Unsere Meinung zu: „Haltet die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern!“

2. März 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

amplogoHallo Herr Kullak-Ublick! Wir haben Ihren Beitrag mit dem Titel „Haltet die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern!“ heute in den Nachrichten bei XING gelesen. Sie dürfen uns glauben, dass wir die angesprochenen Thematiken durchaus im Team besprochen haben, zudem auch die Reaktionen im Netz beachteten. Ihre Aussage ist mutig, vielleicht auch absichtlich so gestrickt, damit sie die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie dem auch sei – wir erlauben uns einfach mal eine Meinung. Wir betreiben ein Techblog, in welchem sicherlich alle Altersklassen etwas finden – und wir achten auch darauf, dass alles möglichst so beschrieben ist, dass alles verstanden wird. Deshalb beschreibe zumindest ich meine Sicht der Dinge nicht wissenschaftlich, sondern tatsächlich als Mensch, der mit Technik groß wurde.

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Nur wer versteht, wie die Technik funktioniert, die man im alltäglichen Leben nutzt, der ist ein wacher Zeitgenosse. Das wusste Rudolf Steiner schon 1919, als er forderte, dass die Schüler erst dann die Waldorfschule verlassen dürften, wenn sie die Funktionsweise der elektrischen Straßenbahn wenigstens in ihren Grundzügen verstanden hätten. Was früher die Straßenbahn oder der Telegraf war, ist heute der Computer oder das Smartphone.

Ich, Carsten Knobloch, bin 39 Jahre alt

Ich bin 1983 eingeschult worden und kam 1987 auf eine Realschule im Dortmunder Norden. 1987. Das ist satte 29 Jahre her. Es gab kein Internet, keine Smartphones, nur wenige Fernsehprogramme und wahrscheinlich war vieles noch aus Holz. Meinen Weg schaffte ich bis heute ohne das Wissen über Straßenbahnen, obwohl ich auch schon mal in einer saß.

Lassen Sie mich zitieren:

Wir wollen unsere Schüler aber in die Lage versetzen, die digitale Technik sinnvoll gebrauchen zu können. Hier stellt sich pädagogisch die Frage, welche Fähigkeiten ein Jugendlicher entwickeln muss, um mit der Technik so frei umgehen zu können, dass er sie sinnvoll einsetzen kann, ohne sich komplett von ihr okkupieren zu lassen.

Bereits ich hatte zu meiner Schulzeit einen Computer. Neben Spielkonsolen, mit denen ich wie selbstverständlich aufgewachsen bin und echt eine Menge Zeit mit ihnen verbrachte. Aber: wir hatten nicht nur die Schülerzeitung namens Bazillus, sondern auch eine Computer AG. In dieser Arbeitsgruppe trafen sich nicht nur die schrägen Typen, die eh nichts anderes machten, sondern auch die, die an der Thematik interessiert waren. Da waren Jungs und Mädchen bei, die gerade mal in Klasse 5 oder höher waren. Es mag natürlich wie ein schöner Zufall wirken, dass der, der in der Computer AG war, zudem kurz was mit der Schülerzeitung machte, heute Blogger ist. Ich war nie Sklave der Technik, sondern machte sie mir zu eigen. (Durch die frühe Faszination Technik, die auch in unserer Schule gefördert wurde, reifte mein Berufswunsch; ich bin gelernter Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker)

Das gilt besonders für elektronische Medien, die viele seelische Aktivitäten imitieren und dadurch besonders verführerisch wirken würden. Dabei besteht die Gefährlichkeit darin, dass das Zeitgefühl bei der Nutzung verschwindet und die aktive Aufmerksamkeit durch die von außen erzeugte Bilder- und Informationsflut ersetzt wird.

