Visual Studio/.Net: mehr Open Source, mehr Cross-Platform und ein Nachfolger für Visual Studio Express

13. November 2014 Kategorie: iOS, Software & Co, geschrieben von:

Für viele ist die Installation des .NET-Frameworks der erste Schritt nach der Windows-Installation. Dann gibt es da noch die Mac- und Linux-Nutzer, welche derzeit mit Mono einen Ersatz für das .NET-Framework bekommen. Für all diese Nutzer gibt es heute großartige Neuigkeiten. Aber auch für angehende Android- oder Windows Phone-Entwickler hält man das eine oder andere Bonbon in der Hinterhand bereit.

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In Redmond scheint man gerade stark an seiner Firmenpolitik zu schrauben, denn nachdem man heute bekannt gab, weitere Teile des .NET-Frameworks als Open Source-Produkt zu veröffentlichen, hat man auch gleich erklärt in welche Richtung Microsoft in den nächsten Jahren möchte. Es geht vor allem um das Prinzip „cloud-first, mobile-first“.

Kennt ihr Visual Studio Express? Das war die kostenlose und abgespeckte Variante des großen Visual Studios, es war mehr für Schüler, Einsteiger und Leute gedacht, welche nicht so viel Geld auf der hohen Kante haben um sich Visual Studio kaufen zu können. Leider war Visual Studio Express sehr eingeschränkt in seinem Funktionsumfang. Der Nachfolger von Visual Studio Express nennt sich Visual Studio Community 2013 und bringt einige Funktionen aus der großen Version mit. So könnt ihr in Visual Studio Community 2013 Erweiterungen aus der Visual Studio Gallery herunterladen, aber auch die Funktionen Peek, Blend, die Codeanalyse, grafisches Debugging und C#-Refactoring sind in der kostenlosen Community-Variante enthalten.

Mit dem neuen Visual Studio Community 2013 sollen auch Entwickler mit kommerzieller Absicht entwickeln dürfen, ganz im Gegensatz zur Express-Version. Die Express-Version wird im Laufe der nächsten Jahre verschwinden und durch die Community-Version ersetzt. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass ihr mit dem Visual Studio Community 2013 auch Linux-Programme entwickeln könnt.

Microsoft gibt uns aber auch einen Einblick in das neue Visual Studio 2015, hier bekommt ihr weitere APIs um noch besser mit Cloud Services wie beispielsweise Azure oder Office 365 zu arbeiten.

Ebenfalls neu ist der Android-Emulator für Visual-Studio, denn mit den neuen Visual Studio-Varianten können mobile Applikationen entwickelt werden, darunter auch Android-Applikationen. Wenn euch beim Entwicklen eurer App kein Android-Telefon zur Verfügung steht, bietet euch Microsoft jetzt direkt aus dem Visual Studio heraus einen Android-Emulator an. Dieser kann in Kombination mit der Vorabversion des neuen Visual Studio 2015 genutzt werden und bietet sogar weitaus komplexere Möglichkeiten, eure Android App zu testen als es beispielsweise mit dem originalen Emulator von Google möglich ist.

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Apps können ab sofort in HTML 5 und Cordova von Apache programmiert werden, aber auch C++ Entwickler kommen in den neuen Visual Studios auf ihre Kosten, denn dort steht euch ein LLVM- und ein clang-Kompiler für Android zur Verfügung. Allgemein hat man sehr stark an den Tools für C++ Entwickler gearbeitet und so unterstützt man jetzt auch C++ in der Version 11 und 14.

Um nochmal zum .NET-Framework zu kommen: nachdem man heute die Server-Komponente des .NET-Frameworks freigelegt hat, möchte man mit dem Mono-Team zusammenarbeiten und in Zukunft könnte es gut möglich sein, dass Webseiten auf Basis des .NET-Frameworks (ASP.NET) auf eurem Linux- oder Mac OS X-Server ihr Zuhause finden. Wer also gerne mit dem Visual Studio und dem .NET-Framework arbeitet, darf sich in den kommenden Wochen und Monaten auf eine aufregende Zeit freuen.


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Quelle: Microsoft |

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