Umfrage: 76 Prozent wollen keine Arzt-Beratung via Internet

16. Mai 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Die Zeiten haben sich geändert. Wir schauen TV nicht mehr linear, sondern suchen uns die Programme raus. Mediatheken, Streamingdienste und Co. Das Internet hat so ziemlich alles durcheinander gewirbelt, was es da draußen gibt. Auch das klassische „beim Arzt hocken“ ist für viele ältere Menschen etwas, auf das sie verzichten würden. 1000 Menschen wurden im Rahmen einer BITKOM-Umfrage befragt, heraus kam:

Jeder vierte Internetnutzer ab 65 Jahren (24 Prozent) wäre grundsätzlich bereit, sich online von einem Arzt beraten zu lassen. Selbst bei den Befragten ab 80 Jahren ist noch jeder Fünfte (21 Prozent) aufgeschlossen für die Beratung im Internet. Dennoch: Dreiviertel der Befragten (76 Prozent) können sich gleichwohl noch nicht vorstellen, sich über das Internet von ihrem Arzt beraten zu lassen.

Der ärztlichen Online-Beratung sind heute enge Grenzen gesetzt durch das sogenannte Fernbehandlungsverbot (§ 7 Musterberufsordnung). Mit der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens werden solche und andere telemedizinischen Anwendungen aus Sicht des BITKOM aber stark an Bedeutung gewinnen.

„Künftig wird es ganz normal sein, per Smartphone oder Smartwatch seine Vitalwerte zu messen und an den Arzt oder medizinische Analysezentren zu schicken. Informations- und Telekommunikationstechnologien bieten enorme Chancen, die medizinischen und pflegerischen Herausforderungen des demographischen Wandels zu bewältigen.“

Bereits jetzt nutzen ältere Menschen verstärkt das Internet, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Zwei von drei Internetnutzern ab 65 Jahren (68 Prozent) suchen medizinischen Rat im Netz, so der Branchenverband BITKOM. Selbst bei den Nutzern ab 80 Jahren sind es noch 57 Prozent. Bei einer ähnlichen Umfrage vor vier Jahren erklärten erst 36 Prozent der älteren Internetnutzer, das Web in Gesundheitsfragen zu nutzen.

Extrem schwieriges Feld. Ich bin mir sicher, dass der Arzt viele Dinge bei Krankheitsbildern durch Optik und Akustik ausmachen kann, doch natürlich ist nicht alles dadurch zu erkennen. Bin gespannt, wie sich dieses Feld entwickelt und vor allem: wie sich der gesetzliche Rahmen um dieses Gebiet entwickelt.


Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 23929 Artikel geschrieben.