Werbung in Apps frisst Akkulaufzeit

19. März 2012 Kategorie: Mobile, geschrieben von: caschy

Was jammern wir immer über fehlende Akkulaufzeit. Die Batterie ist grundsätzlich zu knapp bemessen und wenn wir mit unter 30 Prozent Akkuladung aus dem Haus gehen, bekommen wir schwitzige Hände. Was also tun? Benutzt den alte Knochen, kein Schlauphone! Spaß beiseite, schuld sollen laut Microsft Research die Werbebanner in den kostenlosen, durch Werbung finanzierten Apps sein.

Um Werbung einzublenden, wird erst einmal unsere Position bestimmt. Logo, das zerrt am Akku.Nachdem dann Ort und verwendetes Gerät zum Server des Anbieters wanderten, gibt es den Werbebanner zu sehen.

Beispiel gefällig? Bei Angry Birds für Android entfallen in der kostenlosen Version 20 Prozent auf das eigentliche Spiel und 45 Prozent auf die standortbezogene Werbung. Ein weiterer Akkuschreck: 3G Tailing. Der Download der Werbung veranschlagte zwar nur 1 Prozent Leistung  bei den wütenden Vögeln, durch die teilweise bis zu 10 Sekunden andauernden 3G-Verbindungen wurden daraus aber mal leckere 24 Prozent. Welche Geräte getestet wurden? HTC Magic mit Android 2.0, Passion mit Android 2.3, Tytn II mit Windows Mobile 6.5 – also quasi nur alte Grütze.

Was heißt das Ganze im Umkehrschluss? Benutzt keine kostenlosen Apps, wenn ihr mehr Akkuleistung wollt? Anscheinend, denn teilweise verbraten die werbefinanzierten Apps 75 Prozent ihrer Leistung mit Werbeabfragen. (via, via)


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39 Kommentare

Florian Niefünd 19. März 2012 um 21:49 Uhr

Ich bin schon dazu über gegangen Apps zu kaufen (damit ich keine Werbung habe … mehr Funktionen usw.)
Und außerdem Motiviert es (denke ich mal) die Entwickler mehr, wenn sie was für ihre Arbeit bekommen.

Gabe 19. März 2012 um 21:54 Uhr

Root – Adblock – Ruhe :D

Alex 19. März 2012 um 22:03 Uhr

Bezahlapps haben die Funktionalität des Werbung einblendens immernoch implementiert, zeigen diese allerdings nichtmehr an. Also besteht die Chance, dass immernoch im Hintergrund geladen wird, und sich mit bezahlen für Apps das Problem garnicht an den Eiern packen lässt.

Pascal 19. März 2012 um 22:04 Uhr

AdFree (nur für Root User)
Keine Werbung aber dafür schlechtes Gewissen

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.bigtincan.android.adfree&hl=de

mac 19. März 2012 um 22:07 Uhr

Wau, das war mir garnicht bewusst! ;-) Oh Mann, das ist der Tot von Angry Birds! ;-) leider! GRRRR

Ben 19. März 2012 um 22:09 Uhr

Ich bin zwar noch nicht auf ein Smartphone umgestiegen, aber kann man nicht für jede Applikation festlegen, ob es auf GPS und Internet zugreifen darf?

Gerade GPS kann man doch bei den meisten Apps blockieren.

Tyll 19. März 2012 um 22:12 Uhr

Handy rooten
DroidWall drauf
Internetverbindung blocken
jetzt können Apps nicht mal mehr auf den Ad-Server zugreifen
leider nur bei Apps die kein I-net brauchen.

Tobias Schmidt 19. März 2012 um 22:12 Uhr

finde ich nicht schlimm – wer Handys für mehrere Hundert Euro kaufen kann, der sollte sich auch Apps für einen Euro kaufen

Haf 19. März 2012 um 22:15 Uhr

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Also mir erscheinen die genannten Werte verdächtig hoch, um nicht zu sagen, unglaubwürdig.
Wie seht ihr das?

Sun 19. März 2012 um 22:16 Uhr

Wer ballert sich denn auch “Ads” verseuchte Programme auf sein Smartphone? Ich glaube, dass ein AdBlocker auch nicht viel bewirkt.