Ich gebe Ihnen Recht, Computer, Spiele und natürlich auch das Internet fressen Zeit. Das hat man früher auch über das TV-Gerät gesagt. Und bei jedem anderen Computer, der irgendwie im Massenmarkt ankam. Das darf keine Argumentation sein. Das Kind hat doch einen völlig anderen Namen. Nennen wir es Medienkompetenz und / oder Digitalisierung. Als ich ein Schuljunge war, da brauchte ich keine großartige Medienkompetenz. Es gab schlichtweg keine Medien, in denen ich diese hätte beweisen müssen oder dürfen. Anders heute. Täglich sehe ich bei Menschen, dass ihnen Medienkompetenz fehlt. Und diese sehr wichtige Kompetenz fehlt diesen Menschen, da sie wahrscheinlich bislang wenig mit dem Internet zu tun hatten, weil sie niemand an die Hand nahm. Wer sich aktiv an etwas beteiligen möchte, der sollte lernen, sich auf dieser Plattform sicher zu bewegen, ein nützlicher Teil zu sein. Das muss einfach früh losgehen.

Damit Schüler die Computertechnologie auch für ihr Lernen sinnvoll und ökonomisch nutzen können, müssen sie lernen, wie man sich neben Büchern auch Online-Ressourcen zielführend erschließt. Dem geht allerdings voraus, dass sie auch wissen, wie man in Buchbeständen sinnvoll sucht. Eine gezielte Anregung zur Internetrecherche mithilfe von Suchmaschinen ist etwa ab der 7. oder 8. Klasse – zunächst angeleitet in der Schule – pädagogisch sinnvoll. Sehr wichtig ist es zudem, dass Schüler Kriterien an die Hand bekommen, mit deren Hilfe sie die Glaubwürdigkeit von Internetseiten beurteilen können.

Buchbestände? Zielgerichtet darf auch gerne mal effizient heißen. Effizient wühle ich nicht in Buchbänden, sondern im Internet – denn hier habe ich nicht nur das Buch, welches mir eine Wahrheit verkaufen will, sondern Quellen ohne Ende, dazu Meinungen von Menschen. Es obliegt nicht nur den Pädagogen, sondern auch den Eltern, ihrem Kind beizubringen, wie man sich auf diesem Terrain bewegt, wie man Wissen von Mumpitz unterscheidet.

Dabei kann die Zielsetzung für mich nur lauten: frühestmöglich, mäßig – aber regelmäßig mit meinem Sohn im Netz unterwegs zu sein und ihm all jenes zu zeigen. Das Schöne ist ja – und das behaupte ich jetzt einfach mal  – ich kann ihm was zu diesem Internet erzählen und ihm auch etwaige Fallstricke aufzeigen – eine Leistung, die ich in der heutigen Welt eigentlich auch von Schulen erwarte. Mit Hinblick auf die Digitalisierung der Welt und dem schlechten Abschneiden Deutschlands sehe ich da eigentlich nur ein Abfeiern des Analogen in Ihrem Beitrag.

Kinder, die bis zum Alter von etwa zwölf Jahren auf elektronische Medien verzichten, verpassen überhaupt nichts Substanzielles, vorausgesetzt, sie können wirklich wesentliche Erfahrungen machen, also über ihre Kreativität, ihre Sinneserlebnisse und vielfältige Begegnungen mit der „analogen“ Welt lernen, sich ihr mit Interesse und Neugier zuzuwenden.

Mit der Abschlussbemerkung hätten Sie mich fast rumbekommen, wirklich. Denn mit 12 ist man noch extrem aufnahmefähig, wie ein Schwamm. Wofür Sie oder ich eine lange Zeit brauchen, wird von den heute Heranwachsenden in einem Bruchteil erlernt. Dennoch. Mit 12 Jahren möchte ich wirklich, dass mein Sohn gewisse Dinge in Sachen Digitalistan gelernt hat. Wer früh an eine Sache geht, der entdeckt vielleicht den Spaß an ihr, erforscht Möglichkeiten und erkennt Chancen. Chancen, die vielleicht für das spätere Leben nicht schlecht sind. Denn ich persönlich glaube einfach, dass das Digitale bereits heute schon so selbstverständlich ist, wie es auch Elektrizität ist. Und ich sitze mit  meinem Sohn und anderen Kindern bestimmt nicht im Kerzenschein.

