Unitymedia: Gigasphere und die freie Wahl des Routers

8. Juni 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

artikel_unitymediaGleich zwei Nachrichten gibt es für Kunden für Unitymedia – oder all jene, die es werden wollen. Der Anbieter gab heute den Netzausbau mittels Gigasphere bekannt, zudem gab es etwas in Sachen Routerzwang zu erfahren. Doch fangen wir erst einmal bei  Netzausbau an, schneller soll es werden. Technische Basis dieses erneuten Leistungssprungs ist der neue Übertragungsstandard „Gigasphere“, der auch als DOCSIS 3.1 bezeichnet wird. Mit ihm können die Bandbreiten im Hybridnetz von Unitymedia – eine Kombination aus Glasfaser- und Koaxialkabeln – erhöht werden. Erste Vorbereitungen für die Einführung im HFC-Netz des Kabelnetzbetreibers sind bereits angelaufen, bereits für 2016 sind erste Feldtests vorgesehen.

Mit Gigasphere sollen sich zukünftig Datenraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde im Downstream und bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Upstream erzielen lassen. Das ist mehr als das 25-Fache der heute von Unitymedia angebotenen Höchstgeschwindigkeit von 400 Mbit/s und mehr als das 100-Fache der heutigen VDSL Vectoring Geschwindigkeit, wie der Anbieter mitteilt.

Viel interessanter ist ja für alle sicherlich das Thema freie Routerwahl (1.8, yeah!). Auch da müssen sich die Anbieter jetzt äußern und das macht man auch bei Unitymedia. Ab dem 1. August können neue Kunden von Unitymedia entscheiden, ob sie unsere Router nutzen wollen oder Fremdgeräte. Bestandskunden im Privatkundensegment haben diese Möglichkeit ebenfalls, doch hier kommt es laut Unitymedia auf die Länge der „Zugehörigkeit“ an.

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Privatkunden, die seit April 2013 in einem Vertragsverhältnis mit Unitymedia stehen, erhalten auf Wunsch ab dem 1. August die benötigten Informationen, um einen eigenen Router nutzen zu können. Kunden mit noch länger bestehenden Verträgen bieten wir an, in ein aktuelles Produktangebot zu wechseln, um von der Routerfreiheit Gebrauch machen zu können.

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Für Privat- und Bestandskunden gilt aber: Damit die Dienste auf den vom Kunden gewählten Fremdgeräten reibungslos funktionieren, muss das gewählte Gerät den ab dem 1. August geltenden Schnittstellenbeschreibungen entsprechen. Unitymedia wird diese Schnittstellenbeschreibung wie vorgeschrieben bis zum 1. August unter anderem auf der Website veröffentlichen. Ferner hat das Unternehmen eine Liste mit häufigen Fragen und Antworten auf dieser Seite veröffentlicht.

Und nun die Frage an die bislang Zwangsgekoppelten: Wertet ihr zeitnah ein eigenes Gerät nutzen und die Providerlösung rauswerfen?


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Über den Autor: caschy

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