MonztA 19. März 2012 um 22:20 Uhr

Besser AdAway als AdFree. Gebe gerne etwas für gute Apps aus, wenn möglich. Habe aber leider keine Kreditkarte.

Tyll 19. März 2012 um 22:20 Uhr

@Ben

Der Market (ja,ja Play Store) zeigt nur an was Apps
dürfen und das können sie auch. Ausnahme ist hier wieder
Root, hier gibs Apps.

Sven 19. März 2012 um 22:22 Uhr

Ja, es ist nicht nett. Aber wegen zu penetranter Werbung und der fehlenden Möglichkeit im Google Market auch ohne Kreditkarte bezahlen zu können, nutzt ich gezwungermaßen nur kostenlose Apps mit dem Werbeblocker Adfree.
Und Datenverbindung und GPS werden sowieso nur wenn absolut nötig aktiviert.
Dank Cyanogen Mod oder einem Derivat davon können fragwürdige Rechte den einzelnen Apps auch entzogen werden (GPS, Internetverbindung, persönliche Informationen…)

ps. Warum Adaway, wenn Adfree sehr gut funktioniert ?

MonztA 19. März 2012 um 22:45 Uhr

AdAway hat mehr Funktionen, mehrere Standardlisten und passt sich gut ins ICS-Design an. Es wir auch öfters aktualisiert mein ich.

Daniel B. 19. März 2012 um 22:50 Uhr

Das fällt mir schwer zu glauben, auch wenn die technische Erklärung logisch ist. Die Ansicht, für Apps auch mal den ein oder anderen Euro auszugeben, teile ich auch. Jeder freut sich über ein wenig Anerkennung …

Florian 19. März 2012 um 22:59 Uhr

Ich mag mich irren aber ich meine die Adblocker pfuschen doch eh “nur” in /etc/hosts rum. Das heißt ja, dass der Standort für die Werbung von der app zunächst doch bestimmt wird und trotzdem eine anfrage raus geschickt wird, auf die es logischerweise keine Antwort gibt. Wirklich viel wird das sicher nicht bringen. Ich zweifel aber auch daran, dass Werbung echt so viel Akku verbraucht wie in der Studie behauptet wird.

Josef Türk jun. 19. März 2012 um 23:08 Uhr

Und wenn Samsung jetzt noch mit einem Quadcore kommt, wird es erst recht Essig mit der Akkulaufzeit. Man darf wie immer gespannt sein ;-)

Benny 19. März 2012 um 23:22 Uhr

Bei mir auf dem iPhone versuche ich das Laden von Werbung und anderem Schwachsinn durch ne modifizierte Hosts-Datei, nen iAd-Blocker und ne Firewall App (Firewall IP) zu vermeiden.
Natürlich muss das Fallobst dadurch erstmal gejailbreakt werden.

Thomas 19. März 2012 um 23:33 Uhr

root + LBE privacy guard bewirkt wunder
Einfach der app die Rechte zur Standort Bestimmung entziehen und wenn möglich auch Internetzugang. Das sollte viel mehr bringen als ein Adblocker…

Apps kaufen ist oft aber die fairere Variante :-)

Normand 20. März 2012 um 00:25 Uhr

@ Thomas:
Hab nur Bedenken,dass man den LBE Authoren aus Fernost mit den Root-Rechten alles erlaubt. Eigentlich dürfte man das nur machen, wenn man denen voll vertraut oder der Code open ist, was aber (im Ggsatz zu einem alternativen Progr., namevergessen) nicht der Fall ist.
Im XDA Forum wurden zumindest einige KB Traffic zum LBE Server festgestellt. Haste da kein Problem mit?

