Wenn das ZDF über euch berichtet, dann wird Angst geschürt

16. Juni 2011 Kategorie: Internet, Privates, Social Network, geschrieben von: caschy

Wenn das ZDF über euch berichtet. Mh. Euch. Ja – doch, ich schreibe mal euch. Euch, dass seid ihr, die ihr Dinge im Internet von euch preisgebt. Leute bei Twitter, in Blogs, Facebook, StudiVZ und Foren. Das ZDF berichtete gestern in der Sendung Zoom mit dem Titel “Hilfe, ich bin nackt!” über eben jene Menschen.

Zu diesem Zweck griff man sich eine Person und nahm diese als Beispiel. Dabei ließ man keine noch so langweilige Zote, Phrase und Normalität aus. Der Sender, der verzweifelt auf der Suche nach der jüngeren Zielgruppe ist, tat genau etwas anderes: Klischees von Internet-Nichtverstehern, Rentnern & Co bedienen. Diejenigen von “uns”, die zusahen, machten das wahrscheinlich eher als Aufreger.

Natürlich wurde auch mit Ängsten gespielt: so würde eventuell ein Motorradfahrer keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten – weil er ja etwas von seinem “gefährlichen” Hobby preisgab. Auch wurde der langweilige und immer noch schlechte Vergleich “reale Unterhaltung zwischen zwei Menschen auf der Straße  und virtuelle Unterhaltung auf einer Pinnwand” (wie zum Beispiel bei Facebook) gebracht. Ich hätte im Strahl kotzen können. Zusammenfassend: es wurden Ängste geschürt.

Man könnte ja auch was über Familie & Co herausfinden. Android und Smartphones generell (Apps) haben Zugriff auf unsere Daten und blabla. Man hätte aufklären können und sollen. Hat man nicht gemacht. Man hat in meinen Augen keine Kompetenz gezeigt. Daten wie Orte, Tweets und Co gibt jeder freiwillig von uns heraus – darüber sollte man sich immer im Klaren sein. Ich weiss, dass die meisten der Leser hier über etwas wie Medienkompetenz verfügen – schaut euch den Beitrag ruhig einmal an. Geht eine knappe halbe Stunde. Wenn ich mal Kinder habe – ich hoffe, es gibt Dozenten wie mich oder die gezeigte Person- oder Menschen wie euch. Menschen, die wissen, warum und was sie ins Internet stellen. Die verantwortungsvoll mit sich umgehen. Hauptsache keine Angstmacher…

Bildet euch eine Meinung und verratet diese mal in den Kommentaren. Ich greife auch einigen Kommentatoren mal vor: nehmt mal nicht mich als Beispiel, sondern euch selbst. Ich bin ein schlechtes Vergleichsobjekt, da ich mich in eine selbst gewählte Nicht-Anonymität begeben habe. Ich bin Blogger und ein wenig lebe ich auch davon, dass ich eben so bin wie ich bin – auch im Web.

Liebes ZDF. Berichtet auch mal über andere Sachen, die so gemacht werden: Fingerabdrücke, Gesichtserkennung auf Passfotos, Kontenoffenlegung ohne Einwilligung, Kamera-Überwachung auf allen öffentlichen Plätzen & Co. Interessiert bestimmt auch mal, oder?

Nachtrag: Und wer in 3 Minuten wissen will, was Facebook ist – einfach hier klicken. Achtung, Satire!

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103 Kommentare

Fraggle 16. Juni 2011 um 08:30 Uhr

Das, was Du beschreibst, ist doch vernünftig.
Zwar haben Deine Leser wohl mehr Medienkompetenz als der Durchschnitt, aber der Durchschnitt ist sehr niedrig. Wenn ich bei Studivz mal durch die Reihen gehen, dann kann ich sehr viel bei vielen Leuten lesen, wo man sich an den Kopf packt.
Reißerisch muß das Thema angegangen werden, sonst ist sich kaum einer der Dinge bewußt. Dies ist aber nötig um zu entscheiden ob man Deinen Weg der Nicht-Anonymität geht, oder den anderen.

Carsten 16. Juni 2011 um 08:31 Uhr

Ich erinnere mal an die Dina-Foxx-Vorstellung des ZDF auf der republica, wo betretenes Schweigen ob der Qualität des Projekts herrschte, und sich die, die sich äußerten, eher erfreut sahen, dass da wenigstens jemand einen Job hat. Für sich genommen ist das ja auch gut, aber die qualitative Kritik an den hippen Web-2.0-Geschichten des ZDF fällt derzeit eindeutig aus.

Hylli 16. Juni 2011 um 08:33 Uhr

“…bei Twitter, in Blogs, Facebook, StudiVZ und Foren…”

OK, bei Foren nehme ich regelmäßig teil, gebe aber nicht mehr Daten an als erforderlich.

Hier im Blog, oder auch mal anderswo lasse ich vllt. mal einen Kommentar ab.

StudiVZ, Facebook, Twitter & Co. kommen mir aber dauerhaft wohl nicht in die Tüte.

Hylli ;)

Thomas W, 16. Juni 2011 um 08:34 Uhr

Manchmal glaubt man es echt nicht mehr. Hatten die öffentlich / rechtlichen nicht mal einen Bildungsauftrag? Oder habe ich verpasst, das RTL2 die übernommen hat.

Ich sage schon immer, dass der beste Schutz der Privatsphäre das Gehirn ist.

Natürlich kann es von Nachteil sein, wenn man sich bewirbt und der geneigte zukünftige Chef die Saufbilder im Netz findet. Und? Fall von selber Schuld!

Ich gebe zu, dass es heute normal ist, eine Person auf mal zu “googlen” oder eben die bekannten Social Netzwerke abzugrasen.

