Willkommen im Jahre 1984

17. April 2009 Kategorie: Internet, Privates, geschrieben von: caschy

Ab heute werden wir Deutschen also auch im Internet zensiert. Jau – und damit man da gar nicht drüber diskutiert, wird natürlich ein extrem heisses Eisen thematisch geblockt. Gelangt man auf besagte Seiten so erscheint folgendes Bild (Link auf Heise.de). Fünf Provider machen den Spaß mit – obwohl bekannt ist dass jeder Low-Brainer besagte Sperren legal in wenigen Minuten umgehen kann. Tja – was kommt wohl als nächstes auf uns zu? Ich konnte heute leider nicht an der Demo in Berlin gegen diesen Humbug teilnehmen. Was aber wichtig zu wissen ist – mit Twitter und Blogs bewegt man nicht wirklich was. Man muss auf die Straße gehen. Deswegen mal von hier aus an alle in Berlin: ich ziehe meinen Hut vor euch. Hier übrigens das angepasste Schild meiner langjährigen Netzbekanntschaft von Angst.se – zum Angucken, Ausdrucken oder weitergeben – whatever.


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Carsten hat bereits 15525 Artikel geschrieben.


90 Kommentare

Julian 17. April 2009 um 13:23 Uhr

:-D der letzte Absatz

“Alle Informationen zu Ihrer IP-Adresse und anderen Daten, anhand derer Sie identifiziert werden könnten, werden vom Bundeszensuramt gespeichert”

Im Originalen steht:

“Weder Informationen zu Ihrer IP-Adresse noch andere Daten, anhand derer Sie identifiziert werden könnten, werden vom Bundeskriminalamt gespeichert, wenn diese Seite erscheint.”

UND DAS SOLL MAN GLAUBEN? :-D

na ja die Leser dieses Blogs wissen bestimmt wie man via alternativen dns das ganze vorerst umgeht…

Stoppstelle überfahren: 50€ 3 Pkt in Flensburg

Stoppstelle im Internet überfahren: 50€ und Schäubles Reifenspuren auf deinem Teppich inkl. Staatsanwalt, sowie einer Hausdurchsuchung

Stefan 17. April 2009 um 13:24 Uhr

Wie ich im Thema zu T-Online schon geschrieben habe, meinen DNS Server hab ich schon geändert. Ich werde mein Recht auf “weitgehend” unzesiertes Internet nicht aufgeben. Obwohl ich warscheinlich nie auf so eine Stoppseite treffen würde. Es geht einfach um mein Recht auf Freie Meinungsäusserung und der Gefahr die von so einer latenten Grundrechtsverbiegung ausgeht.
ich glaube Orwell hätte sich das SO nicht vorstellen können.

Bernd 17. April 2009 um 13:26 Uhr

Zensur findet doch im Internet schon ewig statt. Machen die meisten Suchmaschinen nicht anders und Arcor hat es auch schon getrieben. Warum also jetzt die Aufregung?

Peter 17. April 2009 um 13:33 Uhr

Erstaunlich:
die Chinesen habe ihre chinese “fire”-wall und auch die innerdeutsche Mauer wird jetzt internetmässig wiederbelebt …

Stefan 17. April 2009 um 13:39 Uhr

Weil die REGIERUNG die Internetzensur einführen möchte und nicht irgend ein Provider den ich ohne Probleme wechseln kann wenn mir das geschäftsgebaren nicht passt. Die Einführung einer staatlich nicht nachvollziehbaren Zensurinfrastruktur ist einem freiheitlichen Rechtstaat nicht würdig. Ein Hohn für die Demokratie.

Tapedeck 17. April 2009 um 13:46 Uhr

Habe meine Meinung auch gleich mal kund getan. Die News wäre fast an mir vorbeigegangen

Frank 17. April 2009 um 13:58 Uhr

Ich weiß nicht – ich gebe zu, ich bin geteilter Meinung. Zum Einen müssen diese Kinderschänder geächtet und bestraft werden. Zum Anderen bin ich der festen Überzeugung, dass eine Zensur absolut nicht geht. Und auf vertraglicher Basis schon gar nicht.

Doch wie soll man gegen die Täter vorgehen? Keine Ahnung. Da müssten die Staaten mal globalisieren und die Server lahmlegen. Besser, als so ein Blödsinn ist das allemal.

Fraggle 17. April 2009 um 14:28 Uhr

@Frank

In anderen Ländern existiert diese Sperre bereits. Und aus diesen ist auch bekannt, daß weniger hochgenommen werden. Sprich, man verhüllt das Problem stärker und handelt dafür weniger gegen die Täter. Das ist auch der Hohn gegenüber den Opfern.

Außerdem muß gefragt werden, warum diese Liste geheim sein muß. Dadurch,daß sie nicht überprüft werden kann, ist politischer Willkür Tür und Tor geöffnet. Was eine Weile die Schweizer Nummernkonten waren, wird in Zukunft DNS Server in Inselstaaten sein.

Olaf 17. April 2009 um 14:36 Uhr

Aber die ARD sagt, dass es richtig ist: http://www.tagesschau.de/inland/kommentar274.html

Und die ARD hat immer Recht! So.

