Ultrabooks: auf der Suche nach dem Ultra

30. Januar 2012 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

In der letzten Zeit habe ich, berufsbedingt und durch persönliche, technische Leidenschaften, ziemlich viele Ultrabooks in den Händen halten und nutzen dürfen. Ultrabooks. Eine Bezeichnung aus dem Hause Intel, die besonders mobile Laptops kennzeichnen soll. Unterstützt von Millionen Euro Werbebudget weltweit, Rabatten in Sachen Prozessoren & Co für die Hersteller und sogar die Möglichkeit, auf ein Referenz-Design von Intel zu nutzen, welches ein ideales Ultrabook beschreibt.

Ein Hersteller von Prozessoren gibt also Nicht-Apple-Herstellern die Möglichkeit, endlich – nach Jahren der MacBook Air-Existenz – etwas Gleichwertiges, ja sogar was Besseres zu liefern. Wir haben Anfang 2012 und die Hersteller haben es, meiner Ansicht nach,nicht hinbekommen. Der regelmäßige Leser weiss: ich bin Fan des MacBook Air. Dies hat nicht zwingend etwas mit Apple oder Mac OS X zu tun, sondern mit der Haptik des Gerätes. Es ist für mich persönlich (Stand heute) das beste Gerät. Es passt zu mir und deckt meine Bedürfnisse ab. Trotz alledem will ich Bewegung sehen. Doch was ich bis jetzt sah, ist größtenteils enttäuschend.

Wo ist denn bitte die oft zitierte Überteuerung des MacBook Airs im Vergleich zu gleichwertigen Konkurrenten? Ja, ich kann ein Ultrabook mit Core i5 bereits für 799,-, in bestimmten Aktionen sogar für 699,- bekommen. Dann habe ich ein Acer S3 aus Kunstoff mit keiner SSD, sondern mit mechanischer Festplatte, die zur Beschleunigung einen schnelleren 20 GB SSD-Speicher zur Seite gestellt bekommt. Das ist nicht Ultra. Der Name Ultrabook steht für mich für etwas besonders mobiles, in einem wertigen Unibody. Doch ich muss, Stand heute, lange suchen um unter den vielen, vielen “Ultrabooks” die Perlen zu finden.

Hersteller schwimmen nur auf der Welle mit, da muss man als unbedarfter Benutzer schon genau hinschauen – denn Ultrabooks sind die Zukunft. Sie werden, davon gehe ich fest aus, bald das herkömmliche Notebook ablösen. So werden im Jahre 2012 über 75 verschiedene Geräte auf den Markt kommen, darunter nicht nur die bekannte 13,3″-Variante, sondern auch größere Geräte. Auch wird sich in Sachen Mobilität und Akkulaufzeit einiges ändern, wird mit der kommenden Plattform namens Ivy Bridge (danach dann Haswell) alles etwas flotter und sparsamer in Sachen Energieaufnahme.

Ja, einige Geräte habe ich bereits hier gehabt. Das Acer Aspire S3, das ASUS UX 31, das Samsung S5, das Toshiba 835 und das Lenovo U300s. Kann auch nur ein einziges Gerät mit der Haptik und dem Arbeits-Feeling mithalten, welches mir das MacBook Air bietet? Nein, leider nicht. Von den genannten Geräten ist mein Favorit ganz klar das Lenovo U300s, welches ich hier noch vorstellen werde, da ich damit gerade in Sachen Windows unterwegs bin. Kostenpunkt für die Variante mit Intel Core i7? 1399 Euro. Günstiger und leistungsstärker als das MacBook Air. Aber auch dicker, fast mehr Notebook als Ultrabook. Aber ein wirklich tolles Gerät. Liebe Hersteller: ihr habt die Werkzeuge in der Hand und ihr wollt mir doch nicht erzählen, dass ihr Apple nicht überflügeln könnt, oder? Überrascht doch uns Konsumenten mal mit Ultrabooks, die den Namen auch verdienen. Auch in Sachen Design (Notebooks müssen heute gutes Aussehen mit Leistung verbinden, das ergab eine Umfrage von Dell. Fast drei Viertel von mehr als 1.000 Befragten erwarten ein gutes Design und für 91 Prozent ist die Leistung wichtig). Bislang sehe ich nur, dass ihr Marketingnamen und Gelder auslutscht und uns Ultrabooks verkaufen wollt, die keine sind. Mal sehen, was die nähere Zukunft bringt. Hersteller werden sicherlich noch Thunderbolt & Co implementieren, des Weiteren werden günstige i3-Prozessoren verbaut. Bin gespannt. Kann nur besser werden.

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Über den Autor: caschy

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