Windows 10 kommt nun als „empfohlenes Update“ für Nutzer von Windows 7 / 8.1

2. Februar 2016 Kategorie: Windows, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_windowsIm Oktober kündigte es Microsoft bereits an, nun wird der Schritt auch vollzogen. Wurde das Windows 10-Updgrade bislang als optionales Update eingestuft, ändert sich dies nun und Windows 10 ist ein empfohlenes Update. Das hat zur Folge, dass es unter Umständen automatisch auf die Rechner der Nutzer geladen wird, das Upgrade erfolgt jedoch auch weiterhin nur nachdem der Nutzer es angestoßen hat. Sollte er dies aus Versehen machen, ist das nicht weiter schlimm, Microsoft bietet die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach der Installation das Upgrade rückgängig zu machen – unabhängig davon, ob man absichtlich oder nicht upgegradet hat.

Microsoft bleibt also auch weiterhin dabei, Windows 10 zumindest schon einmal auf den PC des Nutzers zu laden, ein Thema, das bereits für zahlreiche Beschwerden gesorgt hat. Sobald der Nutzer den automatischen Downloads von empfohlenen oder optionalen Updates zustimmt, schickt Microsoft Windows 10 auf Reisen. Die Installation muss aber auch weiterhin bestätigt werden. Der Anfang kann automatisch erfolgen, wenn der Nutzer in den Einstellungen empfohlene Updates auf die gleiche Weise behandeln lässt wie wichtige Updates.

Win10_Upgrade

In diesem Fall startet zwar der Installationsvorgang, er wird aber nicht beendet, wenn der Nutzer weiterhin bei Windows 7 oder Windows 8.1 bleiben möchte. Das Windows 10-Upgrade als empfohlenes Update wird erst einmal nur für Nutzer so gehandhabt, die die entsprechenden Einstellungen (Gleichbehandlung empfohlener und wichtiger Updates) gesetzt haben.

Microsoft hat sich mit Windows 10 große Ziele gesetzt. 2015 verkündete das Unternehmen auf der Build-Konferenz, dass man in zwei bis drei Jahren 1 Milliarde Windows 10-Geräte aktiviert haben möchte. Das ist sehr ehrgeizig, auch wenn darunter natürlich jegliche Geräte fallen, die mit Windows 10 ausgestattet sind. Vom Smartphone bis zum IOT-Device. Aktuell ist Microsoft auf einem guten Weg. Erstmals konnte Windows 10 das mittlerweile doch schon etwas ältere Windows XP in den Webstatistiken hinter sich lassen. Da aber immer noch mehr als die Hälfte mit Windows 7 unterwegs ist, gibt es hier für Microsoft sehr großes Potential.

Diese Potential zu nutzen, wenn vielleicht auch mit etwas aufdringlichen Methoden, ist einer der Wege, wie Microsoft Windows 10 verbreiten möchte. Dass es dabei nur darum geht, die Massen zu erreichen, zeigt Microsoft selbst. Versierteren Nutzern wird eine Anleitung geboten, wie das Windows 10-Update dauerhaft unterbunden werden kann. Nicht ganz so einfach wie Windows 10 auf den Rechner zu bekommen, aber auch nicht allzu kompliziert.

(via ZDNet)

Über den Autor: Sascha Ostermaier

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