Willkommen im Jahre 1984

17. April 2009 Kategorie: Internet, Privates, geschrieben von: caschy

Ab heute werden wir Deutschen also auch im Internet zensiert. Jau – und damit man da gar nicht drüber diskutiert, wird natürlich ein extrem heisses Eisen thematisch geblockt. Gelangt man auf besagte Seiten so erscheint folgendes Bild (Link auf Heise.de). Fünf Provider machen den Spaß mit – obwohl bekannt ist dass jeder Low-Brainer besagte Sperren legal in wenigen Minuten umgehen kann. Tja – was kommt wohl als nächstes auf uns zu? Ich konnte heute leider nicht an der Demo in Berlin gegen diesen Humbug teilnehmen. Was aber wichtig zu wissen ist – mit Twitter und Blogs bewegt man nicht wirklich was. Man muss auf die Straße gehen. Deswegen mal von hier aus an alle in Berlin: ich ziehe meinen Hut vor euch. Hier übrigens das angepasste Schild meiner langjährigen Netzbekanntschaft von Angst.se – zum Angucken, Ausdrucken oder weitergeben – whatever.


3-caschy-tm.png

Neueste Beiträge im Blog

Gefällt dir der Artikel?
Dann teile ihn mit deinen Freunden.
Nutze dafür einfach unsere Links:
Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Dortmunder im Norden, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin und YouTube.

Carsten hat bereits 16560 Artikel geschrieben.


90 Kommentare

Julian 17. April 2009 um 13:23 Uhr

:-D der letzte Absatz

“Alle Informationen zu Ihrer IP-Adresse und anderen Daten, anhand derer Sie identifiziert werden könnten, werden vom Bundeszensuramt gespeichert”

Im Originalen steht:

“Weder Informationen zu Ihrer IP-Adresse noch andere Daten, anhand derer Sie identifiziert werden könnten, werden vom Bundeskriminalamt gespeichert, wenn diese Seite erscheint.”

UND DAS SOLL MAN GLAUBEN? :-D

na ja die Leser dieses Blogs wissen bestimmt wie man via alternativen dns das ganze vorerst umgeht…

Stoppstelle überfahren: 50€ 3 Pkt in Flensburg

Stoppstelle im Internet überfahren: 50€ und Schäubles Reifenspuren auf deinem Teppich inkl. Staatsanwalt, sowie einer Hausdurchsuchung

Stefan 17. April 2009 um 13:24 Uhr

Wie ich im Thema zu T-Online schon geschrieben habe, meinen DNS Server hab ich schon geändert. Ich werde mein Recht auf “weitgehend” unzesiertes Internet nicht aufgeben. Obwohl ich warscheinlich nie auf so eine Stoppseite treffen würde. Es geht einfach um mein Recht auf Freie Meinungsäusserung und der Gefahr die von so einer latenten Grundrechtsverbiegung ausgeht.
ich glaube Orwell hätte sich das SO nicht vorstellen können.

Bernd 17. April 2009 um 13:26 Uhr

Zensur findet doch im Internet schon ewig statt. Machen die meisten Suchmaschinen nicht anders und Arcor hat es auch schon getrieben. Warum also jetzt die Aufregung?

Peter 17. April 2009 um 13:33 Uhr

Erstaunlich:
die Chinesen habe ihre chinese “fire”-wall und auch die innerdeutsche Mauer wird jetzt internetmässig wiederbelebt …

Stefan 17. April 2009 um 13:39 Uhr

Weil die REGIERUNG die Internetzensur einführen möchte und nicht irgend ein Provider den ich ohne Probleme wechseln kann wenn mir das geschäftsgebaren nicht passt. Die Einführung einer staatlich nicht nachvollziehbaren Zensurinfrastruktur ist einem freiheitlichen Rechtstaat nicht würdig. Ein Hohn für die Demokratie.

Tapedeck 17. April 2009 um 13:46 Uhr

Habe meine Meinung auch gleich mal kund getan. Die News wäre fast an mir vorbeigegangen

Frank 17. April 2009 um 13:58 Uhr

Ich weiß nicht – ich gebe zu, ich bin geteilter Meinung. Zum Einen müssen diese Kinderschänder geächtet und bestraft werden. Zum Anderen bin ich der festen Überzeugung, dass eine Zensur absolut nicht geht. Und auf vertraglicher Basis schon gar nicht.

Doch wie soll man gegen die Täter vorgehen? Keine Ahnung. Da müssten die Staaten mal globalisieren und die Server lahmlegen. Besser, als so ein Blödsinn ist das allemal.

Fraggle 17. April 2009 um 14:28 Uhr

@Frank

In anderen Ländern existiert diese Sperre bereits. Und aus diesen ist auch bekannt, daß weniger hochgenommen werden. Sprich, man verhüllt das Problem stärker und handelt dafür weniger gegen die Täter. Das ist auch der Hohn gegenüber den Opfern.

Außerdem muß gefragt werden, warum diese Liste geheim sein muß. Dadurch,daß sie nicht überprüft werden kann, ist politischer Willkür Tür und Tor geöffnet. Was eine Weile die Schweizer Nummernkonten waren, wird in Zukunft DNS Server in Inselstaaten sein.

Olaf 17. April 2009 um 14:36 Uhr

Aber die ARD sagt, dass es richtig ist: http://www.tagesschau.de/inland/kommentar274.html

Und die ARD hat immer Recht! So.

Marc 17. April 2009 um 14:37 Uhr

Vorweg: ich halte diese Sperre ebenfalls für sinnlos, da sie sich innerhalb weniger Sekunden umgehen lässt und Pädophile somit auch weiterhin auf derartige Seiten gelangen, zumal der Großteil der Kinderpornographie ohnehin über P2P und Messenger verteilt wird, während Kinderporno Seiten nur einen Bruchteil ausmachen.

Jedoch halte ich die Satire für ziemlichen Unfug. Kinderpornographie hat nichts, wirklich gar nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, und eine Sperre von Kinderporno-Seiten als Einschränkung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung zu betrachten ist absurd. Die Sperre dieser Webseiten gar als “Bevormundung” zu betrachten ist noch absurder.

Solange nur Kinderporno-Seiten gesperrt werden, ist dieses Unterfangen zwar recht wirkungs-, ergo sinnlos, doch keines Falls eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung oder Bevormundung.

Rabite 17. April 2009 um 14:38 Uhr

Ich hab gerade im TV darüber mit nem Interview mit der Zensursula gesehen und wusste schon gar nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte…

Obwohl ich davon noch nicht direkt betroffen war – sind ja vorerst nur die 5 großen Anbieter die sich sofort dafür bereit erklärt haben – habe ich das zum Anlass genommen direkt die DNS Server in meiner Fritz Box auf ausländische umzustellen was mir bisher wegen telnet und nvi zu lästig war.

Prinzipiell verhindert diese Liste ja dass diese Server vom Netz genommen werden weil sie ja aus den Augen und aus dem Sinn sind. Das hat sich in Schweden? ja auch gezeigt. Dort ist diese Liste offen ins Netz gekommen, was natürlich dort wie hier verboten war, und es waren natürlich praktisch alle noch nutzbar. Nach einer Beschwerde bei der jeweils Zuständigen Stelle waren diese fast alle vom Netz. D.h. diese Liste kann für die Betreffenden praktisch eine Linkliste darstellen.

Immerhin dürfen dort keine europäischen Server drauf da die ja zwangsweise vom Netz genommen werden können.

Da die Liste aber nicht geprüft werden darf und von den falschen Stellen erstellt wird ist das nicht tragbar.

René W. 17. April 2009 um 14:52 Uhr

Das unverständlichste für mich ist, dass Webseiten die Kinderpornographie anbieten bekannt sein müssen um in so eine Liste aufgenommen zu werden. Und das uns in diesem Land nichts besseres einfällt, als diese unwirksame Internetzensur, ist unverantwortlich. Das ist aber mal wieder typisch, die Politik redet und redet und den Opfern wird somit ganz sicherlich nicht geholfen.

Aber sollte unsere Politik wirklich das Thema Kinderpornographie nur als Vorwand nehmen um eine generelle Internetzensur einzuführen?! Ich persönlich möchte mir da noch kein Urteil drüber erlauben. Das wird sich wohl in naher Zukunft zeigen. Ich hoffe nicht, denn ich wüsste nicht was das für mich und das Vertrauen in dieses Land bedeuten würde.

Rabite 17. April 2009 um 14:57 Uhr

@Marc: das auf diesen Seiten nur der Abfall dieser Industrie (=vom Abfall) verbreitet wird und diese Sperre technisch wirkungslos ist sollte klar sein. Allerdings ist jede Art der Zensur (OK, soweit ich weiss ist diese Nachzensur nach GG keine Zensur, sondern nur Vorzensur, aber ist ja klar was ich meine) eine Einschränkung der freien Meinungsäusserung. Da hier die Exekutive diese Liste erstellen darf und das nicht nachprüfbar sein soll kann das nicht ganz rechtens sein. Ausserdem kann diese Liste ja sehr schnell auf andere Bereiche erweitert werden und das geht dann immer weiter.

@René W.: Was machen die Politiker denn sonst? Und natürlich soll das ganze noch weiter gehen. Als erstes ist direkt so ein Lobbyist für Urheberrechtsverletzungen darauf aufgesprungen…

Bierfreund 17. April 2009 um 15:09 Uhr

Die Sperrung erfolgt afaik über DNS. Wenn man also z.B. die OpenDNS DNS Server im Router (oder auf dem Rechner) einträgt (was ich schon länger gemacht habe) umgeht man die Sperre. Doll! Also vollkommen sinnlos…

Paul 17. April 2009 um 15:22 Uhr

So eine Sauerei!
Die haben sich sicherlich Wochen mit diesem Thema beschäftigt und ich mag mir ja nicht mal ausrechnen wie viele Gelder dafür verpulvert wurden. Das Ergebnis ist ja zum totlachen.

