Vodafone DSL: kein Verkauf der Hardware zum Einmalpreis mehr

4. Februar 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Artikel Vodafone LogoNeues bei Vodafone. Die führen jetzt auch im Bereich DSL / LTE-Home und Vodafone TV ein Hardware-Mietmodell ein. Heißt, dass das bisherige Model „einmalige Zuzahlung für einen Router“ beendet ist und dass man den Weg geht, der auch bei Kabelanschlüssen gegangen wird. So kostet die EasyBox 804 nichts, während man für die FRITZ!Box 7490 5 Euro Miete monatlich über die gesamte Vertragslaufzeit zahlt. Kostenlos zur Miete gibt es ferner das TV Center 2000, während die EasyBox 904 (LTE) 5 Euro monatlich über die komplette Vertragslaufzeit kostet. Letztere könnte der Kunde allerdings auf 0 Euro reduzieren, wenn er die aktuelle LTE Home Promotion vom 1.-12. Monat wahrnimmt. Die Hardware-Miete löst den Hardware-Verkauf ab, das heißt ab dem 14.02.2016 ist ein Verkauf der Hardware zu einem Einmalpreis nicht mehr möglich.

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Kunden mit Miet-Hardware müssen diese immer am Ende der Vertragslaufzeit, bei Widerruf
oder bei Mietgeräte Wechsel an Vodafone zurückschicken. Jeder Kunde erhält einen Retouren-Schein und muss diesen der Rücksendung immer beilegen. Bei nicht fristgemäßer Rücksendung der Miet-Hardware erfolgt Berechnung der Übernahmegebühr – die Miet-Hardware geht dann in das Eigentum des Kunden über. Die Übernahmegebühr beträgt: FRITZ!Box 7490: 199,90 Euro, EasyBox 804: 99,90 Euro, EasyBox xDSL 904: 119,90 Euro, EasyBox LTE 904: 249,90 Euro, TV Center 2000 299,90 Euro . Es erfolgt keine Verrechnung mit Mietpreis.

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Wer wissen will, was Vodafone so an Promotions in petto hat, der kann einen Blick in die eingefügte Grafik werfen.



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31 Kommentare

Jü (@schousda) 4. Februar 2016 um 12:09 Uhr

Diese Mietmodelle, wie sie auch 1&1 hat (ja, ja, ist keine Miete), nehmen langsam Überhand. Und dann am Ende auch noch eine Übernahmegebühr (bezeichnen die das wirklich als „Gebühr“?) abdrücken zu müssen, die über dem Neupreis liegt, ist schon ganz toll. Da kauf ich mir die Box halt direkt selbst und die zugeschickte Hardware landet nach Ende der Vertragslaufzeit ungenutzt auf dem Elektromüll.
Was versprechen sich die Anbieter davon?

namerp 4. Februar 2016 um 12:09 Uhr

Auf gut Deutsch eine Preis Erhöhung inkl. Kunden abzocke.

sad 4. Februar 2016 um 12:11 Uhr

so versuchen anbieter den wegfall des routerzwangs zu umgehen 1&1 und vodafail sind da besondest dreist

jemand222 4. Februar 2016 um 12:12 Uhr

Also bei der Telekom ist der Preis des Gerätes irgendwann bei 0 Euro. Man muss nur anrufen und fragen, was das Mietgerät kosten würde, wenn man es nun kauft und da habe ich schon mehrfach erlebt, dass die mir dann sagten „Der Restwert ihres Gerätes ist 0 Euro – ich erlasse Ihnen nun die monatliche Gebühr“

daniel 4. Februar 2016 um 12:14 Uhr

Was ich mich Frage: Wo landen die alten Geräte? Ein W723V ist noch top aber wird immer öfter zurückgesandt oder durch den W724 ersetzt. Da müssten doch, auch wenn welche als Austauschgeräte verwendet werden, noch einige übrig bleiben.

preya2k 4. Februar 2016 um 12:15 Uhr

Ziemlich frech. Mal eine Beispielrechnung:

Ich bin für 24 Monate bei Vodafone und möchte eine Fritz!Box 7490. Ich zahle also 24 x 5 = 120 Euro. Wenn ich die (in 24 Monaten nicht mehr brandaktuelle) Box dann behalten möchte zahle ich noch einmal 199,90 Euro, macht insgesamt 319,90 Euro.

Da ist es wirklich ein Segen, dass die Provider ab August den Routerzwang aussetzen müssen. Wer dieses Angebot der Anbieter dann noch annimmt ist selber Schuld. Eine Fritz!Box 7490 auf dem freien Markt kostet einmalig 190 Euro.

