WeMo Switch und WeMo Motion: Smart Home-Steckdose

24. November 2013 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von:

Ich hatte in der letzten Zeit das Vergnügen, mir zwei Geräte von Belkin anzusehen – einmal den WeMo Switch und einmal den WeMo Motion. Der WeMo Switch ist grob gesagt nichts anderes, als eine intelligente Steckdose. Sie lässt sich per App von eurem Android- oder iOS-Smartphone steuern.

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Das hört sich erst einmal wenig spannend an, das kann man mittlerweile mit billigen Baumarktsteckdosen machen, dies beschrieb ich schon einmal in Verbindung mit der App SteckerChecker, die dazugehörigen Steckdosen bekommt ihr im Dreierpack schon für um 20 Euro.

Belkin WeMo ist um einiges teurer, kostet nämlich knappe 25 Euro mehr. Hier kann man allerdings noch kombinieren, was bei anderen Varianten so einfach nicht möglich ist. Die Einrichtung ist easy: ab mit dem WeMo Switch an die Steckdose und den Spaß via App einrichten. Dies ist schnell erledigt.

Der WeMO Switch baut erst einmal ein eigenes WLAN auf, mit dem man sich verbindet, im Setup koppelt man dann das Haus-WLAN mit dem WeMo Switch, sodass dieser ganz normal erreichbar ist. Danach hat man eine via App schaltbare Steckdose. Relativ unspannend für 50 Euro, dass weiss man sicherlich auch bei Belkin. Aus diesem Grunde hat man deshalb auch noch mehr Funktionen mitgegeben.

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So kann man der Steckdose Regeln mit auf den Weg geben. Morgens um 6 bis 8 Uhr an, dann erst wieder am Abend zwischen 18 und 20 Uhr. Ihr kennt das Spiel. Alternativ lässt sich die App nicht nur im Haus-WLAN nutzen, auch ein Aktivieren via Internet ist möglich. Eine weitere Möglichkeit der Bedienung hatte man seinerzeit durch die Integration von IFTTT eingeführt.

IFTTT steht für „If this than that – Wenn dies (geschieht), dann (tue) folgendes” und erlaubt es seinen Nutzern, mehr oder weniger komplexe “Rezepte”, entsprechend derer bestimmte Geräte gesteuert werden, auf einer zentralen Webseite zu erstellen. Im Zusammenspiel verbinden WeMo und IFTTT Apps, Onlinedienste und Hardware, um die unterschiedlichsten Aufgaben für die Kunden zu erledigen.

Darüber hinaus ist es möglich, Aktionen über Plattformen wie Facebook, Evernote, SMS, Google Calendar und viele weitere einzuleiten. Seit die WeMo Kanäle bei IFTTT online gegangen sind, sind mittlerweile über 500 WeMo-Rezepte zu finden. Checke ich zum Beispiel via Facebook oder Foursquare zuhause ein, dann könnte im Wohnzimmer das Licht angehen. Das klingt alles ziemlich fancy und nach Smart Home 2013, war zumindest in meiner Testumgebung nur mäßig spannend, da ich nicht wirklich ein Anwendungsszenario habe.

Aber dies kann ja bei anderen Menschen logischerweise völlig anders sein. Als Erweiterung findet man zusätzlich noch WeMo Motion vor, der Preis verdoppelt sich fast dadurch, statt knapp 45 zahlt man im Paket ungefähr 80 Euro, dafür gibt es den Spaß dann mit der Option zum Bewegungsmelder. Dieser wird auch an eine Steckdose verfrachtet und ebenfalls ins Netz eingebunden. Die beiden Kisten kommunizieren miteinander, auch hier lassen sich Regeln erstellen, die auf Bewegung basieren. Licht an, wenn man den Keller betritt. Ventilator aus, wenn man das Zimmer verlässt.

Tja – wenn ich ehrlich bin: irgendwie sind diese Komponenten bislang nicht das, was ich unter echtem Smart Home verstehe. Ein Hauch von Zukunft kommt ebenfalls nicht auf. Lässt man IFTTT außen vor, so bekommt man mit dem WeMo Switch lediglich eine per App oder per Zeit steuerbare Steckdose für rund 45 Euro. Sofern Menschen allerdings Anwendungsbereiche für das Gerät in Konstellation mit dem WeMo Motion haben, klingt das Ganze etwas praxisnäher und dann sind auch 85 Euro für das Doppelpack sicherlich nicht zu teuer. Dennoch rate ich vor Anschaffung auf einen Blick in die Rezensionen beim jeweiligen Online-Händler, die fallen nämlich wahrscheinlich sehr mittelmäßig aus.


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