Windows Store: Tool öffnet Piraterie die Tore

27. November 2012 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von: caschy

Das hat ja nicht allzu lange gedauert. Der Windows Store sollte etwas sicherer sein. Apps sollten, ganz nach Apple-Vorbild, vom Benutzer legal erworben und genutzt werden. Geld für Entwickler und Geld für Microsoft. Doch wie es so ist in der Computerwelt: es gibt Menschen, die wollen nutzen und nicht bezahlen. Diese werden sich wohl in Zukunft auf die Suche nach einem Tool machen, welches es möglich macht, auch Windows Store-Apps illegal freizuschalten.

Bevor Apps im Windows Store zugelassen werden, müssen diese verschiedene Zertifizierungsschritte durchlaufen, egal ob es sich um Freeware oder Payware handelt. Kostenpflichtige Apps können mittlerweile mit dem Tool Wsservice_crk gecrackt werden.

Dies ist zum Beispiel bei Apps der Fall, die als Trial daherkommen, also zum Beispiel 30 Tage ihren vollen Umfang dem Benutzer zum Ausprobieren überlassen. Ebenfalls beinhaltet das Tool eine Möglichkeit, Apps per Sideload auf euren Rechner zu holen. Heißt, dass ihr gecrackte Software direkt bei euch einbinden könnt.

Doch Wsservice_crk läuft nicht, ohne dass man ein paar Änderungen am System vornimmt, so müssen einige System-Dateien gepatcht werden. Das Tool funktioniert übrigens nicht auf Geräten mit Windows RT. Ebenfalls kann man keine Apps aktualisieren, was logisch ist. Man darf davon ausgehen, dass in Zukunft das Tool in mehreren Varianten daherkommt, der Autor hat den Quellcode gleich mitgegeben. (via)

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15 Kommentare

Roman 27. November 2012 um 08:39 Uhr

Und wieso schreibst du so negativ darüber? Das Tool dient ja nicht nur zum Cracken, sondern auch zum Installieren (kostenloser) Apps, die MS nicht zulässt. Ich bin froh, dass es sowas gibt. Denn ich will mir nicht von MS vorschreiben lassen, was ich installieren darf und was nicht!

caschy 27. November 2012 um 08:45 Uhr

Ich habe kein Problem mit Sideloading. Aber dann soll man doch ein separates Tool dafür rausbringen, dann schreibe ich auch anders drüber. Irgendwie logisch, oder?

Cris 27. November 2012 um 09:21 Uhr

Also is ja nen bissle kurzsichtig Roman mit deiner Aussage das du dir nicht vorschreiben lassen willst was du an Apps installieren darfst. Ohne Zertifizierung der Apps wären schneller Spam/Trojaner/Böse Apps auf deinem PC als du blinzeln könntest. Sideloading is theoretisch auch sehr unsicher und würde das Image von MS auch wieder bei der nächsten Schlagzeile rampunieren! Und hey, es geht nur um Apps und nicht um installierbare Software im klassischen Sinne

NeNeNe 27. November 2012 um 09:23 Uhr

Was ist in dieser Welt schon logisch Caschy. Ist wie bei der 400 € Gutschein-Fehlaktion von Otto. Jetzt jammern alle, weil Otto die falschen Bestellungen storniert. Es ist eben “IN” alles kostenlos haben zu wollen. Nur selber will man vom Chef den besten Lohn. :-(

JürgenHugo 27. November 2012 um 09:23 Uhr

Ich benutze zwar Win8 (nebenher), aber für den Windows-Store bin ich erstmal “ungefährlich” – ich laß das mit Local-Account laufen. Weil ich 1) garnicht wüßte, welche App ich da eigentlich bräuchte und 2) alle im Vollbild schon garnicht… :lol:

Hans 27. November 2012 um 09:32 Uhr

Angesichts der bescheidenen Qualität der Metro-Apps frage ich mich, warum sich jemand die Arbeit macht, den Kram auch noch zu cracken.

caschy 27. November 2012 um 09:38 Uhr

@NeNeNe: Verständlich, ich war früher auch so. Irgendwann kam dann das Umdenken.

JürgenHugo 27. November 2012 um 09:39 Uhr

@Hans: vom Platz her würde man locker so 8 Apps auf 2 Monitore kriegen – “Ist aber nicht vorgesehen”… da frag ich mich, warum?

Jens 27. November 2012 um 09:55 Uhr

@Roman
Dann kaufe Dir kein Windowsgerät. So einfach ist das.
(Ach ja, Altapps im Desktopmodus kannst Du ja auch -noch- frei installieren. Das fällt wohl erst in der nächsten Version.)

JürgenHugo 27. November 2012 um 10:01 Uhr

@Jens: das mit dem “kein Windows-Gerät” – SOviele Alternativen gibts da ja nun nicht… OS X, Apple ist noch rigider,und Linux. Mehr “is nich”.

Und viele (wie auch ich) benutzen eben aus pragmatischen Gründen überwiegend Windows.