San 20. März 2012 um 02:05 Uhr

Also ich finde es ein bißchen schade, daß sich einige große Firmen in gewisser Weise ihren Markt selbst kaputt machen. Wenn ich z. B. auf ‘einschlägigen’ Seiten (ich meinen NICHT Bild) lese, daß kostenlose Android Apps nach Hause funken (wohl nicht nur diese, sondern auch von anderen Systemen)und Daten weiter geben an Werbenetzwerke. Ich finde es deshalb problematisch, weil ja vielleicht nicht nur sehr technikaffine diese Geräte kaufen sollen, sondern auch um ganz normale Verbraucher geworben wird und ‘normale’ Verbraucher werden meiner Meinung überfordert das einschätzen und ggf. deaktivieren zu können. Ich meine Smartphones, Tablets und vielleicht sogar mit einem Microsoft- / Windows 8 Store für die schon oder demnächst Apps angeboten werden. Da ist ja nicht mal für Leute die sich auskennen ersichtlich was da passiert. Wenn ja, wäre es schön, wenn Blogs wie z. B. dieser sich dieser Sache annehmen könnten. Ich hoffe ich bin hier nicht weiter unangenehm aufgefallen ;)

Martin Rösee 20. März 2012 um 07:03 Uhr

Ich frage mich nur, ja lachen ist erlaubt, wie ich im Google Play Store bezahlen soll. Meine Kreditkarte (prepaid) wird trotz gültigem Guthabeb nicht akzeptiert… Kann mir da jemand zufällig helfen? Gibt es keine möglichkeit mit PayPal zu bezahlen?

Mirko 20. März 2012 um 07:49 Uhr

Echt erbärmlich, wie mit allen Tricks versucht wird, die Werbung auszublenden, um ja nicht die paar Cent für die Vollversion auszugeben. Kindergarten-Style. Die App-Preise sind doch wirklich homöopathisch und tun nicht weh. Und der Entwickler hat Ansporn, weitere gute Apps zu entwickeln.

masi 20. März 2012 um 08:04 Uhr

mal ehrlich, auch entwickler müssen von etwas leben. bei kleinen apps (<10.000 DLs) kommt mit den werbeeinahmen eh sogut wie nichts rüber. wenn mich der kram stört kann ich ihn kaufen und habe die werbung nicht mehr drin. ganz einfach.

ich kann von mir sagen dass ich alle apps auf meinem droiden gekauft habe (bei über 70 apps und sicher 15-20 davon als "pro" ist man dann vllt. bei 50€ für eine ganze ladung funktionalität. für das neue ipad3 mit 5 zusatzfunktionen sind ipad2 besitzer ja auch bereit 600€ zu zahlen)

Sven 20. März 2012 um 08:34 Uhr

@Mirko
Erbärmlich ist, wenn der Google eShop keine zeitgemäße Bezahlfunktion bietet ! Kreditkarte ist doch von vorgestern. Wer global aktiv sein will, der muss in solchen Sachen flexibel sein und kundenorientiert handeln.

Ich werde mal Androidpit testen, die bieten immerhin Paypal an (sowie ClickAndBuy und Gutscheine). Google bekommt das ja nicht hin…

tfs 20. März 2012 um 08:48 Uhr

was zur hölle ist 3G-Tailing?
nichma google weiß was, hast du das wort erfunden caschy? :D
https://www.google.de/search?q=%223G+Tailing%22&oq=%223G+Tailing%22

und natürlich bring adfree was. damit werden die hostnames der werbe-server mit localhost oder ner ungültigen ip aufgelöst, somit wird zwar eine anfrage nach daten gestellt, aber weder daten noch ne brauchbare antwort zurückgeliefert. in diesem sinne spart das dann schon verbindung/akku.

geht google-checkout bei uns/im market noch nicht?
sonst wärs doch kein problem zu bezahlen.

also ich muss sagen das ich mit den meisten apps mehr als unzufrieden bin und deshalb auch nicht einsehe für diese zu zahlen. schaut euch nur mal an, welche berechtigungen teilweise verlangt werden. also ein spiel muss nicht meine anruferliste lesen, um zu funktionieren. es werden einfach gnadenlos die tollsten funktionen und ideen genutzt, um an eure telefondaten zu kommen (siehe nur mal angrybirds wenn wir schon beim beispiel sind).
dann sind diese unsauber programmiert (zB nach beenden ist der prozess immernoch offen und verbraucht weiterhin ressourcen), speicherfresser, etcetcetc…
und das soll ich dann auch noch kaufen?^^ nein danke…

Die einzigen Apps die ich mir gekauft hab/kaufen würde:
- Rom Manager (kein Kommentar zur Programmierung und Stabilität…)
- GuitarTapp
- HumbleBundle
- Sleep as Android

