Windows Home Server

31. Januar 2010 Kategorie: Internet, Windows, geschrieben von:

Ich bin ja zufriedener Nutzer eines NAS. Momentan verrichten zwei Geräte hier ihren Dienst ohne Murren. Zum Einen ist dies mein Netgear ReadyNAS Duo 2150 und zum Anderen das LG Network Storage N2B1, welches ich testen darf. Vergleicht man die momentanen Preise, so kann man sich fast einen kleinen Windows Home Server in die eigenen vier Wände stellen. Diese kleinen Cubes sehen meistens schick aus, sind leise und stromsparend und man kann sie durch Add-ins erweitern.

Ich bekam die Möglichkeit das Betriebssystem mal zu begutachten. Ich kann euch jetzt schon mein Fazit mitteilen: ist der Windows Home Server bereits vorinstalliert, so macht ihr nichts verkehrt damit zu arbeiten. Falls ihr allerdings darüber nachdenkt euren alten Rechner zum Windows Home Server umzufunktionieren, dann denkt darüber nach, was ihr überhaupt mit der Kiste machen wollt. Klar, ich kann in meinem kleinen Beitrag nicht alle Anwendungsmöglichkeiten beleuchten, noch kann ich auf die Schnelle ein komplettes Betriebssystem reviewen. Ich kann ja immer nur mein Anwendungsprofil beschreiben.

Die Installation:

Sie lief ab wie bei jedem Betriebssystem aus dem Hause Microsoft. Nichts spektakuläres. Windows Home Server habe ich zu Testzwecken auf einer Kiste mit 1 GB Arbeitsspeicher installiert. Die eingesetzte Festplatte muss übrigens eine Mindestgröße von 65 Gigabyte haben. Aber daran sollte es ja heutzutage nicht scheitern, oder? 😉 Die gefühlte Installationszeit war ähnlich zur Installationsdauer von Windows XP. Kein Wunder: großartig anders ist das nicht.

Die Oberfläche:

Die standardmäßige Oberfläche ist der klassische Look wie ihr es aus Windows XP kennt.  Das Herzstück des Servers ist die Windows Home Server-Console, die ihr im ersten Screenshot sehen könnt.

Wer bereits mit der Professional-Variante von Windows XP gearbeitet hat, der wird sich wunderbar zurecht finden. Das Anlegen von Benutzern, Verteilen von Rechten usw. ist wunderbar über die Console geregelt. Hier sollten sich auch Laien sofort zurecht finden. Des Weiteren wird immer auf die interne Hilfe von Microsoft verweisen. Ich lasse mal ein paar Screenshots für sich sprechen:

Mein erstes (nüchternes Fazit): ich würde mir Windows Home Server definitiv nicht für einen ausgedienten PC nutzen, wohl aber, wenn ich so einen kleinen schicken Cube mein Eigen nennen würde.

Welche Vorteile bringt mir ein Windows Home Server?

Ein Windows Home Server ist stromsparend. Ich behaupte, dass mein NAS weniger verbraucht.

Mit einem Windows Home Server hast du überall Zugriff auf deine Daten. Auch dieses ist bei einem NAS und jeder anderen Kiste mit XP Pro möglich.

Streaming von digitalen Inhalten (Fotos, Musik und Filme). Mittels TVersity auf einem Windows PC oder einer Serversoftware auf dem NAS (Firefly oder ähnliches) auch problemlos möglich.

Zentralisierte Datensicherung. Dieser Punkt geht ganz klar an den Windows Home Server. Wenn auf fünf Clients zum Beispiel ein und der selbe Film exisitiert, so wird dieser nur einmal auf dem Windows Home Server gesichert. Das spart Platz.

Schnelle und einfache Einrichtung. Hier kann man geteilter Meinung sein. Sicherlich wird das automatisierte Erstellen von Backups für den Nicht-Freak einfacher sein. Wer selber die volle Kontrolle behalten will, der wird sicherlich eine eigene Backup-Strategie in petto haben.

Erweiterbarkeit. Der Windows Home Server wird durch Add-ins erweiterbar. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Addins. Ein NAS kann nur von einigen Spezis erweitert werden. Allerdings kann man auch jeden Windows-PC irgendwie erweitern, sodass der Windows Home Server nicht zwingend die Nase vorn hat.

Druckerfreigabe. Muss man nichts zu sagen. Kann mittlerweile eigentliches jedes Gerät, selbst einfache Router.

Das sind natürlich „nur“ meine Ansichten. Besitzer eines Windows Home Servers sehen das garantiert anders. Aber dafür schreibe ich ja drüber. In den Kommentaren wird sicherlich wieder eine interessante Diskussion über diese Thematik entstehen. Vielleicht sehe ich ja dann Dinge, die ich in meinem Test übersehen habe.

Wer übrigens noch Anlaufstellen zum Thema Windows Home Server benötigt, der wird hier fündig:

Home Server Blog

We got Served

MediaSmartServer

Kategorie Home Server bei Redmond Pie

MSWHS – MS Windows Home Server

Sollte ich aber mal so einen kleinen schicken Cube von Acer, HP oder Asus in den Händen halten können, dann werde ich den ganzen Spaß noch einmal richtig testen. Denn das ist ja auch das Interessante: der produktive Einsatz auf der entsprechenden Hardware, nicht in einer virtuellen Maschine oder irgendeinem alten Mullu Mullu-Computer, den ich noch in meinem Keller stehen hatte 😉


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Über den Autor:

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