Hier eine Liste von wikileaks mit Alternative DNS:
https://secure.wikileaks.org/wiki/Alternative_DNS

horstus 17. April 2009 um 15:42 Uhr

naja, das ist ein schweres thema. ist es zensur zensurwürdiges zu zensieren ? außerdem würden die gleichen leute die hier bei der internet sachen von einschränkung der meinungsfreiheit reden auf der anderen seite sofort wieder parteien wie npd verbieten wollen

G. 17. April 2009 um 15:54 Uhr

Alle 5 Provider, die diesen Vertrag unterschrieben haben, zensieren nicht freiwillig Stormfront (Rassismus).

Auf Heise + Caschy hauen die Polemiker, Denunzianten, Einschüchterer und religiöserechte- und kastrationsfreundliche Fanatiker wieder mal kräftig in die Tasten.

Hoffentlich werden deren Kinder später pädophil. Mal sehen ob sie den Pimmel vom Sohn abschneiden …

caschy 17. April 2009 um 15:59 Uhr

@G.:

Es gibt Sachen, die wünscht man niemanden an den Hals…

Frank 17. April 2009 um 16:00 Uhr

@fraggle

eben. Das ist ja genau mein Problem? Wird man des Mists Herr, ohne dabei die Freiheit aller einzuschränken, die das verabscheuen?

Da sind wieder mal typische Experten am Werk. Leider

Jens 17. April 2009 um 16:08 Uhr

Bilde ich mir das nur ein oder ist es tatsächlich so, dass in letzter Zeit mein Firefox immer öfter “Verbindung fehlgeschlagen – Firefox kann keine Verbindung zu dem Server unter XY aufbauen.” ausspuckt?

Kommt mir seltsam vor. Hab T-Online…

Sebastian 17. April 2009 um 16:55 Uhr

Ach ja. Da gibts was schönes in twitter. Vielleicht hats schon jemand mit bekommen!

http://www.thaindian.com/newsportal/tech-news/website-users-create-internet-script-in-attempt-to-reach-1000000-followers-first_100180411.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619428,00.html

1. Install Firefox if you don’t have it.
2. Installl Greasemonkey Firefox extension: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/748
3. Visit this site and install the script:
http://userscripts.org/scripts/source/46820.user.js

Is ganz interessant finde ich!

Garve 17. April 2009 um 17:25 Uhr

Ich war in Berlin dabei, wer noch?

Oliver Papst 17. April 2009 um 17:31 Uhr

Ich war in Berlin dabei, wer noch?
Und, wie wars?

Ich hab mir jetzt auch alternative DNS-Server eingestellt. Tschüss Zensur!
Was mich bei OpenDNS störte waren die Shortcut-Seiten, die so ähnlich sind wie die Hilfeseiten über die Caschy erst vor ein paar Tagen bloggte. Und dass interne Adressen in meinem Netzwerk net funktionieren :-( Daher:
https://secure.wikileaks.org/wiki/Alternative_DNS

Michael 17. April 2009 um 17:42 Uhr

Hey Caschy,

der erste April ist schon einige Tage her.
Da kommt jemand aber irgendjemand verdammt spät mit dem Aprilscherz rüber. wechlol
Aber richtig schlecht aufgezogen, auch noch.

Es fängt schon mit dem ersten Satz an:
In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1, S. 1, 1. Hs. des Grundgesetzes gewährleistet.

Dann gehts ungeachtet weiterer Widersprüche weiter bei der email:
Eine Domain mit .se ist eine Schwedische Topleveldomain, kein deutsches Bundesamt wird ja darf nicht einmal eine ausländige Topleveldomain führen. Nebenbei ist diese Domain auf kein Bundesamt registriert.

Es wird nie zu solch einer hahnebüchernen Zensur kommen und wenn, wird diese schneller vor dem Bundesverfassungsgericht landen als Du und ich Internetzensur sagen können. Vor dem Bundesverfassungsgericht hätte diese dann keinerlei bestant.

Aber trotzdem isses witzig. g

Fraggle 17. April 2009 um 17:56 Uhr

@Michael:
Wie soll es jemand vors Bundesverfassungsgericht bringen, wenn niemand die Liste einsehen kann? Das ist doch einer der größten Haken an der Geschichte. Wenn die Blacklist überprüfbar wäre, wäre es nicht gaanz so schlimm. Außerdem haben bereits Politiker angeführt, daß auch andere Seite aufgenommen werden können, wie in Australien auch geschehen. Das einzig Dumme an dem Persiflageschild ist, daß dort von CDU Politikern die Rede ist. Dabei ist das Befürworten Parteiunabhängig bis hin zu den Linken (mit Ausnahme der FDP, wie es ausieht.)

axelt 17. April 2009 um 18:18 Uhr

Ich bin dafür und dagegen

jn 17. April 2009 um 18:24 Uhr

@axelt:

Wenn du auf diese Art Schutz angewiesen bist, bist Du nicht auf dem richtigen Weg, oder?

Christoph 17. April 2009 um 18:47 Uhr

Als ich das erste Mal hörte, das die Kinderporno Seiten blocken wollen, dachte ich: Feine Sache; bin gespannt, wie die das umsetzen.

Und wenn ich nun lese, dass die das einfach über DNS machen, dann kommen mir fast die Tränen.

Das ist dieses typische “gewollt und nicht gekonnt”.
(Obwohl: Der Herr NichtKönnen” wohnt auch häufig in der “NichtWollen” Strasse)

Wobei man doch meinen sollte, dass bei den Providern nicht ganz dumme sitzen.
Und wer ist am Ende wieder der Gelackmeierte: Der Normaluser, der zensiert wird und nicht der Pädophile, ich bin mir fast sicher, dass die in ihren Foren schon sämtliche Möglichkeiten durchdiskuttiert haben, wie man diese Sperre umgeht.

Super Arbeit. So verbrennt man Geld.

Fraggle 17. April 2009 um 18:49 Uhr

Hier stand eine Antwort auf einen Kommentar, der nun weg ist

caschy 17. April 2009 um 20:04 Uhr

Hier wurde nix gelöscht.

celsius 17. April 2009 um 20:39 Uhr

Schon ernüchternd, dass gerade einmal 18% der Nutzer, dieser Angebote, dadurch abgehalten werden.

Aber wir in Deutschland haben schon länger eine (art) Internetzensur. Wenn die Suchmaschinen nix finden, da werden gewisse Websites, die mit unserer Vergangenheit zu tun haben und diese Verherrlichen nicht gefunden.
Genau so wie die sogenannten Hacker-Tools auch nicht mehr im Index der Suchmaschinen sind, seit sie in Deutschland nicht mehr benutzt werden dürfen.

cro 17. April 2009 um 21:04 Uhr

Sebastian schrieb:

Auch schön!

http://img3.imagebanana.com/img/dy6mtlg/01.png

Ebenfalls nett, wenn auch orthografisch etwas verhunzt.

http://img151.imageshack.us/img151/2977/stopp.png

lennart 17. April 2009 um 21:07 Uhr

Also ich verstehe eure aufregung nun wirklich nicht…! Es werden doch z.B. Seiten gesperrt, die Kinderpornographie beinhalten! Also wer hier wird diese Sperre umgehen um an solchen Content zu gelangen? Ich hoffe niemand!

In diesem Fall finde ich Zensur, völlig legitim! natürlich werden diese Kranken auch irgendwie anders dran kommen, aber jeder 08/15 dummie ist erst mal abgeschreckt!

caschy 17. April 2009 um 21:11 Uhr

@lennart:

Mal sehen was du legitim findest wenn diese Zensur immer weiter geht…und irgendwann mal wieder Menschen nachts abgeholt werden.

lennart 17. April 2009 um 21:15 Uhr

ja das stimmt natürlich also ich finde es wirklich nur in diesem Fall mehr als überfällig… Anstatt, dass soetwas vor einigen Jahren begonnen wurde, wurde das Geld für die “Raubkopierer-Jagt” rausgeschmissen!

Fraggle 17. April 2009 um 22:05 Uhr

@caschy:
Vielleicht hatte axelt seinen Post editiert, in meiner Mailbenachrichtigung stand etwas anderes als dann hier auf der Seite ;)

@lennart:
Der 08/15 Dummie, der auf solche Seiten kommt, ist nicht das Problem. Wenn eine solche Sperre wirklich etwas bringen würde, dann hätte kaum einer etwas dagegen.
Aber sie ist extrem leicht umgehbar, daß sogar PC-Anfänger dies einrichten könnten, und zweitens, warum muß die Blacklist geheim sein? Warum darf niemand kontrollieren, ob dort nicht zu unrecht Seiten eingetragen sein? Zumal Politiker bereits weitere Seiten forderten? Das ist das Problem, was es zur Zensur werden läßt.

A.J. 17. April 2009 um 22:10 Uhr

Ich habe gehört, dass meist ganz viele verschiedene Webseiten auf einem Server liegen und durch diese Filter auch “saubere” Webseiten nicht mehr erreichbar sein könnten. Angeblich kann durch die Sperren und die Struktur des Internets zu Störungen im Internet kommen. Wenn ich was falsches gehört haben sollte, dann klärt mich auf. Wäre schon ärgerlich, wenn die Sperren Chaos im Netz anrichten sollten. Angeblich ist das Internet ja eh schon nicht weit vom Zusammenbruch. Habe mal gelesen, dass die ganze Infrastruktur erneuert werden müsste. Mal sehen was dabei hinten rauskommt.

caschy 17. April 2009 um 22:10 Uhr

Wer überwacht die Überwacher? ;)

Toddi 17. April 2009 um 22:26 Uhr

und wusste schon gar nicht mehr ob ich lachen oder weinen sollte…

So ähnlich ergeht es mir auch gerade.
Ich bin völlig geplättet und schwanke zwischen hilfloser Wut und totaler Fassungslosigkeit…

Garve 17. April 2009 um 22:35 Uhr

@Oliver:
Hat Spaß gemacht!
Eine Rede oder so seitens CCC wäre aber auch toll gewesen.