Wer das aber pflegt und mit Gehirn nutzt, hat dadurch eher Vorteile. Sehe ich zumindest so. Und ich habe jeden Tag mit Personal zu tun… ;)

Beste Grüße
und weiter so.

Thomas Wagner

Ricarda 16. Juni 2011 um 08:39 Uhr

Das was ich von mir Preis gebe ist wohl überlegt und auch ziehe ich Grenzen sehr bewusst bei Dingen die niemanden etwas angehen. Ich mache das Online genauso wie im echten Leben. Da bindet man dem Briefträger ja auch nicht seine Sorgen auf die Nase.
Die Realität, die Menschen von mir sehen ist also sehr bewusst gewählt und muss nicht unbedingt mit der übereinstimmen, die Menschen um mich herum erleben.

Im Internet ist es eben ein schmaler Grat zwischen “Greifbarkeit” und “Striptease”. Wer im Netz sowieso nur konsumiert und sich nicht einbringt, muss eh nicht viel von sich preisgeben und wer in der Öffentlichkeit steht, hat diesen Schritt hoffentlich sorgsam überlegt.

_nico 16. Juni 2011 um 08:41 Uhr

Hi Caschy, ich kann dir nur zustimmen:

“Ich hätte im Strahl kotzen können. Zusammenfassend: es wurden Ängste geschürt.”

Solange wir moderne Technik nutzen wollen, werden wir für viele Unternehmen (VZ, Facebook, XING, Amazon, Telekom, etc.) zu gläsernen Menschen. Wer das nicht möchte, kündigt alle Telefon-, Internet-, Pay-TV-Verträge, kündigt seine Bankkonten, schmeißt seine mobilen Endgeräten in die Tonne und landet wieder in der Steinzeit!

Grüße
Nico

Hurrycane 16. Juni 2011 um 08:41 Uhr

Ich sehe das Ganze etwas zwiespältig.
Im Prinzip hast Du, Caschy, natürlich Recht: Medienkompetenz ist das Stichwort, oder auch das berühmte Brain 1.0.
Aber Brain 1.0 muss man kompilieren, das gibt es leider nicht als ausführbares Programm und vielen fehlts dazu noch an benötigten Bibliotheken (manchmal.sagst.du.nein.und.trotzdem.kanns.jeder.lesen.dll zB ;-) )
Eine generelle Verteufelung ist sicher genauso falsch wie eine generelle Lobeshymne, und von einem GEZ finanzierten Sender erwarte ich auch Objektivität. Es gibt so viele unseriöse und unsichere Webdienste da draussen, das eine generelle Warnung im Sinne von “alles was Du sagst kann und wird gegen Dich verwendet werden” sicher nicht unangebracht ist (ich erinnere mich da zB an die lästig-langweiligen, weil immer wiederholten, Beispiele von Leuten, die ihrem Chef bei Dienst XY verbal eins übergebraten haben und ihren Job verloren).
Um Deine Kinder in Spe musst Du Dir aber vermutlich keine Sorgen machen: In 10, 15 Jahren bist Du unkewl und wirst auf dem Schulhof gemobbt wenn man deinen nackten, besoffenen Arsch nicht im Internet findet – und ein potentieller Arbeitgeber wird das auch so sehen.
Bis dahin gilt das Alte “trau, schau, wem” … aber neu ist das nicht, den das Netz ist keine virtuelle Realität mit virtuellen Menschen, sondern ein leicht verzerrtes Bild der realen Welt mit Menschen, die denken sie seien anonym und deshalb den Mut haben, mal einen rauszuhauen. Wie unter Alkoholeinfluss … damit ist das Netz die Spelunke der realen Welt ;-)

freggeln 16. Juni 2011 um 08:45 Uhr

Grundsätzlich schadet es bei diesem Themen nicht, sein Gehirn einzuschalten, bevor man persönliche Daten auf irgendeiner Plattform voröffentlich.

Genau zu diesem Themen kann ich zwei Bücher ‘Angriff auf die Freiheit’ und ‘Die Datenfresser’ empfehlen.
Beide Bücher geben einem, meiner Meinung nach, sehr interessante Denkanstöße.

Andy 16. Juni 2011 um 08:47 Uhr

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden was er über sich im Netz preisgibt und ob dieses “schädlich” ist oder nicht.

Was viele leider vergessen, dieses schädlich bezieht sich nicht nur auf die Gegenwart sondern auch auf die Zukunft. Das beachten sicher nicht alle, wie man teilweise sieht wie einige bei Facebook in der Timeline über Ihren Arbeitgeber schimpfen.

Rivoid 16. Juni 2011 um 08:50 Uhr

Da sieht man einmal wieder für was für eine Meinungsmache a la BILD wir unsere GEZ Gebühren bezahlen. Aufklärung und Bildungsauftrag scheint hier wirklich nicht mehr vorhanden zu sein.
Nur Panikmache in dieser Sendung, ohne wirklich aufzuklären wie man verantwortungsvoll mit seinen Daten im Netz umgeht.

Tempura 16. Juni 2011 um 08:50 Uhr

Ich hab den Beitrag nicht gesehen, aber was du schreibst hörst sich weniger nach Panikmache als nach normaler Kritik an. Und erfahrungsgemäss ist sie mittlerweile durchaus berechtigt.

Ini 16. Juni 2011 um 08:51 Uhr

Ich finde diese Angstmacherei absolut behämmert.
Wie Du schon sagtest, jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er von sich preisgibt und wer das alles einsehen kann.
Bei Pro7 gab es mal einen Bericht darüber, dass es z.B. Einbrechern leicht gemacht wird, da die Menschen ja wie selbstverständlich auf Facebook usw. posten, dass sie im Urlaub, etc sind. Soziale Netzwerke werden dadurch in ein schlechtes Licht gerückt, was eigentlich echt schade ist.

