Windows 10 Creators Update: Nachtmodus erklärt

15. April 2017 Kategorie: Windows, geschrieben von: André Westphal

Microsoft hat in seinem neuen Windows 10 Creators Update einen Nachtmodus eingeführt. Ich nutze das Update direkt seit dem 5. April. Entweder ihr habt die Aktualisierung auch an jenem Datum über den Update-Assistenten angestoßen oder euch vielleicht die neue Version über das Windows Update am 11. April aufspielen lassen. Falls ihr den nicht groß angepriesenen Nachtmodus bisher übersehen habt, gebe ich euch einmal einen kleinen Überblick.

Vielleicht kennt ihr das Feature ja von Smartphones: Bei meinem Huawei nova Plus ist die gleiche Funktion etwa als „Augenschutz“ deklariert. Unter dem Apple macOS nennt sich das ganze hingegen „Night Shift“. Hat euch Caschy in diesem Beitrag ja auch vorgestellt. Was macht der Nachtmodus? Nun ja, er reduziert die Blauanteile im Bild – viele Monitore bringen so eine Funktion alternativ übrigens auch mit – etwa auch der von mir erst kürzlich getestete LG 27UD68P.

In Windows 10 verbirgt sich der Nachtmodus nach der Installation des Creators Update in den Systemeinstellungen bzw. speziell im Unterbereich „Bildschirm“. Alternativ kommt ihr auch über die Suchfunktion und den Begriff „Nachtmodus“ direkt zu den Settings. Wozu man das aktivieren sollte? Hohe Blauanteile im Licht wirken sich auf die Melatoninproduktion aus – im Klartext bleibt man länger wach und auch die Augen werden mehr angestrengt. Da setzt der Nachtmodus an und reduziert eben das Blau.

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Wie ihr schon auf den Bildern seht, könnt ihr in Windows 10 ab dem Creators Update einstellen, dass der Nachtmodus für euch automatisch ab bestimmten Uhrzeiten abends greift und sich dann auch automatisch morgens wieder herausnimmt. Dabei könnt ihr die Farbtemperatur aber selbst im Detail einstellen – das geht etwa an meinem Huawei nova Plus mobil nicht. Dort ist der Modus entweder an oder aus, aber optimieren lässt sich da nichts. Hier habt ihr Spielraum, damit das Bild eventuell nicht zu extrem verfälscht wird.

Probleme gibt es aktuell aber bei einigen Nutzern, wenn die ohnehin eher vage Einstellung „Ein bis Sonnenaufgang“ gewählt wird. So kommt es wohl bei manchen Anwendern dazu, dass der Nachtmodus trotzdem aktiv bleibt, wenn der PC bei aktivem Nachtmodus abends heruntergefahren und dann morgens nach Sonnenaufgang wieder gestartet wird. Hat wohl schon einige User irritiert, welche sich tagsüber dann über die verfälschten Farben wunderten. So erzeugt der Nachtmodus ja letzten Endes einen deutlich sichtbaren Gelbstich.

Deswegen der Rat an euch: Lasst von der Einstellung lieber die Finger und setzt für euch selbst die passenden Zeiten fest, wenn ihr den Nachtmodus unter Windows 10 verwenden wollt. An sich ist das nämlich durchaus ein nettes Feature, gerade für diejenigen unter euch, die vielleicht genau wie ich oft noch abends am PC sitzen und etwas tippen.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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