René W. 17. April 2009 um 22:48 Uhr

Nach dem sehr diskussionsreichen Tag hoffe ich das ich Caschys Blog morgen noch finde, und kein “Stopp” Explicit content ;-)

Simplicissimus 17. April 2009 um 23:04 Uhr

Ich möchte hier nur einmal den Teil eines Gedichtes zitieren, den der von mir hochgeschätzte Dichter Günter Eich in seinem Hörspiel “Träume” geschaffen hat:

Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen!
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

Es ist doch immer der alte Trick …
(Auch hier empfehle ich noch einmal Günter Eich: Rede zur Verleihung des Georg-Büchner-Preises (1959), in welcher er das Verhältnis von Sprache und Macht entlarvt.)

Zuerst Kinderpornografie:
Dagegen kann man ja nicht sein!
Dann Terror:
Wir wollen und sollen doch alle sicher leben!
Irgendwann kommen die Extremisten und Radikalen:
Auf die muss man doch aufpassen!
Schließlich die Andersdenkenden und -seienden:
Wer weiß, was die nicht alles aushecken!
Und wer eine andere und gerechtere Welt für möglich hält und ggf. noch dafür kämpft, dem kann man ja ohnehin nicht trauen.

In diesem Sinne … seid der Sand!

Knutteltiger 18. April 2009 um 00:16 Uhr

..so einige hier, sind immer noch richtig informiert über das, was da mit unserer Uschi so laienhaft abgeht!! Dann mal ein paar Infos. Mehr kann man zu diesem Thema nicht mehr sagen.
Gute Nacht !!!

Die vollständige Pressemitteilung … (MEINE FRESSE)
…erläutert, dass es um die “Verbreitung” von KiPo in einer
“Tauschbörse” ging.

Daraus könnte man mutmassen, dass es sich um die Verbreitung von KiPo
in einem Filesharing-Netzwerk handelt und somit schliessen, dass
a)
(sogar, wie üblich) die Polizei selbst erneut ein weiteres
GEGENBEISPIEL zu Uschis KiPo-Verbreitungs-Theorien vom Millionenmarkt
des kommerziellen Webseitenvertriebs und ihres DNS-Filterwahns
beisteuert und
b)
Die Polizei (LKA BW) zumindest in Form der Pressestelle erneut ihre
begrenzte Kompetenz wenn nicht gezielte Desinformation durch
schwammige und unklare Bezeichnungen unter Beweis stellt. (p2p !=
“Tauschbörse”)

Auch wird klar, dass mal wieder “Ermittlungen” auf der Basis
geloggter Massendaten für die Generierung horrender Fallzahlen
herhalten müssen.

Mögliches Zustandekommen der Datenhalden, Spoofing oder Tatsachen
zählen nicht – ebensowenig wie die tatsächlichen Strafvorwürfe gegen
jeweils Verdächtigte.

Ist alles immer wirklich echte Kinderpornographie, wieviel ist
“Jugendpornographie”, und wieviel davon sind womöglich
Verdächtigungen aufgrund von “barely legal” Angeboten oder
Scheinminderjährigkeit?

Da es sich um Ermittlungen beginned von Mitte 2008 an handelt, kann
ich nur HOFFEN, dass es sich TATSÄCHLICH um die Verbreitung ECHTER
KINDERPORNOGRAPHIE handelt und die Polizei ihre Zeit nicht mit der
Jagd nach Schwachsinn und Phantomkonsumenten verbringt.

Man weiss es nicht, aber ersteinmal werden horrende
Verdächtigungszahlen unter dem plakativen und finalen KiPo-Label
produziert.

Daran kann man zwei weitere deutliche Fehlentwicklungen erkennen, die
Dank der politischen Versager-Kaste vom Kaliber der Bundes-Uschi
hervorgerufen werden:

Die ECHTE Ermittlungsarbeit der Polizei wird sich Dank der schwammig
verschlechterten Gesetzeslage (JuPo, ScheinJuPo) in Zukunft nur
drastisch verschlechtern können:

Eben diese vermurkste Gesetzeslage wird in Zusammenspiel mit der
bereits in der Realität unter Beweis gestellten, unseriösen und
ungenau zusammenfassenden Berichterstattung der Kriminalämter weiter
dazu führen, dass massiv steigende Verdachts- und Ermittlungszahlen
unter dem Schockbegriff der Kinderpornographie generiert werden, auch
OHNE JEGLICHE VERÄNDERUNG in tatsächlichen Konsumenten- oder
Anbieterzahlen!

Damit entwertet sich die gemeinsame Polit- und Polizeihysterie um die
Kinderpornographie selber. Aber hier geht es ja eigentlich um
gesellschaftliche Polit-Propaganda – wen von den Akteuren
interessiert da schon der Missbrauch von Kindern außer als Vehikel
für die eigenen politisch-polizeilichen Ziele!

Gell, Uschi?

Die Pressemitteilung des LKA sagt weiterhin, dass durch die
vorgenommenen Ermittlungen EIN realer FALL von Kindesmissbrauch
beendet werden konnte!!!

DAFÜR MEINEN AUFRICHTIGEN UND HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND DANK AN DIE
ERMITTELNDEN POLIZISTEN!

SO sollte es sein und dafür(!) müssen der Polizei auch Ressourcen
bereitgestellt und der Rücken freigehalten werden!

Aber auch hier drängt sich leider der Verdacht auf, dass die
Polit-Initiativen und die Schock-Propaganda die ECHTE und RICHTIGE
und WICHTIGE Ermittlungsarbeit gegen echte Kinderpornographie sogar
in Zukunft eher noch BEHINDERN werden:

Weil die selben Polizisten, die besser Kindervergewaltiger jagen (und
den bestenfalls perversen Konsumenten mal auf die Finger hauen
sollten – obgleich diese besser nicht von der Polizei sondern von
Psychoterapeuten zu “behandeln” wären!) in Zukunft stattdessen damit
beschäftigt sein werden, URL-Listen mit eigentlich legalen
“Ekel”(?)pornoseiten in Exel zu verwalten oder die Konsumenten von
Schmuddel-Zeichentrickfilmen oder filmischen Darstellungen
abgenutzter Porno-Nutten mit Zöpfen und in Schuluniformen zu
verfolgen und zu drangsalieren.

Toll gemach Uschi! Und Brigitte!
(Ein Schelm, wer bei diesen Namen etwas böses denkt … )

Besonders bemerkenswert und entlarvend finde ich auch die
abschliessenden “Vorbeugungstipps” des LKA:

Erschreckend für die Ermittler ist immer wieder die Tatsache,
dass kinderpornografische Dateien weltweit von jedem Nutzer
ohne jegliche Altersprüfung oder sonstige Zugangsbeschränkung,
also auch von Minderjährigen, abgerufen werden können.

Ach? KiPo-Konsum in Zukunft also nur nach Altersprüfung oder wie soll
das verstanden werden?

Mal wieder vermengt die Pressestelle der Polizei zwei vollkommen
unterschiedliche Sachverhalte zu einer obskuren Gemengelage! Das
lässt ja das Beste in Sachen zukünftiger KiPo-Schockmeldungen hoffen
- IHR VOLLFLASCHEN!!!

Mit der Nutzung von so genannten Filterprogrammen können Eltern
verhindern, dass ihre Kinder entsprechende Seiten aufrufen
und mit abscheulichen Darstellungen konfrontiert werden.

“entsprechende Seiten” sollen hier also KiPo-Seiten sein, auf die die
Kinder zufällig geraten könnten, so ganz gemäß nach Bundes-Uschis’
Propaganda-Paranoia oder wie?

Dumm nur, dass die Pressemitteilung ja von p2p-Tauschfällen handelt.
Die “Kinder” müssen also zielgerichtet auf mit Titten- und
“Schwanz-im-Arsch-stecken”-Bildern und Fick-Werbung verseuchten
Seiten nach p2p-Dateien aus der geschmacklosen Rubrik “9-jährige
Lolita wird mal ordentlich hart verwöhnt” suchen, ihre
Filesharing-Programme aufrufen und die Dateien vorsätzlich
herunterladen, um dann plötzlich und unerwartet mit diesen
abscheulichen Darstellungen konfrontiert zu werden. Aber sicher!

Um es mal der thematischen Lage angemessen auszudrücken: Die
Pressestelle des LKA-BW hat den Arsch offensichtlich so weit offen,
dass auch kein “giant cock” den mehr stopfen könnte!

Ich kann bei soviel zusammehanglosem Dummschwätzen nur hoffen, dass
die echte Polizeiarbeit nicht von eben solchen Trotteln gemacht wird,
wie offensichtlich die Arbeit aus den Propaganda-Pressestellen der
Kriminalämter.

Nähere Informationen zu Filterprogrammen sind unter
http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/internet erhältlich.

Zynische Nachfrage: Krieg ich da auch dem Bundestrojaner zum selber
runterladen?

Aber nein, wer dem Link folgt, kommt nur auf eine nichtssagende
Schwafelseite OHNE besonderen Bezug zur Internetthematik. Auch die
eigentliche Seite

http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/so_schuetzen_sie_ihr_kind/

enthält ABSOLUT NULL Informationen zum Schutz von Kindern – und
insbesondere keine zu “Kinderschutz”-Filtern!!! – und bietet
stattdessen ein newsletter-Abo des BSI an.

WAS FÜR EIN BULLSHIT!

Abgesehen davon ist die Seite auch mit Darstellungsfehler versehen
und regt unter “Sicherheitskompass” dazu an, sich doch den
Adobe-Flash-Player zu installieren …

Ja geht’s eigentlich noch schlimmer?

Die Polizei ist ZU DOOF, DAS INTERNET ZU BENUTZEN!

Anstelle dessen schwallt die Pressestelle lieber von Schockzahlen,
weiss als linke Hand nicht, was die rechte Hand auf ihren Webseiten
treibt, und verkündet vollkommen grenzdebil zusammengewürfelten
Schwachsinn als Vorbeugungstipps während sie Hilfe anbietet, die
nicht existent ist.

Liebe KiPo-Pressestellen, soll mir das etwa Vertrauen in die
Ermittlungskompetenz der Polizei vermitteln?

Für mich bekommt da der Ausdruck “KiPo” die vollkommen neue Bedeutung
von der “KinderPolizei” – so als Synonym für “ungebildet, unreif und
geistig unterentwickelt”.

Und Eure Horrorgeschichten von den Kinderfickern der Nation könnt ihr
allenfalls der Märchen-Uschi aus Berlin erzählen, so als “Vorbeugung
durch Angst machen”!