Man kann seine Daten schützen. Ich zum Beispiel habe das Facebookprofil “dicht” gemacht. Nicht-Freunde können da gar nichts drauf sehen und selbst bei Leuten in der Freundeliste kann ich Dank selbstangelegter Listen entscheiden wer was sehen darf/soll.

Das einzige, wo ich selbst ein bisschen drüber nachdenke, wie sicher das alles ist, sind die Smartphones heutzutage. Da hab ich letztens auch wieder nen interessanten Bericht gesehen, dass da von aussen relativ “leicht” drauf zuzugreifen ist – dass das nicht einfach so geht ist mir bewusst. Aber mir ist auch bewusst, dass die Smartphones nicht mehr einfach nur Telefone sind sondern kleine Computer und die können nunmal angegriffen werden.

NetzBlogR 16. Juni 2011 um 08:53 Uhr

Ich habe die Reportage selbst nicht gesehen, aber nach Deiner Beschreibung würde ich sagen: Es ging schon in die richtige Richtung, denn warum sollten Personaler nicht einfach mal den Namen des Bewerbers bei Google eingeben?

In Amerika wurde ein Mitarbeiter gekündigt, weil er – während seiner Krankschreibung – Fotos vom Strandurlaub bei Facebook gepostet hat. Solche naive Deppen sind keine aussterbende Rasse: Die pflanzen sich auch fort…

Du schreibst: “Daten wie Orte, Tweets und Co gibt jeder freiwillig von uns heraus – darüber sollte man sich immer im Klaren sein.”, doch genau da sehe ich das große Problem: Du weißt das, ich weiß das.

Ich möchte aber behaupten, mindestens 50% der Internetnutzer klicken bei der Nachfrage, ob ihr Browser einer Seite den Standort verraten darf, einfach auf OK (natürlich ohne die Meldung überhaupt zu lesen).

Viele – vor allem Jugendliche – posten Bilder und schreiben Kommentare, für die sich jeder relativ “normaldenkende” Menschschämen würde. Weil sie in dem Moment mal kurz nicht nachgedacht haben, dass es der ganzen Welt zugänglich gemacht wird.

Und da wären wir wieder bei meinen Freunden von Facebook: Da wird als Standard erstmal alles für jeden veröffentlicht. Man muss es explizit abschalten. In der Hinsicht muss ich IrgendwasVZ loben, wo erstmal alles verborgen bleibt und man die Veröffentlichung dazuschalten muss.

Wobei da natürlich auch wieder einige Trottel unterwegs sind, die in einem Rutsch alles für jeden freigeben. Man hat ja nichts zu verbergen. Schon haben wir wieder die Schleife zu meinem dritten Absatz.

hw 16. Juni 2011 um 08:55 Uhr

@_nico Was heißt hier Steinzeit? Man kann im Moment noch ganz gut ohne dem ganzen Kram auskommen! Und ich wohne nicht in einer Höhle…

isch 16. Juni 2011 um 08:58 Uhr

Ich habe die Sendung gestern auch gesehen und finde dass bestimmte Fakten nicht ab zu streiten sind. Z.B. Dass Freunde mit nicht so großer “NeuerMedien”-Kompetenz Bilder von einem ins Netz stellen. Auch glaube ich, dass es sicher viele gibt die die neue Technik (Smartphone & Co) eher als “Spielzeug” sehen. Für die meisten von uns ist das sicher schwer zu verstehen, da wir uns mit den neuen Technologien gut auskennen.
Wiederrum landet man zum Teil automatisch schon im Netz mit Bild und Name. Bei mir zum Beispiel durch das Institut für das ich arbeite.
Man muss ja auch nicht in Foren und & Co mit dem reellen Namen auftauchen, wenn man wiederum eine Webseite hat kommt man nicht herum den Namen und die Adresse anzugeben.

Es bleibt nur zu sagen Kopf einschalten bei dem was man im Netz tut. Und man müsste die Jugend in der Schule schon gut zum dem Thema schulen. Aber meist haben die Lehrer nicht das Wissen dafür.

thedude 16. Juni 2011 um 08:59 Uhr

Nunja, ich sehe das etwas anders. Klar wurde hier etwas angst verbreitet, aber trivialisieren kann man das Problem auch nicht.

Das Problem ist ja nicht nur was man selber von sich preis gibt, sondern was andere für einen preisgeben. Z.b. stellen Freunde Photos von Dir in Facebook rein. Ich verzichte bewusst auf FB, werde also auch nie erfahren ob es da Photos von mir drin hat oder nicht. Durch einen Kommentar zum Photo steht auch schnell mal mein Name dort. Das werde ich nie erfahren. Anderer Fall: der Arbeitgeber stellt ein Photo und ein Profil von mir auf die Firmenwebseite. Kann ich nichts dagegen machen. Aber alle können genau sehen wo ich arbeite, was meine Position ist, Ausbildung etc.

Ich weiss wo ich daten reinstelle, ich weiss NICHT wo andere über mich daten reinstellen.

CaptainCannabis 16. Juni 2011 um 09:02 Uhr

Uff – soooo ein Bart!

Tommy 16. Juni 2011 um 09:04 Uhr

Ich behaupte mal, dass den meisten Internetnutzern die angesprochene Medienkompetenz fehlt. Sie haben keinen blassen Schimmer, wie ihre Daten verschnitten werden und wie es möglich ist, plattformübergreifend Profile von ihnen zu erstellt. Wobei der “Experte” imho noch eher ein Dünnbrettbohrer war. Spannend wirds, wenn es gelingt, Nicknames mit Realnamen zu verbinden. Klar hat der Beitrag nur ein Blitzlicht dessen gezeigt, und sicherlich – nicht zu Unrecht – Ängste geschürt. In letzter Konsequenz hat er, wenn auch überspitzt, durchaus den Nagel auf den Kopf getroffen.
Klar ist: Das Internet vergisst nie. Genau mit dieser Vorgabe sollte jeder Nutzer damit umgehen. Angst erzeugt Vorsicht. Lieber einmal zu viel aufgepasst, als einmal zu wenig.