Michael 4. Februar 2016 um 12:15 Uhr

Find ich echt „Kundenfreundlich“ eine eventuell 2 Jahre oder ältere Fritzbox zum Neupreis zu berechnen. Naja, Gewinnoptimierung ist halt alles. Aber ab August ist der informierte Kunde eh nicht mehr davon abhängig.

Und Vodafone ist zusammen mit der Telekom eh auch meiner persönlichen Blacklist.

Christoph 4. Februar 2016 um 12:16 Uhr

Unsere örtlichen Stadtwerke bieten seit Kurzem die Router auch zur Miete an. Allerdings optional. Ich meine, wer würde schon u.a. eine FritzBox 7170!!! für 4,95€ im Monat mieten wollen?

Markus 4. Februar 2016 um 12:28 Uhr

Pfff, ich habe meine Fritz 7270 seit ca. 10 Jahren im Einsatz und bin superglücklich damit. Der Preis hat sich mehr als amortisiert und ich habe alles unter meiner Kontrolle, auch bei einem Provider-Wechsel kein großartiges Neukonfigurieren von WLAN, DECT etc.pp. Und gelegentlich kommen immer noch Firmware-Updates. IMHO hat AVM für einen Consumer-Router alles richtig gemacht was man richtig machen kann.
Daraus wollen die Provider jetzt wohl auch Profit schlagen (Unitymedia fährt ja ne ähnliche Schiene). Ich hoffe das ist nur die Vorbereitung auf das Routerzwang-Gesetz, so das ich demnächst meine eigene Fritzbox mit Vodafone-DSL betreiben könnte… aber vermutlich lassen die sich da wieder irgendwelche Nickeligkeiten einfallen um den gewöhnlichen Fritzbox-Besitzer zu gängeln und in das Mietmodell zu treiben. Wenn das so kommt, hoffe ich inständig das die auf ihren Leitungen sitzen bleiben 🙂

Oliver 4. Februar 2016 um 12:29 Uhr

Mir wurde nach Ende eines Vertrages auch einmal eine Zwangsübernahme verordnet. Das mir ehemals gesandte DSL-Modem war nicht mehr auffindbar, weil es direkt durch eine Fritz!Box ersetzt wurde.

Und weil dieses superedle Asiamodem so wertvoll war und der Provider es unbedingt zurückhaben wollte, durfte ich noch einmal 49€ am Ende der Vertragslaufzeit bezahlen. Für ein Gerät wohlgemerkt, das im Tausenderpack wahrscheinlich weniger als einen Zehner kostet.

Logo, dass mich dieser Provider nie wieder sieht.

Daniel 4. Februar 2016 um 12:35 Uhr

Ich habe gehofft, dass Vodafone zum Ende des Routerzwangs auch im Kabel Kaufoptionen einführt. Nun ist es aber genau das Gegenteil. Für mich ist das überhaupt nichts und macht Vodafone bei mir zu einem No-Go. Das Mindeste wäre gewesen, den Router zumindest wie bei 1&1 nach Ende der Vertragslaufzeit kostenlos an den Kunden zu übergeben.

Farmer John 4. Februar 2016 um 12:48 Uhr

Abzocke. Der Kunde als Gegner. Wo BWLer regieren.

ironman 4. Februar 2016 um 12:58 Uhr

Die Tatsache, dass die technisch Unbewanderten, die auf gestellte/supportete Geräte angewiesen sind, so geschröpft werden, lässt hoffen, dass die gerätelosen Tarife nach Aufhebung des Routerzwangs nur unwesentlich teurer werden…

kOOk 4. Februar 2016 um 13:06 Uhr

Auch wenn ich mit der Preisgestaltung nicht einverstanden bin, ich finde ein Mietgerät vorteilhaft. So kann der Provider bei irgendwelchen Fehlern nicht damit abwiegeln, dass der Router des Kunden einen Fehler hat. Wenn der Router nicht in Ordnung ist, soll sicher Provider gefälligst darum kümmern!

Daniel 4. Februar 2016 um 13:12 Uhr

@kOOk Man hat doch generell zwei Jahre Gewährleistung auf das Gerät. So lange also der Fehler kein Selbstverschulden ist, muss sich auch hier der Provider kümmern.

