WinAmp ist lahm

27. August 2008 Kategorie: Portable Programme, Windows, geschrieben von: caschy

WinAmp ist lahm – und ich habe mich schon gefühlte einhundert Mal geärgert, dass ich diese Software auf wirklichen allen Computern nutze, auf denen Windows installiert ist. WinAmp ist klasse – keine Frage. Sobald man allerdings via W-Lan auf große Musiksammlungen zugreifen will, ist man verloren. Viele Haushalte haben heute mehr als einen Computer – und oftmals kommt sogar eine Netzwerkfestplatte oder ein kleiner Fileserver zum Einsatz.

Bei mir ist das nicht anders – an einem Gigabit-Switch hängen zwei stationäre Computer, der W-Lan-Router nebst Drucker. Zu guter letzt die besagte Netzwerkfestplatte. Sitzt man an den statiöneren Rechnern ist es auch kein Problem via WinAmp die Musik von der Netzwerkfestplatte zu zerren. Via W-Lan ist es allerdings ein Krampf. Grosse Ordner einzulesen dauert gefühlte 100 Jahre – selbst das Umschalten auf das nächste Lied wird mit einer wohl wollenden Pause quittiert.

Ich habe natürlich auch Alternativen ausprobiert – unter anderem auch AIMP und Foobar. Es kommt wirklich nichts an den kleinen Billy ran, den ich hier ja bereits erwähnte.

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Billy ist minimalistisch – kann aber genau das was ich will: ratz-fatz auf meine Musik zugreifen, mit einer Suchfunktion glänzen und Internet-Radio abspielen.

Deshalb – Billy ist jetzt mein Standard-Player – unbedingt ausprobieren (sofern ihr auch von den Lahmarschigkeiten anderer Player im Netz genervt seid).

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

42 Kommentare

Firence 27. August 2008 um 11:03 Uhr

Hi

also ich nutze (neben Mediamonkey) den Aimp2 mit CAD und Streamripper. Diese Kombi ist blitzschnell und bequem..

Datafreak (twitter ) 27. August 2008 um 11:10 Uhr

Ich nutze Billy auch schon ne weile und bin sehr zu frieden.

caschy 27. August 2008 um 11:16 Uhr

@Puh: Nutze 1.04k. Findet alles – in ALLEN Unterordnern.

Jan 27. August 2008 um 11:26 Uhr

Schönes Programm an sich. Was mir fehlt ist aber diese schnucklige Überblend-Funktion (wichtig bei Partys, finde ich), die meines Wissens nur Winamp hat. Falls da jemand ne Alternative kennt, die das hat, bin ich für jeden Tipp dankbar, Winamp ist mir nämlich eigentlich auch viel zu lahm.

Goerg 27. August 2008 um 11:29 Uhr

Jupp, Billy ist toll. Schade nur dass es nicht weiterentwickelt wird, gerade beim Internetradio abspielen hängt er sich bei mir häufig auf.

atreiu 27. August 2008 um 11:47 Uhr

Also ich finde die Navigation durch die Ordner völlig unbrauchbar. Verstehe nicht, warum nicht im Hauptfenster einfach ein Verzeichnisbaum angezeigt wird, wie beim 1by1 – Player. Ich bleibe bei letzterem (brauche allerdings auch keine remote-Funktionen).

joerg 27. August 2008 um 12:36 Uhr

Was ist denn tatsächlich lahm – die Anwendung oder der Zugriff auf das Dateisystem? Hast Du schon mal probiert, einen “echten” Medienserver (Twonky, Firefly oder auch die simple “Medienfreigabe” vom WMP) zu nutzen?

Braese 27. August 2008 um 12:54 Uhr

wenn es das Dateisystem wäre, wär doch der Zugriff mit Billy genauso lahm wie mit Winamp

pitch (twitter ) 27. August 2008 um 12:55 Uhr

foobar2000 kann ich für windows empfehlen. kann mehrere playlisten parallel in tabs, globale tastenkürzel, id3-tags bearbeiten, musikdateien aus komprimierten archiven abspielen, streaming und natrülich fading.

Davidko 27. August 2008 um 13:15 Uhr

Cooler Tipp – werde ich gleich mal testen. Winamp ist wirklich konfortabel, aber nicht besonders flott.

Bierfreund (twitter ) 27. August 2008 um 13:15 Uhr

Passt zwar eigentlich nicht wirklich hier rein, ich frag’ aber trotzdem mal:
Ich hab’ bei mir die Einzeltracks (also alles, was kein komplettes Album ist) in Ordnern nach Alphabet geordnet.
Irgendwann hab’ ich bei den Einzeltracks mal aufgeräumt und in den Tags alle Informationen außer Interpret und Titel gelöscht, weil zum Großteil eh Müll drin stand und ich dachte braucht ja kein Mensch. Jetzt hätte ich aber doch gerne ein paar mehr Tags (z.B. Genre oder Year) gepflegt. Kennt jemand ein Tool, mit dem das automatisiert geht? Es gibt tausenden Tools im Netz, die die Informationen für komplette Alben aus dem Netz (CDDB) holen, aber ich habe bisher kein Tool gefunden, wo das auch für einzelne Tracks funktioniert. Kann doch eigentlich ned so schwer sein, wenn Interpret und Titel überall gepflegt sind, oder?