Wixxer 16. Juni 2011 um 09:10 Uhr

Die öffentlich Rechtlichen machen doch nur da weiter, wo das dumm-dumm-BSI und unsere Kofferbomber aufgehört haben. Stichwort: RFID Chip im “neuen”Personalausweis.

Mir stellt sich immer wieder die Frage, wieso unsere Bankkarten noch keinen RFID Chip haben…

Teo 16. Juni 2011 um 09:15 Uhr

In Anbetracht der Anstrengungen durch finanz-orientierte Menschen, Postprivacy endlich auch in Pusemuckel durchzusetzen, ist dieser Beitrag doch durchaus vernünftig. Man darf nicht vergessen: Das ZDF hat viele Zuschauer, die sich vermutlich gern mal an der Türschwelle vom Enkeltrick oder falschen Uniformierten über den Leisten ziehen lassen. Gut, die haben vermutlich eh kein Internet, aber Unitymedia hat ja auch einige Klinkenputzer im Einsatz, die der Generation ü60 6000er DSL andrehen.

Der Beitrag ist natürlich überzogen, aber dem gegenüber steht die Realsatire, die Facebook mit seinen Privatsphäre-Einstellungen und Google mit seinem “Ich les nur schnell die Mails meiner Kunden” aufführt.

Matthias 16. Juni 2011 um 09:19 Uhr

Ich stimme CaptainCannabis zu.
Ist doch immer das gleiche. Zum Glück sagen meine Eltern sowas wie ‘Mach du mal, für uns ist das nichts’.

Hans Wurst 16. Juni 2011 um 09:21 Uhr

Lest ihr Freaks eigentlich mal selber was ihr schreibt und denkt darüber nach?
Kaum kritisiert einer “eure” Internet-Welt wird gleich rumgebellt…

Aber man sieht ja das Leute keinen Plan haben, 1500 Leute die vor Thessas Haus Randale gemacht haben, einmal weil Sie so doof war ihre Adresse reinzuschreiben und dann ein Spinner kam und nach dem Löschen ne neue Party erstellt hat und so die Adressdaten immer weiter gewandert sind…

Verblödung 2.0…

Scheiß auf Twitter, Facebook und die ganze Applescheiße, ich brauch keine 400-500 “Freunde” auf Facebook, die ich nie im RL gesehen habe und alle brav lesen was ich schreibe und “Spiele” die Zugriff auf meine Daten brauchen um sie spielen zu können… aber da klicken ja alle brav auf okay, “spielt ja jeder”

jo jmatic 16. Juni 2011 um 09:23 Uhr

Mag sein, dass der ZDF-Filmbericht denjenigen etwas platt erscheint, die täglich im Netz unterwegs sind und sich zu den Internet-Pionieren, Bloggern und Web-2.0-Altvorderen zählen, weil er zunächst Dinge aufzählt, die den Nerds bekannt sind. Dazu wäre zu sagen, dass dieser Film sicher nicht für diese Zielgruppe gemacht wurde. Das hat aber nichts damit zu tun, dass der Beitrag in Nebensätzen den Finger in die richtigen Wunden legt. Genau darum ist hier aber auch keine Überheblichkeit angebracht. Zumal die wirklich informierten Nerds dann auch vorher schon wussten, dass die eigentliche Gefährdung die Daten sind, die man nicht selber ins Netz entlässt, sondern solche, die andere Menschen über uns verbreiten könnten. Das ist aber nur ein eher nebensächlicher Punkt.

Natürlich ist im Internet Datenkompetenz erforderlich, und natürlich wissen das mutmaßlich die Leute, die hier mitlesen. Das ist aber nicht der entscheidende Punkt. Der entscheidende Punkt ist die Perspektive die eingenommen wird. Nur ein paar Fragen dazu: Ist der User dumm, weil er Dienste entsprechend der Angebote nutzt und kein Datenschutzprofi ist, oder ist es vielmehr so, dass geregelt werden müsste, wie Wirtschaft und Staat Daten verwenden dürfen? Ebenso wie Wirtschaft und Staat Daten gegen einen Menschen verwenden könnten, könnten sie in ferner Zukunft auch einmal nicht vorhandenen Daten gegen einen Menschen verwenden. Nehmen wir nur mal das Versicherungsbeispiel: Jemand kriegt keine Versicherung, weil nach Datenanalyse im Netz sein Risiko zum Versicherungsfall zu werden zu hoch ist. Genau dieses Szenario ist auch umgekehrt denkbar, wenn der erste Fall zum akzeptierten Standard werden würde. Die Versicherungen argumentieren dann einfach in Zukunft anders herum und vergeben keinen Vertrag wegen mangelnder Transparenz. Das mag einem von heute aus betrachtet übertrieben erscheinen, aber(!) es ist denkbar.

Der Weg in solche Verhältnisse wird durch Unwissenheit und Arroganz geebnet: Ist es nicht bis ins Mark erschütternd, wenn ein Vertreter meiner Administration im Filmbericht naiv lächelnd das Internet als rechtsfreien Raum bezeichnet? Unsere Administration steckt voll von solchen Menschen. Einige von ihnen haben Gesetzgebungskompetenz. Das ist ein Gefährdung für jeden von uns – Nerd oder DAU.