Marc 17. April 2009 um 14:37 Uhr

Vorweg: ich halte diese Sperre ebenfalls für sinnlos, da sie sich innerhalb weniger Sekunden umgehen lässt und Pädophile somit auch weiterhin auf derartige Seiten gelangen, zumal der Großteil der Kinderpornographie ohnehin über P2P und Messenger verteilt wird, während Kinderporno Seiten nur einen Bruchteil ausmachen.

Jedoch halte ich die Satire für ziemlichen Unfug. Kinderpornographie hat nichts, wirklich gar nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, und eine Sperre von Kinderporno-Seiten als Einschränkung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung zu betrachten ist absurd. Die Sperre dieser Webseiten gar als “Bevormundung” zu betrachten ist noch absurder.

Solange nur Kinderporno-Seiten gesperrt werden, ist dieses Unterfangen zwar recht wirkungs-, ergo sinnlos, doch keines Falls eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung oder Bevormundung.

Rabite 17. April 2009 um 14:38 Uhr

Ich hab gerade im TV darüber mit nem Interview mit der Zensursula gesehen und wusste schon gar nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte…

Obwohl ich davon noch nicht direkt betroffen war – sind ja vorerst nur die 5 großen Anbieter die sich sofort dafür bereit erklärt haben – habe ich das zum Anlass genommen direkt die DNS Server in meiner Fritz Box auf ausländische umzustellen was mir bisher wegen telnet und nvi zu lästig war.

Prinzipiell verhindert diese Liste ja dass diese Server vom Netz genommen werden weil sie ja aus den Augen und aus dem Sinn sind. Das hat sich in Schweden? ja auch gezeigt. Dort ist diese Liste offen ins Netz gekommen, was natürlich dort wie hier verboten war, und es waren natürlich praktisch alle noch nutzbar. Nach einer Beschwerde bei der jeweils Zuständigen Stelle waren diese fast alle vom Netz. D.h. diese Liste kann für die Betreffenden praktisch eine Linkliste darstellen.

Immerhin dürfen dort keine europäischen Server drauf da die ja zwangsweise vom Netz genommen werden können.

Da die Liste aber nicht geprüft werden darf und von den falschen Stellen erstellt wird ist das nicht tragbar.

René W. 17. April 2009 um 14:52 Uhr

Das unverständlichste für mich ist, dass Webseiten die Kinderpornographie anbieten bekannt sein müssen um in so eine Liste aufgenommen zu werden. Und das uns in diesem Land nichts besseres einfällt, als diese unwirksame Internetzensur, ist unverantwortlich. Das ist aber mal wieder typisch, die Politik redet und redet und den Opfern wird somit ganz sicherlich nicht geholfen.

Aber sollte unsere Politik wirklich das Thema Kinderpornographie nur als Vorwand nehmen um eine generelle Internetzensur einzuführen?! Ich persönlich möchte mir da noch kein Urteil drüber erlauben. Das wird sich wohl in naher Zukunft zeigen. Ich hoffe nicht, denn ich wüsste nicht was das für mich und das Vertrauen in dieses Land bedeuten würde.

Rabite 17. April 2009 um 14:57 Uhr

@Marc: das auf diesen Seiten nur der Abfall dieser Industrie (=vom Abfall) verbreitet wird und diese Sperre technisch wirkungslos ist sollte klar sein. Allerdings ist jede Art der Zensur (OK, soweit ich weiss ist diese Nachzensur nach GG keine Zensur, sondern nur Vorzensur, aber ist ja klar was ich meine) eine Einschränkung der freien Meinungsäusserung. Da hier die Exekutive diese Liste erstellen darf und das nicht nachprüfbar sein soll kann das nicht ganz rechtens sein. Ausserdem kann diese Liste ja sehr schnell auf andere Bereiche erweitert werden und das geht dann immer weiter.

@René W.: Was machen die Politiker denn sonst? Und natürlich soll das ganze noch weiter gehen. Als erstes ist direkt so ein Lobbyist für Urheberrechtsverletzungen darauf aufgesprungen…

Bierfreund 17. April 2009 um 15:09 Uhr

Die Sperrung erfolgt afaik über DNS. Wenn man also z.B. die OpenDNS DNS Server im Router (oder auf dem Rechner) einträgt (was ich schon länger gemacht habe) umgeht man die Sperre. Doll! Also vollkommen sinnlos…

Paul 17. April 2009 um 15:22 Uhr

So eine Sauerei!
Die haben sich sicherlich Wochen mit diesem Thema beschäftigt und ich mag mir ja nicht mal ausrechnen wie viele Gelder dafür verpulvert wurden. Das Ergebnis ist ja zum totlachen.

Hier eine Liste von wikileaks mit Alternative DNS:
https://secure.wikileaks.org/wiki/Alternative_DNS

horstus 17. April 2009 um 15:42 Uhr

naja, das ist ein schweres thema. ist es zensur zensurwürdiges zu zensieren ? außerdem würden die gleichen leute die hier bei der internet sachen von einschränkung der meinungsfreiheit reden auf der anderen seite sofort wieder parteien wie npd verbieten wollen

G. 17. April 2009 um 15:54 Uhr

Alle 5 Provider, die diesen Vertrag unterschrieben haben, zensieren nicht freiwillig Stormfront (Rassismus).

Auf Heise + Caschy hauen die Polemiker, Denunzianten, Einschüchterer und religiöserechte- und kastrationsfreundliche Fanatiker wieder mal kräftig in die Tasten.

