WhatsApp: Auch in Frankreich dürfen Daten nicht mehr mit Facebook geteilt werden

19. Dezember 2017 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

Als Facebook seinerzeit WhatsApp übernommen hatte, gab es klare Regeln, was Facebook darf und was nicht. So sollte es beispielsweise nicht möglich sein, Nutzerprofile von Facebook mit denen von WhastApp zu verlinken. Das hat Facebook allerdings letztes Jahr versucht, änderte die AGB dahingehend, dass Facebook Daten zum Zweck der personalisierten, Sicherheit und zur Analyse von WhatsApp-Nutzern erhalten kann. Das gab es auch in Deutschland, wurde hierzulande letztendlich aber untersagt.

Und auch in Frankreich darf WhatsApp keine Daten mehr an Facebook weitergeben, hat die dortige Behörde CNIL nun bekanntgegeben. WhatsApp bleibt nun ein Monat Zeit, um seine Vorgehensweise anzupassen, den Austausch von Daten zu stoppen.

Kommt Facebook der Aufforderung auch, ist alles gut und der Fall erledigt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Sache von CNIL tiefer untersucht. In Deutschland hat sich Facebook / WhatsApp gegen die Forderung der Datenschützer gewehrt, allerdings gibt es dazu noch kein Ergebnis. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie Facebook offiziell weiter vorgehen wird.

Ich denke ja, dass bei dieser Datenweitergabe sehr viel Augenwischerei dabei ist. Der Internetnutzer ist sowieso mehr oder weniger gläsern, wenn er sich nicht explizit absichert. Und das machen nun einmal die wenigsten. Was natürlich nicht heißen soll, dass Facebook hier über geltendem Recht stehen darf. Facebook wusste, worauf sich das Unternehmen mit der WhatsApp-Übernahme einlässt, da im Nachhinein dann anders zu agieren, wird zu Recht von den Behörden abgestraft.


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