Also, ich wäre vorsichtig damit, den Bericht einfach so abzutun, denn er hat, wenn auch vielleicht nicht mit voller Absicht, so doch die richtigen Fragen angerissen, wenn man aufmerksam zugehört hat. Kompetenz ist hier jetzt in staatsbürgerlichen Fragen gefordert.

hoschi 16. Juni 2011 um 09:23 Uhr

“Wenn das ZDF über euch berichtet, dann wird Angst geschürt”
Genauso wie die Internet bzw Bloggergemeinde Angst schürt wenn es um Internetsperren, Bundestrojaner,Überwachung usw geht.
Also erstmal selber besser machen.

sirJoan 16. Juni 2011 um 09:24 Uhr

Am dämlichsten fand ich die Aussage des Standesbeamten ganz am Schluss: “Das Internet ist ein rechtsfreier Raum” Damit disqualifizieren sich nicht nur Politiker…
Ich selbst versuche möglichst anonym zu bleiben und nutze weder Twitter noch Facebook etc. obwohl mir manchmal dadurch auch Nachteile entstehen mögen – ich stehe dazu. Man merkt aber immer mehr, dass man den Datenkraken nicht entkommen kann.

Guido 16. Juni 2011 um 09:29 Uhr

Gebe Caschy absolut Recht – ich warte auch schon darauf, dass meine Eltern mich nach so einem Betrag wie im ZDF anrufen und mich vor den “Gefahren warnen” :)

Aber diese Bedenkenträger-Haltung ist typisch für die Öffentlich Rechtlichen – eigentlich auch bei allen anderen Themen wird gerne der Untergang des Abendlandes im Zusammenhang mit Technologie behauptet.
Wenn man überlegt, wofür die Öffentlich Rechtlichen über die Jahrzehnte schon gewarnt hat (DNA Tests bei der Strafverfolgung, Videoüberwachung, in den 80er das lächerlich machen von Krafttraining, Waldsterben-Panik etc.), dann kann man nur den Kopf schütteln. Das ist ähnlich wie der “Club of Rome” in den 80er. Von denen ist nicht eins ihrer Untergangsszenarien eingetreten … Und die Öffentlich-Rechtlichen haben immer gerne von denen abgeschrieben.

Micha (Berg.Gladbach) 16. Juni 2011 um 09:31 Uhr

Das Thema passt gerade ganz gut.

Seit ich mich im Internet aufhalte hatte ich bisher immer Pseudonyme benutzt und möglichst versucht meine wahre Identität zu verbergen. Doch mittlerweile ist das Internet mehr für mich geworden, als nur ein subkultureller Datenpuff.

Das Web ist ja noch sehr jung. Noch vor paar Jahren war es eher etwas für “die jungen Leute” und wurde von vielen älteren Menschen argwöhnisch betrachtet. Ich glaub dieses überholte Denken wurde von den Medien bis heute getragen um zu polarisieren und die Leute am Ball zu halten.

Fakt ist aber, dass sich das Internet schon stark emanzipiert hat und erwachsen geworden ist. Leichtgläubige und Unwissende wird es wohl immer geben. Genauso diejenigen die sich dem bedienen, wie z.B. den Medien. Ist wie mit den Religionen. Einige glauben, was Sie glauben wollen. Da hilft auch kein Aufklären und Einreden. Mehr als die eigene Meinung zu vertreten und sein Wissen an sein Umfeld weiterzugeben, kann man nicht machen.

Ich habe gerade frei und bin dabei meine ganzen Accounts mit meiner, mit meinem Namen verbundenen, E-Mail-Adresse zu verknüpfen. Ich finde, wer stolzen Hauptes durch die Welt geht, braucht sich nicht zu verstecken. Ich geh ja auch nicht mit einer Tüte übern Kopf zum Bäcker und bestell so meine Brötchen. Wer eine Meinung hat und die vertreten kann, sollte sich nicht verstecken. Im Netz geistern mir zu viele Feiglinge rum, die ganz genau wissen warum Sie sich lieber nicht zeigen.

Natürlich achte ich darauf dass ich meine Daten nicht wild im Netz verstreue wie der Bauer seine Gülle. Einen gewissen Überblick sollte man behalten und allzu privates belasse ich in den Sozialen Plattformen.

mrbeen 16. Juni 2011 um 09:47 Uhr

Naja caschy, du und dein Umfeld, ihr wisst meist sehr genau, was welche Funktion bewirkt, wer was sieht usw.
Aber es gibt eben auch noch viele Leute mit weniger Erfahrung und Kompetenz in diesem Bereich, v.a. eben auch Kinder.
Hab den Beitrag nicht gesehen. Aber wenn er wie von dir beschrieben ist, dann ist er doch ein gutes Gegenwicht zur verbreiteten Unbedarftheit und vielleicht Anlass für die Leute sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Christian Spließ 16. Juni 2011 um 09:56 Uhr

Ja, klar, das mit dem “das Internet ist ein rechtsfreier Raum” gegen Ende hat mich auch gestört. Doch das war knapp nur eine Minute von an die Dreißig, kann man sich drüber aufregen. Ich eher nicht. Standesbeamte sind keine Internetfachleute.

Sicherlich kann man über den Stil des Beitrags streiten, aber trifft der nicht genau den wunden Punkt, den wir, die wir so gerne (alles) online stellen verdrängen? Dass nämlich alle diese Daten durchaus, wenn sie zentral zusammengeführt werden – und wenn legale Mittel schon für ein gutes Ergebnis ausreichen, möchte ich was Crime 2.0 anbelangt nicht wissen, was da konkret so an Abzocke läuft – durchaus Grund für eine gewisse Besorgnis sind. Das ist durchaus ein Ansatzpunkt für eine ernsthafte Debatte. (Und ich verstehe das nicht so ganz: Wenns bei RTL2 gelaufen wäre mit tendenzielle “Alles böse und so”-Tendenz, würde man sich aufregen, relativ seriös ist aber auch nicht in Ordnung? Ja was denn jetzt, uns kann mans auch nicht Recht machen, wie? Tsk.)