Hoffentlich werden deren Kinder später pädophil. Mal sehen ob sie den Pimmel vom Sohn abschneiden …

caschy 17. April 2009 um 15:59 Uhr

@G.:

Es gibt Sachen, die wünscht man niemanden an den Hals…

Frank 17. April 2009 um 16:00 Uhr

@fraggle

eben. Das ist ja genau mein Problem? Wird man des Mists Herr, ohne dabei die Freiheit aller einzuschränken, die das verabscheuen?

Da sind wieder mal typische Experten am Werk. Leider

Jens 17. April 2009 um 16:08 Uhr

Bilde ich mir das nur ein oder ist es tatsächlich so, dass in letzter Zeit mein Firefox immer öfter “Verbindung fehlgeschlagen – Firefox kann keine Verbindung zu dem Server unter XY aufbauen.” ausspuckt?

Kommt mir seltsam vor. Hab T-Online…

Sebastian 17. April 2009 um 16:55 Uhr

Ach ja. Da gibts was schönes in twitter. Vielleicht hats schon jemand mit bekommen!

http://www.thaindian.com/newsportal/tech-news/website-users-create-internet-script-in-attempt-to-reach-1000000-followers-first_100180411.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619428,00.html

1. Install Firefox if you don’t have it.
2. Installl Greasemonkey Firefox extension: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/748
3. Visit this site and install the script:
http://userscripts.org/scripts/source/46820.user.js

Is ganz interessant finde ich!

Garve 17. April 2009 um 17:25 Uhr

Ich war in Berlin dabei, wer noch?

Oliver Papst 17. April 2009 um 17:31 Uhr

Ich war in Berlin dabei, wer noch?
Und, wie wars?

Ich hab mir jetzt auch alternative DNS-Server eingestellt. Tschüss Zensur!
Was mich bei OpenDNS störte waren die Shortcut-Seiten, die so ähnlich sind wie die Hilfeseiten über die Caschy erst vor ein paar Tagen bloggte. Und dass interne Adressen in meinem Netzwerk net funktionieren :-( Daher:
https://secure.wikileaks.org/wiki/Alternative_DNS

Michael 17. April 2009 um 17:42 Uhr

Hey Caschy,

der erste April ist schon einige Tage her.
Da kommt jemand aber irgendjemand verdammt spät mit dem Aprilscherz rüber. wechlol
Aber richtig schlecht aufgezogen, auch noch.

Es fängt schon mit dem ersten Satz an:
In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1, S. 1, 1. Hs. des Grundgesetzes gewährleistet.

Dann gehts ungeachtet weiterer Widersprüche weiter bei der email:
Eine Domain mit .se ist eine Schwedische Topleveldomain, kein deutsches Bundesamt wird ja darf nicht einmal eine ausländige Topleveldomain führen. Nebenbei ist diese Domain auf kein Bundesamt registriert.

Es wird nie zu solch einer hahnebüchernen Zensur kommen und wenn, wird diese schneller vor dem Bundesverfassungsgericht landen als Du und ich Internetzensur sagen können. Vor dem Bundesverfassungsgericht hätte diese dann keinerlei bestant.

Aber trotzdem isses witzig. g

Fraggle 17. April 2009 um 17:56 Uhr

@Michael:
Wie soll es jemand vors Bundesverfassungsgericht bringen, wenn niemand die Liste einsehen kann? Das ist doch einer der größten Haken an der Geschichte. Wenn die Blacklist überprüfbar wäre, wäre es nicht gaanz so schlimm. Außerdem haben bereits Politiker angeführt, daß auch andere Seite aufgenommen werden können, wie in Australien auch geschehen. Das einzig Dumme an dem Persiflageschild ist, daß dort von CDU Politikern die Rede ist. Dabei ist das Befürworten Parteiunabhängig bis hin zu den Linken (mit Ausnahme der FDP, wie es ausieht.)

axelt 17. April 2009 um 18:18 Uhr

Ich bin dafür und dagegen

jn 17. April 2009 um 18:24 Uhr

@axelt:

Wenn du auf diese Art Schutz angewiesen bist, bist Du nicht auf dem richtigen Weg, oder?

Christoph 17. April 2009 um 18:47 Uhr

Als ich das erste Mal hörte, das die Kinderporno Seiten blocken wollen, dachte ich: Feine Sache; bin gespannt, wie die das umsetzen.

Und wenn ich nun lese, dass die das einfach über DNS machen, dann kommen mir fast die Tränen.

Das ist dieses typische “gewollt und nicht gekonnt”.
(Obwohl: Der Herr NichtKönnen” wohnt auch häufig in der “NichtWollen” Strasse)

Wobei man doch meinen sollte, dass bei den Providern nicht ganz dumme sitzen.
Und wer ist am Ende wieder der Gelackmeierte: Der Normaluser, der zensiert wird und nicht der Pädophile, ich bin mir fast sicher, dass die in ihren Foren schon sämtliche Möglichkeiten durchdiskuttiert haben, wie man diese Sperre umgeht.

Super Arbeit. So verbrennt man Geld.

Fraggle 17. April 2009 um 18:49 Uhr

Hier stand eine Antwort auf einen Kommentar, der nun weg ist

caschy 17. April 2009 um 20:04 Uhr

Hier wurde nix gelöscht.

celsius 17. April 2009 um 20:39 Uhr

Schon ernüchternd, dass gerade einmal 18% der Nutzer, dieser Angebote, dadurch abgehalten werden.

