Windows 8: SmartScreen-Filter als Sicherheitsfeature und wie man ihn deaktiviert

9. Februar 2012 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von: caschy

Windows 8 wird mit einer weiteren Sicherheitsmaßnahme neben dem UAC (Benutzerkontensteuerung)aufwarten, denn der SmartScreen-Filter wurde noch einmal ausgebaut. Der SmartScreen-Filter ist jetzt bereits schon in Teilen im Internet Explorer 9 enthalten, in Windows 8 aber integraler Bestandteil des Systems.

Ist Windows 8 nach einem Download der Meinung, dass eine Datei dem Rechner schaden könnte, dann teilt dies das System mit und versteckt ein wenig die Optionen, auch mit der Datei etwas machen zu können. Ich lud mir vorhin meinen Portable Google Chrome auf meine Windows 8-Installation und wollte dieses Paket (7Zip Self Extractor) per Doppelklick entpacken.

Ging nicht, siehe erster Screenshot. Man kann nichts machen, außer auf OK klicken. Doch wie öffnet man diese Datei nun? Diese Option verbirgt sich hinter dem Punkt „More Info“. Klickt man diese Info an, offenbart sich Möglichkeit, eine dem System suspekt erscheinende Datei zu öffnen.

Das wird den einen oder anderen Benutzer sicherlich nerven, obwohl es ja wahrscheinlich von Microsoft nur gut gemeint ist – ein zusätzliches Sicherheitsfeature eben. Um das SmartScreen-Feature zu deaktivieren, müsst ihr euch in die Systemsteuerung begeben und das Action Center mit einem Besuch beehren. Hier findet man in den Sicherheitseinstellungen die Möglichkeit, den SmartScreen-Filter zu deaktivieren.

In der Developer Preview ließ sich so der SmartScreen-Check nicht deaktivieren, er wollte immer wieder anspringen. In der bald erscheinenden Consumer Preview wird das allerdings wieder möglich sein.


Über den Autor: caschy

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12 Kommentare

JürgenHugo 9. Februar 2012 um 17:55 Uhr

Dann werde ich bei Win 8 gleich 2 Sachen zu Anfang deaktivieren: UAC UND SmartScreen.

Wenn ich das schon höre: „dass eine Datei dem Rechner schaden könnte“ – dem System könnte auch schaden, wenn ich mit dem Hammer auf den Rechner haue, wenn ein Dieb ihn stiehlt, wenn…

Zu viele Warnungen bringen „0“, genau wie eine kaputte Alarmanlage mit 1000 Fehlalarmen – keiner nimmt die mehr ernst…

Lessi 9. Februar 2012 um 18:23 Uhr

Wer will sowas hässliches eigentlich ?
Dieses verwurstete etwas. Diese Meldung kann ich auch mit anderen Benarchichtigungs Schnittstellen darstellen, aber nicht in einem solch hässlichem und total unpassenden grün.

Das ist ein grundlegender Design-Fail für mich, Tablet hin oder her. Hätte man den Desktop Desktop gelassen, würd ich ja garnix sagen…. aber so? ich weiß nicht.

Brexter 9. Februar 2012 um 18:27 Uhr

@Jürgenhugo:
Ja, wenns doch nur Fehlalarme denn wären^^

NetzBlogR 9. Februar 2012 um 18:30 Uhr

Leute, bedenkt auch mal, dass Windows nicht nur für uns „Profis“, sondern auch für Oma Schmidt gemacht ist und die macht gern mal was kaputt in ihrer Unbedarftheit.

Ich find’s ziemlich gut überlegt, dass die Option – das Programm trotzdem zu starten – etwas versteckt ist. Wir kennen ja alle die Fragen von Bekannt- und Verwandschaft, ob wir ihnen nicht helfen können, weil ihr Rechner nicht geht.