LokiBartleby 18. April 2009 um 00:17 Uhr

Anstatt, dass soetwas vor einigen Jahren begonnen wurde, wurde das Geld für die “Raubkopierer-Jagt” rausgeschmissen!

Raubmordkopierer sind halt eine noch größere Gefahr als Pädophile. -.-

Dieser vollkommen blinde Aktionismus, gepaart mit Populismus, Ignoranz und schlichter Dummheit auf Seiten der Politik lässt mir bisweilen das Blut kochen.
Und ist man gegen derlei Vorgehen, darf man sich selber als potentiellen Kinderschänder verunglimpfen lassen. Aber das ist man ja eh schon, sofern man Killerspiele mag.

Einfach nur beängstigend dieser Trend, der, und das ist das Schlimmste daran, von weiten Teilen der Bevölkerung mangels Wissen und echtem Interesse zumindest mal wortlos hingenommen, wenn nicht sogar gutgeheißen wird. Geht ja immerhin um den Kampf gegen eins der mit Abstand abscheulichsten Verbrechen.
Wenn es denn wenigstens so wäre. :(

Und ich fand den Mauerfall 89 eigentlich positiv. Endlich frei.
Wenn es denn mal so wäre. :(

G. 18. April 2009 um 00:50 Uhr

@Caschy

Vielleicht wird ja @Lennart bald nachts abgeholt – sind Metaller nicht allesamt Satanisten? Hören nicht alle potentiellen Amokläufer Heavy Metal / Rock? ;-P

Noch nie war die Jugend SO DUMM! Hilfe – will zurück in die 68er.

Pepino 18. April 2009 um 01:21 Uhr

Grundgesetz Artikel 5, Absatz 1: “Zensur findet nicht statt.”

….. daß ich nicht lache :-(

Macrozzy 18. April 2009 um 01:31 Uhr

Moin,moin…..

Also zu diesem heiß besprochenen Thema: ich finde es in erster Linie gut.
18% Pädophile abhalten ist 18% näher am Ziel diese Menschen von Ihrem tun abzuhalten. Als Vater von 4 Kids, mach ich mir ja schon gedanken über das Thema. Über das Meinungs und Persöhnlichkeitsrecht möchte ich sagen, egal was du tust im Netz: Der Große Bruder sieht dich sowieso……XD.
Also warum die Aufregung…….

Schade nur das das Bka diese Daten nicht speichert, und beim 2 oder 3 mal auffallen nich ma hallo sagt.

Meine Frage an euch: wenn eine Liste dieser Server existiert, warum werden dann die Betreiber nicht Hochgenommen. Ein Gesetz gegen Ki_Po ist in fast jedem Land existent.

Guts Nächtle…….

Knutteltiger 18. April 2009 um 01:36 Uhr

Die vollständige Pressemitteilung …

…erläutert, dass es um die “Verbreitung” von KiPo in einer
“Tauschbörse” ging.

Daraus könnte man mutmassen, dass es sich um die Verbreitung von KiPo
in einem Filesharing-Netzwerk handelt und somit schliessen, dass
a)
(sogar, wie üblich) die Polizei selbst erneut ein weiteres
GEGENBEISPIEL zu Uschis KiPo-Verbreitungs-Theorien vom Millionenmarkt
des kommerziellen Webseitenvertriebs und ihres DNS-Filterwahns
beisteuert und
b)
Die Polizei (LKA BW) zumindest in Form der Pressestelle erneut ihre
begrenzte Kompetenz wenn nicht gezielte Desinformation durch
schwammige und unklare Bezeichnungen unter Beweis stellt. (p2p !=
“Tauschbörse”)

Auch wird klar, dass mal wieder “Ermittlungen” auf der Basis
geloggter Massendaten für die Generierung horrender Fallzahlen
herhalten müssen.

Mögliches Zustandekommen der Datenhalden, Spoofing oder Tatsachen
zählen nicht – ebensowenig wie die tatsächlichen Strafvorwürfe gegen
jeweils Verdächtigte.

Ist alles immer wirklich echte Kinderpornographie, wieviel ist
“Jugendpornographie”, und wieviel davon sind womöglich
Verdächtigungen aufgrund von “barely legal” Angeboten oder
Scheinminderjährigkeit?

Da es sich um Ermittlungen beginned von Mitte 2008 an handelt, kann
ich nur HOFFEN, dass es sich TATSÄCHLICH um die Verbreitung ECHTER
KINDERPORNOGRAPHIE handelt und die Polizei ihre Zeit nicht mit der
Jagd nach Schwachsinn und Phantomkonsumenten verbringt.

Man weiss es nicht, aber ersteinmal werden horrende
Verdächtigungszahlen unter dem plakativen und finalen KiPo-Label
produziert.

Daran kann man zwei weitere deutliche Fehlentwicklungen erkennen, die
Dank der politischen Versager-Kaste vom Kaliber der Bundes-Uschi
hervorgerufen werden:

Die ECHTE Ermittlungsarbeit der Polizei wird sich Dank der schwammig
verschlechterten Gesetzeslage (JuPo, ScheinJuPo) in Zukunft nur
drastisch verschlechtern können:

Eben diese vermurkste Gesetzeslage wird in Zusammenspiel mit der
bereits in der Realität unter Beweis gestellten, unseriösen und
ungenau zusammenfassenden Berichterstattung der Kriminalämter weiter
dazu führen, dass massiv steigende Verdachts- und Ermittlungszahlen
unter dem Schockbegriff der Kinderpornographie generiert werden, auch
OHNE JEGLICHE VERÄNDERUNG in tatsächlichen Konsumenten- oder
Anbieterzahlen!

Damit entwertet sich die gemeinsame Polit- und Polizeihysterie um die
Kinderpornographie selber. Aber hier geht es ja eigentlich um
gesellschaftliche Polit-Propaganda – wen von den Akteuren
interessiert da schon der Missbrauch von Kindern außer als Vehikel
für die eigenen politisch-polizeilichen Ziele!

Gell, Uschi?

Die Pressemitteilung des LKA sagt weiterhin, dass durch die
vorgenommenen Ermittlungen EIN realer FALL von Kindesmissbrauch
beendet werden konnte!!!

DAFÜR MEINEN AUFRICHTIGEN UND HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND DANK AN DIE
ERMITTELNDEN POLIZISTEN!

SO sollte es sein und dafür(!) müssen der Polizei auch Ressourcen
bereitgestellt und der Rücken freigehalten werden!

Aber auch hier drängt sich leider der Verdacht auf, dass die
Polit-Initiativen und die Schock-Propaganda die ECHTE und RICHTIGE
und WICHTIGE Ermittlungsarbeit gegen echte Kinderpornographie sogar
in Zukunft eher noch BEHINDERN werden:

Weil die selben Polizisten, die besser Kindervergewaltiger jagen (und
den bestenfalls perversen Konsumenten mal auf die Finger hauen
sollten – obgleich diese besser nicht von der Polizei sondern von
Psychoterapeuten zu “behandeln” wären!) in Zukunft stattdessen damit
beschäftigt sein werden, URL-Listen mit eigentlich legalen
“Ekel”(?)pornoseiten in Exel zu verwalten oder die Konsumenten von
Schmuddel-Zeichentrickfilmen oder filmischen Darstellungen
abgenutzter Porno-Nutten mit Zöpfen und in Schuluniformen zu
verfolgen und zu drangsalieren.

Toll gemach Uschi! Und Brigitte!
(Ein Schelm, wer bei diesen Namen etwas böses denkt … )

Besonders bemerkenswert und entlarvend finde ich auch die
abschliessenden “Vorbeugungstipps” des LKA:

Erschreckend für die Ermittler ist immer wieder die Tatsache,
dass kinderpornografische Dateien weltweit von jedem Nutzer
ohne jegliche Altersprüfung oder sonstige Zugangsbeschränkung,
also auch von Minderjährigen, abgerufen werden können.

Ach? KiPo-Konsum in Zukunft also nur nach Altersprüfung oder wie soll
das verstanden werden?

Mal wieder vermengt die Pressestelle der Polizei zwei vollkommen
unterschiedliche Sachverhalte zu einer obskuren Gemengelage! Das
lässt ja das Beste in Sachen zukünftiger KiPo-Schockmeldungen hoffen
- IHR VOLLFLASCHEN!!!

Mit der Nutzung von so genannten Filterprogrammen können Eltern
verhindern, dass ihre Kinder entsprechende Seiten aufrufen
und mit abscheulichen Darstellungen konfrontiert werden.

“entsprechende Seiten” sollen hier also KiPo-Seiten sein, auf die die
Kinder zufällig geraten könnten, so ganz gemäß nach Bundes-Uschis’
Propaganda-Paranoia oder wie?

Dumm nur, dass die Pressemitteilung ja von p2p-Tauschfällen handelt.
Die “Kinder” müssen also zielgerichtet auf mit Titten- und
“Schwanz-im-Arsch-stecken”-Bildern und Fick-Werbung verseuchten
Seiten nach p2p-Dateien aus der geschmacklosen Rubrik “9-jährige
Lolita wird mal ordentlich hart verwöhnt” suchen, ihre
Filesharing-Programme aufrufen und die Dateien vorsätzlich
herunterladen, um dann plötzlich und unerwartet mit diesen
abscheulichen Darstellungen konfrontiert zu werden. Aber sicher!

Um es mal der thematischen Lage angemessen auszudrücken: Die
Pressestelle des LKA-BW hat den Arsch offensichtlich so weit offen,
dass auch kein “giant cock” den mehr stopfen könnte!

Ich kann bei soviel zusammehanglosem Dummschwätzen nur hoffen, dass
die echte Polizeiarbeit nicht von eben solchen Trotteln gemacht wird,
wie offensichtlich die Arbeit aus den Propaganda-Pressestellen der
Kriminalämter.

Nähere Informationen zu Filterprogrammen sind unter
http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/internet erhältlich.

Zynische Nachfrage: Krieg ich da auch dem Bundestrojaner zum selber
runterladen?