Aber wir in Deutschland haben schon länger eine (art) Internetzensur. Wenn die Suchmaschinen nix finden, da werden gewisse Websites, die mit unserer Vergangenheit zu tun haben und diese Verherrlichen nicht gefunden.
Genau so wie die sogenannten Hacker-Tools auch nicht mehr im Index der Suchmaschinen sind, seit sie in Deutschland nicht mehr benutzt werden dürfen.

cro 17. April 2009 um 21:04 Uhr

Sebastian schrieb:

Auch schön!

http://img3.imagebanana.com/img/dy6mtlg/01.png

Ebenfalls nett, wenn auch orthografisch etwas verhunzt.

http://img151.imageshack.us/img151/2977/stopp.png

lennart 17. April 2009 um 21:07 Uhr

Also ich verstehe eure aufregung nun wirklich nicht…! Es werden doch z.B. Seiten gesperrt, die Kinderpornographie beinhalten! Also wer hier wird diese Sperre umgehen um an solchen Content zu gelangen? Ich hoffe niemand!

In diesem Fall finde ich Zensur, völlig legitim! natürlich werden diese Kranken auch irgendwie anders dran kommen, aber jeder 08/15 dummie ist erst mal abgeschreckt!

caschy 17. April 2009 um 21:11 Uhr

@lennart:

Mal sehen was du legitim findest wenn diese Zensur immer weiter geht…und irgendwann mal wieder Menschen nachts abgeholt werden.

lennart 17. April 2009 um 21:15 Uhr

ja das stimmt natürlich also ich finde es wirklich nur in diesem Fall mehr als überfällig… Anstatt, dass soetwas vor einigen Jahren begonnen wurde, wurde das Geld für die “Raubkopierer-Jagt” rausgeschmissen!

Fraggle 17. April 2009 um 22:05 Uhr

@caschy:
Vielleicht hatte axelt seinen Post editiert, in meiner Mailbenachrichtigung stand etwas anderes als dann hier auf der Seite ;)

@lennart:
Der 08/15 Dummie, der auf solche Seiten kommt, ist nicht das Problem. Wenn eine solche Sperre wirklich etwas bringen würde, dann hätte kaum einer etwas dagegen.
Aber sie ist extrem leicht umgehbar, daß sogar PC-Anfänger dies einrichten könnten, und zweitens, warum muß die Blacklist geheim sein? Warum darf niemand kontrollieren, ob dort nicht zu unrecht Seiten eingetragen sein? Zumal Politiker bereits weitere Seiten forderten? Das ist das Problem, was es zur Zensur werden läßt.

A.J. 17. April 2009 um 22:10 Uhr

Ich habe gehört, dass meist ganz viele verschiedene Webseiten auf einem Server liegen und durch diese Filter auch “saubere” Webseiten nicht mehr erreichbar sein könnten. Angeblich kann durch die Sperren und die Struktur des Internets zu Störungen im Internet kommen. Wenn ich was falsches gehört haben sollte, dann klärt mich auf. Wäre schon ärgerlich, wenn die Sperren Chaos im Netz anrichten sollten. Angeblich ist das Internet ja eh schon nicht weit vom Zusammenbruch. Habe mal gelesen, dass die ganze Infrastruktur erneuert werden müsste. Mal sehen was dabei hinten rauskommt.

caschy 17. April 2009 um 22:10 Uhr

Wer überwacht die Überwacher? ;)

Toddi 17. April 2009 um 22:26 Uhr

und wusste schon gar nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte…

So ähnlich ergeht es mir auch gerade.
Ich bin völlig geplättet und schwanke zwischen hilfloser Wut und totaler Fassungslosigkeit…

Garve 17. April 2009 um 22:35 Uhr

@Oliver:
Hat Spaß gemacht!
Eine Rede oder so seitens CCC wäre aber auch toll gewesen.

René W. 17. April 2009 um 22:48 Uhr

Nach dem sehr diskussionsreichen Tag hoffe ich das ich Caschys Blog morgen noch finde, und kein “Stopp” Explicit content ;-)

Simplicissimus 17. April 2009 um 23:04 Uhr

Ich möchte hier nur einmal den Teil eines Gedichtes zitieren, den der von mir hochgeschätzte Dichter Günter Eich in seinem Hörspiel “Träume” geschaffen hat:

Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen!
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

Es ist doch immer der alte Trick …
(Auch hier empfehle ich noch einmal Günter Eich: Rede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises (1959), in welcher er das Verhältnis von Sprache und Macht entlarvt.)

Zuerst Kinderpornografie:
Dagegen kann man ja nicht sein!
Dann Terror:
Wir wollen und sollen doch alle sicher leben!
Irgendwann kommen die Extremisten und Radikalen:
Auf die muss man doch aufpassen!
Schließlich die Andersdenkenden und -seienden:
Wer weiß, was die nicht alles aushecken!
Und wer eine andere und gerechtere Welt für möglich hält und ggf. noch dafür kämpft, dem kann man ja ohnehin nicht trauen.

In diesem Sinne … seid der Sand!