Der Beitrag hat die Leute da abgeholt wo sie sind – nicht die Elite, nicht die Profis, nicht die Berufsblogger. Ja, gegen Ende hätte ich mir auch mehr zum Thema Medienkompetenz gewünscht. Aber wenn man sich eine mündige Meinung bilden möchte muss man beide Seiten kennen – und in diesem Falle liefert das ZDF doch idealerweise ein Spiegelbild der normalen Ängsten und Sorgen eines Nutzes. Also einen besseren Ansatzpunkt um dann dagegen zu agumentieren gibts doch nicht, wenn man weiß was der Andere befürchtet.

Insofern: Ja. Einiges hätte das ZDF besser machen können. Aber wir vergessen zu gerne, dass wir Blogger, Kommentaristen, Twitteraner, Facebooker, die sich mit solchen Themen beschäftigen immer noch Elite sind. So ungern ich das Wort auch verwende, aber Ottonormalnutzer ist halt anders im Netz unterwegs als ich. Insofern: Wenn das ZDF jetzt nochmal nachlegt, fein. Wenn nicht, wissen wir wenigstens gegen was wir agumentieren müssen.
Ad Astra

charonatstyx 16. Juni 2011 um 09:58 Uhr

Der Film ist gar nicht mal schlecht.In einigen Szenen natürlich vollkommen übertrieben.Die Kernaussage ist in Minute 27.Sich immer bewusst sein, was man online preisgibt.Außerdem auch mal den Gegentest machen und nach sich selbst suchen.

noyse 16. Juni 2011 um 10:00 Uhr

das erinnert mich an den quarks und co. bericht, der keine falschen fakten präsentierte aber grundsätzlich nur einseitig die negativen seiten beleuchtete (thema cookies)

schade eigentlich

Pit 16. Juni 2011 um 10:03 Uhr

Nicht aufregen, sondern umschalten! Das ZDF bedient eine Zielgruppe, die – von Ausnahmen abgesehen – aufgrund Ihres Durchschnittsalters mit den Kommunikationsformen des Internet nicht so viel anfangen kann. Es ist eine Generation, die schon die Einführung des Faxgerätes Anfang der 80er verkraften musste. Fragt mal Eure Eltern, was man damals vom Faxen hielt…

Kleiner Vogel in glosser Suppe 16. Juni 2011 um 10:07 Uhr

@Guido:
Sorry, aber das ist die Typische Reaktion der Ignoranz. Die ganzen Gefahren die du da aufzählst gab und gibt es wirklich. Sie sind heute nur kein so großes Thema mehr, weil es damals Menschen gab die darüber aufgeklärt und dagegen vorgegangen sind. Bzw. auch weil sich einige unarten einfach etabliert haben und dagegen immer noch gekämpft wird.

Rummotzen nur weil es jemand gewagt hat die eigene Heiligkeit anzugreifen ist doch sehr Infantil. So lange die Kritik sachlich bleibt muss man damit leben und sollte sich damit sogar auseinander setzen. Vielleicht lernt man am ende ja doch noch was.

Postmann 16. Juni 2011 um 10:11 Uhr

m( Wenn ich die Kommentare hier lese, dann brauch es etwas mehr Panikmache, damit was durch die Bretter vor den Köpfen durchkommt! Speziell solchen Sermon: “Ich geh ja auch nicht mit einer Tüte übern Kopf zum Bäcker und bestell so meine Brötchen. Wer eine Meinung hat und die vertreten kann, sollte sich nicht verstecken.” Schmidt, anyone?

Die ZDF-Doku ist Schrott. Aber das geseiere von Leuten, die “nichts zu verbergen haben”, ist noch schlimmer. Werdet mal erwachsen! Un-glaub-lich.

Caschy, ärger dich weiter über das ZDF! Vor allem darüber, daß sie über so manchen *nicht* berichten! Aber vielleicht nicht in einem mit Bildern vollgepumpten Blogpost, der wenig Inhalt enthält – Steilvorlage für selbsterklärte PP-Spacken.

friddes 16. Juni 2011 um 10:18 Uhr

Am Ende der gestrigen ZDF-Sendung habe ich mich gefragt: Was machen denn nun die “bösen” Firmen mit all diesen Daten (Bewegungsprofil, Adresse, TelNr., etc.)? Diese so bedrohlich geschilderte Sammelwut erschließt sich mir soooo nicht. Die Intelligenz drückt sich doch in der anschließenden Analyse der Daten aus. Darüber wird aber so gut wie nie berichtet. Ich versuche, meinen Spitznamen “friddes” überall – wo es kostenlos ist – zu plazieren. Sucht doch mal per Google oder womit auch immer, ob Ihr meinen richtigen Namen herausbekommen könnt. Ich bin sehr sparsam mit meinen Daten – ausschließen kann man nichts. Ich “spiele” momentan mit zwei Android-Smartphones und einem -Tablett (alles made in China) und auf meinem Netbook mit JoliCloud herum. Es ist schon der helle Wahnsinn, was man alles in der “Cloud” so tun und lassen kann. Irre sind die mittlerweile angebotenen Querverweis-Services (Einloggen mit EINEM Account, E-Mails an EINER Stelle abrufen). Was ich auch nicht verstehe ist, wie man – wie auch im Film – ein Foto macht und selbiges gleich ins Netz stellt. Wer braucht denn so was? Wer schaut sich denn so einen Schwachsinn an? Das erinnert mich an die DIA-Abende von annodazumal… Trotzdem: Vorsicht ist der Mutter der Porzellankiste.