Davidko 27. August 2008 um 13:26 Uhr

Ein Fehler der Beta: Das Verhalten beim Doppelklick auf einen Song im Explorer ändert sich nicht. Wenn das Programm nicht geöffnet ist und ich eine Datei anklicke, wird sie der Playlist hinzugefügt. Wenn das Programm schon läuft, dann nicht – auch wenn diese Option in den Einstellungen aufgewählt wurde. Das Verhalten ist immer gleich – egal welche Möglichkeit man in den Kommentaren wählt.

caschy 27. August 2008 um 14:24 Uhr

Hast Du schon mal probiert, einen “echten” Medienserver (Twonky, Firefly oder auch die simple “Medienfreigabe” vom WMP) zu nutzen

Natürlich – ich habe drei W-Lan-Mediaplayer, die alle via TVersity (besser als Twonky und zudem kostenlos) versorgt werden.

Adolf 27. August 2008 um 15:16 Uhr

Hab auch noch so´n altes schnuckeliges Teil,
der Einfachheit halber mach ich mal nen Link zum EFB,
wo es vorgestellt und von Achim etwas erläutert wurde.
Es handelt sich um den TrayPlayer, eine Datei, portable, Directory-browsing wie 1und1, pfeilschnell … einfach nur Klasse.
Hat bei mir alle anderen Player abgelöst.

Mike 27. August 2008 um 15:35 Uhr

Leider keine immer sichtbare Playliste im Player, so wie es Foobar hat, Screen. Oder gibbet sowas im Billy

Davidko 27. August 2008 um 16:05 Uhr

Ich bin jetzt komplett auf VLC umgestiegen. Danke an dich, weil sonst hätte ich mich mit dem Thema wohl nie beschäftigt. Diese Playlist-Funktionen brauche ich nicht, von daher ist der VLC flott und einfach zu nutzen.

Das einzige Manko der Umstellung: Überall werden noch Winamp-Icons angezeigt. Rechtsklick, Öffnen mit, VLC, OK – hat Abhilfe gebracht – meistens. Bei FLV werden immer noch Winamp-Icons angezeigt, obwohl Winamp schon deinstalliert wurde.

fabian (twitter ) 27. August 2008 um 17:29 Uhr

Ich kann nur “Quod Libet” empfehlen! Klein und Schnell, gleichzeitig aber auch sehr stylish und viele Funktionen. Und es unterstützt 115% aller Formate.

RedSign 27. August 2008 um 17:31 Uhr

Irgendwie scheine ich immer der einzige zu sein, der den WMP 11 für seine Musik verwendet. Es gibt einfach nichts schöneres als eine ordentliche Musikbibliothek, die über die Tags verwaltet wird. Die Ordnerstruktur ist zwar ebenso ordentlich nach dem Schema Interpret –> Album, aber alles schön mit Suchfunktion und Albencover zu haben ist doch immer noch am besten.

Bei Winamp finde ich die Medienbiliothek persönlich nicht so richtig übersichtlich. Vielleicht ist das auch der Grund warum die meisten nur die Abspielliste nutzen und diese dann mittels Dateimanager befüllen.

Schön ist das alles nur mit ordentlich gepflegten Tags, finde ich.

Tim 27. August 2008 um 18:09 Uhr

Seit Jahren nur Foobar2000.
Wieso?

Blitzschnell (ich will Musik abspielen und nicht Photoshop öffnen…)
Coveranzeige (habe ein visuelles GEdächtnis und Cover sind mir seit ich Platten gekauft habe wichtig)
Masstager mit Freedb
Musik-DB nach Struktur der Festplatte (wenn man will; im Gegensatz zu diesem Apple-Unsinn)
unterstützt unendlich viele Formate und kann ISOs lesen
portabel nutzbar, über das Netzwerk stabil und gut konfigurierbar

Sorry, aber ganz klar Foobar2000 für Musik. Der Rest entspricht nicht meinen Ansprüchen.
Gruß Tim

Felix 27. August 2008 um 18:10 Uhr

Also ich hab Ubuntu und bin mit Rhythmbox zufrieden. Klein, handlich, kann aber Internetradio und Podcasts abspielen, gute Musikverwaltung, Such- und Playlisten-Funktion, und – Überblend-Effekt^^

Erli 27. August 2008 um 18:45 Uhr

Ich nutze auch den vlc.
Reicht mir völlig.