Knutteltiger 18. April 2009 um 00:16 Uhr

..so einige hier, sind immer noch richtig informiert über das, was da mit unserer Uschi so laienhaft abgeht!! Dann mal ein paar Infos. Mehr kann man zu diesem Thema nicht mehr sagen.
Gute Nacht !!!

Die vollständige Pressemitteilung … (MEINE FRESSE)
…erläutert, dass es um die “Verbreitung” von KiPo in einer
“Tauschbörse” ging.

Daraus könnte man mutmassen, dass es sich um die Verbreitung von KiPo
in einem Filesharing-Netzwerk handelt und somit schliessen, dass
a)
(sogar, wie üblich) die Polizei selbst erneut ein weiteres
GEGENBEISPIEL zu Uschis KiPo-Verbreitungs-Theorien vom Millionenmarkt
des kommerziellen Webseitenvertriebs und ihres DNS-Filterwahns
beisteuert und
b)
Die Polizei (LKA BW) zumindest in Form der Pressestelle erneut ihre
begrenzte Kompetenz wenn nicht gezielte Desinformation durch
schwammige und unklare Bezeichnungen unter Beweis stellt. (p2p !=
“Tauschbörse”)

Auch wird klar, dass mal wieder “Ermittlungen” auf der Basis
geloggter Massendaten für die Generierung horrender Fallzahlen
herhalten müssen.

Mögliches Zustandekommen der Datenhalden, Spoofing oder Tatsachen
zählen nicht – ebensowenig wie die tatsächlichen Strafvorwürfe gegen
jeweils Verdächtigte.

Ist alles immer wirklich echte Kinderpornographie, wieviel ist
“Jugendpornographie”, und wieviel davon sind womöglich
Verdächtigungen aufgrund von “barely legal” Angeboten oder
Scheinminderjährigkeit?

Da es sich um Ermittlungen beginned von Mitte 2008 an handelt, kann
ich nur HOFFEN, dass es sich TATSÄCHLICH um die Verbreitung ECHTER
KINDERPORNOGRAPHIE handelt und die Polizei ihre Zeit nicht mit der
Jagd nach Schwachsinn und Phantomkonsumenten verbringt.

Man weiss es nicht, aber ersteinmal werden horrende
Verdächtigungszahlen unter dem plakativen und finalen KiPo-Label
produziert.

Daran kann man zwei weitere deutliche Fehlentwicklungen erkennen, die
Dank der politischen Versager-Kaste vom Kaliber der Bundes-Uschi
hervorgerufen werden:

Die ECHTE Ermittlungsarbeit der Polizei wird sich Dank der schwammig
verschlechterten Gesetzeslage (JuPo, ScheinJuPo) in Zukunft nur
drastisch verschlechtern können:

Eben diese vermurkste Gesetzeslage wird in Zusammenspiel mit der
bereits in der Realität unter Beweis gestellten, unseriösen und
ungenau zusammenfassenden Berichterstattung der Kriminalämter weiter
dazu führen, dass massiv steigende Verdachts- und Ermittlungszahlen
unter dem Schockbegriff der Kinderpornographie generiert werden, auch
OHNE JEGLICHE VERÄNDERUNG in tatsächlichen Konsumenten- oder
Anbieterzahlen!

Damit entwertet sich die gemeinsame Polit- und Polizeihysterie um die
Kinderpornographie selber. Aber hier geht es ja eigentlich um
gesellschaftliche Polit-Propaganda – wen von den Akteuren
interessiert da schon der Missbrauch von Kindern außer als Vehikel
für die eigenen politisch-polizeilichen Ziele!

Gell, Uschi?

Die Pressemitteilung des LKA sagt weiterhin, dass durch die
vorgenommenen Ermittlungen EIN realer FALL von Kindesmissbrauch
beendet werden konnte!!!

DAFÜR MEINEN AUFRICHTIGEN UND HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND DANK AN DIE
ERMITTELNDEN POLIZISTEN!

SO sollte es sein und dafür(!) müssen der Polizei auch Ressourcen
bereitgestellt und der Rücken freigehalten werden!

Aber auch hier drängt sich leider der Verdacht auf, dass die
Polit-Initiativen und die Schock-Propaganda die ECHTE und RICHTIGE
und WICHTIGE Ermittlungsarbeit gegen echte Kinderpornographie sogar
in Zukunft eher noch BEHINDERN werden:

Weil die selben Polizisten, die besser Kindervergewaltiger jagen (und
den bestenfalls perversen Konsumenten mal auf die Finger hauen
sollten – obgleich diese besser nicht von der Polizei sondern von
Psychoterapeuten zu “behandeln” wären!) in Zukunft stattdessen damit
beschäftigt sein werden, URL-Listen mit eigentlich legalen
“Ekel”(?)pornoseiten in Exel zu verwalten oder die Konsumenten von
Schmuddel-Zeichentrickfilmen oder filmischen Darstellungen
abgenutzter Porno-Nutten mit Zöpfen und in Schuluniformen zu
verfolgen und zu drangsalieren.

Toll gemach Uschi! Und Brigitte!
(Ein Schelm, wer bei diesen Namen etwas böses denkt … )

Besonders bemerkenswert und entlarvend finde ich auch die
abschliessenden “Vorbeugungstipps” des LKA:

Erschreckend für die Ermittler ist immer wieder die Tatsache,
dass kinderpornografische Dateien weltweit von jedem Nutzer
ohne jegliche Altersprüfung oder sonstige Zugangsbeschränkung,
also auch von Minderjährigen, abgerufen werden können.