Wenn man Technik verteufeln will – was sie aber nach eigenen Aussagen nicht tun – dann gilt es doch so, wie in allen Lebenssituationen: die Dosis macht das Gift. Unsere Kinder haben in der sich verändernden Digital- und Kommunikationswelt große Herausforderungen, die wir nicht hatten. Sie haben aber auch weitaus größere Chancen – allerdings nicht, wenn man ihrem Rat folgt. Fast hätte ich den Beitrag als knuffig-alt-skurril abgetan – aber er ist einfach weltfremd – oder wie ich es nun nenne: Waldorf.

Ich, Sascha Ostermaier, bin 36 Jahre alt

Mit meinen 36 Jahren gehöre ich zu einem der letzten Jahrgänge, die ihr Abitur noch ohne Google und Wikipedia abgelegt haben. Erst während des Studiums wurde das Internet langsam so verfügbar, dass ich einen Nutzen daraus ziehen konnte – und mir irgendwann auch klar wurde, dass mir das Netz viel konkreteres und breiteres Wissen vermitteln kann als das daraufhin abgebrochene Studium. Heute mache ich etwas völlig anderes, unter anderem erziehe ich meine Tochter, auch digital. Laut Henning Kullak-Ublick hätte ich mir das sparen können, meine einzige Aufgabe wäre es gewesen, meine Tochter bis etwa zum 12. Lebensjahr von Computern fernzuhalten.

Diese Aussage stammt nicht etwa von einem Standup-Comedian, sie kommt vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. Von einem Menschen, der Einfluss auf die Erziehung unserer Kinder hat. Ich möchte nur auf die Kernaussagen eingehen, die Erläuterungen dazu lesen sich zu sehr wie eine Waldorf-Werbebroschüre. Sollte man sich dennoch durchlesen, weil so schlecht ist das Konzept Waldorf gar nicht, gerade in einer immer mehr durch Leistungsdruck definierten Schulzeit.

Das schwindende Zeitgefühl bei der Nutzung von elektronischen Geräten wird angeprangert. Da kann man wenig entgegenstellen, das kennt auch jeder. Nur mal eben kurz bei Facebook vorbeischauen, schnell noch ein Video, zack, der Tag ist vorbei. Ist das schlimm? Wer sich schon einmal in einem guten Buch verloren hat, kennt das ebenso, nur ist es nicht digital. Ist es dadurch aber besser? Beziehungsweise ist das verschwindende Zeitgefühl überhaupt etwas Negatives?

Gleichzeitig soll die Sprache zu Symbolen verkümmern, das prozessuale Erfassen von Zusammenhängen durch häppchenweise Teilinformationen ersetzt. Die sprachliche Entwicklung ist schrecklich, da kann ich nur zustimmen. Aber es ist eine Entwicklung, was hier als Verkümmerung zu Symbolen dargestellt wird, kann auch als global verständliche Kommunikationsform gesehen werden. Ein Symbol wird von jedem verstanden, auch wenn er das Alphabet – die Symbole der Sprache – nicht kennt.

Kinder und Jugendliche müssen zum Verstehen von Zusammenhängen erzogen werden, wie schon immer. Hier können digitale Medien aber auch der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn bereits frühzeitig der Umgang mit den entsprechenden Systemen gelehrt wird. Warum soll Technik nicht sinnvoll genutzt werden, wenn sie vorhanden ist? Was heute der Computer oder das Internet, das war früher der Fernseher, noch früher waren es Bücher. Es gibt immer wieder neue Medien, digital soll plötzlich das Böse über die Kinder hereinbrechen?

Es liegt an den Eltern, den Kindern den richtigen Umgang – egal mit was – beizubringen. Da kann man nicht einfach die halbe Welt ausblenden bis das Kind 12 Jahre alt ist. Kaspar Hauser anyone? In den ersten Jahren sollen Kinder „vor allem Erfahrungen außerhalb technisch gestützter Medien sammeln.“ Warum, Herr Kullak-Ublick? Sie möchten Kindern bewusst die Möglichkeit nehmen, von modernen Entwicklungen zu profitieren, sie an Bücher gewöhnen. Nur damit sie dann später noch einmal alles neu lernen müssen?

