-Anzeige-

Wie Google Cardboard einem Baby das Leben rettete

8. Januar 2016 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_cardboardBei neuen Technologien fragt man sich oftmals, wie viel Sinn diese ergeben. Bei Virtual Reality ist dieser Sinn relativ schnell klar, nicht nur für Gaming ist diese räumliche Gestaltung von Inhalten hochinteressant, sondern es gibt quasi kaum einen Bereich, den man damit nicht abdecken könnte. Google hat VR mit Cardboard, einer extrem günstigen Methode, um VR zu erleben, einen ordentlichen Schub gegeben. Und nun konnte durch Hilfe von Cardboard sogar das Leben eines Babys gerettet werden. Mit einem ein paar Euro kostendem Gadget, sehr faszinierend.

Teegan heißt das Baby, das nach der Geburt keine allzu großen Chancen hatte, lange auf dieser Welt zu verweilen. Mit nur einem halben Herz und einem Lungenflügel geboren, erklärten Ärzte in Minnesota den Eltern, dass man die Kleine nicht operieren könne. Die Schwester des Vaters wandte sich an einen Arzt in Miami, der für seine innovativen Operationsmethoden bekannt ist.

cardboard_burke

Nach Aussage des Arztes, der seit 30 Jahren operiert, hat er noch nie einen solchen Fall wie den von Teegan gesehen. Von Teegans Lebenswillen ermutigt, benötigte der Arzt einen Plan, bevor er das Baby aufschnitt. Er braucht ein klares Bild, was ihn im Inneren des Körpers erwartet, etwas das mit normalen Methoden von heute nicht möglich ist. Also entschied er sich für eine unkonventionelle Methode, um sich das Bild passend zu machen: Google Cardboard.

Über Cardboard ließen sich Bilder im dreidimensionalen Raum anzeigen und der Arzt wusste, was ihn erwarten würde. Seine letzte Vorbereitung auf die Operation fand auf der Couch statt. Übrigens das erste Mal, dass Dr. Burke überhaupt Kontakt mit Cardboard hatte. Die Bilder wurden zu 3D-Bildern zusammengefügt, eigentlich sollte ein anderer Arzt daraus ein 3D-Modell herstellen, allerdings funktionierte der 3D-Drucker nicht und Zeit war etwas, das die Ärzte nicht hatten.

Über die 3D-Bilder konnte sich Dr. Burke ein genaues Bild machen – und den Eingriff erfolgreich durchführen. Das Ganze ist nun fast einen Monat her und Teegan entwickelt sich gut. Die Ärzte gehen davon aus, dass sie im nächsten Monat bereits nach Hause kann, sie scheint alles gut überstanden zu haben.

Sicher war Cardboard hier nur Mittel zum Zweck, weil eine andere Technologie versagte, aber es zeigt auch, welchen Unterschied solche Entwicklungen machen können. Ein gefalteter Pappkarton, der einem Arzt exakt zeigt, wo er wie schneiden kann oder muss, vor ein paar Jahren noch undenkbar. Mich würde es nicht wundern, wenn wir von Teegan noch einmal auf der nächsten Google-Veranstaltung hören. Solche Geschichten sind oftmals das, was Menschen antreibt, neue Dinge zu probieren, auch wenn vielleicht noch nicht klar ist, was der Nutzen sein wird.

Dr. Burke war von Cardboard begeistert, vor allem von der Einfachheit der Nutzung des Pappgadgets. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Teegan weiterhin kämpferisch zeigt und bei allen für ein Happy End sorgt. Die Voraussetzungen dafür sind nun ja gegeben.

(Quelle: NYDailyNews)


Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 7943 Artikel geschrieben.