondern auch die von mir hoch geschätzte Photorec- / Testdisk-Kombination zum Wiederherstellen gelöschter Fotos und anderer Dateien.

Alleine dieser Punkt ist schon Grund genug, Redo Backup mal einen Blick zuzuwerfen. Obwohl Selbstgänger, habe ich mal eine kleine bebilderte Anleitung meines Windows 8-Backups für euch angefertigt :) Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja.

Boot: startet nach ein paar Sekunden von alleine

Wir wollen ein Backup erstellen:

Auswahl der zu sichernden Festplatte:

Auswahl der zu sichernden Partitionen. Bei Windows 7 und Windows 8 bitte nicht die kleinen Bootpartitionen vergessen (in der Regel unsichtbar unter Windows, bis 350 MB groß). Auch mitsichern, wenn ihr irgendwelche Computer mit Recovery-Partition habt – meist zu erkennen an System Reserved!

Ort des Backups angeben. Hier wird die andere Platte in eurem System oder der Netzwerkordner gewählt!

Logischerweise können Unterordner am Zielort gewählt werden!

Und dann? Kaffee trinken. Alternativ Wasser, Limo, Bier oder whatever. Wobei Redo schon flott ist :-)

Danach ist das Backup fertig und würde sich bootfähig wiederherstellen lassen. Auch direkt von der CD oder dem USB-Stick. Warum ich oben erwähnte, dass ich meine Daten separat noch einmal sichere? Wenn der Rechner aus einem Grunde mal wegkommt, verbrennt, geklaut wird – whatever, dann habe ich meine Daten extern.

In heutigen Zeiten sind Betriebssysteminstallationen und Programmaufspielereien im privaten Bereich Tinnef. Kostet zwar Zeit, ist aber kein großer Akt. Deswegen sind Daten wichtiger. Außerdem bietet Redo Backup oder die Windows-interne Backup-Lösung keine Integritätsprüfung – wobei es bei mir noch NIE vorkam, dass sich ein Backup nicht mehr wiederherstellen ließ. Dennoch: ohne Netz und doppelten Boden mache ich nichts.

Mit Redo Backup erstellte Sicherung wieder einspielen? Auch kein Akt!

Start, Auswahl von Recovery und den Source Drive aussuchen. Der Source Drive ist der, der das Backup enthält.

Backup suchen:

Ziel aussuchen:

Bestätigung der Wiederherstellung:

Dann wieder abwarten und Kaffee trinken gehen, das Backup wird wiederhergestellt. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann der Rechner neugestartet werden und alles ist wie vorher!

Wie erwähnt: viele Wege führen nach Rom und es gibt unzählige Möglichkeiten Daten oder komplette Platten zu sichern. In mittlerweile über 7 Jahren des Bloggens habe ich hier mehrere Dutzend Lösungen vorgestellt, einfach mal die Suche nach Backup anwerfen und das für euch Passende finden. Mir gefällt Redo Backup momentan sehr gut – vielleicht euch ja auch :)

Denkt dran: Daten gehören für gewöhnlich nicht dem Buddhismus an – Wiedergeburt ausgeschlossen!

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26 Kommentare

J 9. August 2012 um 15:32 Uhr

Wer keine Zeit hat, dafür aber Geld sollte sich mal Drive Snapshot anschauen…
Damit kann man komplette Systemimages aus dem laufenden Windows machen. ;) Klingt witzig, klappt aber wirklich. Machs selbst einmal die Woche. Das nächste Ding is dass das Programm für ca. 17GB Systempartition nur etwas mehr als 1 Minute braucht und diese dabei auf knapp 9GB schrumpft… Schneller und einfach gehts wirklich nicht mehr.

Frank Lerche 9. August 2012 um 15:33 Uhr

Danke für den Tipp, wird angeschaut!

Andi 9. August 2012 um 15:39 Uhr

Redo Backup ist echt Super, vor allem weil GParted noch dabei ist.
Kann es selbst nur weiterempfehlen.

René Fischer 9. August 2012 um 15:41 Uhr

Kann Redo auch mit verschlüsselten (TrueCrypt) Platten und Partitionen umgehen?

Volker A 9. August 2012 um 15:56 Uhr

@J 100% Zustimmung. Für Drive Snapshot spricht zudem:

• Im Batch mit Optionen ausführbar
• Keine Installation erforderlich
• sehr klein
• kann man jeweils dem Backup beifügen und somit auch in jahrzehnten noch zurücklesbar

Nur schön ist es nicht….

