USB C-Hub QacQoc GN30H ausprobiert

5. August 2017 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Auf meinem Schreibtisch landete aktuell ein Exemplar eines USB-C-Hubs. Diese erfreuen sich wachsender Beliebtheit, ist die Schnittstelle USB-C doch im Kommen. Nicht nur bei Apple, sondern auch bei vielen anderen Herstellern – und neue Smartphones setzen auch drauf. In Sachen Notebooks ist es so, dass die oft nur noch USB-C am Start haben, bzw. aus Gründen der Kompaktheit auf Schnittstellen verzichten. Prominente Opfer sind da in der Vergangenheit die RJ45-Schnittstelle oder aber auch der Kartenleser.

Entweder man freundet sich dann mit der Tatsache an, dass man drahtlos hantieren muss – oder man kauft sich einen Adapter oder mehrere. Ich selber kam bisher eigentlich immer ohne aus, lediglich alte USB-Geräte kommen via Adapter auf USB-C ans Notebook. Reichte mir völlig. Nun lag der erwähnte USB-C-Hub in einem Fullbody-Alumium-Gehäuse vor mir.

Als Hersteller zeichnet sich Egologgo verantwortlich, die sicher keine Internationalisierung bei der Typenbezeichnung QacQoc eingeplant haben, sonst würde man nicht auf diesen Namen kommen. Namen sind aber bekanntlich Schall und Rauch, von daher. Was leistet der rund 60 Gramm schwere Hub? Das ist an Bord:

1x Typ C Ladeanschluss
1x HDMI Port
1x Gigabit LAN
1x SD-Kartenleser
1x Micro SD-Kartenleser
3x USB 3.0 Port

Da ist quasi alles drin, was man braucht, wenn man sich konnektiv geben will – trotz USB-C-Anschluss an Notebook oder Smartphone. Also habe ich ausprobiert. Kein Hexenwerk: Anklemmen per USB-C an das MacBook und dann diverse Geräte angeschlossen. USB-Stick, SD-Karte, microSD-Karte (auch microSDXC), USB und natürlich auch mal ausnahmsweise an das LAN-Kabel des Routers. Das funktionierte alles tadellos.

Ich schaue mir natürlich auch Rezensionen anderer Menschen an und bin froh, dass ich nicht die gelegentlichen Probleme hatte, die in Rezensionen genannt wurden. Hier sprachen einige Nutzer davon, dass bei der Benutzung des Hubs gelegentlich die angeschlossenen Geräte getrennt wurden.

Das wäre natürlich extrem schlecht, beispielsweise dann, wenn man eh große Datenmengen auf einen externen Datenträger verschiebt. Hier keine Probleme damit. Funktionierte und dies auch ausreichend schnell. War kein großer Unterschied, ob ich meine USB-3.0.Festplatte direkt am iMac anschloss oder über den Hub am MacBook Pro. Waren in drei Benchmarks ungefähr 4 MB/s schreibend Unterschied (rund 100/100 MB/s). Von daher: Das passte auf jeden Fall und auch die anderen Ports machten da keine Ausnahme.

Was gut ist: Wenn man nur wenige Anschlüsse hat, so kann man den Ladeanschluss durchschleifen. Also Gerät aufladen und dennoch den Hub nutzen. Was ich bemerkte, unabhängig ob am Ladeanschluss oder nicht: Der Hub wird doch schon warm. Nicht heiß, aber warm. Möchte ich erwähnt wissen.

Nachdem ich die normalen Schnittstellen ausprobiert hatte, kam noch HDMI dran. Nichts, was ich persönlich brauchen würde, da ich fast ausschließlich kabellos unterwegs bin – aber für die Beurteilung musste ich das Ganze natürlich testen. Also mal einen Film über das Book an einem TV abgespielt. War ebenfalls kein Problem, doch in Sachen Auflösung sollte man beachten: 4K werden bei 30 Hz unterstützt, während man FullHD 1080p bei 60 Hz nutzen kann. Und noch etwas: Es ist natürlich nicht nur das Spiegeln des Monitors möglich, ihr könnt auch über den Hub euer Gerät an einem Monitor oder TV anschließen um den Monitor zu erweitern. So kann man via HDMI-Peitsche aus dem kleinen MacBook mal eben einen großen Mac machen.

Die Preisfrage: Tja. Der Hub kostet manchmal 80 Euro, zum Zeitpunkt dieses Beitrages lag er dann bei 68 Euro via Amazon Prime. Das ist ne steile Summe, angesichts der Ports aber auch sicherlich ok, wenn man die braucht. Die Verarbeitung ist gut und in meinem Test machte er alles mit. Alternativen von AuKey, Satechi oder HooToo findet man natürlich auch. Muss man entscheiden, was man an Schnittstellen braucht.


Über den Autor: caschy

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