Aber nein, wer dem Link folgt, kommt nur auf eine nichtssagende
Schwafelseite OHNE besonderen Bezug zur Internetthematik. Auch die
eigentliche Seite

http://www.polizeiberatung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/so_schuetzen_sie_ihr_kind/

enthält ABSOLUT NULL Informationen zum Schutz von Kindern – und
insbesondere keine zu “Kinderschutz”-Filtern!!! – und bietet
stattdessen ein newsletter-Abo des BSI an.

WAS FÜR EIN BULLSHIT!

Abgesehen davon ist die Seite auch mit Darstellungsfehler versehen
und regt unter “Sicherheitskompass” dazu an, sich doch den
Adobe-Flash-Player zu installieren …

Ja geht’s eigentlich noch schlimmer?

Die Polizei ist ZU DOOF, DAS INTERNET ZU BENUTZEN!

Anstelle dessen schwallt die Pressestelle lieber von Schockzahlen,
weiss als linke Hand nicht, was die rechte Hand auf ihren Webseiten
treibt, und verkündet vollkommen grenzdebil zusammengewürfelten
Schwachsinn als Vorbeugungstipps während sie Hilfe anbietet, die
nicht existent ist.

Liebe KiPo-Pressestellen, soll mir das etwa Vertrauen in die
Ermittlungskompetenz der Polizei vermitteln?

Für mich bekommt da der Ausdruck “KiPo” die vollkommen neue Bedeutung
von der “KinderPolizei” – so als Synonym für “ungebildet, unreif und
geistig unterentwickelt”.

Und Eure Horrorgeschichten von den Kinderfickern der Nation könnt ihr
allenfalls der Märchen-Uschi aus Berlin erzählen, so als “Vorbeugung
durch Angst machen”!

caschy 18. April 2009 um 07:41 Uhr

@LokiBartleby:

Unser Volk hat das Aufstehen verlernt.

Mark 18. April 2009 um 08:45 Uhr

@caschy

“Unser” Volk war schon immer ein Volk von Duckmäusern und Mitläufern!

Peter d. G. 18. April 2009 um 09:47 Uhr

Hallo,
eine interessante und fundierte Diskussion gibt es dazu im Podcast , den ich hier empfehlen möchte.
Gruß,
Peter

Carabon 18. April 2009 um 10:25 Uhr

Schaut ihr alle Kipo? Ich verstehe da grade einiges NICHT! Meinetwegen steht im Grundgesetz das Zensur nicht stattfindet, aber wenn so das Geschäft des Vergewaltiger lahmgelegt werden kann, dann ist das doch eine gute Sache. Das unsere Polizei nicht gerade bei der Sache ist, ist doch auch nicht so wichtig. Es geht doch nur darum, die Vergewaltigungsrate zu senken, und das ist auf jeden Fall der erste, gute Schritt dorthin.

Abeeeeer wenn das sowieso alles über p2p läuft, dann ist dass doch alles sinnlos. Wenn man das via DNS umgehen kann, dann ist es doch sowieso kein Problem.

Das man sich über die Politiker, Polizei etc. aufregt finde ich ok. Aber doch nicht über dieses Verbot?! Euer Kind wird vergewaltigt, seht dass dann auf eine Website und denkt, warum um alles in der Welt gibt es sowas? Das müsste längst verboten sein, so etwas zu puplizieren. Ist es das vllt auch ??!!
Es kann doch nicht so schwer sein, ein gesetzt zu entwickeln das wie folgt lautet “Das puplizieren von Kindeporographie, egal in welcher Art, ist untersagt”

Wenn ich mit dem Auto 2 Km/h zu schell fahre, sind die Cops doch auch gleich da. Und hier, eine jämmerliche Sperre, welche jedes Kiddie umgehen kann. Doch warum wollt ihr es denn alle umgehen??

Soviel von mir, wieder mal totaler Schwachsinn unserer Regierung! Anstatt das Problem am Kern zu packen, wird wieder nur drumrumgemacht und so getan als ob!

Sicherlich weiß es mitlerweile eh jeder, wie man die Sperre umgeht. Also die Padophilen sind nicht geschädigt. Wer ist dann geschädigt? Eigentlich doch keiner?! Bis auf der, welcher es immer noch nicht weis wie man die Sperre umgeht uuuund KiPo’s schauen will!

Fraggle 18. April 2009 um 10:37 Uhr

@caschy:
zuletzt stand es 1989 auf und das sehr erfolgreich, davor 1963 und wurde blutig niedergeschlagen.

@Mark:
Nur wenn Du die Zeit ab 1919 nimmst und sagst vorher existierte unser Volk nicht. Davor 1870/71, 1848er Revolution, Widerstand gegen Napoleon.
Dieses Land hier hat wie ganz Europa Wurzeln in freiheitsliebenden Naturvölkern gehabt, die sich dafür einsetzen (gegen Römer z.B.).
Ich denke es liegt eher am generellen Werteverfall, jeder ist sich selbst nur noch der nächste.

RMBurger 18. April 2009 um 11:03 Uhr

Wenn es nur um die Kinderporno Seiten geht, bin ich dafür. Ein schwacher – aber ein Anfang!

Kinderf…. haben KEINE Rechte!

Joshua 18. April 2009 um 11:31 Uhr

Ich glaube kaum, das einer “von uns” jemals die Sperrseite im Livebetrieb zu sehen bekommen wird – solange eben nur das gesperrt wird, was gesperrt werden soll.

Mein persönlicher Protest gegen die Vorgehensweise von Frau von der Leyen hängt sich auch nicht daran auf, dass solcher Müll gefiltert|gesperrt werden soll, sondern daran, wie und vor allem zu welchem Zeitpunkt die Sperre eingeführt wird – sehr wahlkampf-wirksam, und allein diese Tatsache macht mich sauer. Jahrelang hat Frau Familienministerin nicht gezuckt und plötzlich, im Wahlkampf, … – welch eine Moral! :-\

Hier wird sehr werbewirksam etwas “verkauft”, was nicht mal ansatzweise das halten kann, was Frau von der Leyen den Wählern verspricht. Der Gipfel ist aber ihre Beratungsresistenz, wenn sie auf die Unwirksamkeit ihrer Massnahme angesprochen wird, von Leuten, die tatsächlich etwas davon verstehen.

Knutteltiger 18. April 2009 um 11:37 Uhr

Author: RMBurger
Comment:
Wenn es nur um die Kinderporno Seiten geht, bin ich dafür. Ein schwacher – aber ein Anfang!

Es gibt aber nicht massenhaft brutal missbrauchter und zerfetzter Kinderlaiber im Netz
die auch noch immer jünger werden (6Monate alt?) oder ist mal nur einer von Euch
wie laienhaft Uschi sagt, angefixt worden und zufälligerweise über so etwas täglich
gestolpert. Auch wie man liest sind 99% der Sperrlisten keine KiPo die man sperren müsste.
Also fragt euch wirklich mal selbst, ob euch solche Seiten täglich in Massen zufällig begegnen???

Christoph 18. April 2009 um 11:43 Uhr

@Carabon

Abeeeeer wenn das sowieso alles über p2p läuft, dann ist dass doch alles sinnlos. Wenn man das via DNS umgehen kann, dann ist es doch sowieso kein Problem.

Bei P2P läuft eh alles über IP, da ist der DNS “Schutz” komplett sinnfrei.

Und nach einigem drübernachdenken wäre die Konsequenz für Kipo Seiten, einfach alles über IP zu machen anstatt über DNS und schwupps ist der DNS “Schutz” noch ne Ecke sinnfreier geworden.

Die Zensur von Kipo im Netz ist zwar ein wohlgemeinter Ansatz, aber wesentlich effizienter wäre es, das Übel and er Wurzel, sprich den Betreibern zu packen.

Und jetzt noch ein Problem für die Provider:
Woher haben die alle Adressen. Alle, wohl kaum… Und genau da liegt doch das Problem. Eine Seite wird geblockt, schon tauchen Spiegel auf und dadurch hat sichd as Problem dann noch verschlimmert.

Das ist genauso ein Quatsch, wie Terroristen verbieten zu wollen, ihre EMails zu verschlüsseln oder diese Affenaktion, die im Namen der Terrorbekämpfung an Ami-Flughäfen mit der Laptopkonfiszierung durchgezogen wurde. Es ist schlicht vertane Zeit und trifft statistisch eher die Unschuldigen, als die Schuldigen (denn die sind schlau genug, solcherlei Sachen zu umgehen)

Fraggle 18. April 2009 um 11:54 Uhr

Endlich hab ich den Link wiedergefunden.
http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere–/artikel/135867

Dieser Artikel beschreibt wunderbar, warum es Unsinn ist.

Ein paar Zitate aus diesem Artikel:

“In den letzten Monaten sind mehrere Sperrlisten aus verschiedenen Ländern im Internet aufgetaucht. Die Echtheit der Listen wurde bislang von keiner Seite bestritten, höchstens die Aktualität. Analysen von Bürgerrechtlern ergaben, dass sich sowohl auf der dänischen als auch auf der finnischen URL-Liste mehrheitlich Adressen befanden, die sich bei näherer Betrachtung nach dem jeweils geltenden Strafrecht nicht als Kinderpornografie-Links klassifizieren ließen.”

“Geht man davon aus, dass die Inhalte zuvor längere Zeit auf der Sperrliste standen, führt dieses Experiment die Argumentation des Familienministeriums ad absurdum: Die dänischen Strafverfolgungsbehörden setzten anscheinend illegale Inhalte lieber auf eine Sperrliste, als sich darum zu bemühen, sie aus dem Netz zu verbannen. So sind die Inhalte für den unbedarften Teil der Bevölkerung vielleicht nicht mehr sichtbar, aber für die Pädokriminellen umso besser und länger.”

Aber bitte komplett lesen. Jeder von uns hier will bestimmt den Kinderschändern an den Kragen, aber eine Methode, die 1. nicht funktioniert und 2. stattdessen nur anderen Schaden anrichten kann, hilft keinem Kind.