DonHæberle 16. Juni 2011 um 10:19 Uhr

Wenn es um die Entscheidung darüber geht, ob die Schürung von Ängsten nun schlimmer ist oder die Beibehaltung des blauäugigen Rosa-Brille-Blicks, dann ist es meines Erachtens eindeutig Letzteres. Optimal ist es sicherlich nicht. Aber wenn es hilft wenigstens ein paar Menschen aus ihrer Naivität und dem leichtfertigen Umgang mit ihren Daten herauszuholen, dann war der Beitrag in jedem Fall sinnvoller und hilfreicher, als dieses Gemotze darüber.

peter 16. Juni 2011 um 10:35 Uhr

Ich stimme “kleiner Vogel” voll und ganz zu. Wir reden hier von Unternehmen und diese sind immer Gewinnorientiert. Alleine die Diskussion über den Aktiengang von Facebook zeigt doch worum es geht……nämlich um USERDATEN und deren gewinnbringende Ausnutzung. Zumal die Großen wie Facebook oder Twitter noch nicht einmal in Deutschland sind und somit auch dem deutschen Datenschutz nicht unterliegen.

Sicher ist natürlich, das es jedem frei gestellt ist seine persönlichsten Daten z.B. in Kontaktbörsen oder sogar seinen Status in Form von “ist in einer Beziehung mit…” bei Facebook zu veröffentlichen, aber sicher ist auch das solche Sendungen wie gestern eigentlich nur die Wahrheit veröffentlichen. Ich fand die Sendung gut und wenn ich mir so manch andere Sendung in den privaten Sendern anschaue…naja schwamm drüber.

Die Einstellung wie von Postmann kann ich nicht verstehen… mit der Tüte über den Kopf zum Bäcker….. lol… aber würdest du deinem Bäcker deine komplette Addresse, deine EMail, deine Telefonnummer, dein Geburtsdatum und dein Familienstand geben um zwei Brötchen kaufen zu können???? NEIN.. warum nicht…. machst du doch auf 100 Seiten im Internet auch…. und das wo doch überall kostenlos steht.

Zabine mit Z 16. Juni 2011 um 10:35 Uhr

Caschy, du machst bei deiner Analyse den Fehler, von dir und ählich gelagerten Personen auszugehen, also Menschen, die Facebook, Apple, Google, Twitter & Co bereits weitgehend verfallen sind und Bereiche wie Privatheit und Datenschutz zugunsten egozentrischer Selbstdarstellung bewusst aufgeben.

Zeige doch einmal
- einer Gruppe von Drogensüchtigen einen kritischen Beitrag über Suchtverhalten
- einer Gruppe von Alkoholkranken einen Beitrag über die negativen Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums
- einer Gruppe AO-Ficker einen Beitrag, der die Gefahr von AIDS thematisiert
- oder einer Gruppe von Solarium-Fans einen Beitrag über die Gefahr von Hautkrebs.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, das Ergebnis wird aber wohl immer ein ähnliches sein: Die Mehrheit dieser Menschen wird sich überhaupt nicht angesprochen fühlen und Dinge wie “So ein Scheiß”, “absolute Panikmache und Angstmacherei”, “voller Klischees und Vorurteile oder “total übertrieben” von sich geben.

Alles Bewertungen, die mir nach Lesen deines Beitrags verdammt bekannt vorkommen.

Thomas 16. Juni 2011 um 10:39 Uhr

Hallo, ich bin’s der Nutzer aus der Sendung! Das tolle an diesem Social Web ist ja, dass man hier so schön seine Meinung sagen kann, hier meine Gedanken zur Sendung zusammen gefasst: http://www.stylewalker.net/2011/06/15/ich-bins-der-nutzer/

Holla 16. Juni 2011 um 10:43 Uhr

“– darüber sollte man sich immer im Klaren sein.”…wenn Du einen 16 jährigen Sohn hättest, dann wüsstest Du worüber die sich alles nicht im klaren sind!!!

wenndenn 16. Juni 2011 um 10:45 Uhr

Hochmut kommt vor dem Fall!

Knut 16. Juni 2011 um 10:47 Uhr

Das ZDF ist seit Helmut Kohl ein CDU-Sender !

Und das Christentun zeichnet sich nun mal dadurch aus, das es mit der Manipulationsstrategie “Angst” arbeitet!

Das die das versuchen ist das eine – das soooo viele im Deutschen Volke da immer noch drauf reinfallen das andere!

Graf von und zu Oberpfalz 16. Juni 2011 um 10:54 Uhr

@Knut:
Schrecklich, dieses dumme und leicht manipulierbare deutsche Volk. Danke für die Aufklärung.

Hoffentlich beherrschen diese ewiggestrigen, rückständigen Hinterwäldler zum Ausgleich wenigstens die einfachsten Regeln der deutschen Rechtschreibung (beispielweise die Unterscheidung zwischen DAS und DASS). Das kann doch nicht zuviel verlangt sein von diesen Deppen, wenn sie schon nicht manipulationstechnisch auf dem neuesten Stand der Dinge sind, oder?

Fraggle 16. Juni 2011 um 11:04 Uhr

Knut, ich sehe das ZDF mehr als Linke-Sender.
Und das Christentum zeichnet sich keineswegs so aus, wie Du behauptest. Oder gehst Du hin und setzt alle Islamisten mit muslimisch gläubigen Menschen gleich. Solche intoleranten und aufhetzenden Kommentare wie Deiner zeugen nur von Ignoranz und Mangel an über den Tellerrand schauen können.