☢☠Ԟ⬆ᴝⓖ (@OxKing) 27. November 2012 um 10:03 Uhr

Ob das nicht doch Absicht von Microsoft ist das sich das so leicht aus hebeln lässt?
Ich meine, ohne die illegalen Kopien hätte sich Windows im Privatumfeld nie so durchgesetzt. Und vielleicht soll das nun die mobile Sparte aus der Bedeutungslosigkeit heben…

Jens 27. November 2012 um 11:09 Uhr

@JürgenHugo
Naja, es geht ja nur um Windows-Store-Apps, normale Altanwendungen lassen sich ja ohne dieses Tool unter Windows 8 installieren.
Und was die Einschränkungen im Store angeht, ist Apple nicht rigider als Microsoft. Zumal es dann ja wieder um iOS gegenüber Windows RT/Phone geht und nicht mehr um OS X gegenüber Altapplikationen unter Windows 8.

Und da es nur um Windows-Store-Apps geht, würde ich noch Android (gut, Linuxvariante, aber das ist ja meist nicht gemeint) durchaus als Alternative sehen, sogar in einer VM auf dem Windows-Host.

Aber unabhängig davon: Wenn man sich eine Software kauft, die mit Beschränkungen einhergeht, die man nicht will, dann hat man falsch gekauft. Wenn einem bestimmte Punkte so wichtig sind, muss man anders kaufen, die Bewertung solcher Punkte ist ja nun gerade die Grundlage für eine pragmatische Entscheidung. Der genannte Punkt ist bei Windows 8 nicht wirklich relevant, da man Altapplikationen ja immer noch installieren kann. Die sehen zwar nicht so aus wie die modernen Apps, aber das ist dann der Kompromiss, den man eingeht. Unter Windows RT sieht die Sache schon wieder anders aus: Da kann man nichts nebenher installieren. Windows Store oder Webapps. Kann durchaus ein Grund sein, kein Windows-RT-Gerät zu kaufen. Und ich sehe ehrlich nicht, dass man irgendwie ein “moralisches” oder sonstiges Recht hätte, das durch solche Software zu umgehen – was ja eh noch nicht geht, die vorgestellte Software läuft ja gerade nur unter Windows 8 – aber irgendwann kommt sicherlich auch ein Jailbreak für Windows RT. Und wahrscheinlich relativ schnell die Patches und der Ausschluss vom Windows Store, so dass für Normalanwender kein sinnvoller Weg sein wird.

JürgenHugo 27. November 2012 um 11:22 Uhr

@Jens:

1) “Die sehen zwar nicht so aus wie die modernen Apps, aber das ist dann der Kompromiss” – na Gott sei Dank sehen die nicht so aus, das wär ja furchtbar.

2) “Wenn man sich eine Software kauft, die mit Beschränkungen einhergeht, die man nicht will, dann hat man falsch gekauft”

Wenn man die (teils willkkürlichen) Beschränkungen aushebeln kann, dann mache ich das – da habe ich keine moralischen Bedenken. Ich habe Win8 bezahlt, nicht gestohlen, und wenn ich direkt auf den Desktop boote oder Win sonstwie austrickse, dann schade ich niemand damit.

Und bei Jailbreaks etc. – nun ja: der liebe Gott sieht alles, aber eben nur der… :-P

Jens 27. November 2012 um 11:45 Uhr

@JürgenHugo
Sobald Du die Software so veränderst, dass sie den Lizenzbedingungen und dem, was Du gekauft hast, nicht mehr entspricht, hast Du sie gestohlen (mehr oder weniger, juristisch ist das ein anderer Tatbestand, meistens ist Betrug einschlägig). Die Einschränkungen sind nicht willkürlich, sondern Vertrags- und Produktbestandteil. Um “direkt auf den Desktop booten” geht es hier ja gar nicht mehr. Hier geht es ja eher um die Kriminellen, die gecrackte Software auf Windows einsetzen; es geht eher um den Diebstahl an anderen Softwaredistributoren, gerade nicht um den Diebstahl an Microsoft. Denn witzigerweise muss man seine Modern-UI-Apps zwar über den Windows-Store vertreiben, kann die Bezahlung aber externalisieren, da hat MS finanziell dann gar nichts davon.

Roman 27. November 2012 um 15:05 Uhr

@caschy:
Bei Android ist es ja genau gleich, da sind es sogar Bordmittel. (Installation von Nicht-Market-Anwendungen zulassen)
Und auch da kann man darüber gecrackte Apps installieren. Die Medaille hat nun mal oft 2 Seiten und solche Tools können auch missbraucht werden.
@Cris:
Ich habe auf meinem Handy (SGS 3) sehr viele nicht zertifizierte Apps, habe mir aber noch keinen Spam/Trojaner/Böse Apps eingefangen!
@Jens:
Ja, das wäre auch ein Grund für mich, kein Windows RT Tablet zu kaufen. Bei den Computern ist es mir egal, da kann ich ja trotzdem entscheiden, welche Software draufkommt. (zumindest Desktop-Applikationen, mehr brauche ich da auch nicht).


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