Thomas 20. März 2012 um 08:54 Uhr

@Normand: Naja, mit den Root-Rechten haben die wohl bisher nichts schlimmes angestellt, und auch wenn sie Daten nach hause senden, ist mir das immernoch lieber bei einer App als bei allen anderen ;)
Natürlich sollte man da die entsprechenden Threads auf XDA kritisch verfolgen :)

Sven 20. März 2012 um 09:00 Uhr

Gibt es eigentlich auch Apps, mit denen man die Rechte andere Apps verwalten kann?
Cyanogen Mod ist zwar eine gute Lösung, aber schön wäre es, wenn das auch auf anderen Firmwares über eine App funktionieren würde. Und in CM9 fehlt diese Funktion ja auch noch.

Thomas 20. März 2012 um 09:03 Uhr

@Sven
Ja wie schon erwähnt “LBE privacy guard”
benötigt allerdings Root und damit das vertrauen in die Entwickler.
Ich persönlich finde die App klasse :)

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lbe.security.lite

Thalon 20. März 2012 um 09:38 Uhr

@Mirko
Wenn man bloß lesen könnte..
Ich habe mir schon ein paar Apps gekauft – dann wenn der Entwickler eine eigene Homepage mit alternativen Zahlungsmethoden anbietet (was nicht all zu oft ist).
Kreditkarte habe ich keine die bei Google Play auch akzeptiert würde..

Normand 20. März 2012 um 10:19 Uhr

@ Thomas: Die 1 App mit Root stellt ja nicht nur ein potentielles Datenschutz- sondern auch ein Sicherheitsrisiko dar. Bei den meisten Rechten, die die ganzen apps wollen, gehts ja hauptsächlich “nur” um den Datenschutz.
Bei xda haben mind. 2 Jungs die Entwickler angeschrieben und angeboten, länger bestehende Bugs selbst zu korrigieren. Die Anfrage nach dem code blieb aber unbeantwortet. Man hat hier also eine Datenschutz-App, die selbst nicht transparent ist, irgendwie bleibt da ein mulmiges Gefühl.
Ich habs aus diesen Gründen nicht installiert und mich eher drauf beschränkt, nur Apps zu installieren, die akzeptable Forderungen stellen. Ist aber auch nicht der goldene Weg, da ich Updates automatisiert hab und sich die rechte da ja einfacch mal ändern können. Hier setzt dann die Verdrängung ein ;)

Rainer 20. März 2012 um 13:47 Uhr

„Benutzt den alten Knochen, kein Schlauphone!“
Genau, sei schlau!
Also mein Mobiltelefon hält mal locker 10–14 Tage, hat Kalender, Wecker, Kamera und MP3-Spieler, und ist um einiges leichter als die Smartphone-Knochen. Böse Apps, die zuviel Strom verbrauchen und Dinge laden (oder senden), die ich nicht will, die gibt’s nicht. Keine Datenschutzprobleme, und das Teil tut, was es soll: ich kann telefonieren.

Mirko 2 20. März 2012 um 16:20 Uhr

@Sven und Thalon: Schwache Argumentation, nach der man im Umkehrschluss im Klamottengeschäft die neue Jeans einfach klaut, weil der Ladenbesitzer “meine” Zahlmethode nicht akzeptiert. Hm…

Sven 21. März 2012 um 20:15 Uhr

@Mirko 2, ist es eine schwache Argumentation, wenn Google kein brauchbares Zahlsystem bietet ?
Ist es eine schwache Argumentation, wenn ich deshalb meine Apps über den Agroidpit Shop KAUFEN möchte ?

Ich denke mal… EINDEUTIG NEIN ! Ich würde sogar sagen EINEINDEUTIG NEIN !

@Rainer, bei meinem ZTE Blade Android Smartphone hält der Akku auch bis zu 2 Wochen. Hat halt eine/n gute/n Firmware/Kernel drauf.

Chris 23. März 2012 um 12:13 Uhr

Hab die meist verbreiteten Werbe Domains gleich im Router blockiert dann kommt an den End-Geräten PC/über’s WLAN, Android Handies,… nix an von Werbung. D-Link hat da eine tolle Log funktion wo man sieht was heraus und hinein geht mit vollen url domain pfad.


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