Was meistens daran liegt, dass sie irgend einen dämlichen Anhang geöffnet haben. Das nervt mich persönlich mehr, als die hässlichste Fehlermeldung.

herrm 9. Februar 2012 um 19:22 Uhr

Ich finds nur lustig. Jahrelang wurde lamentiert über das unsichere Windows, das Problem sitzt natürlich nie vorm Bildschirm. Und wenn Microsoft dann endlich mal ein paar Dinge versucht zu verbessern, schalten die ganzen Leute den Kram ab. Bestimmt beschweren sich 50% danach wieder, wie unsicher doch Windows wäre und kaufen sich dann nen Mac oder installieren ne Linux Distro.
Dabei machen gerade diese OSes vor, wie man richtig arbeitet: als beschränkter User und nur zu administrativen Zwecken wird man root.
Und wenn man die UAC einen Schritt von der Standardeinstellung runterregelt, so dass nicht der ganze Schirm grau wird, dann ist es gar nicht so schlimm. So häufig installier ich eh nicht was.
Und in ner Test-VM, da ist es mir dann auch egal – die wird aber auch mit einem Klick wieder „saubergemacht“.

Hunz sein Kunz 9. Februar 2012 um 19:52 Uhr

Der moderne Mensch bekommt so viel Sicherheit aufs Auge gedrückt, bis er total entmündigt ist und andere entscheiden, was für ihn gut ist (crApple machte es vor, der Rest macht es brav nach).

Eumel 9. Februar 2012 um 22:27 Uhr

Okay – über die Optik der Meldung lässt sich wahrlich streiten. Aber die Funktion als solche finde ich völlig in Ordnung. Jahrelang das Genöhle wie unsicher Windows doch gegenüber anderen Betriebssystemen sei. Reagiert MS jetzt drauf, liegt es ja fast auf der Hand, das man es nie allen recht machen kann.Okay – ich beschäftige mich intensiv mit Computern seit DOS 4.0, kenne Windows seit 3.0 und mit Linux beschäftige ich mich seit Suse 4.2 veröffentlichte. Kann also behaupten, ich weiß, was ich tue.
Wenn ich aber als Anwenderbetreuer so sehe, was meine lieben Kolleginnen und Kollegen alles ganz unbedarft anklicken, stellen sich mir manchmal die Haare auf. Von den Kapriolen, die mein 80jähriger Vater, aber auch mein 10jähriger Neffe, teils so dem Betriebssystem abverlangen und auf welch abstruse Ideen die manchmal kommen, da finde ich es gut, dass derartige „Bremsen“ in das OS integriert sind.
Will damit sagen: Heutzutage werden Computer von so vielen Menschen mit mehr oder weniger Sachverstand bedient,da ist ein Mehr an Sicherheit bestimmt nicht schlecht. Und für uns, die wir meist wissen was wir tun, ist es ja meist ein leichtes, derartige Sperren du deaktivieren, wie man genau an diesem Beispiel ja bestens sieht.

JürgenHugo 10. Februar 2012 um 06:57 Uhr

@Brexter:

„Ja, wenns doch nur Fehlalarme denn wären^^“

Ich hab erst mit 55 angefangen und zu Anfang nicht viel gewußt. Also hab ich auch Fehler gemacht, und Fehlermeldungen sind auch zu Hauf gekommen.

Inzwischen weiß ich ein bißchen mehr, und:

Wenn ich mal zählen würde WIEoft Fehlermeldungen kommen, und WIEselten wirklich was ernstliches passiert – da stimmt das Verhältnis einfach nicht.

Das „gebremst“ wird für Leute die garnix wissen, das seh ich ja noch ein. Aber weswegen nimmt MS nicht mal Win8 zum Anlaß, in die UAC eine Whitelist zu integrieren?

Meinetwegen eine, die nur „was schlauere“ finden? Dann würde ich die nämlich NICHT ausschalten, sondern auf max. setzen. Wieso machen die das nicht ❓

Peter 11. Februar 2012 um 01:36 Uhr

Was ein dämlicher Schrott!




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