Wearables: 5,4 Prozent der Deutschen tragen ein Fitness-Gadget oder eine Smartwatch

5. Mai 2016 Kategorie: Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_moto 360Kantar World Panel kennen wir bisher vor allem für Berichte über den weltweiten Smartphone-Markt. Ganz neu gibt es nun auch einmal im Quartal einen Bericht zu Wearables, die in Form von Fitness-Trackern oder Smartwatches versuchen, sich an die Handgelenke der Menschen zu schleichen. Auch Smartwatches gehören zu den Wearables, trotz breiter Auswahl ist das Interesse an ihnen aber noch relativ gering. Die geringe Marktpenetration ist es wohl auch, was Hersteller unermüdlich neue Modelle vorstellen lässt, die dann von wenigen Menschen gekauft werden. Das soll sich aber in den nächsten Jahren ändern, wobei immer noch unklar ist, ob die Smartwatch überhaupt den Durchbruch schaffen wird, noch fehlen ja die „unverzichtbaren“ Nutzungsszenarien.

In Europa sind Smartwatches weiter verbreitet als Fitness-Tracker, aber das nimmt sich nicht viel. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass im Schnitt nur 6,6 Prozent der Menschen in den 4 europäischen Staaten Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland überhaupt ein Wearable nutzen. In Europa sind Wearables in Italien am meisten verbreitet, 10,3 Prozent tragen dort eins. In Großbritannien sind es 7,9 Prozent und in Frankreich 4,6 Prozent.

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Dazwischen liegt Deutschland mit 5,4 Prozent, also gerade einmal etwas mehr als jeder Zwanzigste trägt hierzulande ein Wearable. Interessant ist in Europa eben, dass 55,2 Prozent der Geräte Smartwatches sind. Und diese ersetzen in 39 Prozent der Fälle eine traditionelle Uhr am Handgelenk. Wird eine traditionelle Uhr ersetzt, entscheiden sich 41,5 Prozent für eine Modell von Samsung, zur Apple Watch greifen 49,6 Prozent.

Noch weniger Wearable-Nutzer gibt es in Japan, hier sind es 3,7 Prozent, die eines nutzen. Das steht im Kontrast zu Australiens 12,7 Prozent. In den USA sind mit 12,2 Prozent ebenfalls sehr viele Wearables vertreten, aber nur 22,9 Prozent von diesen sind Smartwatches. Verwundert nicht wirklich, immerhin gibt es einen relativ deutlichen Preisunterschied zwischen den Geräten. Während man Fitness-Tracker bereits im niedrigen zweistelligen Bereich erhält, wird für eine Smartwatch doch der ein oder andere größere Schein fällig.

Bei den Herstellern hat Fitbit in den USA ganz klar die Nase vorn, profitiert natürlich vom hohen Anteil der Fitness-Tracker und kann so auf einen Marktanteil von 61,7 Prozent schauen. Dem steht ein Marktanteil von 6,8 Prozent für Apple gegenüber, was wohl auch noch einmal die Rolle des Preises verdeutlicht.

In Europa geht es da schon enger zu, wo Fitbit mit zwar ebenfalls Marktführer ist, aber mit 18,5 Prozent Marktanteil bei weitem nicht so dominant wie in den USA. Apple erreicht in Europa 14 Prozent, Samsung kommt auf 11,6 Prozent Marktanteil.

Interessant dürfte der nächste Bericht werden, der im August dann ansteht. Hier möchte Kantar World Panel dann auch Zahlen zur Kaufbereitschaft von Leuten veröffentlichen, die bisher keines nutzen. Dürfte einen guten Einblick in das Marktpotential geben.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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