Noch eine andere Quelle:
Zitat:
“Die bekannt gewordenen Kinderporno-Sperrlisten enthalten entsprechenden Analysen zufolge nur zu einem Bruchteil tatsächliche Kinderpornographie. Dies zeigen die bekannt gewordenen Listen aus Finnland, Schweden, der Schweiz und Australien.”
http://blog.odem.org/internet-sperren/

Knutteltiger 18. April 2009 um 12:14 Uhr

Wäre das Ausmerzen von KInderpronographie im Internet das Ziel, würde
das BKA keine Sperrlisten erstellen, sondern die ermittelten Seiten
direkt an die Staatsanwaltschaft weiterreichen, soweit sie sich im
deutschen Rechtsraum befinden, bzw. die Hoster der in den
USA gehosteten Seiten informieren, womit die Pornos innerhalb von
Stunden definitiv vom Netz wären! Es kommt sogar noch schlimmer, Seiten, die angezeigt werden und in Kiel gehostet werden, werden sogar vom VDL Ministerium ignoriert und unbeantwortet gelassen!!
Es sind also wie in Schweden, Finnland, Dänemark und sonst wo immer noch die Seiten im Netz. Ein Schelm der böses dabei denkt.

Die Listen sind in etwa so, als wenn auf dem Marktplatz ein Vater
sein Kind windelweich prügelt und die Polizei an die entsetzten Leute
ringsherum Augenklappen und Ohrstöpsel verteilt….

Christoph 18. April 2009 um 12:37 Uhr

Wetten der Wahnsitz geht die nächste Zeit noch weiter…

Folgendes Szenario:
Jeder, der erklärt, wie man die DNS Sperren umgeht macht sich strafbar. Das trifft natürlich auch rückwirkend alle Seiten, die erklären, wie man eigene DNS-Server benutzt oder die “hosts”-Datei editiert.

Ich persönlcih wäre dafür, darüber zu informieren, wie man die Sperren umgeht. Und zwar nicht, um die Kipos zu supporten, sondern um die Sperrenden über die Zeitverschwendung Ihrerseits zu informieren.

Würde sich ein Softwarehersteller um die Behebung von Bugs kümmern, wenn keiner darauf aufmerksam macht… Wohl kaum.

Joshua 18. April 2009 um 12:38 Uhr

Die Listen sind in etwa so, als wenn auf dem Marktplatz ein Vater
sein Kind windelweich prügelt und die Polizei an die entsetzten Leute ringsherum Augenklappen und Ohrstöpsel verteilt….

Danke! Das trifft’s haargenau!

Matthias 18. April 2009 um 13:21 Uhr

Also jetzt mal ganz ehrlich: Ich finde es heftig, wie sich einige hier äußern. Das widert einen ja an…

Natürlich kann man darüber diskutieren, wie sinnvoll diese Art der Zensur ist. Dass es technisch nichts bringen wird und typisch politisch-uninformiert gehandelt wurde – alles kein Thema.

Aber wie sich einige hier beim Thema Zensur von Kinderporno-Seiten anstellen – hallo?
Es geht hier um diese genannten Seiten, nennt mir einen vernünftigen Grund was – unabhängig von Ergebnis – erstmal dagegen spricht, dagegen vorzugehen?!

Einige hier tun ja so, als würde das ganze Internet gesperrt, wenn ich schon diese Gerede hier sehe von wegen “DNS-Server” wechseln… da krieg ich das Kotzen!

michael 18. April 2009 um 13:34 Uhr

(5 Provider haben heute in Berlin die Internet-Zensursperrliste vom BKA akzeptiert) (wohlgemerkt, die kommen nicht von einem Gericht oder einer irgendeiner sonstigen neutralen Stelle, sondern direkt vom Staat)

Das mit dem Internet-Ausdrucken ist inzwischen so schlimm, dass die Politiker sogar schon die Zensur-Stoppseite ausdrucken. Oh die Schmerzen!
http://www.heise.de/bilder/136327/1/1

Bei der Stopp-Seite lohnt es sich übrigens, genauer hinzugucken :-) http://img151.imageshack.us/img151/2977/stopp.png

AKTUELLE INFORMATIONSSEITE zum SPERRSTATUS
ALLER PROVIDER (in Deutschland)
http://zensurprovider.de/liste.php

ACHJA, nebenbei hat man HEUTE AUCH in Schweden 4 Personen wegen “The Pirate Bay” thepiratebay.org zu 1 Jahr Haft und jeweils 950.000 EURO Schadenersatz verurteilt.
FAKT IST ABER >
Die Besucher dieser Plattform tauschen wenn überhaupt nur untereinander; KEIN EINZIGES BIT wird “über die Plattform” getauscht.

Hierzu mal ein GANZ GUTER Kommentar aus der Süddeutschen >
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/computer/808/465399/text/
es geht um die !!! ZUKUNFT !!! der Kultur

Und wer heute noch nicht genug zu Kotzen hatte, für den habe ich noch ein Leckerli: Mullah Uhl, der “Innenexperte” der CSU, der Bill O’Reilly der Innen- und Terrorismus-”Experten” Deutschlands, zur Internetzensur: -> http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550–f173841.html#frage173841

Für mich steht jedoch fest, dass z.B. das Freiheitsrecht eines Kindes, nicht sexuell missbraucht und Pädophilen zur Schau gestellt zu werden, um einiges höher zu bewerten ist als eine verabsolutierte “Freiheit des Internets” oder anderes dummes Geschwätz. Die ganze pseudo-bürgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten, man müsse um jeden Preis ein “unzensiertes Internet” verteidigen etc. – vgl. http://www.ccc.de -, fällt für mich in die Kategorie: juristisch ohne Sinn und Verstand und moralisch verkommen.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Gööööbel

Pepino 18. April 2009 um 13:47 Uhr

@Matthias: Warum es Menschen gibt, die gegen diese Art der Sperre sind? Ich werd’s Dir erklären:

Natürlich ist die Verfolgung von KiPo ein nobles Ziel. Sehr wichtig für alle Menschen. Das ist ja das fiese und gemeine an diesem Vorgehen. Man benutzt eine gute Sache, um sie vor den dreckigen Karren der Verschleierung der wahren Gründe zu spannen.

1. Die Sperrlisten sind geheim. Das BKA legt diese fest und es gibt keine Kontrollinstitution.
2. Wer garantiert, daß nur KiPo-Seiten auf dieser Liste sind?
3. Die Sperrung der Leitungen bei den Providern ist aufwändiger, als die Server selbst vom Netz zu nehmen.
4. Die Sperre von einer Leitung bewirkt, daß andere Leitungen zu diesem Server benutzt werden (oder es werden weitere Server mit diesem Inhalt erzeugt). Jegliche Sperrlisten hinken da IMMER hinterher.
5. Wenn es einmal Sperren und Überwachung gibt, dann kann jede unliebsame Seite gesperrt werden. Jede!
6. Was tust Du, wenn Deine Seite gesperrt wird? Wo willst Du Dich dagegen wehren? Es gibt keine Stelle, an die Du Dich wenden könntest.

KiPo ist scheisse und man muss was dagegen tun. Aber doch bitte kein blinder sinnloser Aktionismus, sondern zielgerichtet und kontrollierbar, anstatt geheim und mit Nebenabsichten.

cal 18. April 2009 um 14:40 Uhr

Ich seh das so:

Wenn durch die Sperren nur 30% solcher Seiten sperren, ist das schon ein großer Erfolg.

Das ist genauso wie Jugendlichen Kippen verkaufen, bischen die Drogen zeigen, anfixen. Deswegen find ich diese Sperren genauso sinnvoll wie Tabakwerbung verbieten.

Klar kann jeder so ne Sperre umgehen, aber es ist der einzige machbare Schritt in diese Richtung, wenn man nicht völlig tatenlos dastehen will.

Diese “bringt doch alles eh nix” Argumente sind vielleicht unwahr, aber WARUM ZUR HÖLLE SOLL MAN BEI KINDERPORNOGRAFIE untätig bleiben?

Und Zensur, Meinungsfreiheit. Kinder vergewaltigen ist keine Freiheit.

Und falls sie was anderes als solche Seiten sperren, so wie in China, dann werfen wir Bomben auf die Politiker, unsere “Volksvertreter”. So einfach ist das :) Siehe “V wie Vendetta”.

Aber erstmal Angst vor Zensur hab ich noch nicht. Eher bei Computerspielen, da spinnen manche wirklich.

Knutteltiger 18. April 2009 um 14:58 Uhr

Author: cal Ich seh das so:!

Hallo Cal, mal eine ehrliche Frage, hast du schon mal solche Seiten im Internet gesehen wo kleine Kinder, wie immer wieder von der Frau VDL berichtet brutal vergewaltigt und zerfetzt werden??? Ich habe so etwas noch nicht im Netz gesehen, obwohl ich nun schon seit über 10 Jahren täglich im Netz bin und täglich per Zufall laut Frau VDL darauf stoßen müsste. Ich frage mich nur, wo sich Frau Ministerin VDL so rum treibt, dass sie massenhaft solche Sachen (bis zu 400000 Bilder)täglich findet?? Wen ich auch frage, keiner kann solche Erfahrungen bestätigen bzw. Informationen nachvollziehen!!!

