WhatsApp? Telegram Messenger mit 1,8 Mio Neuanmeldungen und die Frage nach der Sicherheit

23. Februar 2014 Kategorie: Android, iOS, Mobile, Windows, geschrieben von:

Viele haben gestern mitbekommen, dass WhatsApp einen kleinen Ausfall hatte. 4 Stunden lang ging gar nichts, eine Anmeldung auf den Servern war nicht möglich. Bereits gestern twitterte Telegram, dass man momentan 100 Neuanmeldungen pro Sekunde verzeichnet. Dadurch geriet man ein wenig ins Straucheln. Zeitweise funktionierte auch Telegram durch Serverüberlastung nicht, Registrierungs-SMS kamen stark verzögert bei den Neu-Nutzern an. Nachdem WhatsApp wieder online war, beruhigte sich die Lage etwas. Telegram teilt nun mit, dass sie gestern 1,8 Millionen Neuanmeldungen verzeichnen konnten. Das klingt nach nicht wenig, verglichen mit den 450 Millionen aktiven Nutzern, die WhatsApp im Monat hat, aber schon. Und viele davon werden Telegram wieder den Rücken kehren und dann als Karteileichen bei Telegram liegen.

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Viele Umsteiger, von mir gerne auch Telegram-Botschafter genannt, verweisen immer auf die Sicherheit, die Telegram angeblich mitbringt. Telegram selbst wirbt ebenfalls mit der Verschlüsselung. Diese scheint aber gar nicht so prickelnd zu sein, wie man vielleicht vorgibt. In diesem Artikel wird die Verschlüsselung von Telegram (MTProto) einmal genauer betrachtet, und da sieht es plötzlich gar nicht so gut aus für Telegram.

Letztendlich kann man sich bei keinem Messenger, ich gehe sogar so weit zu sagen, bei keiner Verbindung zum Internet, sicher sein, ob nicht irgendein Dritter mitliest. Dessen sollte man sich stets bewusst sein und sich nicht sicher fühlen, nur weil ein Entwickler sagt: „Hey, das ist so verschlüsselt, das kann keiner lesen.“ Vielleicht ist es bei verschlüsselten Systemen schwieriger oder aufwändiger, die Kommunikation zu knacken, unmöglich ist es aber bei keinem. Da soll mir einer mal das Gegenteil beweisen. Dies gilt übrigens auch für das viel gelobte Threema. Closed Source mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wie will man da beweisen, dass es keine Lücken gibt?

Versteht das nicht falsch, nutzt den Messenger, den Ihr bevorzugt, oder den Eure Freunde nutzen. Aber wiegt Euch nicht in falscher Sicherheit. Ich für meinen Teil habe das so gelöst, dass ich so gut wie jeden Messenger auf dem Handy habe. Somit bin ich für jeden erreichbar, egal welcher Messenger vom Gegenüber genutzt wird. Sollen die anderen entscheiden, was sie gut finden, ich würde es niemals wagen, den Leuten vorzuschreiben, was sie sich zu installieren haben, um mich erreichen zu können. Wäre vielleicht anders, wenn ich König wäre, bin ich aber nicht.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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