Kinder sind von Natur aus wissbegierig. Diesen Wissensdurst zu stillen ist mit Hilfe moderner Medien um ein Vielfaches leichter möglich als noch vor ein paar Jahren. Erneut liegt es an der Erziehung, egal ob von elterlicher oder schulischer Seite, dass Kindern so früh wie möglich Medienkompetenz vermittelt wird. Man bringt ihnen doch auch so früh wie möglich bei, nicht bei Rot über die Ampel zu gehen. Wissen vorenthalten darf kein Bestandteil einer Erziehungsstrategie sein.

Meine Tochter wird diesen Monat 14 Jahre alt, dürfte also seit zwei Jahren endlich auch digitale Welt erleben. Ihr erstes digitales Spielzeug hat sie, sofern ich mich richtig erinnere, mit 3 oder 4 Jahren bekommen, eine VTech-Digicam! Relativ früh ging es dann mit einem Handy los, es folgten Laptop und Smartphone. Alles weit vor dem empfohlenen Alter von 12 Jahren. Und völlig im Rahmen, also sie war nicht die einzige in ihrem Umfeld.

Allerdings haben wir als Eltern auch einen kleinen Vorteil, das muss ich ganz offen zugeben. Sehr tech-affin, immer modernste Technik im Haus, da bleibt es nicht aus, dass man auch das Kind entsprechend erzieht. Erziehen heißt in diesem Fall vor allem: Aufklären. Dieses schöne Wörtchen Medienkompetenz vermitteln. Schauen, was die Kinder machen, ihnen helfen. Und auch wenn sie Scheiße bauen, nicht einfach mit Verboten kommen, sondern wieder aufklären.

Was wir, ein kleiner Teil der Internetnutzer, während der Entstehung gelernt haben, müssen wir den Kindern vermitteln, so wie wir es vielleicht unseren Eltern vermittelt haben. Technik an sich ist nicht böse, und richtig eingesetzt schadet sie auch nicht der persönlichen Entwicklung. Eine Altersgrenze auf Fortschritt, das ist mit Verlaub der größte Mist, den ich in letzter Zeit gelesen habe, Herr Kullak-Ublick!

Ich, André Westphal, bin 35 Jahre alt

Im Gegensatz zu Caschy und Sascha habe ich selbst (noch) keine Kinder. Daher möchte ich mich zu diesem Thema mal ganz sachlich äußern (juhu). Als Medienpädagoge habe ich mich tatsächlich jahrelang mit Theorien zu Medienerziehung, Medienphilosophie, Mediendidaktik und Bildungsinformatik beschäftigt. Das heißt nicht, dass ich der absolute Experte wäre und immer Recht hätte – aber ich behaupte, ich kann auf einer gewissen Basis argumentieren, die über Stammtischparolen hinausgeht.

Was Kullack-Ublick nun propagiert, ist aus wissenschaftlicher Perspektive nichts anderes als simpler Technikdeterminismus. Er vernachlässigt vollkommen, dass aber nicht das Medium allein den Ausschlag gibt. Vielmehr ist es die Kombination aus individuellem Rezipient, spezifischem Medium und spezifischer Umwelt, welche letzten Endes das Medienverhalten anregt (nicht aber bestimmt).

Wenn Kullack-Ublick also provokant erklärt, man sollte Kinder bis zum zwölften Lebensjahr von Computern fernhalten, legt er sowohl einen quasi machtlosen Rezipienten, eine schädliche Umwelt als auch einen absoluten Einfluss des Mediums zugrunde. Das ist realitätsfern. Eben jene Individualität, deren Förderung Kullack-Unblick als Prämisse für die Waldorfpädagogik reklamiert, vernachlässigt er vollends bei seinem fiktiven, absolut gesetzten Nutzungsszenario.