Faye 18. April 2009 um 15:16 Uhr

Also, ich glaube, da wird etws außer Acht gelassen. Hier habe ich schon x Mal gelesen, wie dumm doch die von der L. ist. Und wie beratungsresistent. Ich galaube das NICHT!
Die Frau ist Menisterin. Sie hat die Idee, etwas gegen die VErbreitung von KiPo zu machen. Dann sagt die ihrem Stab: Arbeitet mir ein Konzept aus. Dann kommen die mit einem Konzept, und sie tritt vor die Presse, und macht sich lächerlich. Ihr wird gesagt: “das was du vor hast, ist Quatsch.” Jeder Mensch würde mal das BSI anrufen und fragen: “Mein Team hat folgedes vor, geht das?” und das BSI würde sagen: “Das ist Quatsch!” Und Menisterin würde das Team zusammentrommeln und sagen: “Hey, das war Quatsch, neuer Vorschlag.”
Aber so läuft es nicht. Und wie gesagt, ich glaube nicht an die Dummheit / Beratungsresistentz dieser Frau.
Aber was kann dann der Sinn und Zweck sein? Auf keinen Fall, Kinder zu beschützen oder den Zugriff auf KiPos zu sperren. Wie x fach gelesen: So geht es nicht.
Ich denke, es geht um folgendes: Man möchte die Deutschen langsam mal darauf vorbereiten, dass ganz allgemein zensiert wird. Das muss man natürlich schrittweise machen. Hätte man sich etwas funktionierends ausgedacht, hätte in Deutschland jeder, der KiPos gucken will, und jeder, der daraus Kapital schlagen kann, sich aufgeregt. Provider, weil sie ihre DLS-Leitung nicht mehr Vermieten können, Kinderschänder, weil sie ihre “Ware” nicht mehr verkaufen können, und KiPo-Gucker, weil sie das, was sie da angucken, dann selber machen müssen.
Und jeder normale Mensch hätte sich auch spätestens dann aufgeregt, wenn einen Seite nicht mehr erreichbar gewesen wäre, die eigentlich legal ist. Vielleicht hat Vater P. die Bilder eines Kindergeburtstages veröffentlicht, oder ein Jornalist seine Meinung. Auf jeden Fall hätten ne Menge Menschen, und nicht die paar Hansele in Berlin Alarm geschlagen, und spätestens das Verfassungsgericht hätte Altpapier aus dem Gesetz gemacht, hoffentlich!

Also, muss man die Zensur langsam einführen. Man bekämpft am Anfang etwas, gegen das 99% der Bevölkerung ist, die dann keinen Grund haben, einen nicht mehr zu wählen. Und die 1%, die einen solchen Kampf grundsätzlich für falsch halten, die können sich eh nicht aufrgen, die wissen, dass sie pervers sind. Man macht es so, dass es niemanden daran hindert, den Inhalt, der gesperrt werden soll, dennoch zu empfangen. Und in ein paar Jahren, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass immer wieder auch legale Seiten nur dann erreichbar sind, wenn man die “Sperre” umgeht, dann wird man es verbieten, die Sperre zum umgehen. Und dann kommen wirksamerer Sperren, die man nicht mehr so leicht umgehen kann. Es wird sich keiner aufregen, und vor allem keiner daran erinnern, dass damit Kinder geschützt werden sollten, angeblich. Am Ende ist das Internet einen Propaganda-Maschine, auf der nur noch Inhalte DER Regierung zu sehen sind, die alle 4 Jahre mit einer 95%tigen Mehrheit gewählt wird. Schöne Welt, oder?

Also, jeder, wirklich jeder Mensch sollte sich mal überlegen, wo die Reise hingeht! Ich bin gegen jede Art der Sperre, von jeder Art von Inhalt, sei er noch so ekelhaft. KiPos sind Scheiße, und die armen Kinder, die da missbraucht werden müssen geschützt werden! Das Geld, was Ministerium, und der ganze Rattenschwantz, der da folgen wird, ausgegeben wird, sollte einfach den zuständigen in die Hand gegeben werden, auf das ein paar Kinderschänder mehr gejagt werden können. Sonst bin ich dafür, dass man demnächst einfach die Einträge von Verbrechner aus dem Telefonbuch nimmt, damit man sie nicht mehr anrufen kann, anstatt sie einzusperren.
Wir haben immer mit erhobenen Zeigefinger auf China gezeigt, es wird Zeit, dass wir erkennen, dass wir auf dem besten Wege sind, unsere demokratische freiheitliche Republik abzuschaffen.

Ach, und noch was: ich bin bis her nicht betroffen, da mein Anbieter bis her den Vertrag nicht unterzeichnet hat, aber alle anderen sollten gegen ihren Anbieter klagen, fristlos und außerordentlich kündigen und zu einem der wenigen Anbietern wechseln, die noch nicht zensieren. Vielleicht nutzt das was. Einfach den DNS-Server zu ändern bringt der Bundesrepublik nichts, das ist keine Form des Protestes!

G. 18. April 2009 um 15:40 Uhr

RMBurger = Kinderf…. haben KEINE Rechte!

Vo..eficker, schwule Ar…ficker und Kinder haben dann auch KEINE Rechte! Hier sieht man deutlich wie gefährlich die Kinder”schutz”lobby ist mit tausend Hassparolen gegen das GG und Humanität. Power out of control.

Respekt gegenüber Kindern verlangen, Kinder erziehen zu einem respektvollen Umgang miteinander aber Pädophile darf / soll man 24 Stunden am Tag in den Arsch treten und ihnen respektlos das Leben zur Hölle machen.

http://dejure.org/gesetze/GG/3.html

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

@Michael

Warum tut das so unendlich “weh” wenn andere Menschen anders fühlen, empfinden und daraus anders meinen? Nicht jeder deutsche Bundesbürger will sich zum Durchführungsgehilfe neuer, postmoderner, stiller Holocaust’s machen und ne Jagdsaison eröffnen. Aufhetzer wie RMBurger klatschen natürlich in die Hände.

(Ironie) An alle Pädophile,

lasst euch vom Hass beraten und beendet euren Selbstschutz. Aktzeptiert freiwillig eure Vernichtung, werdet gehorsam, ihr seid 100% Lüge und eure Feinde 100% Wahrheit. Geht bitte freiwillig bis zum natürlichen Tode in Sicherungsverwahrung und verteidigt euch nie in einer Rede oder über Gericht. Wir haben ganz tolle Medikamente vorbereitet, dass machen wir auch mit perversen, ungehorsamen Kindern (Ritalin). Wir haben professionell euren Ruf, Achtung bereits in jahrzehntelanger Arbeit Schritt für Schritt zerstört. Das sittendressierte Wahlvieh wird euch eh nicht helfen da wir all eure Unterstützer mit derselben Gewalt bedrohen und gleiche Nachteile anbieten. Hier kannst Du unterschreiben … (/Ironie)

Wer politisch und militärisch wehrlos ist wird grundsätzlich angegriffen. Homo Homini Lupus!

Knutteltiger 18. April 2009 um 15:56 Uhr

Hallo Faye, dem ist nichts hinzu zu fügen, die meisten Bürger werden mit dem Begriff KiPo nur noch blöd gequatscht und merken nicht, dass es überhaupt nicht um KiPo geht. Langfristig ist das Internet das beste Medium weltweit für “Regierende”, einen Menschen auf Schritt und Tritt, besser als jemals zu irgend einer anderen Zeit zu überwachen. Das ganze ist so perfide, dass es ja eigentlich schon zu großen Teilen umgesetzt ist und nur noch verfeinert wird. (Grundgesetz ändern usw.)Es wäre nun wirklich sehr naiv zu glauben, dass eine Ministerin nicht weis, was Sache ist. Die Frau VDL,sowie ihre Berater wissen ganz genau was im Netz ist. Nur einige Leute meinen hier mit Argumenten dagegenhalten zu wollen. Aber an Argumenten besteht überhaupt kein Interesse! In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende

Mirco 18. April 2009 um 16:02 Uhr

Was soll es bringen eine Seite zu zensieren ? Es ist so einfach das wieder zu umgehen, also wenn man die Daten doch kennt von dem Server dann sollte man doch auch an die Hinternänner kommen. Auch wenn diese sonst wo sitzen. Meiner Meinung nach bringt es gar nichts ein Stoppschild auf einen Internetseite zu setzen, dann bleib ich halt 2 Minuten stehen und in der 3 Minute bin ich schon wieder auf der Seite, weil ich einen Anonymen Dienst genutzt habe.

Also was bringt so eine Zensierung überhaupt ? Ausser das ein paar Leute Angst bekommen, aber wie wir wissen sind diese Leute skrubellos…

thark 18. April 2009 um 17:15 Uhr

Hallo!
Zunächst einmal freut es mich als regelmäßiger Leser, dass auch Cashy den populistischen Aktionismus und die wahrscheinlich gewollte Einrichtung einer Zensurinfrastrukur ablehnt.

Zu den Agrumenten gegen die Sperrung ist fast alles gesagt. Es bleibt noch zu erwähnen, dass über 90% aller missbrauchten Kinder in ihrem engsten Familienumkreis zu finden sind (Väter, Geschwister, Onkel, aber auch Mütter) und diese selten kommerzielle Absichten haben, auch wenn sie Bilder Oder Videos weiterreichen. Es handelt sich also nicht um eine heraufbeschworene Industrie, denn die könnte man aufgrund der nachvollziehbaren Zahlungswege trockenlegen. Die wenigen Fälle, in denen das doch so ist, wird Armut einer der Hauptgründe sein – was nichts entschuldigt, aber den Weg aufzeigt, den man gehen müsste.
Zensursula (eine schöne Verballhornung wie ich finde) müsste also für die Familien tätig werden – Eltern Hilfe anbieten, Kinderschutzorganisationen stärken etc.
Und auch die Pädophilen sollte man nicht einfach der Hexenjagd preisgeben, sondern versuchen ihnen zu helfen, auch wenn es schwer fällt.

Es ist meiner Ansicht nach gefährlich Rechte miteinander aufzurechnen – Grundrecht auf Meinungfreiheit gegen die körperliche Unversehrtheit und es führt in eine Sackgasse. Und es steht einer Demokratie – so wir sie denn noch haben und wollen – schlecht zu Gesicht, Menschen ihre Rechte abzuerkennen.
Leider sind Zensursula und Schäuble da auf derselben Autobahn unterwegs und viele bemerken nicht die Demagogie, die dahinter steckt. Sie malen den Teufel an die Wand und lassen bei ihrer Argumentation nur die Wahl zwischen Schwarz und Weiß, stellen gegenüber, was nicht gegenüber gestellt werden sollte. Sie entmündigen den doch eigentlich gewollten mündigen Bürger, weil nur sie wissen, was gut für die Büger ist.