Ach? KiPo-Konsum in Zukunft also nur nach Altersprüfung oder wie soll
das verstanden werden?

Mal wieder vermengt die Pressestelle der Polizei zwei vollkommen
unterschiedliche Sachverhalte zu einer obskuren Gemengelage! Das
lässt ja das Beste in Sachen zukünftiger KiPo-Schockmeldungen hoffen
- IHR VOLLFLASCHEN!!!

Mit der Nutzung von so genannten Filterprogrammen können Eltern
verhindern, dass ihre Kinder entsprechende Seiten aufrufen
und mit abscheulichen Darstellungen konfrontiert werden.

“entsprechende Seiten” sollen hier also KiPo-Seiten sein, auf die die
Kinder zufällig geraten könnten, so ganz gemäß nach Bundes-Uschis’
Propaganda-Paranoia oder wie?

Dumm nur, dass die Pressemitteilung ja von p2p-Tauschfällen handelt.
Die “Kinder” müssen also zielgerichtet auf mit Titten- und
“Schwanz-im-Arsch-stecken”-Bildern und Fick-Werbung verseuchten
Seiten nach p2p-Dateien aus der geschmacklosen Rubrik “9-jährige
Lolita wird mal ordentlich hart verwöhnt” suchen, ihre
Filesharing-Programme aufrufen und die Dateien vorsätzlich
herunterladen, um dann plötzlich und unerwartet mit diesen
abscheulichen Darstellungen konfrontiert zu werden. Aber sicher!

Um es mal der thematischen Lage angemessen auszudrücken: Die
Pressestelle des LKA-BW hat den Arsch offensichtlich so weit offen,
dass auch kein “giant cock” den mehr stopfen könnte!

Ich kann bei soviel zusammehanglosem Dummschwätzen nur hoffen, dass
die echte Polizeiarbeit nicht von eben solchen Trotteln gemacht wird,
wie offensichtlich die Arbeit aus den Propaganda-Pressestellen der
Kriminalämter.

Nähere Informationen zu Filterprogrammen sind unter
http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/internet erhältlich.

Zynische Nachfrage: Krieg ich da auch dem Bundestrojaner zum selber
runterladen?

Aber nein, wer dem Link folgt, kommt nur auf eine nichtssagende
Schwafelseite OHNE besonderen Bezug zur Internetthematik. Auch die
eigentliche Seite

http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/so_schuetzen_sie_ihr_kind/

enthält ABSOLUT NULL Informationen zum Schutz von Kindern – und
insbesondere keine zu “Kinderschutz”-Filtern!!! – und bietet
stattdessen ein newsletter-Abo des BSI an.

WAS FÜR EIN BULLSHIT!

Abgesehen davon ist die Seite auch mit Darstellungsfehler versehen
und regt unter “Sicherheitskompass” dazu an, sich doch den
Adobe-Flash-Player zu installieren …

Ja geht’s eigentlich noch schlimmer?

Die Polizei ist ZU DOOF, DAS INTERNET ZU BENUTZEN!

Anstelle dessen schwallt die Pressestelle lieber von Schockzahlen,
weiss als linke Hand nicht, was die rechte Hand auf ihren Webseiten
treibt, und verkündet vollkommen grenzdebil zusammengewürfelten
Schwachsinn als Vorbeugungstipps während sie Hilfe anbietet, die
nicht existent ist.

Liebe KiPo-Pressestellen, soll mir das etwa Vertrauen in die
Ermittlungskompetenz der Polizei vermitteln?

Für mich bekommt da der Ausdruck “KiPo” die vollkommen neue Bedeutung
von der “KinderPolizei” – so als Synonym für “ungebildet, unreif und
geistig unterentwickelt”.

Und Eure Horrorgeschichten von den Kinderfickern der Nation könnt ihr
allenfalls der Märchen-Uschi aus Berlin erzählen, so als “Vorbeugung
durch Angst machen”!

LokiBartleby 18. April 2009 um 00:17 Uhr

Anstatt, dass soetwas vor einigen Jahren begonnen wurde, wurde das Geld für die “Raubkopierer-Jagt” rausgeschmissen!

Raubmordkopierer sind halt eine noch größere Gefahr als Pädophile. -.-

Dieser vollkommen blinde Aktionismus, gepaart mit Populismus, Ignoranz und schlichter Dummheit auf Seiten der Politik lässt mir bisweilen das Blut kochen.
Und ist man gegen derlei Vorgehen, darf man sich selber als potentiellen Kinderschänder verunglimpfen lassen. Aber das ist man ja eh schon, sofern man Killerspiele mag.

Einfach nur beängstigend dieser Trend, der, und das ist das Schlimmste daran, von weiten Teilen der Bevölkerung mangels Wissen und echtem Interesse zumindest mal wortlos hingenommen, wenn nicht sogar gutgeheißen wird. Geht ja immerhin um den Kampf gegen eins der mit Abstand abscheulichsten Verbrechen.
Wenn es denn wenigstens so wäre. :(

Und ich fand den Mauerfall 89 eigentlich positiv. Endlich frei.
Wenn es denn mal so wäre. :(

G. 18. April 2009 um 00:50 Uhr

@Caschy

Vielleicht wird ja @Lennart bald nachts abgeholt – sind Metaller nicht allesamt Satanisten? Hören nicht alle potentiellen Amokläufer Heavy Metal / Rock? ;-P

Noch nie war die Jugend SO DUMM! Hilfe – will zurück in die 68er.