Die These „Die spätere Medienkompetenz wurzelt in frühkindlicher Medienabstinenz.“ ist derart pauschal formuliert unhaltbar und auch nicht wissenschaftlich belegt bzw. belegbar. Es handelt sich um eine völlig subjektive Meinung. Ganz im Gegenteil, gibt es sogar Studien, die etwa im Hinblick auf den Fernsehkonsum gezeigt haben, dass Menschen, denen als Kindern vollständige Fernsehverbote durch die Eltern auferlegt wurden, im Erwachsenenalter eine höhere Tendenz zu übermäßigem Fernsehkonsum aufwiesen als Menschen, die das Medium als Kinder ganz regulär nutzen durften. Dieses Ergebnis ist durchaus wenig überraschend – wer als Kind keine Basiskompetenzen erwerben kann, weil er gar nicht die Chance hat den Umgang mit einem Medium umzugehen, muss als Erwachsener erst die Grundlagen nachholen, über welche andere bereits verfügen.

Ähnlich fragwürdig ist der beliebig eingestreute, konstruierte Zusammenhang von Computernutzung und Urteilsbildung: „Beim Thema Computer geht es in der Waldorfpädagogik darum, dass dem selbstständigen Umgang mit dem PC die Bildung eines eigenständigen Urteils vorausgehen sollte.“ Es bleibt Kullack-Ublicks Geheimnis, warum hier isoliert PC-Nutzung und Urteilsbildung kausal verknüpft werden, obwohl die Mediennutzung völlig anderen Zwecken dienen kann. Was Eltern außerdem daran hindert mit ihren Kindern eine Dokumentation am Tablet anzusehen und jene danach zu diskutieren, entzieht sich mir. Es spricht absolut nichts dagegen, auf diese Weise Informationen über beispielsweise Tiere, andere Kulturen und Länder der Welt zu erhalten, wenn sie kindgerecht und neutral aufgearbeitet sind. Ob jenes geschieht, bestimmt der Einzelfall, nicht das Medium allgemein.

Zumal auch bei einer theoretischen Medienabstinenz im Alltag geradezu permanent andere Urteile als Anregungen auf Kinder wirken: Seien es direkte Meinungsäußerungen, wie die der Eltern oder Mitschüler, oder indirekte wie möglicherweise Kullack-Ublicks Forderung nach Medienabstinenz, das die Umwelt der Kinder entscheidend verändern und damit seinem Urteil unterwerfen würde. Sein Technikdeterminismus ist in der Wissenschaften seit Jahrzehnten als veraltet zu den Akten gelegt worden.

Heute dominieren interaktionistische Theorien, die verschiedene Einflussgrößen wie den Rezipienten als Individuum, den spezifischen Medieninhalt und auch die Umwelt einbeziehen. Vereinfacht: Natürlich kann es der Entwicklung schaden, wenn ein Vierjähriger den ganzen Tag nur „Mortal Kombat X“ zockt und abends lediglich YouTube-Videos von Dagi Bee reinhaut.

Umgekehrt kann es die Entwicklung fördern, wenn ein Kind mit den Eltern Lernspiele ausprobiert, kindgerechte Dokumentationen konsumiert und früh erste Technik- und Medienkompetenzen erwirbt. Klammert man dies in der Kindheit und Jugend vollkommen aus, fehlt wie bereits erwähnt später eine Basis, auf der man aufbauen könnte. Das bedeutet dann einen Entwicklungsnachteil. Zudem wird die Selbstständigkeit des Kindes durch rigide Komplettverbote eingeschränkt und gerade nicht gefördert. Sinnvoller ist es Grenzen zu setzen und den Medienkonsum aktiv mitzugestalten.

Das erfordert aber natürlich mehr als Schwarz / Weiß zu denken bzw. als polemisch zu fordern, man möge den Computer komplett aus dem Kinderzimmer verbannen. Ein derartiger Plan würde Eltern natürlich das Leben leichter machen, weil sie sich gar nicht erst mit der Mediennutzung der Kleinsten beschäftigen müssten. Für die Kinder wiederum wäre der Schaden groß.


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Über den Autor: caschy

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