Sparbrötchen 4. Februar 2016 um 13:28 Uhr

Die spekulieren nur auf selche Fälle:
Miete für Bundespost-Telefone noch auf Telekom-Rechnungen
Kunden haben 30 Jahre lang über 900 Euro für ein Leih-Telefon bezahlt
http://www.teltarif.de/festnet.....48159.html

Ganz so lange werden die Router nicht halten

Sebastian 4. Februar 2016 um 13:59 Uhr

Hallo Cashy, Danke für die Infos im Beitrag. Weiß jemand, ob es auch möglich ist, so einen Vertrag ohne Router in Anspruch zu nehmen? Bspw. wenn man schon eine völlig eingerichtete FB 7390 hat… 🙂

Daniel 4. Februar 2016 um 14:04 Uhr

@Daniel falsch, nach 6 Monaten gibt es die Beweislastumkehr, du musst beweisen, dass der Fehler von Anfang an vorhanden war.

George99 4. Februar 2016 um 14:40 Uhr

Der Wettbewerb ist inzwischen auch im DSL-Segment mehr oder weniger zum Erliegen gekommen. Früher wurde mit Anschluss*prämien* und kostenlosen Geräten um sich geschmissen, inzwischen kassieren sie Anschluss*gebühren* und vermieten überteuert ihre Geräte. Naja, meine uralte 7170 läuft und läuft und läuft und wenn sie mal kaputt gehen sollte, kaufe ich mir eben eine Fritzi selbst.

Sebastian 4. Februar 2016 um 14:47 Uhr

Ich hatte eine EasyBox LTE als Übergangslösung, wärend die in der Straße VF TV Kabel gelegt haben. Das Teil liegt jetzt als Briefbeschwerer rum, weil die es nicht zurück haben wollen. Support: Das können wir ja eh keinem anderen Kunden hinstellen.

Diese „Miete“ ist also nur Geldschneiderei und der Kunde muss sich um die Entsorgung kümmern (Gab’s da nicht so ein E-Schrott-Gesetzt?)

kOOk 4. Februar 2016 um 15:03 Uhr

@Daniel, ich ging von dem Fall aus, dass der Router nicht vom Provider kommt. Der Provider übernimmt dann nur noch die Verantwortung bis zur Dose, die bei dir zu Hause liegt. Dann musst Du erstmal nachweisen, dass der Fehler nicht in deinem Router liegt, wenn er Provider sich quer stellt. Bei einem gemieteten Router liegt das komplette Problem beim Provider.

Konstantin L. 4. Februar 2016 um 15:26 Uhr

Gefällt mir ganz und gar nicht 🙁

Also dann kriege ich wohl doch keine neue Fritzbox mit der bald anstehenden Vertragsverlängerung 🙁

Denke auch, dass viele Kunden am Ende der Vertragslaufzeit vergessen die Ware zurück zu senden.

Thorsten 4. Februar 2016 um 15:28 Uhr

für die, die die box nach 2jahren zurücksenden und eine neue bekommen lohnt sich das doch. die zahlen ja so „nur“ 120€ anstatt 150€ 🙂

fly 4. Februar 2016 um 16:03 Uhr

Man muss das alles nicht so kritisch sehen. Letztlich ist es Ziel jedes Unternehmens so viel wie möglich zu kassieren – und Ziel des Kunden so wenig wie möglich zu zahlen.
Ob das nun eine Miete, Leihgebühr, Ratenzahlung oder einfach eine teurere Grundgebühr ist, ist egal. Die Vodafone-Preise mit Gegenrechnen der 7490,die es für 49€ dazu gibt, waren genial., eff. <15€ für 2 Jahre VDSL.

Und das die Ahnungslosen mit 10€ pro Monat wie bei der Telekom geschöpft werden… Es geschieht Ihnen recht…

Manu 4. Februar 2016 um 17:28 Uhr

Ich verstehe das Problem nciht so ganz. Man nimmt die kostenfreie Hardware, verfrachtet sie in den Keller und kauft sich das Gerät dasm an haben will selbst?!

Immerhin geht das bei DSL. Mit einem Kabelanschluss ist genau das eben nicht möglich. Da der Netzbetreiber für sich das Recht in Anspruch nimmt jederzeit auf das Endgerät das bei MIR zuhause steht zugreifen zu können.

Wie gesagt, ich verstehe das Problem nicht.

toyotentheo 5. Februar 2016 um 07:32 Uhr

Auch bei Kabel kann man den eigenen Router verwenden. Den eigenen Router einfach hinter den kostenlosen Router von Vodafone hängen (Routerkaskade).

Thomas 5. Februar 2016 um 13:37 Uhr

Beim Kabel, egal ob Vodafone oder Unitymedia, kann man sich auf Wunsch ein Modem anschliessen lassen und daran seinen eigenen Router betreiber.


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