Welche Daten sendet Google Chrome?

4. Oktober 2009 Kategorie: Google, Internet, Portable Programme, geschrieben von: caschy

Was sendet Google Chrome für Daten? Was ist der Unterschied zwischen Google Chrome und Chromium? Bekommst du Geld für deine ganzen Beiträge über Google? Das sind drei Fragen, die ab und an in den Kommentaren aufschlagen. Zeit mal ein wenig Licht ins das Dunkel zu bringen – nicht wahr? Anfangen möchte ich mal wieder mit ein paar Infos zur Entwicklung von Google Chrome. Seitdem es den genialen Updater gibt, ist es mehr als einfach zwischen Release-, Developer und Betaversion hin und her zu switchen.

Erweiterungen - Google Chrome

In der aktuellen Developer-Version gibt es bereits einen Erweiterungs-Manager: mit XMarks kann ich meine Bookmarks synchronisieren und mit AdBlock+ (richtig, den gibt es nicht nur für den Firefox) kann man auch problemlos Werbung blocken.

Auch Themes unterstützt Chrome seit einiger Zeit. Gibt zwar noch nicht sooo viele schicke: man überlege aber mal, wie wir mit Phoenix angefangen haben (so hieß der Firefox zu Anfang). Da gab es auch wenig bis gar nichts. Tabs waren damals das Killer-Feature.

Es sind die Kleinigkeiten die Spaß machen. Selbst die Suche auf Webseiten ist schick geregelt:

Erweiterungen - Google Chrome-1

Standardmäßig werden Suchergebnisse mit der Anzahl angezeigt und farbig hinterlegt. Abschließend sei gesagt: es gibt nicht mehr viel, was den Benutzer vom Wechsel zu Chrome abhalten kann. Klar, die meisten von uns Power-Usern würden viele Erweiterungen fehlen – aber generell ist der am erfolgreichsten, der massenkompatible Dinge bringt.

Bildschirmfoto 2009-10-03 um 18.40.55

Ihr könnt jetzt auch Tabs anpinnen. Seht ihr ganz links. Da sieht man nur noch mein Favicon (die Kaffeetasse, bei meinem Konsum an Kaffee mehr als passend). Diese Tabs sind dann nicht versehentlich zu schließen.

Soviel zur aktuellen Entwicklung von Chrome. Nun zur Frage: Bekommst du Geld für deine ganzen Beiträge über Google? Das wäre zwar schön, ist aber definitiv nicht der Fall. Dieses Blog ist meine private Spielwiese. Hier geht es um Themen rund um das Netz und die Software. Mir machen neue Technologien und Ideen Spaß und deshalb finden diese hier ihren Platz. Also auch Google. Wem das nicht passt: es ist keiner gezwungen hier zu lesen ;)

Was ist der Unterschied zwischen Google Chrome und Chromium?

Chromium ist der Name für das Open Source Projekt. Da darf dann theoretisch jeder Berufene drin herum fummeln. Google nimmt diesen Code, labelt das Ganze mit Logos und dem Updateservice von Google. Wer also der Meinung ist mit Chromium ohne Google zu surfen, der irrt.

Was senden Google Chrome und Chromium für Daten?

Suchvorschläge: Beim Eintippen sendet Google die Buchstaben an den eingegebenen Suchprovider. Passiert ja auf der Google-Seite selber auch. Google selber loggt 2% der Suchvorschläge und anonymisiert diese Daten innerhalb von 24 Stunden.

Safe Browsing: hilft dem Benutzer vor Malware-Seiten. Circa alle halbe Stunde aktualisiert sich eine Liste mit suspekten Seiten. Diese wird von Google bezogen. Surfst du auf so eine Seite, so wird eine Warnung ausgegeben. Der Firefox macht nichts anderes.

Vorschläge für Navigationsfehler: Falls du dich vertippst und die Seite ist nicht erreichbar, so sucht dir Google ähnlich anmutende Seiten heraus. Dabei wird die nicht erreichbare URL an Google gesendet um eine Alternative vorzuschlagen.

Was sendet Google Chrome für Daten (nicht Chromium)?

Nutzungsstatistiken: dabei werden Dinge übertragen wie oft zum Beispiel ein Seitenvorschlag angenommen wurde. Dabei werden keine Kontoinformationen wie Name oder E-Mail-Adresse übertragen.

Google Update: prüft, ob neue Versionen von Chrome zur Verfügung stehen. Dabei werden zwei zufällig generierte IDs übertragen. Diese beinhaltet das benutzte Betriebssystem, die eingesetzte Chrome-Version und die Systemsprache. Diese Infos werden nicht mit eurem Account verknüpft.

IDs und RLZ: dienen der Ermittlung von aussagekräftigen Zahlen genutzer Chrome-Installationen. Die Installations-ID wird bei jeder Aktualisierungsüberprüfung gelöscht. Die Client-ID wird für Nutzerstatistiken benötigt, sofern ihr angebt, Nutzerstatistiken übertragen zu wollen. Dabei werden solche Sachen übertragen wie zum Beispiel: “wie häufig wird Button xy benutzt”.

Wer alles detailliert lesen will: einfach das Chromium-Blog lesen.

Wie betrifft das die portable Version von Google Chrome? Sie hat die gleichen Features wie die normale Version. Allerdings gibt es keinen Updatedienst (außer durch unseren manuellen Updater) und jede Version hat die gleiche ID ;)

Abschließend sei gesagt: einfach mal einen Blick in die Optionen von Google Chrome werfen. Dort gibt es den Punkt Datenschutz. Man kann so ziemlich alles deaktivieren.

Ich bleibe bei meiner These die ich schon kurz nach dem Erscheinen von Chrome aussprach: nur wenige Jahre, dann ist Chrome der Browser mit der höchsten Verbreitung. Und nun: flame on! ;)


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Über den Autor: caschy

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