Wearables sollen zu Kassenschlagern werden

21. September 2015 Kategorie: Hardware, Wearables, geschrieben von:

go watchLaut den Analysten der International Data Corporation alias IDC sollen sich Wearables innerhalb der nächsten Jahre vom Nischenmarkt langsam zu Kassenschlagern entwickeln. Während man für 2015 mit ca. 76,1 Mio. ausgelieferten Wearables rechnet, sollen es 2019 bereits 173,4 Mio. sein. Zum Vergleich: 2014 waren es beispielsweise nur 28,9 Mio. ausgelieferte Einheiten. So prognostiziert die IDC für die nächsten fünf Jahre forsch eine jährliche Wachstumsrate von 22,9 %.

Allerdings soll das Gros der ausgelieferten Wearables laut IDC zunächst auf den „Basis-Bereich“ entfallen. Damit sind etwa einfache Fitness-Tracker gemeint. Erst ab 2018 werden wohl die „Smart-Wearables“ die Führung übernehmen. Man rechnet auch damit, dass sich die Funktions-Schwerpunkte verlagern werden. So konzentrieren sich aktuelle Smartwatches auf Vernetzungen mit Smartphones, um dann deren Benachrichtigungen bequem am Handgelenk anzuzeigen. Dieses Abhängigkeitsverhältnis soll sich in den nächsten Jahren abschwächen: Smartwatches und andere Wearables werden mehr und mehr autonom funktionieren.

Darauf warten dann laut IDC wohl auch viele Kunden, die eher Interesse an einer Smarwatch als Smartphone-Alternative hätten, statt einfach ein zusätzliches Gerät mit imaginärer Nabelschnur zum Phone herum zu kutschieren.

watchOS2_01

Ein Hindernis für die weitere Verbreitung sei laut IDC auch darin zu sehen, dass viele Smartwatches nur zu bestimmten Betriebssystemen bzw. gar spezifischen Herstellern und Geräten kompatibel seien. Das erschwere Kunden den Überblick und schrecke ab. Zudem Kunden den Hang dazu hätten schlechte Erfahrungen mit einer spezifischen Smartwatch auf die gesamte Nische zu übertragen.

Die IDC sieht dabei für die Apple Watch und das watchOS aktuell das größte Potential. Allerdings werde auch Android Wear Marktanteile dazu gewinnen. Denn hier stünden mehr und unterschiedlichere Produkte für die Interessenten bereit. Für den Pionier Pebble hat man dagegen düstere Zukunftsprognosen und sieht eher eine kleine Nische bei loyalen Fans. Was Tizen betrifft, das Samsung aktuell als Betriebssystem für Wearables einsetzt, sei es schwer, konkrete Voraussagen abzugeben. Es handele sich sozusagen um den Underdog im Markt. Linux dagegen habe laut den Analysten kaum eine Chance und werde als Wearable-OS in der Bedeutungslosigkeit verschwinden – die Herstellerunterstützung fehle schlichtweg.

Auch ich selbst gehöre zu jenen interessierten Beobachtern, die in einer Smartwatch, die auf eine Anbindung an mein Smartphone angewiesen ist, keinerlei Interesse haben. Sehr wohl würde ich mich aber stärker für die Gadgets begeistern, sollte es sich durchsetzen, dass die Wearables grundsätzlich so gut wie alle Smartphone-Funktionen übernehmen und damit mein eigentliches Phone teilweise überflüssig machen. Bis sich dies auf breiter Fläche durchsetzt, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen. Und solange zähle ich dann wohl zu jenen Interessenten, die laut IDC erst später einsteigen.

(Quelle: IDC)

Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich
eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das
erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto
auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2616 Artikel geschrieben.