RedSign 27. August 2008 um 19:54 Uhr

@Tim

Also der WMP gehört auf meinem System zu den Anwendungen, die am schnellsten starten. Auch sonst empfinde ich ihn nicht als langsamer als andere Programme. Oder inwiefern meinst du das mit der Geschwindigkeit?

Die Anzeige der Coverbilder empfinde ich auch als sehr wichtig. Deswegen finde ich es auch gut, dass der WMP die Bilder nicht seperat, sondern gleich direkt in der Medienbibliothek gleich neben den Musiktiteln anzeigt.

Wie meinst du das mit der “Musik-DB nach Struktur der Festplatte”? Was spricht denn gegen eine nach Schlagworten? Ordnerstruktur und Tags schließen sich doch einander nicht aus.

stoiberjugend (twitter ) 27. August 2008 um 20:28 Uhr

noch immer und auch weiterhin… XMPlayer!!!11

http://www.un4seen.com/

Kaishaku-Nin 27. August 2008 um 21:50 Uhr

kann es sein das Billy nicht mit Netzlaufwerken umgehen kann ?

Mein SMB Laufwerk kann er zwar einzelne Lieder einlesen aber nicht komplette Verzeichnisse.

blöd blöd

caschy 27. August 2008 um 21:52 Uhr

@Kaishaku-Nin
Meine komplette Sammlung kommt von einem NAS.

thed 27. August 2008 um 22:30 Uhr

Hallo caschy.
Bitte sieh die foobar2000 mal genauer an ;)
Der ist am Anfang genau so minimalistisch wie “Billy”, jedoch mit plugins sehr anpassbar, auch die Oberfläche lässt sich sehr gut umgestalten, es gibt auch fertige configs zum downloaden, falls man keine Zeit zum personalisieren hat…
Aber fb2k (foobar2000) ist echt sehr sehr klein, schnell, und kann alles was man braucht (wenn eine Funktion eben nicht schon dabei ist, dann installiert man ein Plugin)
Mein fb2k verbraucht im Tray (beim Musik-Hören) ca. 5MB, und mit offenem UI: 20MB
Hier einige Vorteile von fb2k (einiges durch plugins):
CoverFlow, Visualisationen, mehrere Playlists als Tabs, Lyrics (die meisten mit timestamp), Eine schnelle und schlanke DB (Meine DB enthält 40.000 Tracks und alles geht noch immer sehr schnell)
Beispiel: Alle Tracks in eine Playlist stopfen: 1 sekunde :)
Also große Musik-Sammlungen lassen sich mit fb2k genau so gut verwalten ;)

Weil ihr gerade vom Netzwerk redet: Ich habe es mit einem Netzlaufwerk o.ä. selbst nicht getestet, ich hab nur eine externe Festplatte mit meiner Musik, aber mit Internet-Streams verträgt sich fb2k sehr gut!

Ich will dir den Player nicht aufzwingen, und das solljetzt nicht wie Werbung wirken. Aber ich finde, du solltest dir ihn mal genauer ansehen – er ist es Wert ;)

Nun zu Billy, er sieht sehr gut aus, und wird vielleicht meinen Derzeitigen mini-Music-player (MPlayer + MPUI) (also nur für einzelne Tracks anhören, wenn ich grade in dem Ordner bin ^^) ablösen :)

EDIT: Wie groß ist eigentlich deine Musik-Sammlung, caschy?

mfg

Michael 27. August 2008 um 22:57 Uhr

Nun, mit Winamp konnte ich mich nie richtig anfreunden – mir gefällt der MediaMonkey einfach am Besten (allerdings hab ich noch nie etwas mit WLAN getestet)
Die Software ist gar nicht teuer (schon in der Gratisversion ist der Affe brauchbar) und vielseitig: neben den hier dargelegten Funktionen (Tags aus dem internet holen, Covers, Plugins) geht durch Scripting noch so einiges: beispielsweise hab ich (obwohl keine Ahnung von Scripting) innerhalb kurzer Zeit alle MP3-Tags meiner Musiksammlung automatisch angepasst – damit sie auch mein kleines Auto sie richtig anzeigt.

paddyie 27. August 2008 um 23:07 Uhr

Ihr solltet euch vielleicht mal die Installation von Winamp genau angucken und nicht einfach drauf los installieren. Da kann man nämlich sehr viele Plugins, die man nicht braucht, abwählen. So bleibt der Winamp schön schlank.

Palli 27. August 2008 um 23:47 Uhr

Ab 10.000 + Titel in der Library wird Winamp beim Start langsam, da ist es egal was man alles bei der Installation weglässt. Zusätzliche Smart Views und Albenansichten verbessern das dann auch nicht gerade.
Trotzdem bin ich immer noch bei Winamp.



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