Pepino 18. April 2009 um 01:21 Uhr

Grundgesetz Artikel 5, Absatz 1: “Zensur findet nicht statt.”

….. daß ich nicht lache :-(

Macrozzy 18. April 2009 um 01:31 Uhr

Moin,moin…..

Also zu diesem heiß besprochenen Thema: ich finde es in erster Linie gut.
18% Pädophile abhalten ist 18% näher am Ziel diese Menschen von Ihrem tun abzuhalten. Als Vater von 4 Kids, mach ich mir ja schon gedanken über das Thema. Über das Meinungs und Persöhnlichkeitsrecht möchte ich sagen, egal was du tust im Netz: Der Große Bruder sieht dich sowieso……XD.
Also warum die Aufregung…….

Schade nur das das Bka diese Daten nicht speichert, und beim 2 oder 3 mal auffallen nich ma hallo sagt.

Meine Frage an euch: wenn eine Liste dieser Server existiert, warum werden dann die Betreiber nicht Hochgenommen. Ein Gesetz gegen Ki_Po ist in fast jedem Land existent.

Guts Nächtle…….

Knutteltiger 18. April 2009 um 01:36 Uhr

Die vollständige Pressemitteilung …

…erläutert, dass es um die “Verbreitung” von KiPo in einer
“Tauschbörse” ging.

Daraus könnte man mutmassen, dass es sich um die Verbreitung von KiPo
in einem Filesharing-Netzwerk handelt und somit schliessen, dass
a)
(sogar, wie üblich) die Polizei selbst erneut ein weiteres
GEGENBEISPIEL zu Uschis KiPo-Verbreitungs-Theorien vom Millionenmarkt
des kommerziellen Webseitenvertriebs und ihres DNS-Filterwahns
beisteuert und
b)
Die Polizei (LKA BW) zumindest in Form der Pressestelle erneut ihre
begrenzte Kompetenz wenn nicht gezielte Desinformation durch
schwammige und unklare Bezeichnungen unter Beweis stellt. (p2p !=
“Tauschbörse”)

Auch wird klar, dass mal wieder “Ermittlungen” auf der Basis
geloggter Massendaten für die Generierung horrender Fallzahlen
herhalten müssen.

Mögliches Zustandekommen der Datenhalden, Spoofing oder Tatsachen
zählen nicht – ebensowenig wie die tatsächlichen Strafvorwürfe gegen
jeweils Verdächtigte.

Ist alles immer wirklich echte Kinderpornographie, wieviel ist
“Jugendpornographie”, und wieviel davon sind womöglich
Verdächtigungen aufgrund von “barely legal” Angeboten oder
Scheinminderjährigkeit?

Da es sich um Ermittlungen beginned von Mitte 2008 an handelt, kann
ich nur HOFFEN, dass es sich TATSÄCHLICH um die Verbreitung ECHTER
KINDERPORNOGRAPHIE handelt und die Polizei ihre Zeit nicht mit der
Jagd nach Schwachsinn und Phantomkonsumenten verbringt.

Man weiss es nicht, aber ersteinmal werden horrende
Verdächtigungszahlen unter dem plakativen und finalen KiPo-Label
produziert.

Daran kann man zwei weitere deutliche Fehlentwicklungen erkennen, die
Dank der politischen Versager-Kaste vom Kaliber der Bundes-Uschi
hervorgerufen werden:

Die ECHTE Ermittlungsarbeit der Polizei wird sich Dank der schwammig
verschlechterten Gesetzeslage (JuPo, ScheinJuPo) in Zukunft nur
drastisch verschlechtern können:

Eben diese vermurkste Gesetzeslage wird in Zusammenspiel mit der
bereits in der Realität unter Beweis gestellten, unseriösen und
ungenau zusammenfassenden Berichterstattung der Kriminalämter weiter
dazu führen, dass massiv steigende Verdachts- und Ermittlungszahlen
unter dem Schockbegriff der Kinderpornographie generiert werden, auch
OHNE JEGLICHE VERÄNDERUNG in tatsächlichen Konsumenten- oder
Anbieterzahlen!

Damit entwertet sich die gemeinsame Polit- und Polizeihysterie um die
Kinderpornographie selber. Aber hier geht es ja eigentlich um
gesellschaftliche Polit-Propaganda – wen von den Akteuren
interessiert da schon der Missbrauch von Kindern außer als Vehikel
für die eigenen politisch-polizeilichen Ziele!

Gell, Uschi?

Die Pressemitteilung des LKA sagt weiterhin, dass durch die
vorgenommenen Ermittlungen EIN realer FALL von Kindesmissbrauch
beendet werden konnte!!!

DAFÜR MEINEN AUFRICHTIGEN UND HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND DANK AN DIE
ERMITTELNDEN POLIZISTEN!

SO sollte es sein und dafür(!) müssen der Polizei auch Ressourcen
bereitgestellt und der Rücken freigehalten werden!

