Windows: Betaversionen von Firefox ohne Angst nutzen

22. März 2009 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Portable Programme, geschrieben von:

Ich bekomme oft E-Mails. Mal mit Tipps, mal mit Anregungen – und auch mit Fragen. Wirklich viele E-Mails kommen zum Thema Firefox. Denn hier lesen nicht nur die Freaks mit – sondern auch die Anwender, die gerne mal etwas ausprobieren wollen – sich das aber aus Angst vor Datenverlust nicht trauen. Sobald man aber einen Anfang gefunden hat wird so manches Problem zu einer einfachen Sache. Ich beschreibe einfach mal ein paar Wege des mir bekannten – sicherlich gibt es noch mehrere Lösungen (aber die werden sicherlich in den Kommentaren auftauchen). Hier also mal die für mich einfachsten Möglichkeiten von einer finalen Version auf eine Beta von Firefox zu wechseln.

Fangen wir mal mit Windows an. Das Wichtigste überhaupt ist das Backup. Dieses kann man per Hand vornehmen oder eben automatisiert. Für meine eigenen Zwecke habe ich mir damals Firesave gebastelt. Mittlerweile recht beliebt. Sichert den Programm- und den Profilordner und kann eine zerschossene Installation von Firefox in wenigen Augenblicken wieder lauffähig machen.

Aber auch eine Sicherung von Hand ist in wenigen Augenblicken erledigt. So sichert man sich erst einmal den Programmordner von Firefox – gefolgt vom wichtigsten – dem Profilordner. Der befindet sich standardmäßig in dem von euch festgelegten Ordner für Anwendungsdaten. Solltet ihr nichts seit der Installation verändert haben, so erreicht ihr diesen folgendermaßen: klickt auf Start und wählt „Ausführen“. Im nun erscheinenden Feld gebt ihr %appdata% ein und bestätigt mit Return (Ausführen erreicht ihr auch mittels Tastenkombination WIN+R). Dort findet ihr den Ordner namens Mozilla. Dieser beinhaltet euer komplettes Profil. Also einfach sichern.

Bis jetzt wisst ihr also wie ihr euren Firefox vernünftig sichert – die halbe Miete quasi.

Nun könnte man sich eine deutsche Nightly holen (oder die letzte Beta) und den ganzen Krempel einfach „rüber installieren“. Kann gut gehen – muss aber nicht.

Ich habe mir bei großen Versionssprüngen angewöhnt mein bestehendes Profil erst einmal in einen portablen Firefox zu kopieren um dort auszuprobieren. So habe ich immer noch den funktionierenden installierten Firefox.

Um eure Einstellungen in den portablen Firefox zu übernehmen kopiert ihr einfach den Inhalt eures Profilordners des installierten Firefox in den Profilordner des portablen Firefox. Den gleichen Schritt wiederholt ihr nun mit eurem Programmordner. Ihr habt nun quasi euren Firefox – nur eben portabel. Noch nachvollziehbar? Falls nicht – das Thema beschrieb ich hier bereits ausführlicher.

Nun sollte man sich (falls noch nicht geschehen) die Erweiterung Mr Tech Toolkit installieren. Mit ihr kann man Erweiterungen in ihrer Kompatibilität anpassen (was man müssen wird wenn man auf eine Beta wechselt). Deaktiviert nun alle Erweiterungen und stellt das Standard-Theme ein. Besorgt euch nun eine aktuelle Beta oder eine deutsche Nightly.

Diese wählt ihr eben nicht als installierbares Paket sondern als ZIP. Betas liegen (im Gegensatz zur Nightly) nicht als ZIP vor, diese müsst ihr mittels 7Zip entpacken und die Inhalte von localized über die von nonlocalized schieben (siehe auch).

Das ganze Konstrukt (also die Inhalte des Ordners nonlocalized) schiebt ihr nun in den Programmordner eures „portablen“ Firefox – bereits existente Dateien überschreibt ihr einfach. Ihr habt nun eine Nightly oder Beta mit eurem „alten“ Profilordner.

Startet ihr nun mit dem mitgelieferten Loader, so wird der portable Firefox starten und aufgrund der neueren Version erst einmal die deaktivierten, aber trotzdem installierten Erweiterungen überprüfen. Ihr könnt die Prüfung ruhig durchführen. Nun solltet ihr Schritt für Schritt dazu übergehen die Erweiterungen in der Kompatibilität anzupassen und zu aktivieren. Dies geschieht mit der bereits erwähnten Erweiterung MR Tech Toolkit. Ihr habt nun die Möglichkeit die Beta / Nightly mit euren genutzten Erweiterungen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Solltet ihr der Meinung sein dass ihr nun eine neuere Version produktiv nutzen wollt so wird das bereits angesprochene Backup fällig (sollte man unbedingt machen).

Ihr könnt nämlich nun ganz einfach die Inhalte eures Programm- und Profilordners des portablen Firefox über die Ordner eines installierten Firefox schieben.

Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Ich hoffe dass ich den Fragestellern ein wenig helfen konnte 🙂 – alternativ könnt ihr Fragen auch gerne per Kommentar stellen. Keine Scheu – das sind ja nur meine Texte, die in meinem Kopf Sinn gemacht haben – wie das als Leser aussieht weiss ich ja nicht 😉


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Über den Autor:

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