Verbraucherzentrale NRW warnt: Augen auf beim mobilen Einkauf

28. März 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen hat Stichproben in Sachen mobilem Shopping gemacht. Ihre Aussage: „Viele Ärgernisse verwirren die Kundschaft, Preise verändern sich irreführend wie von Geisterhand. Obendrein werden sie oftmals höher als am PC angezeigt“.

Young woman sitting with tablet

Die Verbraucherzentrale beschwert sich in ihrem Beitrag erst einmal über nicht optimierte Seiten für mobile Geräte – was eigentlich kein Grund zur Klage ist – denn der Einkäufer der mobil unterwegs ist, wird sich dann vielleicht in einem anderen Shop umsehen oder an den Desktop wandern. Mobil angepasste Seiten sind zwar schön, aber eben auch keine Pflicht. Selbst Schuld, wenn sich der Anbieter vielleicht potentielle Kunden vergrault.

Weitere, etwas verblüffende Nachricht der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen: „So landete man etwa nach Eintippen des Händlernamens A (Getgoods, Tanc) in die Adresszeile des Browsers unverhofft im Shop von Händler B (Hoh, Schuhdealer).“. Ja, das ist für den Kunden vielleicht verwirrend – aber HOH gehört meines Wissens immer noch zu getgoods. Schuhdealer? Wäre mir neu, dass die keine Hardware mehr haben.

Kritik hatte man auch beim Baumarkt Hornbach. Hier sollen beworbene Sonderangebote mobil nicht auffindbar gewesen sein – selbst Hornbach-Mitarbeiter wurden nicht fündig. Auch Apps von Online-Shops stoßen der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen sauer auf.

Des Öfteren nämlich konnten Apps nicht genutzt werden, weil sie mit der eingesetzten Gerätschaft nicht kompatibel waren. Bei der Teleshopping-Firma QVC wiederum öffnete sich nach der Installation lediglich ein interaktiver Katalog. Motto: Blättern ja, kaufen nein.

In Sachen mobiler Preisgestaltung will man auf Ungereimtheiten gestoßen sein. Mal fehlten Angebote komplett, mal veränderten sich Preise irreführend wie von Geisterhand: von der Suchliste über die Detaildarstellung über den Warenkorb bis hin zur Kasse. So wurde eine mobil für 149,99 Euro gekaufte Sony-Kamera im Warenkorb zum 169,99 Euro-Kauf.

Weitere Vorwürfe betreffen Notebooksbilliger, Allyouneed, Cyberport, Otto und Technikdirekt. Bei denen legten die Tester im mobilen Warenkorb Produkte ab, die es zeitgleich via PC deutlich billiger gab. Verboten soll dies nicht sein, wie die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen mitteilt. Auf Nachfrage teilten angefragte Shops mit, dass Preise und Konditionen stets gleich sind, egal auf welchem Wege die Bestellungen getätigt worden. Ansonsten gilt: Online-Bestellungen können in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware widerrufen werden.

Und ihr: schon ähnlich schlimme Erfahrungen gemacht beim Online-Einkauf? Ich nicht – zum Glück.


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