HNB 16. Juni 2011 um 11:05 Uhr

Ich finde der Bericht gibt nur den Status wieder wie er ist und das ohne groß zu übertreiben.
Jeder User der in diesem Bericht die aufgeführten Medien und Technik nutzt sollte sich darüber bewußt sein was für Daten gesammelt werden oder sich gezielt auch zum Nachteil sammeln lassen und abwägen ob er bereit dazu ist…aber genau an diesem Punkt fängt die Gefahr auch an.
Denn sicher die meisten die sich bei Facebook angemeldet haben oder ähnlichen Plattformen oder für die ihr Smartphone DAS Kommunikationsmittel ist wissen von diesen Möglichkeiten eben nichts, zumindest nicht so viel um etwas sensibler mit den eigenen Daten umzugehen.

Ich finde es hat schon schlimmere “Reißer” zu diesem Thema gegeben als dieser Beitrag vom ZDF. Es ist halt auch ein sensibles Thema, der User der halbwegs informiert ist und weiß was er tut und das auch noch bewußt freiwillig, der kennt diese Problematik ganz genau und kann damit umgehen oder leben und empfindet das Aufzeigen von solchen Themen schon mal schnell als unnötige Panikmache.
Unerfahrene oder Personen die durch den Gebrauch derartiger Medien unbewußt den selben Risiken ausgesetzt sind und denen erst nach dem Schauen solcher Sendungen die Augen geöffnet werden, sind da eher erschrocken und gehen dann vielleicht bewußter mit ihren Daten um. Oder ihnen geht erst beim Schauen solcher Beiträge ein Licht auf warum dieses oder jenes in letzter Zeit bei ihnen so passiert ist was sie sich nicht erklären konnten.

Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten und man sollte diese Beiträge eher als Hilfe sehen oder als Erinnerung daran das man auch als “Kenner” solcher Medien immer etwas abwägen sollte was man nun an persönlichen Daten preisgeben soll oder nicht.

Darum war der ZDF Beitrag für mich eher weniger eine Panikmache, sondern nur das Aufzeigen vom “Istzustand”…der ist für Erfahrene meistens eben eher beherrschbar als für den blutigen Laien…die sind aber immer noch in der überwältigen Mehrheit.
Wenn man diese Nutzerschaft mit solchen Beiträgen etwas sensibilisieren kann, dann hilft das in der letzten Konsequenz ALLEN…

Paul Kammerer 16. Juni 2011 um 11:14 Uhr

“… die AGBs drucke ich ihm mal aus …” spätestens da wird einem so einiges über den Beitrag bewusst.

Das kommt nunmal raus wenn 0.9 Menschen über 2.0 Menschen berichten wollen.

Wolle 16. Juni 2011 um 11:14 Uhr

Ich muss dazu sagen, dass ich den Beitrag zwar nicht gesehen habe, aber ich so etwas nicht als Panikmache bezeichnen würde. Natürlich stößt so eine Thematik bei manchen Sauer auf. Aber man muss sich mal fragen warum. Wenn man dies nämlich macht, sieht man einerseits die Problematik der Offenlegung seiner Daten, aber auch gleichzeitig die Normalität eben jener Offenlegung und will sich dabei auch nicht wie ein Anti-Sozialnetzwerker benehmen.
Ich mache neben meinem Studium einen Internetführerschein für Kinder. Das heißt genau, dass ich zu verschiedenen Schulen fahre und 6. Klässlern über eben die Gefahren von Social Communities, Malware und Urheberrecht aufkläre. In einer Klasse sind im Durchschnitt schon 75% bei Facebook oder ähnlichen angemeldet und ihr glaubt nicht, was die teilweise bei sich angeben. Noch dazu für alle frei einsehbar. Da geht es teilweise nicht anders, als den Kindern etwas Angst zu machen (z.B. vor Pädophilen, Datendieben etc.).

Natürlich ist es nervig und vielleicht auch übertrieben, wenn die X-te Dokumentation oder Bericht über Social Communities und deren Gefahren läuft, aber ich halte es auch für wichtig, denn nicht alle verfügen über eine Medienkompetenz, vor allem nicht die jüngere Generation, die wächst nur damit auf, versteht aber nicht, was sie da eigentlich machen.

Chris 16. Juni 2011 um 11:17 Uhr

Ich habe folgenden Kommentar nach einem dieser Ausfälle, wie hier, von Hardy Prothmann gelesen:

“Thomas Praus muss ein ziemlicher Depp sein: “Wir habt ihr meine Adresse gefunden?” Jetzt erkennt er: “Die größte Gefahr sind meine Freunde.” #zoom”

Der dazu noch gleichzeitig Werbung für seine Facebookpage macht und folgendes bei stylewalker gepostet:

KOMMENTAR: nur mal so am Rande: als langjähriger Sicherheitsexperte, habe ich selbst noch keinen Sicherheitsexperten, Informatiker, Datenschützer, Prof. der Informationswissenschaften gesehen – mich eingeschlossen, der gewappnet ist für die Digitalisierung der Welt.

Und ja das Theam ist sehr problematisch und eine selbst langjährige Medienkomeptenz reicht nicht aus, um abzuschätzen wie wir in Zukunft unsere Identität bilden und ausleben.

Mehr zu Hardy Prothmann http://prcdv.typepad.com/cdv/2010/02/hardy-prothmann-sollte-dringend-besser-werden.html

steven 16. Juni 2011 um 11:28 Uhr

@Chris

Wo ist die (deine) message?

LivingOn 16. Juni 2011 um 11:28 Uhr

Bis aus die Aussage des Standesbeamten, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei, fand ich die Reportage recht gut. Klar sie macht Angst, aber mit Recht!
Ich empfehle immer wieder gern “Die Datenfresser” von Constanze Kurz und Frank Rieger (http://datenfresser.info/).
Sorry Caschy, dass ich mal wieder nicht Deiner Meinung bin ;-)


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