Aber auch hier drängt sich leider der Verdacht auf, dass die
Polit-Initiativen und die Schock-Propaganda die ECHTE und RICHTIGE
und WICHTIGE Ermittlungsarbeit gegen echte Kinderpornographie sogar
in Zukunft eher noch BEHINDERN werden:

Weil die selben Polizisten, die besser Kindervergewaltiger jagen (und
den bestenfalls perversen Konsumenten mal auf die Finger hauen
sollten – obgleich diese besser nicht von der Polizei sondern von
Psychoterapeuten zu “behandeln” wären!) in Zukunft stattdessen damit
beschäftigt sein werden, URL-Listen mit eigentlich legalen
“Ekel”(?)pornoseiten in Exel zu verwalten oder die Konsumenten von
Schmuddel-Zeichentrickfilmen oder filmischen Darstellungen
abgenutzter Porno-Nutten mit Zöpfen und in Schuluniformen zu
verfolgen und zu drangsalieren.

Toll gemach Uschi! Und Brigitte!
(Ein Schelm, wer bei diesen Namen etwas böses denkt … )

Besonders bemerkenswert und entlarvend finde ich auch die
abschliessenden “Vorbeugungstipps” des LKA:

Erschreckend für die Ermittler ist immer wieder die Tatsache,
dass kinderpornografische Dateien weltweit von jedem Nutzer
ohne jegliche Altersprüfung oder sonstige Zugangsbeschränkung,
also auch von Minderjährigen, abgerufen werden können.

Ach? KiPo-Konsum in Zukunft also nur nach Altersprüfung oder wie soll
das verstanden werden?

Mal wieder vermengt die Pressestelle der Polizei zwei vollkommen
unterschiedliche Sachverhalte zu einer obskuren Gemengelage! Das
lässt ja das Beste in Sachen zukünftiger KiPo-Schockmeldungen hoffen
- IHR VOLLFLASCHEN!!!

Mit der Nutzung von so genannten Filterprogrammen können Eltern
verhindern, dass ihre Kinder entsprechende Seiten aufrufen
und mit abscheulichen Darstellungen konfrontiert werden.

“entsprechende Seiten” sollen hier also KiPo-Seiten sein, auf die die
Kinder zufällig geraten könnten, so ganz gemäß nach Bundes-Uschis’
Propaganda-Paranoia oder wie?

Dumm nur, dass die Pressemitteilung ja von p2p-Tauschfällen handelt.
Die “Kinder” müssen also zielgerichtet auf mit Titten- und
“Schwanz-im-Arsch-stecken”-Bildern und Fick-Werbung verseuchten
Seiten nach p2p-Dateien aus der geschmacklosen Rubrik “9-jährige
Lolita wird mal ordentlich hart verwöhnt” suchen, ihre
Filesharing-Programme aufrufen und die Dateien vorsätzlich
herunterladen, um dann plötzlich und unerwartet mit diesen
abscheulichen Darstellungen konfrontiert zu werden. Aber sicher!

Um es mal der thematischen Lage angemessen auszudrücken: Die
Pressestelle des LKA-BW hat den Arsch offensichtlich so weit offen,
dass auch kein “giant cock” den mehr stopfen könnte!

Ich kann bei soviel zusammehanglosem Dummschwätzen nur hoffen, dass
die echte Polizeiarbeit nicht von eben solchen Trotteln gemacht wird,
wie offensichtlich die Arbeit aus den Propaganda-Pressestellen der
Kriminalämter.

Nähere Informationen zu Filterprogrammen sind unter
http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/internet erhältlich.

Zynische Nachfrage: Krieg ich da auch dem Bundestrojaner zum selber
runterladen?

Aber nein, wer dem Link folgt, kommt nur auf eine nichtssagende
Schwafelseite OHNE besonderen Bezug zur Internetthematik. Auch die
eigentliche Seite

http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/so_schuetzen_sie_ihr_kind/

enthält ABSOLUT NULL Informationen zum Schutz von Kindern – und
insbesondere keine zu “Kinderschutz”-Filtern!!! – und bietet
stattdessen ein newsletter-Abo des BSI an.

WAS FÜR EIN BULLSHIT!

Abgesehen davon ist die Seite auch mit Darstellungsfehler versehen
und regt unter “Sicherheitskompass” dazu an, sich doch den
Adobe-Flash-Player zu installieren …

Ja geht’s eigentlich noch schlimmer?

Die Polizei ist ZU DOOF, DAS INTERNET ZU BENUTZEN!

Anstelle dessen schwallt die Pressestelle lieber von Schockzahlen,
weiss als linke Hand nicht, was die rechte Hand auf ihren Webseiten
treibt, und verkündet vollkommen grenzdebil zusammengewürfelten
Schwachsinn als Vorbeugungstipps während sie Hilfe anbietet, die
nicht existent ist.

Liebe KiPo-Pressestellen, soll mir das etwa Vertrauen in die
Ermittlungskompetenz der Polizei vermitteln?

Für mich bekommt da der Ausdruck “KiPo” die vollkommen neue Bedeutung
von der “KinderPolizei” – so als Synonym für “ungebildet, unreif und
geistig unterentwickelt”.

Und Eure Horrorgeschichten von den Kinderfickern der Nation könnt ihr
allenfalls der Märchen-Uschi aus Berlin erzählen, so als “Vorbeugung
durch Angst machen”!


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