Matze 9. August 2012 um 16:10 Uhr

Funktioniert das auch mit Mac-Partitionen, vorallem, bootfähig?
Ansonsten super Tool!

Dr. Mabuse 9. August 2012 um 16:46 Uhr

> Damit kann man komplette Systemimages aus dem
> laufenden Windows machen.

Das ist ein ganz alter Hut. Das konnte schon vor 10 Jahren Drive Image von PowerQuest (oder Acronis, Paragon…). Ist ja auch kein Wunder, denn diese Image-Programme benutzen dafür seit Windows XP Microsoft’s “Volume Shadow Services” (VSS), also keine eigene Erfindung der Image-Programm-Hersteller.

Dr. Mabuse 9. August 2012 um 17:00 Uhr

Selbst Wikipedia schreibt:

Original author(s) unknown
Developer(s) unknown

Warum sollte man so eine Software benutzen?

McM 9. August 2012 um 17:40 Uhr

Hab ich mir vor langer Zeit mal angeschaut – damals war jedoch der Nachteil, dass die erstellten Images nicht durchsuchbar (browseable) waren! Hat sich das geändert?

Gute kostenlose Alternative (für Win): DriveImage XML, nutze ich seit Jahren, Images durchsuchbar und DI kann beispielsweise mit BartPE etc. genutzt werden. Images ebenfalls aus dem Betrieb erstellbar
Grüße

bob@web.de 9. August 2012 um 18:25 Uhr

ich nutze nur software die inkrementell kann

elknipso 9. August 2012 um 18:55 Uhr

War bisher mit Acronis True Image immer sehr zufrieden, aber die Software wird von Version zu Version ja leider auch immer mehr verschlimmbessert.

Luv 9. August 2012 um 19:12 Uhr

drivesnapshot benutze ich auch schon sehr lange um mal schnell nen System zu sichern nur leider habe ich es noch nie geschäft ein System in eine virtuelle Maschinen oder auf eine anderes System oder platte zu übertragen.
benutze nur den Explorer …. für tips und Skripte wäre ich dankbar ….

liebe Grüsse

wosa 9. August 2012 um 23:39 Uhr

@Luv
1. Drive-Snapshot = eigenes Sicherungs-Format,
was heißt: nix von wegen Image in virtueller Maschine!

2. Auf geänderte Hardware restaurieren:
geht seit Version 1.40 – Hilfe in der Hilfe-Datei (sic!) oder ggf. auch zuverlässig per Mail beim Hersteller (sofern Du eine -hoffentlich- legale Version hast)

Redo-Backup:
gut und schön, auch nicht zu schwierig, ABER:
- bei einigen (zugegeben sehr seltenen), auch älteren Hardware-Kombinationen und sehr neuen Rechnern (!) gibt es selbst im “Safe”-Mode Probleme – Ergo: nicht unbedingt für Laien das fette Brot.

Snapshot läuft hingegen auch von JEDEM Windows-PE und in JEDEM Modus und läßt zudem Restaurieren auch aus jedem noch irgendwie startfähigen Windows heraus per Boot-Treiber zu (und selbst die Testversion läßt ‘auf immer’ Restaurieren und Mounten zu!).
Bei völligem System-Versagen muß aber natürlich immer irgendein Bootmedium zur Verfügung stehen (wie ja bei RedoBackup sowieso).

Torsten 10. August 2012 um 07:33 Uhr

@elknipso
warum benutzt du denn immer die neueste Acronisversion? Die 2010er tuts bei immernoch…

@topic
kann Redo inzwischen inkrementelle/differentielle Backups? Bei mir startete das letzte Mal beim Ausprobieren die Software auch nicht vom erstelltem USB-Stick

mrbogus 10. August 2012 um 07:38 Uhr

Redo kann leider nicht wirklich mit Partitionen umgehen. Beim Sichern kann man zwar die zu sichernde Partition wählen, dann wird auch nur genau die gesichert. Aber beim Wiederherstellen kann man nur eine Platte auswählen, und auf der wird dann die Partitionsstruktur neu erzeugt – also nix wie “bitte stell mir das in dieser Partition wieder her”.
Inkrementelles Backup geht auch nicht, es wird immer die komplette Partition gesichert.
Das Image durchsuchen oder als virtuelles Laufwerk mounten geht soweit ich weiß auch nicht.

elknipso 10. August 2012 um 08:14 Uhr

@Torsten
Bin durch eine Windows Neuinstallation bei der neusten Version gelandet. Hatte nur noch die Boot-CD der 2010er Version aber nicht mehr die Installationsdateien.