Die Zensur ist die jüngere von zwei Schwestern,
die ältere heißt Inquisition.
(Johann Nepomuk Nestroy)

Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind. Wir müssen aufpassen. Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit – Keine Zensur!
(Wau Holland)

thark 18. April 2009 um 19:13 Uhr

Das hier öffnet manchem vielleicht doch noch die Augen:
http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch

Jimbei 18. April 2009 um 20:34 Uhr

Hier auch was sehr interessantes:
Internetzensur – Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren

Es ist übrigens töricht, zu denken, dass man sich ja nicht beschweren muss, dass solche Seiten gesperrt werden, denn es wird nichts gegen die eigentlichen Probleme unternommen. Stattdessen dient das ganze dazu, Möglichkeiten für eine Internetzensur einzurichten – glaubt es, oder glaubt es nicht. Den Bundestrojaner setzt man mittlerweile ja auch lustig wie man gerade ist ein: Online Durchsuchung und E-Mail Ueberwachung durch BND

Geheim 18. April 2009 um 22:23 Uhr

@ Caschy
Mir gefällt, dass Du das Thema der unkontrollierten Zensur aufgegriffen hast und Position beziehst.

Ich halte es bei dieser Zensur für eine reine Feuerwehrmaßnahme: Es brennt schon, bevor diese kommt.

Wenn es um Gewalt – egal in welcher Form – gegen Menschen geht, dann machen das Menschen, denen auch mal jemand richtig weh getan hat, und sie sich mit dem Täter identifizieren mussten, um zu überleben. (Hier empfehle ich, einmal Arno Gruen zuzuhören oder zu lesen).
Wenn also Kinderschändung zu beenden auf unserer Agenda stehen soll, dann kann jeder bei sich selbst anfangen, für eine lebenswerte Welt zu leben, überforderte Eltern zu unterstützen und Zivilcourage und Interesse am anderen zu entwickeln. Kinder werden wohl seltener in einsamen Gegenden misshandelt. Das findet doch direkt nebenan oder gar vor unseren Augen statt. Hier mal mit Psychoterror zur Sau gemacht, da mal eine Ohrfeige in der U-Bahn.

Mir ist es zu kurz gedacht, zu sagen, was die machen, sollte geächtet werden. Wir tragen alle unseren Teil dazu bei, dass unsere Gesellschaft so ist, wie sie ist. Sei es aktiv oder passiv.

Die Einschränkung der Freiheit halte ich für gefährlich (frei nach Benjamin Franklin: Wer die Freiheit für die Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren.) Das geht in Richtung Diktatur.
Aber für eine psychisch gesunde Gesellschaft sind wir alle verantwortlich, auch im Internet.

Duden 19. April 2009 um 00:42 Uhr

Was ist denn ein “Zusammanhang”? (2. Wort in der 3. Zeile im Stoppschild)

So gaaaanz langsam geht mir die Flusigkeit bei der Rächtschreibung auf den Keks.

Rabite 19. April 2009 um 01:51 Uhr

Bei Titanic geht es jetzt schon mit diesem Stopp-Schild weiter.

Es ist hier im gegensatz zu den anderen halbwegs passend auf der Seite eingebaut, leider aber erst nach dem Startcartoon.
Es greift also schon um sich auf andere Bereiche…

microsoft 20. April 2009 um 14:25 Uhr

Hi @ll,

interessante Diskussion.

Schade nur, dass alle hier nur mekern anstatt alternativen zu präsentieren. Aufregen kann sich jeder, aber aktiv sind nur die Wenigsten.

A never ending story: alle regen sich auf, über Tempo 30, Parken im Halteverbot, mit Helm fahren… usw. Jetzt wird es aber noch interessanter … “nimm den Usern bloß nicht das Internet bzw. beschneide es nicht”. Klingt fast schon wie “My home is my Castle”.

Alles nur (noch) traurig …

Pepino 20. April 2009 um 15:09 Uhr

Alternativen??? …….. wie wäre es denn, wenn das BKA, wenn es denn die Listen der schlimmen Seiten eh schon hat, diese einfach schließt. Server abschalten und gut ist mit der Kasperei!

DAS verstehe ich nicht!

faye 20. April 2009 um 15:21 Uhr

@microsoft
Deine Frage nach Alternativen bedeutet: Was ist die Alternative zum Rechtsstaat? Ich hoffe doch, dass es dazu keine für uns ernstzunehmenden Alternativen gibt!

Für einen Zensur im Internet muss ich keine Alternative vorschlagen, wenn ich dagegen bin. Die Alternative ist im GG festgeschrieben, und heißt: keine Zensur.

Als Alternative im Kampf gegen Kinderpornografie: Ich habe nichts dagegen, wenn man Webseiten, die nachweislich kinderpornografischen Inhalt beinhalteten aus dem Netz nimmt, und zwar auf einen legalen Weg, also nicht durch einen Institution, die nach Gutdünken einen Liste mit Seiten zusammenstellt, die nach ihrer Meinung nichts im Internet verloren hat, und die sie am besten noch geheim hält. Das passiert aber eh schon, und sollte gerne verstärkt werden.

Die Kinderpornografie, und noch schlimmer, die Misshandlung von Kindern wird das aber nicht eindämmen. Da kann ich mich Vorrednern nur anschließen, das Problem bekommt nur einen Gesellschaft in den Griff, die hinsieht, die Augen aufmacht, die das Maul auf macht, auch wenn es weh tun könnte, die mit dem Fuß aufstampft, wenn etwas schief geht. Schlägt ein Elternteil ein Kind in der Öffentlichkeit, setzt ein Lehrer ein Kind unter Druck, vertickt jemand Drogen, klaut einer ne Handtasche, lässt jemand einen fremdenfeindlichen Spruch ab, schlägt ein Politiker die Zensur vor. Dann brauchen wir keine Alternativen suchen, oder Verständnis für die Täter aufbringen, sondern dann haben wir alle das zu unterbinden!

René 20. April 2009 um 22:16 Uhr

Du bist Deutschland … wir sind Polizeistaat.
Ich freue mich drauf, wenn (aufgrund massiver Inkompetenz) bekannt wird, dass sukzessive Eingriff auf Inhalte genommen wird, die den Obrigkeiten nicht in den Kram passen.

microsoft 21. April 2009 um 09:52 Uhr

@faye

” … Was ist die Alternative zum Rechtsstaat? … aus dem Netz nimmt, und zwar auf einen legalen Weg, also nicht durch einen Institution, die nach Gutdünken einen Liste mit Seiten zusammenstellt … ”

Nur komisch, dass es auch eine Institution gibt die Gesetze verabschiedet.

@rene

“Du bist Deutschland … wir sind Polizeistaat.”

zu polemisch … und ich habe haupt(schule)?

Sicherlich ist es schwierig. Am “schwarzen Brett” muss ich mich auch an Regeln halten.

thark 21. April 2009 um 18:05 Uhr

@microdoof
An Regeln musst du dich auch im Internet halten. Offenbar betest du nur die schlechten und falschen Argumente einiger Politiker nieder, anstatt einmal darüber nachzudenken.
Die Gesetze müssten einfach nur durchgesetzt werden und das bedeutet in diesem Falle: Die entsprechenden Server vom Netz nehmen (childcare hat vorgemacht, wie leicht das sein kann, wenn man nur will) und das Ganze rechtlich absichern. Das bedeutet aber auch, dass man den Rechtsweg begehen kann, wenn eine Seite fälschlicherweise vom Netz genommen wurde. Und, dass man in Personal – also Richter – investieren sollte.
Bei dem von Zensursula und Co nun eingeschlagenen Weg fehlt aber offensichtlich der Wille wirklich etwas gegen KiPo und vor allem deren Ursachen zu tun. Außerdem steht der Rechtsweg nicht offen, denn man kann nicht gegen eine geheime Liste klagen, wenn der Gegenbeweis nicht antretbar, weil schon wieder strafbar ist. Sie ist einer Demokratie außerdem nicht würdig, obwohl ich schon seit Jahren eher von einer Demokratur spreche, die sich mehr und mehr in eine Diktatur wandelt, wenn wir nicht anfangen für unsere Rechte einzutreten. (Nein, damit meine ich nicht das Recht widerrechtliche Seiten zu sehen – die müssen vom Netz, ABER über die Definitionen von Recht und Unrecht mitreden zu dürfen, mich darüber informieren zu dürfen und informiert zu werden, was in dieser Republik passiert und mir meine Meinung selbst bilden zu können.)

Wenn dir ein Polizei- und Spitzelstaat lieber ist, dann ist das allerdings deine Ansicht der Dinge und in meinen Augen einfach nur traurig

Ansonsten muss ich annehmen, dass du wenige der Beiträge oben genau genug gelesen und verstanden hast.

GG Artikel 5: Eine Zensur findet nicht statt.

Webdesigner 24. April 2010 um 17:45 Uhr

Gut, dass das Gesetzt von Zensursula mittlerweile gekippt wurde. Happy End?

thark 24. April 2010 um 18:06 Uhr

Das Gesetz wurde eben nicht gekippt, sondern nur für ein Jahr ausgesetzt. In dieser Zeit will man prüfen, ob Löschen effektiv und richtig ist.
Und in einem Jahr wird man dann – oh Wunder – behaupten, dass Sperren doch nötig ist und das Gesetz anwenden. Für eine Verfassungsklage ist es dann aber zu spät. Und wir sind alle reingefallen, weil wir erneut Politikern vertraut haben und wieder einmal betrogen wurden.

Wer es immer noch nicht verstanden hat: Politiker und Wahrheit haben nichts miteinander zu tun!

Forum-Fraggle 25. April 2010 um 09:34 Uhr

@Thark
Du bist dann nicht mehr auf dem laufendem Es wurde oder wird in den nächsten Tagen das Löschgesetz verabschiedet. Dieses beinhaltet einen Paragraphen, der das Zugangserschwernisgesetz kippt.

thark 25. April 2010 um 11:05 Uhr

Das glaube ich erst, wenn es passiert ist. Die Unions-Politiker sind zur Zeit wieder ganz im Sinne von Zensursula unterwegs (man beachte die Äußerungen des Innenministers oder von Herrn Bösbach) – mal abgesehen von Cencilia Malmströms Bestrebungen das Gleiche EU-weit umzusetzen.

Ich gehe jede Wette ein, dass wir die unsäglichen Stoppschilder bzw. Sperren innerhalb eines Jahres haben werden.
Bis dahin
Thark


Deine Meinung ist uns wichtig...

Kommentar verfassen

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich eine Zusammenstellung.