Windows 7 Upgrades als Vollversion nutzen

26. Oktober 2009 Kategorie: Internet, Windows, geschrieben von: caschy

orbMomentan häufen sich hier im Blog die Beiträge zu Windows 7, das liegt aber eben an der Aktualität des Themas. In diesem Beitrag möchte ich denjenigen von euch Hilfestellung geben, die sich ehrlicherweise ein Family Pack oder ein Upgrade von Windows 7 gekauft haben und von Microsoft trotzdem um wertvolle Lebenszeit beschissen werden (man entschuldige meine Ausdrucksweise). Fangen wir mit einem kleinen Rechenbeispiel an: ich habe einen Computer, den ich mit Windows 7 Home Premium ausstatten will. Ich kaufe eine OEM-Vollversion im Netz und bezahle dafür 77,95 Euro. Dann habe ich eine Vollversion die ich auf einem nackten PC installieren kann. Wenn man dann darüber nachdenkt, dass der Elektromarkt mit dem großen Planeten gerade eine Upgrade-Version von Windows 7 Home Premium für 89 Euro in seinem Prospekt hat – da muss man sich echt vor den Kopf schlagen.

Drei normale Lizenzen kosten also bei Amazon knapp 234 Euro. Drei OEM-Vollversionen die ich auf jedem nackigen PC installieren kann. Das Family Pack bekomme ich aber unter Umständen (je nach Onlinehändler) für unter 180 Euro. Man kann also richtig Geld sparen. Das Family Pack beinhaltet drei Lizenzen für Windows 7 Home Premium. Diese drei Rechner müssen in einem Haushalt genutzt werden und zudem muss XP /  Vista vorinstalliert sein. Dazu dieses Beispiel:

Ihr wollt euer Upgrade installieren. Ihr wollt alles komplett neu installieren, den Computer frisch haben. Um mit der Upgrade-DVD eine “Clean-Install” zu machen, muss das Setup aus dem alten Betriebssystem gestartet werden. Ein Upgrade von XP auf 7 würde eh nicht funktionieren, da ist Clean Install Pflicht.

Na, wer kommt jetzt schon auf den Bolzen?

Richtig, leere Festplatte = kein Upgrade direkt möglich. Ihr könntet zwar installieren allerdings würde die erforderliche Aktivierung scheitern. Erst also wieder den alten Kram installieren. Wahnsinn, oder? Früher reichte es, den alten Datenträger einzulegen um sich quasi als legitimer Besitzer der Vorgängerversion zu authentifizieren. Diese Gängelei seitens Microsoft kann man zum Glück umgehen.

Dazu installiert ihr auf eurem nackten PC einfach von der Upgrade-DVD, allerdings gebt ihr bei der Installation keinen Key an. Nach der Installation installiert ihr alle Updates und startet den Rechner neu. Es dürfen keine Updates mehr ausstehend sein. Startet nun per Regedit.exe den Registrierungseditor und navigiert zu:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup\OOBE

Ändert den Wert MediaBootInstall von 1 auf 0.

Startet nun die Kommandozeile mit Administratorberechtigung.

Windows 7 (1) (1)-9

In der Kommandozeile gebt ihr nun: slmgr /rearm ein und bestätigt. Nach einem Reboot zieht ihr einfach das Aktivierungsprozedere (Key-Eingabe und Onlineaktivierung) durch und seid fertig. Ohne Gängelei einer zweiten Installation oder ähnlichen. Eine technisch zwar machbare Art, aber laut Microsofts Lizenzbedingungen nicht legal. Kurios, oder? Überprüfen wird man es eh nicht können, der Schlüssel bleibt ein und der gleiche.

Ich bin weiterhin für das Einsetzen von legaler Software, besonders von Betriebssystemen (ich hatte hier mal einen Monatspreis ausgerechnet). Allerdings finde ich die neuen Upgrade-Gängeleien furchtbar. Nicht jeder hat Lust ein altes System noch einmal zu installieren – vielleicht hat man auch gar keine Recovery-Partition mehr (sofern man einen PC mit vorinstalliertem System gekauft hat).

Also Microsoft, vielleicht mal wieder die alte Authentifikation einführen oder etwas besseres einfallen lassen. Denn sonst werden immer mehr Leute einfach Windows 7 per Torrent herunterladen und ganz einfach mit einem Klick illegal freischalten, genug Programme dafür gibt es ja schon, munkelt man.

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Über den Autor: caschy

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