USA: Legalisierung von Rootkits und Trojanern zum Anti-Piraterie-Kampf vorgeschlagen

27. Mai 2013 Kategorie: Backup & Security, Internet, Software & Co, geschrieben von: caschy

Die unabhängige Organisation Intellectual Property Commission in den USA hat gerade einen 84-seitigen Bericht veröffentlicht, in dem der Einsatz von Ransomware, Spyware, Rootkits und Trojanischen Pferden vorgeschlagen wird. Der Report der Intellectual Property Commission schlägt allerdings keine pauschale Überwachung vor, lediglich will man die entsprechenden (gelockerten) Gesetze haben, wenn es mal zum Fall der Fälle kommt. So möchte man einfacher gegen Hacker und Computer-Saboteure in Sachen Diebstahl geistigen Eigentums und Raubkopien vorgehen können.

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So soll es unter anderem möglich sein, fremde Computer zu verschlüsseln und die Besitzer mittels ihrer eigenen Webcams abzulichten. Dieses Szenario könnte schon bald Realität werden, denn der Report wird dem amerikanischen Kongress vorgelegt. Dieser könnte ein entsprechendes Gesetz verabschieden, welches die Vorschläge der IP Commission umsetzt.

Die Idee, Malware als Kopierschutz zu verwenden ist nicht neu. Einer der ersten Computerviren überhaupt, namentlich „Brain“, sollte angeblich Software vor dem unerlaubten Kopieren schützen. Sony geriet 2005 in die Schlagzeilen, als Hacker ein als Kopierschutz konzipiertes Rootkit zweckentfremden konnten.

Die Aussicht, auf jeden Computer automatisch Schadsoftware aufspielen zu müssen, beträfe alle US-Amerikaner. Schutzprogramme könnten diese Malware zwar erkennen, aber bei einer Blockierung würde dann die komplette Nutzung unterbunden. Noch schlimmer: Wird der Malware-Zugang von Dritten geknackt, haben diese damit prinzipiell Vollzugriff auf alle Computer. Und das ohne diese selbst infizieren zu müssen. Nicht gerade rosige Aussichten, nicht wahr?

(Bildquelle: Shutterstock, Hacker typing on a laptop with binary code in background)

Quelle: Emsisoft |
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Über den Autor: caschy

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