@Thema
Dass Redo das Backup nicht verifizieren kann ist eigentlich schon ein K.O.-Kriterium. Damit kann man sich nämlich dann nie auf die Sicherung verlassen.

Bob 11. August 2012 um 11:19 Uhr

Gibt’s denn ne andere kostenlose Alternative?

Christian 11. August 2012 um 12:04 Uhr

Drive Snapshot und ReDo wird angeschaut.

Insbesondere Drive Snapshot klingt vielversprechend.
@ all: kann Drive Snapshot auch in einer versteckten partiton speichern?

Ansonsten nutzt ich bis heute das (uralte) Acronis True Image 11 aus der CoBi. Damals dort für laue 2,70 Euronen dabei. Insbesondere die versteckte Secure Zone und der problemlose Lauf sprechen für dieses Programm.
Erst neulich konnte ich so einem Kollegen den Rechenknecht wiederherstellen, weil ich seinerzeit nach dessen neuinstallation auf der versteckten Acronis-Partition eine Sicherung angelegt hatte. BKA-Trojaner Ade…

TI 11 Kann zwar in der Try-and-Decide Zone keine Neustarts speichern, aber das kann ich verschmerzen.
Die 2010 hatte ich mal testweise auf dem System – hat mich nicht so recht überzeugt.
Und Easus kann ich so recht nix abgewinnen.

olidie 11. August 2012 um 12:29 Uhr

Ich muss mal ganz naiv fragen, was bringen mir all die genannten Programmen an großem Mehrwert zu einem Systemabbild bei Win7? Außer Bedienbarkeit und Funktionsumfang.

elknipso 11. August 2012 um 15:13 Uhr

@olidie
Wir hatten früher mal 2x versucht ein Systemabbild von Windows zurück zu spielen und beide Male ist es aus undurchsichtigen Gründen gescheitert, obwohl das Programm beim erstellen des Backups nie gemeckert hatte.

Seit dem habe ich nicht mal Ansatzweise Vertrauen in die systemeigene Backup Routine von Windows.

olidie 11. August 2012 um 17:55 Uhr

Komisch, bei mir hat das Windows Systemabbild schon ohne Probleme funktioniert. Musste es allerdings auch noch nicht oft anwenden.

wosa 11. August 2012 um 22:41 Uhr

@Christian
mit “AutoMountDrives.exe” (z.B. aus Hirens Boot CD) kannst temporär versteckte Partitionen nutzen! – zum Sichern wie auch zum wiederherstellen!!!

Über diesen Weg (versteckte Partition zuvor Bootfähig machen und mit (Mini-)Windows-PE bespielen!) kannst Du immer ein halbwegs aktuelles gesichertes Windows bereithalten zum sofortigen Rücksichern!

Nutze ich bereits seit langer Zeit als professionelle Lösung – auch für Laien ist dies mithilfe einer Mini-Anleitung schnell zu verstehen.

TIPP: Versteckte Partition als Typ HEX 12 (Dez 18) markieren (Dell oder Compaq(?) Service Partition.

hansi 13. August 2012 um 00:45 Uhr

wie immer bei diesem thema: mein favorit ist ShadowProtect Desktop

@Luv
physikalisches system zu virtuellem: VMware Workstation
mit ShadowProtect Desktop ist das auch möglich.

Tobias 13. August 2012 um 09:32 Uhr

> Ist ja auch kein Wunder, denn diese
> Image-Programme benutzen dafür
> seit Windows XP Microsoft’s “Volume
> Shadow Services” (VSS),
> also keine eigene Erfindung
> der Image-Programm-Hersteller.

Hallo,

kann man so nicht sagen. Paragon hatte schon vor Windows XP den Hot Core Treiber, der eine Sicherung im laufenden Betrieb ermöglichte. Irgendwann war VSS dann stabil genug, dass Paragon den Hot Core Treiber heute nur noch optional bei der Installation anbietet.

Schöne Grüße,
Tobias Funken

Paragon Software Group.


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