Vaio, Fujitsu und Toshiba bilden wohl bald einen PC-Giganten

16. Februar 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, Windows, geschrieben von: André Westphal

artikel_vaioSonys ehemalige Marke VAIO gehört mittlerweile zur Investment-Firma Japan Industrial Partners. Erst Anfang Februar hatte man sein erstes Smartphone mit Windows 10 Mobile vorgestellt. Gerüchte um einen Zusammenschluss VAIOs mit anderen Herstellern aus Japan kursierten bereits seit Ende 2015, konkretisieren sich aber nun: Demnach wollte sich VAIO mit sowohl Fujitsus als auch Toshibas Notebook- / PC-Abteilung zu einem einzigen, großen Hersteller zusammenschließen. Das Abkommen solle voraussichtlich noch vor Ende März in trockenen Tüchern sein – das bestätigt jedenfalls offiziell Hidemi Moue, CEO von Japan Industrial Partners Inc., dem Eigentümer VAIOs.

Auch am neuen PC-Giganten würde Japan Industrial Partners den größten Anteil halten. Der Zusammenschluss ergebe laut Moue Sinn, um Japans PC-Industrie zu stärken und die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Herstellung effizient zu halten. Gerade im schrumpfenden PC-Markt sei ein derartiger Zusammenschluss der einzig richtige Weg, um die Zukunft zu sichern. Als Reaktion auf die offizielle Bestätigung stieg Toshibas Akienkurs gleich mal um 8,2 %, während für Fujitsu immerhin ein Anstieg des Kurses von 2,5 % drin gewesen ist. VAIO ist nicht an der Börse gelistet.

Toshiba-logo

Der neue Hersteller soll aller Voraussicht nach weiterhin unter dem Namen VAIO agieren und sich vor allem auf den japanischen Markt fokussieren. Zudem werde man sich auf PCs / Notebooks konzentrieren. Für den internationalen Markt sind aber auch Produkte wie das eingangs erwähnte Smartphone mit Windows 10 Mobile weiterhin denkbar. Analysten haben bereits bekundet, dass der Zusammenschluss von VAIO sowie der PC-Abteilungen Fujitsus und Toshibas für den japanischen Markt eine gute Strategie sei, allerdings international wohl keine großen Vorteile mit sich bringen dürfte. Auf dem Weltmarkt dominieren andere Hersteller wie Dell, HP und Lenovo.

fujitsu logo

Toshibas Sprecher Hirokazu Tsukimoto will den Verkauf der PC-Sparte bzw.die Vereinigung mit VAIO und der PC-Abteilung Fujitsus bisher nicht bestätigen. Fujitsu wiederum enthält sich zur Lage derzeit eines Kommentares. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass VAIO, Fujitsu und Toshiba ihre PC-Abteilungen verschmelzen, wäre das Ergebnis ein Hersteller mit ca. einem Drittel des japanischen PC-Marktes in seiner Hand. Größer Player wäre jedoch weiterhin das Joint-Venture aus NEC und Lenovo.



Über den Autor: André Westphal

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7 Kommentare

bongo 16. Februar 2016 um 17:11 Uhr

Wird endlich mal zeit das wieder ein VAIO Notebook auf dem deutschen Markt erscheint. 🙁

pannttaa 16. Februar 2016 um 18:46 Uhr

Der Markt fällt . was soll das werden ? Notebooks mit Windows kauft keiner mehr….

MK 16. Februar 2016 um 18:55 Uhr

So.. Notebooks kauft also kein Mensch mehr? Was ist denn mit den ganzen Unternehmenskunden? Laufen die alle mit Tablets in die Konferenzräume? Was ist denn zum Beispiel mit Apple? Verkaufen die nur noch ihre iPad’s? Ich glaube nicht 😉 Und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern..

niknator 16. Februar 2016 um 19:56 Uhr

@paannttaa über 90 % Marktanteil entstehen dadurch, dass keiner mehr Windows Notebooks kauft. Bestimmt. Das einzige was sich seit 10 Jahren fast nicht verkauft bei fast exakt gleichen Anteilen sind MacBooks, die stehen die ganze Zeit zwischen 5 und 10 %.

Pannttaa 16. Februar 2016 um 20:33 Uhr

Joar, schaut euch doch die Diagramme an ihr Ignoranten. Und Sony hat Vaio auch verkauft weils so geil läuft mit den ach so tollen Unternehmenskunden.

https://d28wbuch0jlv7v.cloudfront.net/images/infografik/normal/infografik_4238_weltweiter_pc_absatz_n.jpg

niknator 17. Februar 2016 um 17:04 Uhr

Dann sag doch bitte einfach Notebooks kauft kein Mensch mehr und nicht Windows, da Windows jetzt vor allem bei Tablets stark zunimmt und bei Notebooks halt mit wegbricht. Die ganzen Convertible-Teile laufen unter der Kategorie Tablets und steigen im Absatz zusehends.

dennis 17. Februar 2016 um 17:10 Uhr

Unternehmen kaufen eben nicht jedes Quartal massenweise PCs und Notebooks ein. In (Groß-)Unternehmen dürfen die gerne mal 3-5 Jahre halten (oder auch länger, je nach Einsatzzweck). In gewisser Weise ist der Markt da einfach gesättigt, zumindest was das grenzenlose Wachstum angeht.


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