Valve schließt Steam Greenlight, plant Alternative namens Steam Direct

12. Februar 2017 Kategorie: Games, Internet, geschrieben von: André Westphal

Valve will seinen Dienst Steam Greenlight dichtmachen. Bisher konnte man über Greenlight für Games / Software abstimmen, die bei Steam angeboten werden sollte. Entwickler reichten hier ihre Produkte ein, zahlten einmalig eine Gebühr von 100 US-Dollar und hofften dann auf Zustimmung durch die Steam-Nutzer. War das Interesse groß genug, wurde das jeweilige Game bzw. Programm anschließend via Steam angeboten. Nun hat Valve jedoch angekündigt Steam Greenlight in der bisherigen Form einzustampfen. Doch ein Ersatz namens Steam Direct ist bereits geplant. Der soll für Entwickler möglicherweise höhere Kosten mit sich bringen – aber auch Vorteile.

So soll Steam Direct den Zwischenschritt abschaffen, bei dem die Community erstmal auf ein Produkt aufmerksam werden muss und dann darüber abstimmt. Hier gehen leicht in der Masse qualitativ gute Titel unter. Stattdessen wird es eine sehr grobe Art Qualitätssicherung geben, die nur sicherstellen soll, dass die jeweilige Software grundsätzlich funktioniert und keine Malware enthält. Valve will also für die Entwickler die Unberechenbarkeit entfernen. Bisher konnten Entwickler nicht vorab kalkulieren, ob und wann ihr Titel bei Steam Greenlight eine Freigabe erhalten würde.

Steam Direct soll aber im Gegenzug die Gebühren ändern: Bisher mussten Entwickler einmalig 100 US-Dollar zahlen, um sich für Steam Greenlight zu registrieren. Anschließend konnten sie so viele Games oder Programme einreichen, wie sie lustig waren. Das wird geändert, denn Valve will nun pro Spiel eine Gebühr erheben, die durchaus deutlich höher ausfallen könnte.

Damit wolle man verhindern, dass Steam Direct durch Müll überflutet werde. Allerdings hat sich Valve noch nicht auf eine Summe festgelegt. Aktuell steht von minimal 200 US-Dollar bis maximal 5.000 US-Dollar eine enorme Bandbreite im Raum.

Valve will mehr Details zu Steam Direct in den nächsten Wochen bekannt geben. Aktuell gebe es noch vor der Einführung einige technische Aspekte zu klären. Darum kündige man Steam Direct bereits jetzt an, werden den neuen Service aber erst später „innerhalb des Frühlings 2017“ implementieren.

(via Eurogamer)

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1963 Artikel geschrieben.