Windows 8 System-Image für einen Refresh erstellen

25. Juli 2012 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von:

Bevor hier heute vermehrt die Apple-Themen reinknallen (heute erscheint Apple OS X 10.8 Mountain Lion), hier noch etwas nützliches für die angehende Windows 8-Front. Ich beschrieb hier ja schon einige Möglichkeiten der Datensicherung unter Windows 8, dazu natürlich Themen wie das Vollbackup oder den Dateiversionsverlauf.

Höchstwahrscheinlich werden viele von uns Windows 8 nur ein einziges Mal installieren, denn Windows 8 bringt bekanntlich wunderbare Wiederherstellungsverfahren mit, so finden wir einmal das komplette Wiederherstellen vor: dabei werden alle Programme entfernt, Windows 8 also jungfräulich wiederhergestellt. Dann gibt es den Refresh. Dabei behaltet ihr persönliche Einstellungen (WLAN-Einstellungen, BitLocker & Co), Metro Style Apps und eure Dateien, aber das Windows-System drum herum wird neu installiert.

Klaro, die komplette Neuinstallation ist die grobe Kelle, das letzte, was man tun sollte. Der Refresh ist für den Laien praktischer: Windows kümmert sich komplett um das Kopieren der Daten. Die beiden Möglichkeiten den PC wieder frisch zu machen lassen sich aus einem laufenden Windows erreichen, aber auch, wenn die Kiste nicht mehr booten will. Das Windows Recovery Environment (Windows RE)) lässt sich auch direkt vor dem Boot erreichen.

Dieses Image für den Refresh wird direkt von Windows 8 bei der Installation angelegt. Ihr könnt aber euch selber ein Refresh-Image erstellen. Dieses wird dann automatisiert vom Windows genommen. Dieses Refresh-Image frischt den PC halt auf, entfernt aber eben, wie oben angesprochen, die Nicht-Metro-Apps. Wer gerne vorinstalliert, der kann so sicherstellen, dass sein Image alles Wichtige enthält.

An dieser Stelle möchte ich anmerken: natürlich lässt sich das auch mit Acronis True Image oder dem wbadmin realisieren. Diese beiden Lösungen setzen den PC allerdings auf ein vergangenes Datum zurück, der Refresh frischt Windows auf, entfernt aber keine Updates oder Dateien von euch.

So, Butter bei die Fische, das Tool heißt recimg. Die Bedienung ist simpel, ihr müsst nur die Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten starten und die Zeichenfolge recimg – CreateImage e:\backup\ eingeben. Müsst ihr natürlich auf euch anpassen. Windows beginnt nun damit, ein Image zu erstellen und dieses automatisch in den Refresh-Vorgang zu integrieren. Sollte dieser ausgelöst werden, wird euer Image herangezogen. So einfach ist das.

So, abschließende Worte? Das Ganze ist natürlich erst einmal eine Machbarkeitsstudie. Was heißt Studie – es funktioniert ja. Vielleicht sind Dinge wie wbadmin oder recimg für viele Menschen unpraktisch. Sie haben keine Klicki-Bunti-Oberfläche, was einfach abschreckend wirkt. Diese Menschen sollten lieber zu Fertiglösungen greifen oder die fragen, die hier gerade mitlesen. Außerdem ist es natürlich nie gut, sich auf solche Mittel alleine zu verlassen. Windows 8 kann 10 doppelte Böden für meine Datensicherheit eingebaut haben, ich werde weiterhin manuell meine Daten außerhalb des Rechners sichern.

Alternativ als abschließenden Tipp: RecImg Manager. Macht das oben beschriebene automatisiert unter einer bunten Oberfläche, Backup und Restore sind möglich.

Windows 8 kommt am 26. Oktober 2012 auf den Markt. Das Upgrade, welches ab Windows XP zu haben ist, kostet als Upgrade 39,99 Dollar, für Käufer eines Neu-PCs 14,99 Euro. Was kostet die Vollversion? Ist noch nicht bekannt, wahrscheinlich 49,99 Euro. Was es beim Upgrade zu beachten gibt, beschrieb ich ja bereits.

In diesem Sinne: fröhliche Datensicherung allerseits!


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